Baubericht Fenja L1200 GuiHue [Themenübersicht in Startpost]

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    • Im Grunde gibt es da keine wirklich Messmethode mit Hausmitteln. Einfach die Spindel mit der Hand drehen. Die Spindel muss sich an 3 wesentlichen Stellen gefühlt gleich leicht(schwer) drehen lassen:

      - Achse in der Mitte
      - Achse direkt vorm Festlager
      - Achse direkt vorm Loslager

      Im Zweifel auch nochmal den "Drehwiderstand" mit der Hand fühlen währen die Lagerung der Spindel angezogen wird. Dürfte sich nicht verändern dabei...

      Was auch manchmal als ein Indiz spürbar ist: Die Achse mit Kraft (nicht mit Gewalt) von Hand bewegen (seitliches drücken ziehen an der Kreuzplatte. Sollte die Spindel stellenweise schwerer laufen, spürt (und hört) man das dann auch....geht auch mit montiertem Schrittmotor. Einfach mal machen und ein Gespür entwickeln...

      Ansonsten könnte ggf auch die Spannung von 36V auch der limitierende Faktor sein...
      Gruß

      Andreas
    • Im Rahmen dessen was dieses von mir eingesetzte extrem feinfühlige Messgerät zu auflösen kann, habe ich keine relevanten Unterschiede festgestellt.

      Probiert habe ich:
      1) Tausch Schrittmotorstufe X mit Y
      --> danach hat die Fräse alle Geschwindigkeiten mit gemacht - bis mir aufgegangen ist, dass Sie ja nur halbe Drehzahl fährt (Y hat 10mm Steigung); Ich hatte an den Stufen nur die Ausgänge umgesteckt

      2) Demontage Stepper und Test des Steppers ohne angeschlossene Achse: Alles gut (wie erwartet)

      3) Manuelles Verfahren der Achse (und dabei ordentlich an der scheinbar einen nicht entgrateten Kante der Lagerschalen geschnitten...)
      Kein relevanter Unterschied bemerkbar; Lagerschalen und Affnahme für Spindelmutter gelöst und spannungsfrei neu angezogen - fühlt sich ok an.


      4) Datenblatt für Nema 23 3,0A ~280Ncm angesehen. 24/36/48 V machen da schon einen Unterschied. Vielleicht ist ihm das einfach zu viel?

      Es läuft jetzt stabil mit
      X: 4,25m/min
      Y: 5,5m/min
      Z: 5,5m/min

      Mehr wäre für Eilgänge ja nett, ob ich es brauche weiß ich aber nicht so ganz. Andererseits muss ich eh einiges für Mesa umbauen - könnte also auch direkt noch auf die JMCs gehen. Aktueller Kurs 286€/3 Stück Plus MwSt und Zoll.
      Viele Grüße
      Guido
    • X ist die Portalachse! Das ist ja das, was mich dabei so sehr wundert.
      Y ist die Tischachse und die schnurrt bei 10er Steigung friedlich bis ca 5,5m/min.


      Zum Glück bin ich ein Impulsmensch: Servos gerade bei Ali bestellt - warum? Weil ich Freude daran habe;) 48V Netzteil und Kabel sind ebenfalls unterwegs.
      Viele Grüße
      Guido
    • Leider hat es mit dem Baubericht dann doch nicht so geklappt. Einerseits verführt die WhatsApp Gruppe dazu Fragen dort zu klären, andererseits fehlte die Zeit. Jetzt - zum jahresende - bleibt nun aber die Gelegenheit für einen kurzen Rückblick.

      Fenja L1200 (eigentlich "groot") ist in Version 1 fertig. Warum es sich um Version 1 handelt, beschreibe ich unten. Alle Systeme funktionieren soweit, estlcam als Steuerung ist brav und erste Teile sind gefräst.

      Enthalten sind nun:
      -Chinaspindel mit 2,2 KW und Wasserkühlung
      -WZL Sensor (ebay) mit ortsflexiblen Einsatz (nicht fest auf der Maschine)
      -Aufspannplatte aus zwei Lagen OSB, oben plangefräst
      -Antrieb der Achsen via Stepper
      -Steuerung via Estlcam und Arduino
      -CAM aus Estlcam oder Fusion 360

      Es gibt einige offene Baustellen:
      -Bei Verfahren oder Fräsen mit >3.000 mm/min kommt es bisweilen zu Aussetzern - dies ist insbesondere beim Abzeilen von 3DKonturen wirklich ätzend (da lahm)
      -Eilgang ist limitiert auf 4.000 mm/min, anderenfalls blockieren die Stepper - insbesondere auf X. Grund dürfte u.a. sein, dass die Stepper als 36V System eher schwahcbrüstig sind. Y ist weniger kritisch, da mit Steigung 10mm auf der KUS versehen.
      -Absaugung: Ich nutze einen 3D-gedruckten Saugschuh, dessen unteres Teil mit Magneten gehalten wird. Funktioniert soweit ganz gut, jedoch ist die Bürstenleiste von 40mm relativ steif und damit nicht für alle Anwendungen geeignet. Dünne Folie habe ich versucht, diese wurde zu sehr vom Sauger eingesaugt. Dickere Folie ist inzwischen vorhanden, jedoch noch nicht erprobt.


      Für 2019 stehen folgende Arbeiten an:
      -Verbesserung der Absaugung: Anpassung der Folien für den Absaugschuh, Ausprobieren einer klassischen Absaugung für Holzbearbeitungsmaschinen (High Volume, Low Pressure) anstelle des werkstattsaugers (Low Volume, High Pressure)
      -Einbau der von Andres (key2) getauschten KUS
      -Erweiterung des Lochraster auf der Aufspannplatte: Aktuell sind die Aufspannbohrungen im Raster von 100mm und das ist viel zu grob:) - Auf weitere 192 Einschraubmuffen...
      -Umbau der Antriebe von Steppern auf JMC iHSV57180W Servos
      -Umbau der Steuerung von Estlcam auf LinuxCNC und Umstieg auf eine Mesa 7i76e Ethernet Steuerungskarte
      -Entsprechende Anpassung des Schaltschranks
      -Aktuell hat die Fräse keinen Nothalt - entweder stoppe ich ein Programm mit der Tastatur (ESC), der Maus (Klick auf eine relativ kleine Fläche) oder mit dem Gamepad. Alles nicht so berauschend wenn es mal kritisch wird: Es möchte daher in Kombination mit LinuxCNC einen Sicherheitskreis aufbauen. Dies ist eigentlich overkill, jedoch habe ich einfach darauf Lust:).

      Warum? Nunja, das Basteln an der Fräse macht genau so viel Spaß wie das Fräsen selber:)

      Aktueller Stand (nach Aufräumen des riesigen Chaos nach der Weihnachtszeit):




      Auswahl an Projekten:
      Übungsstücke in PU schaum (oder vergleichbares) - Tooltrays für den ganzen Kleinkram:

      Holzspiel ("Warum immer ich" und auf der Rückseite "Mensch ärgere Dich nicht"; sowie 60 Spielsteine in Nussbaum für das erste Spiel (23mm Durchmesser, beiseitig gefräst und eine ***** Arbeit um das glatt zu schleifen... was man nicht alles für das Patenkind tut):

      2 kleine flache Schalen (Eiche, Nussbaum - hier die Rückseite in Eiche), sowie ein "Ding", zur Aufnahme von Gewürzgläsern:

      "Wall-Art" - "Panda" ca. 60x30 cm - Sperrholz furniert mit ? (war noch in der Sammlung)

      Strukturelle Teile für einen Roboterendeffektorprototypen aus HPL:
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      Viele Grüße
      Guido
    • Hallo zusammen,
      ich verfolge das mit den Servos auch schon auf verschiedene Plattformen (Foren)! Puhhhh, schwere Geburt!

      Zu mir:
      Ich heiße Rainer, wohne in NRW (Unna), bin 55 Jahre alt und wage mich an die Fenja L1000 ran. Hatte vorher nix mit CNC am Hut.
      Also erst einmal 0 Ahnung von der Materie.

      Nach vielem lesen hab ich mir aber auch die iHSV57, 180 Watt Servos bestellt. Ich hab die (3st.) inkl. Versand für 300 glatt bekommen. Vom Preis zu den iHSS57 Steppern gab es keinen Unterschied. Deshalb dann das Risiko gewagt! Bin gespannt ob ich das alles hinbekomme.

      @Charly_Brown schönen Gruß vom Andreas. Er meinte ich solle mich mit dir zusammentun (unterhalten) wegen den Servos. Deshalb melde ich mich mal hier.
      Morgen kommen die ersten Teile für die Fräse. Als erstes kommt das: ebay.de/itm/EU-3KW-ER20-Luftge…ksid=p2060353.m1438.l2649
      bei mir an.
      Ich hoffe, dass ist ok wenn ich mich hier melde und nicht unnötig einen neuen „Fred“ aufmache?

      Gruß
      Rainer
      Gruß
      Rainer
    • Hallo Rainer!

      Dann sag ich mal herzlich Wilkommen in der Mitte der Fräsenbauer!

      Schön das sich hier in der Ecke auch mal etwas regt. Eine Fenja sowie eine Frieda enstehen im Moment in Lünen und eine weitere Fenja ist bei mir in Hamm im bau.
      Da wär es schon klasse wenn man jemanden zum Informations-Austausch in der Nachbarschaft hätte :) .

      Gruß Uli
    • Na das ist ja genial!
      Sehr gerne können wir uns auf nen Kaffe und Plausch mal treffen. Ihr seit gerne eingeladen!
      Gegenseitige Hilfe ist immer gut und wünschenswert!

      Gerne auch telefonisch. Wenn gewünscht dann Telefonnummer usw. per PN.

      Gruß aus der Nachbarschaft
      Rainer
      Gruß
      Rainer
    • Hallo,

      ist irgendwie ein blöder "erster Post", aber ich lese seit einer Weile mit und sammle noch meine Sachen zusammen für eine kleine Fenja M800.
      Sehe mich gerade genötigt, die Hand zu heben, ich wohne nämlich in Bochum :D

      Ich bereite gerade den Start eines Bauberichtes vor, in dem ich mich auch vorstellen wollte.

      (Sorry für den OT-Spam hier...)


      Beste Grüße,
      Peter
      Compared to a properly tailored dinner jacket with a self-tied bow tie and elegant turndown-collar formal shirt, the black suit is utterly pedestrian.
    • Ich habe am Wochenende eine Aufspannlatte aus Alu angefertigt. Teil davon waren 364 Bohrungen 5,0 mm in 15 mm 5083. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich alle 15-20 Bohrungen die Z Achse Nullen musste ("0" wanderte nach oben). Bohrdaten: 4.000 1/min, 300mm/min, F360 Tiefbohren mit vollem Rückzug (G00)) Erst dachte ich, dass der Bohrer in der Spannzange wandert. Gegen Ende der ganzen Nummer ist mir dann aufgefallen, dass der gesamte Z Turm um die breite X Führung nickt.

      Ich vermute also eher Z Schrittverluste als einen rutschenden Bohrer (Irgendwann wäre der auch in der Motorspindel angeschlagen...). Zum Ende habe ich noch etwas mit Schnittdaten experimentiert und auch noch einen kleineren Durchmesser (4,2, jeweils frische Bohrer) versucht. Das Verhalten war ähnlich. Ich habe jedoch auch gemerkt, dass beim Zustellen die Opferplatte (OSB) mitsamt der Aluplatte teilweise noch etwas herunter gedrückt worden ist (ich hatte die OSB Aufpsannplatte nur an wenigen Punkten auf dem Rahmen befestigt. Ich kann nicht ausschließen, dass es sich bei dem beobachteten Phänomen auch um Rückstellkräfte des "Federpakets" Werkstück+Aufspannplatte handelt.

      Dennoch die Frage: Hat jemand ähnliches beobachtet?Ich bin mit Bohren jetzt erst einmal durch und habe bereits mit der Demontage begonnen. Da ich auch den Linearwagen der X Führung wechseln werden, stellt sich die Frage, ob es ggf. doch sinnvoll wäre diesen Umzukugeln (Ich hatte es damals nicht gemacht).

      PS: 364 Gewinde M6, insgesamt 450 Bohrungen, beideitig von Hand (Akkuschrauber) mit Senker entgratet und das an einer 39kg Platte. Das waren zwei lange Abende...
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      Viele Grüße
      Guido
    • Guten morgen,

      kontrolliere mal, ob die Hilfsführung auf dem Portal angezogen ist. Das Phänomen des nickenden Z-Turms in Kombination mit Schrittverlusten lässt etwas in Richtung Überlastung deuten. Das war damals bei der Frieda auch hinzubekommen. Insbesondere wenn der Bohrer stumpf ist oder die Nut voll Späne ist und die Maschine den Bohrer "mit Gewalt" ins Material gedrückt hat...

      Was für ein Bohrer war das genau? Und in welchen Schritten / Zustellung hast Du gebohrt?
      Gruß

      Andreas
    https://www.daswetter.com/