Posts by Paddycube

    Ich habe neulich 8mm und 6mm HPL mit 6mm Fräsern gefräst. Habe mich da an Werte für Hartholz orientiert. Die erste Z Zustellung ist gut geworden, bei der zweiten habe ich deutlich gesehen, wie sich der Fräser und die Spindel wegdrücken. Es gab keine Schrittverluste, maßhaltig war da aber nix mehr.


    Gefräst habe ich ohne Kühlung. Man braucht definitiv eine steife Fräse. Nächstes mal versuche ich es mit Wirbelfräsen.


    Gerade genutete Fräser gehen nicht so gut. Ein Fräser hat es zerlegt, als er an einer Ecke eingetaucht ist. Der ist längs abgerissen. An einer anderen Stelle das Material weggeplatzt.


    Bitte teile deine Erfahrungen hier, bin sehr interessiert.


    Gruß Patrick


    Nachtrag: gut festspannen. Ich meine sehr gut fest, bombenfest. Ich habe schon einiges an Hartholz durch und dachte ich habe da ein gutes Gefühl, ob die Aufspannung hält. Es hat sich zweimal losgerissen. Das Zeug ist ziemlich glatt. Spax mit Beilagscheiben in Bohrungen hat bei mir ebenfalls nicht funktioniert. Das Zeug ist trotzdem gerutscht. Fester anziehen konnte ich die Schrauben nicht, sonst hätten die sich aus dem Holz gerissen.

    Hallo,


    heute habe ich ein Projekt abgeschossen, bei dem ich wirklich viel gelernt habe. Hier zunächst das Ergebnis, rechts Original, links die Kopie

    Der Wichtel wurde mittels 3D Scanner (große Version des OpenScan.eu) aus 150 Bildern erstellt. Das Original ist eine ca. 25cm große Gartenfigur, die schon so manche Klebestelle hatte (Kinder + Fussball). Die Rekonstruktion des Objekts Anhand der Bilder habe ich mit dem Cloud Processing vom OpenScan (aktuell als Beta) erledigt. Das ist wirklich eine faszinierende Funktion. Objekt Scannen, Bilder hochladen und kurz darauf das fertige Objekt. Fast mit einem Klick.


    Dann ging es an die Planung für die Fräse. Einen so großen Holzklotz hatte ich nicht, so lange Fräser auch nicht. Ich wollte den Zwerg gerne aus verschiedenen Hölzern herstellen. Bereits beim Import des Netzkörpers habe ich gemerkt, das sind zu viele Facetten. Also habe ich diese zuerst mittels InstantMesh in ein "quad-mesh" transformiert. Damit lässt sich erheblich einfacher arbeiten. Nun musste der Körper nach dem Import geteilt werden.



    Zuerst habe ich versucht, das Objekt in Fusion einfach mittels Versatzebenen zu teilen. Das geht aber nur bei Objekten, die sich auf einer Ebene schneiden lassen. Bei der Mütze geht das nicht. Nach etwas probieren habe ich in Fusion eine Fläche über den Formmodus erstellt und diese hin und her gezogen, bis es halbwegs passte. Anbei ein Bild, diese geschwungene Fläche dient als Schnittwerkzeug.



    Die Mütze und Füße bestehen aus Teak Holz. Der Rest sollte eigentlich Eiche sein. Mein Schwiegervater hat mir ein paar Reste von Kanthölzern mitgebracht und gesagt das wäre alles Eiche. Die waren stark verschmutzt, da habe ich ihm das einfach geglaubt. Tatsächlich erscheint mir nur ein Teil davon Eiche gewesen zu sein. Besonders der Rücken hat mich sehr erstaunt, hat was von carmouflage. Welches Holz das ist, da rätsle ich noch. Mein Vater tippt auf Buche, die durch einen Pilz diese Maserung erhält.


    Puzzle


    Und hier nochmal der Vergleich:


    Lessons learned:

    - Holz sorgfälig vorsortieren

    - Vorbereitung der einzelnen Rohlinge (Ablängen, Planfräsen, Leimen, Abrichten auf Rohteilmaß) ist fast aufwändiger als das Fräsen selbst

    - Im Modell Bohrungen für Passstifte / Dübel zum späteren Verleimen planen. Freihand zusammenleimen ist schwierig

    - separate Opferplatte ist sehr hilfreich. Die erste Aufspannung einfach mit 4 langen Spax auf die Opferplatte spannen. Bohrungen für Passstifte setzen (für deckungsgleiches wiederaufspannen). Nach dem Fräsen an identischer Stelle die Passstiftbohrungen in die Opferplatte setzen. Opferplatte abnehmen, Objekt umgedreht auf Passstifte setzen und von unten festspaxen

    - Nullpunkte und Position der Passstifte unbedingt aufschreiben aus dem Maschinenkoordinatensystem. Ich habe jetzt immer eine Zettelbox und Stift neben der Fräse

    - Spaxschrauben sind der Tot für den Fräser, das Rohteil also nicht so knapp bemessen, dass der neue, teure, extralange Holzfräser mit Hinterschliff von Sorotec da rein kracht, obwohl man sich solche Mühe beim einmessen gegeben hat ;-) Das war die teuerste Lektion hierbei.

    - drei Passstifte sind besser als 2. Bei 2 kann es etwas wackeln und wird nicht exakt deckungsgleich

    - Überstehendes Restmaterial des Rohlings bei der 2ten Aufspannung entfernen, sobald der Fräser bis zur Tiefe der ersten Aufspannung durch ist. Ab dann liegt der Rest quasi wie ein Rahmen um das Objekt, der Fräser kann da gern dran reiben, Holz verkohlen und Schritte verlieren. Die äußeren Wege der beiden Aufspannungen sind nämlich nicht zwangsläufig deckungsgleich.

    - Zu schmale, spitz auslaufende Kanten (Oberkante beim Gesicht) vermeiden, hier reißt es gerne aus.


    Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es ist nicht perfekt geworden, es passt dafür aber schon erstaunlich gut, ich habe viel gelernt und Spaß hatte ich auch dabei. Das nächste, größere Objekt ist schon gescannt und will nun angegangen werden. Es soll eine Brunnenfigur werden und da wird es Douglasie oder Lärche. Diese hier wird noch geschliffen und an einigen Stellen bemalt.


    Gruß Patrick

    Wahnsinn Alois,


    da baust du dir einen schönen Roboter. Ich habe lange nach einem DIY Roboter gesucht. Es gibt ja gedruckte wie THOR oder Moveo, die bewegen aber meist nur ihre eigene Masse und sind kaum zu gebrauchen. Der AR3 hatte mir damals am besten gefallen, konnte den aber nicht fertigen. Jetzt gibt es ja die Fräse, da schaue ich mal zu, was ihr hier damit baut :-)


    Ich habe da noch Fragen, vielleicht magst du die beantworten:

    - was nimmst du als Kühlmittel für die MMS?

    - was ist das für eine Opferplatte, MDF? Quillt die von der Feuchtigkeit auf und muss jedesmal neu geplant werden?

    - woher bekommst du das Material? Da kommt ja schnell einiges an Materialkosten zusammen.

    - reichen die paar Spax Schrauben und Brettchen aus, um das Material zu fixieren oder ist darunter noch was anderes, Sekundenkleber oder so? Antwort dazu steht ja weiter oben, ist nur gespaxt.


    Viel Erfolg mit dem Bau und Danke für die ausführlichen Berichte. Da kann man was bei lernen.


    PS: schicker Spänevorhang an der Seite, Blümchenmuster wäre da auch schön ;-)


    Gruß Patrick

    Hallo Alex,


    du meine Güte, da wollte es aber einer ganz genau wissen :thumbsup::thumbsup:

    Tausend Dank für die viele Arbeit, die du dir hier gemacht hast. Mit deiner Anleitung habe ich zumindest einen Teilerfolg erzielt.


    Auf meinem Smartphone (Samsung Galaxy XCover 4s) mit Android 10 geht es immer noch nicht. Aber auf meinem alten Amazon Kindle Fire HD, da hat es so geklappt. Ich werde mal mit experimentieren.

    Mit OpenCV habe ich vor einiger Zeit etwas gespielt. Ist sehr beeindruckend, was man mit ein paar Zeilen Python hinbekommt. Wenn ich mal Zeit finde, schaue ich mir mal an, wie man DXF Dateien erstellt.


    Ich habe zwischenzeitig den Rat von Ralf befolgt und mich auf die Suche nach einem Centerline tracing Plugin für Inkscape gemacht. Siehe da, in der Version 1.02 braucht es kein Plugin, da ist es schon enthalten. Kurzer Test mit der eingescannten Vorlage brachte ein wirklich beeindruckendes Ergebnis. Die Linien wurden astrein nachgezogen. Es gibt keine doppelten Pfade mehr, die vorhandenen Fehler wie offene Pfade, Fehlstellen im Papier (Knicke), verstreute Punkte durch Flecken bzw. Rauschen sind da ruck zuck erledigt, da es so wenige sind und meist nur einzelne Punkte oder nicht verbundene Pfadstückchen.


    So kann man das entweder direkt in Estlcam weiter nutzen und dort die Pfade schließen. Ich habe die Datei auch mal in Fusion 360 und FreeCAD geladen. Jetzt kann man es sogar hier weiter verarbeiten, vorher ist das Programm entweder abgestürzt oder hat unendlich lange gebraucht.


    Nochmals vielen Dank euch und vor allem Alex für die Arbeit, die du hier rein gesteckt hast.


    Gruß Patrick

    Hallo Ralf,


    danke für die ausführlichen Tipps, die schaue ich mir näher an. Suchmaschine habe ich des öfteren bemüht, die aufgezeigten Wege sind aber oftmals sehr aufwändig oder führen zu bescheidenen Resultaten.

    Genau deswegen habe ich gezielt hier nach Erfahrungen gefragt. Ich habe ja einige Wege probiert, den effektiven für mich aber noch nicht gefunden.


    Es scheint mir, ich sollte doch mal CamBam genauer unter die Lupe nehmen.


    Gruß Patrick

    Hallo,


    bei mir leider das gleiche Problem mit der App. Es scheitert an der Installation von OpenCV. Auch das gibt es nicht mehr im App Store. Es gibt nur noch das SDK, welches dann die erforderlichen Bibliotheken bei der Paketerstellung einbindet.

    Ich habe verschiedene alte OpenCV Pakete versucht, ohne Erfolg.


    Bleibt für mich die Verarbeitung am PC. Noch irgendwelche Tipps?


    Gruß Patrick

    Hallo zusammen,


    ich habe hier einige Pläne in Papierformat vorliegen, die ich gerne fräsen möchte (alte Laubsägevorlagen, Freihandzeichnungen z.B.). Mein bisheriger Workflow sieht so aus:


    1. Plan als Schwarz-Weiss scannen

    2. Inkscape das jpg importieren

    3. Pfad über Helligkeitsschwellwert oder Kantenerkennung erstellen

    4. SVG speichern


    Die SVG kann ich nun entweder direkt in Estlcam weiter verwenden. Hier muss ich aber viel nachbearbeiten, doppelte Pfade, diverse Fehlstellen usw. Alternativ wäre die Weiterverarbeitung in FreeCad, QCAD oder Fusion360. Hier gibt es dann ebenfalls Probleme durch überflüssige Konturen, unzählige Segmente und unterbrochene Pfade


    Ich möchte am liebsten später genau jede Linie als einzelnen Pfad. Bei einer einfachen Linie werden ja immer zwei Pfade, oder besser gesagt ein Rechteck als Resultat erstellt.


    Außerdem muss ich mehrere Scans in eine Zeichnung zusammen fassen. Das ist teils sehr aufwändig, da durch die unzähligen Segmente jedes CAD Programm mit Ausnahme von QCAD aussteigt.


    Wie macht ihr sowas?

    Bereinigt ihr die Pfade in Inkscape, bis es passt?

    Oder importiert ihr die Scans nur als Hintergrund und zeichnet die Linien als spline einfach nach?

    Oder lebt ihr einfach mit den Fehlern und klärt das hinterher im CAM?



    Was ist der schnellste Weg um Papierpläne vernünftig als CAD Zeichnung zu erstellen?


    Gruß Patrick

    Hallo,


    Ich habe auch irgendwann auf Maschinenbett geändert und erreiche seitdem deutlich bessere Ergebnisse. Schwankungen in der Materialdicke sind dann egal.


    Ich vermute Du nutzt auch das CAM von Estlcam und nicht nur die Steuerung?


    Ich verstehe nicht ganz das Problem. Fräst du jetzt zu tief, etwa deutlich in die Opferplatte oder ist die Tiefenzustellung pro Durchgang zu hoch?


    Grundsätzlich klingt das Vorgehen richtig. Wichtig ist dabei natürlich dass der Fräser nun auf dem Maschinenbett gemessen wird. Z0 muss dann exakt die Oberfläche des Maschinenbetts bzw der Opferplatte sein.


    Die Tiefenzustellung pro Durchgang ändert sich auf jeden Fall nicht durch das Umstellen.

    Sicher dass de Materialstärke korrekt eingegeben ist? Es handelt sich ja hier um das Rohmaß des Werkstück.


    Gruß Patrick

    Hallo zusammen,


    seit langer Zeit möchte ich für meine Kinder Ukulelen bauen. Die Dinger kosten zwar fast nichts, aus Sicht der Kosten lohnt ein Selbstbau definitiv nicht. Aber für mich war es ein interessantes Projekt, ein Musikinstrument selbst zu bauen.


    Baupläne findet man einige in Netz, letztlich habe ich eine komplette Ukulele als Fusion 360 Datei hier gefunden https://carbide3d.com/projects/shapeoko-made-ukulele/ welche ich 1:1 so gebaut habe.


    Als Material kam Birke Multiplex zum Einsatz. Den Body habe ich in einzelnen Teilen gefräst und später nur aufeinander geleimt. Als Hals dient ein Reststück von einem Dachsparren, Fichte. Ich werf kein Stück Holz mehr einfach in den Ofen ;-)


    Der Hals wurde in 3D mit zwei Aufspannungen gefräst. Dabei habe ich schnell gemerkt, für andere 3D Objekte brauche ich längere Fräser.


    Hier einmal die einzelnen Teile, schaut für mich schon gut aus


    Meinen beiden Mädels hat die Holzoptik nicht gefallen, klar muss das Lila werden. Einmal grundiert, zweimal mit Acryl Farbe drüber und dann zweimal Klarlack später schaut es so aus


    Ich muss definitiv an meinen Streichkünsten arbeiten. An manchen Stellen ist die Farbe unter das Klebeband gelaufen. Außerdem ist es nicht so glatt geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. An engen Stellen hat sich beim Auftrag des Klarlacks mit der Schaumrolle die Acrylfarbe wieder gelöst. Da dies nur an wenigen Stellen passiert ist, nehme ich an, dass die Farben sich durchaus vertragen. Auch der Klarlack ist auf Acryl Basis. Vielleicht war ein halber Tag warten auch zu wenig.


    Die Saiten sind aufgezogen, einigermaßen gestimmt (wo habe ich nur das Stimmgerät der Gitarre hingelegt) und den Kids macht es mächtig Spass zu klimpern.


    Gruß Patrick

    Hallo,


    ich habe einfach ein Reststück Alu genommen, Bohrungen und Gewinde geschnitten und dann für jede Schmierstelle einen Nippel.

    Das ganze wurde mit einem Winkel an dem unteren Portalverbinder befestigt. Nicht sehr schön und mäßig zugänglich, aber da muss ich ja nur alle paar Monate mal ran. Allemal besser als die Fräse aus der Unhausung zu nehmen, nur um eine Seite zu schmieren.


    Gruß Patrick

    Hallo,


    das Thema steht mir auch noch bevor und da hänge ich mich frech dran. Vielleicht ergibt es ja eine kleine Sammlung von Anfängertipps.


    Wie spannt man den Alu am besten? Schraubstock, wie Holz mit Anbindungen und entsprechenden Übermaß des Werkstoffs? Sekundenkleber mit Blue Tape auf Opferplatte? Gerade da wundere ich mich ob das wirklich hält.


    Was mir immer auffällt ist die enorme Verschmutzung der Fräse mit Spänen. Kann man die Späne nicht direkt absaugen? Etwa weil man den Nebel der MMS mit wegsaugt?

    Reicht es eine Art Wanne aus Folie zu bauen, um die Sauerei in Grenzen zu halten?


    Gruß Patrick

    Bei 26° Raumtemperatur und 100% CPU last pendelt sich der rapi4 damit auf irgendwas zwischen 60 und 70° CPU Temperatur ein

    Wow hätte nicht gedacht dass der trotz der großen Kühlfläche so heiß wird.


    Sehr schöne Lösung und präzise muss es auch sein damit es keinen Kurzschluss gibt.


    Patrick

    Hallo Klaus,


    Mal eine Frage zu den Raspi Gehäusen die du so fräst. Der Raspi 4 wird ja sehr heiß und will gekühlt werden.

    Kommt das Gehäuse direkt an die CPU dran so dass die Wärme über die riesige Fläche abgeführt wird?

    Oder berührt das Gehäuse den Raspi gar nicht?


    Die sehen toll aus.


    Gruß Patrick

    Hallo zusammen,


    Ich habe schon einige Teile 3D gefräst, auch 2-seitig. Die Objekte waren immer so klein, dass ich die aus einem Werkstück gefertigt habe.


    Nun möchte ich ein großes Objekt 3D fräsen. Das wird ähnlich wie der Torso oder den Pferdekopf von Alois.


    Grundsätzlich ist mir klar, das ganze wird aus mehreren Platten gefräst und verleimt.


    Ich frage mich, macht ihr das immer Massiv? Da geht ja schnell eine Menge Holz drauf. Schwer wird es auch.


    Kann man sowas auch sinnvoll hohl erstellen? Man könnte, je nach Form, ja auch die einzelnen Platten als 6 oder 8 Eck stehend verleimen.


    Würde da gern eure Meinung zu hören.

    Werden soll das eine Brunnenfigur für den Garten. Dachte da an Lärche oder Douglasie. Etwa 90x90mm Kanthölzer passen ablängen, verleimen mit wasserfesten Leim und dann Fräsen.


    Grüße Patrick