Posts by lars

    Hat jemand Erfahrung mit 3d-Fräsen in EstlCam,

    Für härtere Materialien sind die 3D-Funktionen von Estlcam meiner Meinung nach nicht tauglich, weil man nur wenig Kontrolle über die Fräsbahnen hat und nur das Frästeil als Ganzes bearbeiten kann. In Styro oder Balsa mag es ausreichend sein. Fusion bietet dagegen eine Fülle von Möglichkeiten.

    Fräse ist verkauft!


    Hallo,


    ich habe ja die letzten Monate ein dickes Stahlmonster "Nr. 2" gebaut ( Fräse Nr. 2 ). Aus Platzgründen sucht deswegen die Fräse "Nr. 1" einen neuen Besitzer. Das ist auch eine Stahlfräse, nur alles etwas zierlicher ausgeführt. Die Fräse hat mir die letzten 4 Jahre sehr gute Dienste geleistet, wurde mehrfach optimiert, und ist ausgereift und sehr zuverlässig.

    • Verfahrwege: 1740 x 350 x 220mm
    • Stahl, komplett rund 370 kg
    • Steifigkeit Fräseraufnahme gegen Aufspannplatte: 4 N/µm, das ist zwar nichts gegen eine industrielle Maschine, aber doch ein Stück steifer als viele Alu-Konstruktionen
    • Antrieb über drei AC-Servos 400W (Delta ASD-B2-0421-B)
    • Steuerung Benezan Beamicon2
    • Eilgang 12m/min
    • Frässpindel 2,2kW/24000rpm (ER20 bis 12mm Fräser)
    • Raster-Vakuumtisch auf voller Fräsfläche vorhanden
    • Bauzeit mit allen Zwischenschritten und mit Zubehör (Absaugung usw.): knapp zwei Jahre
    • Lieferumfang: Alles komplett mit Steuerung, Steuerungsrechner, Spindel, Frequenzumrichter, Spannzangen, Vakuumtisch, ... was fehlt, ist lediglich die Absaugung und die Vakuumpumpe für den Vakuumtisch (beides verwende ich weiter).
    • Verkaufspreis: VB 4000€ (alleine alle Teile haben zusammen schon dokumentiert 5000€ gekostet, und irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr, die Liste weiter zu pflegen, d.h. in Wirklichkeit ist es sicher mehr, besonders die vielen unscheinbaren Kleinteile läppern sich sehr...). Die Fräse ist betriebsbereit, und eine ausführliche Einweisung ist natürlich auch dabei.

    Referenzbauteile, die damit gefräst wurden, seht ihr auf cnc-negativformen.de . Von den Abmessungen her ist sie optimiert für das Fräsen von Flügel-Negativformen, also lang und schmal. Momentan steht die Fräse in 82256 Fürstenfeldbruck. Wer Zweifel an der Transportierbarkeit haben sollte: Sie steht auf Rollen und lässt sich ohne Probleme auf einen Absenkanhänger rollen. Und den kann man sich günstig ausleihen, bei Bedarf kann ich da auch helfen.


    VG, Lars

    Makerspace in Garching? Ich bin Südlich von München.

    Schau es dir einfach mal virtuell an: maker-space.de

    Im Metallbereich für mich interessant sind da die große Bandsäge, die Sandstrahlanlage (spart die Sauerei zuhause), ein schöner großer Schweißtisch (plan, mit Löchern) und die große MAG-Anlage dazu, ein CNC-Bearbeitungszentrum namens Haas VF-2 (allerdings leider nur für 4h buchbar, was vieles einschränkt), eine Deckel FP-1,... und vieles mehr, was ich nicht brauche. Wenn man eine 10er-Karte hat, kann man für 30€/Tag alle Maschinen nutzen, für die man eine Einweisung/Kurs hat.

    Die Haas nutze ich gerne für Stahl oder für Sachen mit fertigen Gewinden. Aber die 4h Buchung sind knapp, man muß in der Zeit ja seine Werkzeuge einmessen, alles einrichten, fräsen, und wieder kurz saubermachen. Also vielleicht 2h Nutzzeit. Aber so eine Flutkühlung mit gekapselter Maschine ist schon was feines. Ich hasse Stahlspreissel in den Händen...

    So als Gesamtfazit ist es schön, dort Zugriff auf so viele Maschinen zu haben, aber als Nachteil muß man halt die Einschränkungen einer fremden Werkstatt in Kauf nehmen, da geht vieles langsamer und schlechter (man muß alles vorplanen, was man braucht, auch die fehlende Schraube, die man zuhause vergessen hat. Also eigenes Werkzeug griffbereit zuhause ist schon besser, aber weil es da vom Platz und finanziell her ja leider Einschränkungen gibt, ist der Makerspace für einzelne Projekte ein schöner Ort.

    Ich kann inzwischen im Maker-Space Garching wasserstrahlschneiden (und auch jeder andere, der dort den Kurs dafür hat, Garching wäre für dich ja auch noch vernünftig erreichbar).

    Aber die Qualität der autogengeschnittenen Teile war auch sehr gut, und mit 3€/kg auch bezahlbar.

    Wenn du sie vor die Alternative stellst, dass die Fräse sonst ins Wohnzimmer kommt? Dann stimmt sie bestimmt zu.

    Motoren: 8Nm Nema34 Schrittmotoren an Endstufen "Benezan Beast". Also ganz konservativ ohne Closed Loop, aber ich hatte dieses Mal weder Lust auf Servoparametrierung noch auf China, und ich mag auch einfach Bene's Produkte, hab auch wieder seine Steuerung dran (Beamicon 2 Netbob).


    Das Portal wiegt nackt 120kg, plus die z-Platten und die Schienen und die Spindel und und... vielleicht 250kg, ich habe es nicht gewogen. Habe als Eilgang 6m/min, ohne mehr probiert zu haben, aber mehr ist nicht nötig.

    Gestern habe ich meine neue Fräse nach Hause transportiert. Gebaut aus Platzgründen im gemieteten Eck einer Halle, und jetzt nach 14 Monaten ging es gestern heim in die Garage.


    Vorbild war in einigen Details das Konzept der M-hoch-5-Fräsen. So z.B. die zueinander verspannten Doppelmuttern an X und Y, sowie die Möglichkeit, die einzelnen Achsen nacheinander und getrennt sauber ausrichten zu können, also dass ich nicht mehrere Rechtwinkligkeiten mit derselben Schraubverbindung einstellen muss. Grundplatte ist eine gegossene gebrauchte Messplatte mit 2x1m. Damit ist schon mal eine ebene Basis vorhanden. Erste Schiene auf der Messplatte mit einem 2m Richtlineal ausgerichtet, zweite Schiene relativ zur ersten Schiene.


    Das Portal ist aus 10mm (am Kasten) und 40mm Blechen (die Füße) geschweisst, geglüht und an den Montageflächen überfräst. Damit ist das Portal für sich auch schon mal eben. Die Stahlteile für den Portalbalken habe ich brennschneiden lassen, die Teile für z-Achse usw. sind auf meiner alten Fräse entstanden.


    X = lange Achse, Y = quer, Portal.

    Jetzt ist also die Grundplatte eine Ebene, und das Portal in sich selbst ist eben. Y/Z ist jetzt rechtwinklig durch auf der CNC gebohrte Paßbohrungen.


    weitere Ausrichtung:

    Y und Z sind noch nicht parallel bzw. senkrecht zur Messplatte: Dazu habe ich das Portal lose auf die X-Platten aufgesetzt und über 4 Stellschrauben ausgerichtet (Y zu Messplatte parallel, Z zu Messplatte senkrecht) und mit alugefülltem Epoxy unterfüttert. Das klebt nur auf einer Seite, weil die andere Seite mit Trennmittel eingetrennt war. Deswegen ist die Position "Y zu Messplatte parallel, Z zu Messplatte senkrecht" jetzt fixiert, aber "X/Y ist noch schief" kann noch korrigiert werden: Ausrichtung über die Gantry-X-Spindeln.


    Herausforderung ist das Gewicht des Trumms. Genau weiß ich es nicht, aber die grobe Summe der Einzelteile geht an die 2t. Da musste ich noch dicke Stahlträger besorgen und zwei Portalkräne bauen, um die Platte noch mal anheben zu können und das Untergestell darunter schieben zu können. Schwerlasträder am Untergestell. Absenkanhänger mit Seilwinde zum Aufladen. Schön langsam über Nebenstraßen heim ;-). Aber jetzt ist das Ding in der Garage und darf eine "Immobilie" bleiben.


    Falls sich jemand inspirieren lassen will oder einzelne Details genauer anschauen will: die komplette Konstruktion ist in Fusion oder als Step vorhanden.


    Lars


    Meine neue Fräse ist ja auch so ähnlich aufgebaut (Führungen auf Grundplatte) und hat als Späneschutz ein paar aufgekantete Bleche zwischen Fräsbereich und Führungen, knapp niedriger als der Portaldurchlass. Befestigt mit Magneten und daher schnell abnehmbar. OK, Holzmagnete für diese Fräse hier gibt es nicht, aber irgendwie wird sich das auch befestigen lassen.

    Meine bisher funktionierende Faustregel für alle Arbeiten in Holz: Schnittgeschwindigkeit hoch! Und damit es nicht kokelt, darf und soll auch fz ausreichend hoch sein, zum Bohren würde ich da mal mit 0,2mm/Umdrehung anfangen.

    Mehr WIssenschaft würde ich nicht draus machen.

    Wenn es mit der Breite nicht reicht, könntest du ja die Fräse auf dem Tisch auch von Haus aus hochkant planen. Dann müsste man zwar beim Aufspannen von Bauteilen ein bißchen mehr achtgeben, aber für die Funktion der Fräse an sich ist es egal, ob sie auf einem waagrechten Tisch liegt oder ob sie an einem senkrechten Tisch verschraubt ist.

    Das ist ein ganz einfaches Bauteil: rechteckige Platte mit ein paar Kreistaschen. Leider für meine aktuelle Fräse um 25mm zu breit.

    Das schon, aber ohne Winkel und Messuhr wird die Fräse "nur" krumm und schief. Auf den letzten Bildern ist es aber auf wenigen cm mal hoch, mal tief, und dazu ist noch ein ganz seltsames Muster auf dem Holz. Das muß etwas anderes sein.


    Wenn du dann eine Messuhr hast, kannst du die Messuhr mal an die z-Achse klemmen und einfach immer wieder 50mm auf- und abfahren, ob die Fräse überhaupt reproduzierbar eine best. z-Höhe anfahren kann. Denn offenbar kann sie es nicht.

    Bei den mhoch5-Fräsen ist es einfacher möglich, x zu y rechtwinklig auszurichten, als bei Konstruktionen ala Fenja oder auch Sorotec. Weil die Verschraubungsebene "Grundplatte zu Portal" in der x-y-Ebene liegt und man dadurch die einzelnen Freiheitsgrade zur Ausrichtung x/y, y/z und x/z gezielter beeinflussen kann, ohne mit einer Verschraubung alles gleichzeitig zu ändern.

    Die Nachteile der verlinkten Spindel sind:

    1) nur ER20

    2) nur 18000 rpm


    Wenn du dir schon so ein dickes Ding kaufst, würde ich unbedingt ER32 nehmen (dann hast du auch eine wesentlich dickere Spindelwelle und mehr Steifigkeit) und auf 24000 rpm achten. Beides zusammen macht die Spindel dann aber leider deutlich teurer, weil die dicke Spindelwelle große Lager hat, die dann nicht mehr unbedingt 24000 rpm haben dürfen, wenn es nur billige sind.


    Zur Frage, ob man die Leistung braucht: Nein, die Leistung braucht man nie. Aber ich hasse es, mit dem Drehmoment grenzwertig zu sein und mir beim Blockieren den Fräser abzubrechen und das Werkstück zu versauen. Und die erhöhte Steifigkeit der dicken Spindelwelle im Vergleich zu einer Spindel mit ER20 ist deutlich spürbar (wesentlich mehr Fräsparameter funktionieren ohne Kreischen). Ich spreche hier aber von Fräsern 8-16mm in Alu, für die kleinen Fräser gebe ich euch recht, dass es nicht nötig ist aufzurüsten.

    Ja, ich nehme den Spiritus pur. Die Menge ist stark schwankend, weil sich meine Düse immer verstellt. Aber so 300ml/h sind es, wenn mir die eingestellte Menge gefällt.


    Wenn dann meine neue Düse mit Arduino und Kfz-Einspritzventil montiert ist, dürfte die Menge zuverlässig einstellbar werden.


    Bzgl. Brandgefahr: Habe mal ein Video gesehen, wo einer erfolglos versucht hat, den MMKS-Strahl (Spiritus) mit dem Feuerzeug anzuzünden. Selbst probiert habe ich es nicht. Aber interessant wäre es...