Universelles Aufspannsystem

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    • Universelles Aufspannsystem

      Hallo zusammen,

      nachdem nun V1 meiner Fenja steht, habe ich ein paar Fragen zu dem von Andreas vorgestellten universellen Aufspannsystem (siehe Blog).

      Das Konzept der Verwendung der zwei Platten ist soweit klar. Offen ist für mich aber noch, wie ich diese am besten initial herstelle, sodass ich die Lochmuster zueinander ausgerichtet bekommen. Mangels CNC Fräserfahrung ist das direkt ein doppelt spannendes Unterfangen;)

      Mein Vorgehen wäre jetzt:
      1) Aufspannplatte an verschiedenen Stellen auf dem Maschinenrahmen mit Schrauben und Nutensteinen befestigen
      2) Erzeugen einer Zeichnung mit dem doppelten Lochmuster; CAM dazu erstellen und als Nullpunkt das Zentrum des ersten Loches definieren; um unfreiwilliges Fräsen in den Alurahmen zu verhindern, würde ich die Löcher nur anfräsen und danach mit einem Akkuschrauber durchziehen. Dazu weiterhin die EInschraubmuttern leichter versenken.
      3) Fräsen der Löcher in der Aufspannplatte (nur für die Einschraubmuttern) ab einem vorher manuell angefahrenen Nullpunkt (=Zentrum Loch 1); Loch am besten in fester und dokumentierter Referenz zu Home (bspw. x10, y10)
      4) Auflegen der Opferplatte und manuelles Ausrichten am Lochmuster, partielles Befestigen anhand einiges manuell gebohrter Löcher
      5) Gaaaaaanz viele Löcher fräsen (aus Sicht der Opferplatte hier Durchgangslöcher)
      6) Planfräsen (vorher einmal gucken wie viel - dannach Programme erstellen)


      Passt das soweit?
    • Hi,

      fast :)
      Also:

      Die Aufspannplatte: Du hast oberhalb der Längträger einen toten Bereich. Da machst mit dem Akkuschrauber einfach Löcher rein und befestigst die Aufspannplatte mit Nutensteinen. Gleiches Spiel bei den Querträgern. Einfach messen, bohren, festschrauben und gut.

      Nun kommt der "Trick" bei der Sache: Damit nachher alles sitzt und exakt an Koordinaten ausgerichtet werden kann, machst Du folgendes:

      - Maschine referenzieren und G54 daran "abnullen" (vorausgesetzt XY ist jeweils bei 0 nach dem Referenzieren und nicht bei max, also überall Min-Ref-Schalter)
      - Doppeltes Lochraster im CAM erstellen und die erste Reihe der Anlegestifte in X und Y jeweils nach "außen" legen, so dass die 0-Punkte der Achsen jeweils tangential zu den Anlegestiften sind. Ggf musst Du hierzu den Nullpunkt ca 5mm vom Referenzpunkt entfernt definieren.
      - Lochraster in die Aufspannplatte fräsen und Einschraubmuttern reindrehen.

      - Opferplatte: Einfach drauflegen, irgendwie schnell fixieren und auch hier die Löcher bohren. Ich habe es immer so gemacht, dass ich die Platte "grob draufgeschmissen" und irgendwie befestigt habe. Dann wurden im 1. Schritt 6-8 Durchgangslöcher gefräst und die Opferplatte "final" fixiert. Dann wurden erst die restlichen Löcher gefräst und das Anlegeraster...fertig ist die Laube.

      Wenn Du die Opferplatte einigermaßen wiederholgenau mehrfach auflegen können möchtest, bringst Dir noch 3 Anschlagkanten an der Aufspannplatte an. 2x seitlich (im Bereich oberhalb der Längsträger) und einmal "hinten....

      Ganz wichtig: Wenn die Aufspannplatte gelöst wird, irgendein System überlegen, wie die wieder halbwegs in die ursprüngliche Position gebracht werden kann, sonst stimmt das Aufspannraster nicht mehr mit der Maschine überein. Gleiches gilt für die Opferplatte ohne Anschlagkanten auf der Aufspannplatte: Nicht lösen, sonst stimmt das Anlegeraster nicht mehr zur Maschine...

      Ich hoffe, das war halbwegs verständlich :)

      PS: Als Parkposition würde ich das Portal "hinten" empfehlen - also die Y-Achse idealerweise auf Max-Ref-Schalter konfigurieren ;) Sonst steht das Portal immer erstmal im Weg und muss manuell nach hinten gefahren werden.
      Gruß

      Andreas
    https://www.daswetter.com/