Creality CR 10

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    • Creality CR 10

      So, heut Abend haben wir gebaut. Ich hatte in vielen Beiträgen zu den Druckern gelesen das er praktisch fertig zusammengebaut ist und man nur die zwei Rahmen zusammenschrauben muß.
      Entweder ich habe ein Montagsmodell erwischt oder die haben keine Zeit mehr für den Zusammenbau. Es sah eher so aus als wären die Teile nur aus dem Grund zusammengeschraubt worden um zu kontrollieren das alles dabei war.
      Alles war schief. Aber auch Biegeteile wie der vordere Riemenspanner vor dem Tisch, ein 2mm starkes gewinkeltes Blech war einfach nicht rechtwinkelig gebogen, genau wie die Motorhalterungen.
      Wir haben alles zerlegt und ordentlich wieder zusammengeschraubt. Die Aktion hat 4 Stunden gedauert. Inklusive nachbiegen diverser Halterungen, zusammenlöten des abgequetschten Kabels des Filamentkühlers, das hatten sie unter das Verkleidungsblech geklemmt und dann festgeschraubt.

      Da steht er nun. Und ich steh davor und habe keine Ahnung. ;(
      In Cura habe ich eine Verbindung zum Drucker hinbekommen. Eingestellt habe ich nur die Tischtemperatur und die Extrudertemperatur.
      Irgendwann kam statt dem Button "G-Code speichern" ein Button "über USB drucken" und dann habe ich da schnell draufgeklickt.
      Jetzt druckt er also so einen Octopus ist seit einer Stunde dran und will in 20 Minuten fertig sein.
      Sieht eigentlich ganz gut aus.
      Morgen muss ich mich dann erstmal mit Software beschäftigen.

      grüße
    • Hallo
      nein, ich habe den ganzen Tag rumprobiert… und viel gelernt.
      Try and error ist meine Lernmethode.
      Das mitgelieferte Filament war heut morgen brüchig wie Spaghettini. Ich musste alles zerlegen und hab erstmal die Ersatzdüse reingesetzt.
      Ich weiß noch nicht wie man die Düsen reinigt. Ich muss mal meine Lösungsmittel durchtesten.

      Der Drucker bringt meinen eigentlich sehr stabilen Schreibtisch (Spectro-Data von Lampertz) zum Schwingen. Da muß etwas anderes her.
      Die Geschwindigkeit von 60mm/s habe ich gleich gelassen. Mit 80mm/s wackelt alles extrem.

      Die erste Schicht habe ich heute nicht zum Haften bekommen. Ich habe gelernt das Alkohol alles besser macht. Sowohl für den Drucktisch als auch für den Bediener. Wobei der Drucktisch das Höherprozentige bekommt.

      Schichtstärke habe ich auf 0.15 eingestellt, Tests mit 0.2 sahen nicht so gut aus.
      Begrenzt werden die Objekte durch die Druckzeit. Ich hab schon öfter von abgefackelten Druckern durch defekte Sensoren am Tisch gelesen. Da muss sich erstmal Vertrauen aufbauen.

      Ansonsten habe ich die erweiterten Einstellungen in Cura gefunden. Bei 90% der Werte weiß ich nicht wofür sie sind.

      Heute drucke ich ein Töpfchen, was wie ein faltiges Tuch aussieht.


      Es gibt ein paar Absätze im Druck in Richtung der Y Achse, also Richtung der Tischbewegung, alle Verschiebungen in die gleiche Richtung. Das könnten Schrittverluste sein es könnte aber auch an der USB Übertragung vom Mac liegen. Einmal hat er den Druck abgebrochen als ich den USB Stick rausgezogen habe. Solche Probleme muss ich erstmal lösen, ich hab keine Ahnung ob sich der Mac zur Maschinensteuerung ohne Handshake eignet. Mac und Plotter oder Drucker kommunizieren anders als der 3D Drucker. Ich werde also das Gleiche Teil noch mal von der Speicherkarte direkt in der Steuerung drucken.
      Was Werte betrifft muss ich einfach lesen und lernen. Eine Lektüre für Dummies habe ich noch nicht gefunden.

      grüße
      ralf
    • Hallo
      den Tornado hatte ich zuerst ins Auge gefasst, aber Tevo hatte, oder hat noch immer, Lieferschwierigkeiten.
      Ich habe mit dem CR-10 einige Teile gedruckt und versuche zur Zeit die Fehler zu analysieren. Das ist gar nicht so einfach alle Parameter zu kapieren. CAD ist für mich kein Problem, gestern Abend habe ich nebenbei einen Filamentkühler konstruiert. Allerdings verwende ich kein reines CAD sondern eher 3D Modellierer, ich habe C4D und kann auch mit Blender umgehen. Das ist eher meine Welt.
      Ansonsten sind gestern neue leise Lüfter für den Steuerungskasten und das Netzteil gekommen die ich am nächsten Wochenende verbauen werde.
      Zur Zeit verwende ich Cura als Software, in dem ich alle möglichen Optionen angeschaltet habe, die einzustellen sind. So versuche ich die Zusammenhänge zu verstehen.
      An der Faltenvase ist der Extruder ist 3 Mal angeschlagen, so das es drei Mal einen Versatz durch Schrittverluste gegeben hat. :S
      Dadurch habe ich gelernt das man einen Z-Sprung einstellen kann um Kollisionen zu vermeiden.
      Heut Abend war ich im Fab-Lab zum abgucken und habe dort auf einem Drucker eine Glasplatte mit aufgedrucktem Raster gesehen. Darauf haften die Drucke wohl optimal.
      Also werde ich am Wochenende so eine Glasplatte schneiden und im Siebdruck bedrucken, schwarze Glasfarbe habe ich da, die wird bei 200°C eingebrannt. 8)
      Meinen Extruder muss ich noch besser eingestellt bekommen, ich denke ich versuche es, ebenfalls am nächsten Wochenende mit dem Repetier-Host, da kann man ja während der Laufzeit die Werte ändern.

      Es gibt dann auch mal Fotos, bis jetzt gibt es aber nur Testteile die ich drucke.

      grüße
    • Hallo

      2 Wochen später und ich habe etwas wichtiges gelernt: " 3D Drucken ist das wahre ZEN. Jede andere Meditation tut nur so.

      Der CR-10 Drucker. Ich hatte ja schon geschrieben das ich alles zerlegt und wieder zusammengebaut hatte. Mit dem weißen PLA von Janbex läuft der Drucker einwandfrei, zumindest für kurze Zeit.
      Jeden Tag verreckt an dem Drucker ein anderer Lüfter. Bis auf den Cold-End Lüfter sind mittlerweile alle getauscht. Einen Ersatzlüfter für das Cold-End habe ich liegen aber noch nicht verbaut.
      Weil ich nachleuchtende Schlüsselanhänger haben wollte hab ich mir nachleuchtendes Filament bestellt. Auf Empfehlung eines Bekannten von der Firma Ziro.
      Das Filament kam innerhalb 2 Tage von Amazon. Ich brauchte 220°C um das Zeug durch eine 0.4mm Düse zu bekommen. Das Filament war brüchig wie dünne Spaghetti und ist bereits nach dem Ritzel des Fördermotors im Bowden gebrochen. Ich habe 3 Tage damit gekämpft dann hab ich es reklamiert und zurück geschickt.
      Abgesehen davon war der Nachleuchteffekt auch bei Wandstärken von 1.6mm praktisch nicht da. Einfach nur Schrott.

      Ich habe dann diverse europäische Filamenthersteller angeschrieben was sie denn für Nachleuchtpigmente verwenden, denn davon ist die Leuchtkraft abhängig. Kurzfristig haben Formfutura und Aprinta geschrieben das sie "alkaline earth aluminates" verwenden und die Leute von DasFilament haben geschrieben das sie Strontiumaluminat verwenden.
      Die Leute von 3dk.berlin haben geschrieben das sie zwar jede Farbe herstellen können aber nicht wissen welches Nachleuchtpigment gut ist und wie es dosiert ist.
      Schade, da haben sie die Technik und keine Ahnung.
      Strontiumaluminat ist das beste zur Zeit existierende Nachleuchtpigment, also habe ich bei DasFilament bestellt, geliefert wurde schnell.

      In der Zwischenzeit habe ich mit der Glasplatte gekämpft, was ein Krampf. Ein Druck hält richtig gut, der nächste wieder nicht. Alkohol hilft nur zum Betäuben, die Haftung hat es nicht erhöht. Ich kann auf einer Glasplatte auf jeder Seite einmal drucken dann geht es erst wieder nach einem Spülgang im Geschirrspüler. Ich denke das dem Filament geringe Mengen an Trennmittel beigemischt werden um es besser extrudieren zu können, anders kann ich es mir nicht erklären.
      Da ich aktuell keine Zeit habe mit Glasfarbe zu experimentieren und einzubrennen hab ich mir eine Ultrabase von Anycubic gekauft und kann die Platte nur empfehlen.
      Auf meinem Heizbett nimmt die Ultrabase genau 10°C Oberflächentemperatur weg und es dauert 15 Minuten bis die Oberflächentemperatur erreicht ist. Ich werde also die Heizplatte in den nächsten Tagen isolieren.

      Weil das nachleuchtende Filament so abrasiv ist hat man mir eine Stahldüse empfohlen, böse Falle, aber dazu später.
      Das nachleuchtende Filament drucke ich zur Zeit mit 208°C und erreiche damit nur eine Geschwindigkeit von 55mm/s, dann bekomme ich eine Unterextrusion.
      Wenn ich die Temperatur auf 215°C stelle geht der Druck eine gute Stunde gut, dann wird die Extrusion immer weniger.
      Ich bin tagelang den falschen Weg gegangen und habe die Temperatur immer weiter erhöht, bis ich den Grund der Verstopfung gefunden habe.
      Die Stahldüse braucht fast 10°C höhere Temparaturen. Auch ein Grund weshalb ich eine Woche im Kreis gegangen bin.

      Das Cold-End ist schlecht konstruiert und blödsinnig platziert, mit 2mm Abstand vor der Rückplatte, der Lüfter ist auch zu schlapp. Dadurch wird mit der Zeit das Filament nach oben hin immer heißer, wird weich, staucht sich bereits im Kühler und bekommt dadurch keinen Druck mehr auf die Düse.

      Wenn man so gar keine Ahnung von der Materie hat dauert es ein paar Tage bis der Geistesblitz kommt.
      Das der Extruder des CR 10 nur bis 210°C empfohlen wird wußte ich, aber nicht warum es nicht höher geht.
      Heute habe ich dann mit 210°C und niedriger Geschwindigkeit mein erstes Erfolgserlebnis mit dem Nachleuchtfilament gehabt.
      Als ich den Schlüsselanhänger stolz meiner Lebensgefährtin gezeigt habe meinte sie nur, "wo sind denn die anderen 199 Stück".
      Jetzt habe ich den nächsten mit 208°C auf der Platte und habe den Flow um 2% erhöht. Bis ich die geforderten 200 Stück zusammen habe werde ich die Parameter gefunden und den Drucker weiter umgebaut haben.

      Soweit erstmal,

      grüße
      ralf
    • Baeckchen schrieb:

      wg. nachleuchten habe ich bisher immer für Wichteltüren und solche Dinge die nachleuchtende Folie gekauft
      Hallo
      ich habe die Pigmente (Strontiumaluminat in blau und grün und Zinksulfit ungefähr 20Kg) hier liegen. Ich benutze sie in Farben für den Siebdruck.
      Ich habe jetzt Tests gemacht über die Leuchtkraft der Nachleuchtfilamente.
      Die drei Sorten Nachleucht-PLA (Ziro, eSun,dasFilament) die ich getestet habe haben sehr schlecht abgeschnitten.

      Die Leuchtkraft voll aufgeladen ist vergleichbar mit den Pigmenten, also ist die Qualität des verwendeten Nachleuchtpigments an sich gut (Strontiumaluminat) .
      DasNachleuchten lässt sehr schnell nach, was von einer zu niedrigen Pigmentierung kommt.
      Nachleuchtende Pigmente sind sehr schwer, Strantiumaluminat hat ein spezifisches Gewicht von 3.7.
      Wenn es fast 4mal mehr wiegt als ein gängiges "normales" Farbpigment, dann muss man auch die 4fache Menge verwenden.
      Um Kunststoffe einzufärben braucht man eine bestimmte Menge an Pigment, gemessen auf das Volumen und nicht das Gewicht. Also braucht man vom Nachleuchtpigment aufs Gewicht gemessen die ~3.7fache Menge.
      Das war den Herstellern anscheinend zu teuer.
      Das Resultat ist selbst bei Wandstärken von 1.6mm dürftig. Dann ist es einfacher ein fertiges Teil zu lackieren oder zu bedrucken.

      grüße
    • Hallo
      ich muß doch mal wieder was schreiben.

      Mein CR 10 ist mittlerweile ein CR 10 S. Ich habe jetzt einen Antrieb für die Z-Achse auf beiden Seiten. Das Querprofil hat sich bei großflächigen Drucken abgesenkt wenn der Extruder nach rechts gefahren ist, ca 0.1mm. Alles was schmal und hoch war wurde dadurch schief Der Bowden und die Kabel haben da noch Gewicht dazu gegeben, ich habe beides zwar mit einem Gummi entlastet (sieht man auf den Fotos), aber mit dem doppelseitigen Antrieb ist die Z-Achse präziser.
      Dazu hat der Drucker natürlich auch das neueste Board V2.1 bekommen, dazu neue Lüfter und und und. Ein Filamentsensor ist auch dran, ist eine Rolle leer geht der Drucker auf Pause und ich kann irgendwann mit neuer Rolle weiter drucken.
      Im nächsten Schritt wird der Rahmen versteift. Wenn ich hohe Objekte drucke schwingt der doch ganz schön wenn die Z-Achse oben ist.

      Das größte bis jetzt gedruckte Teil war das Birdfeeder-Ei.

      Die Oberfläche finde ich nicht so prickelnd. Ich werde mir mal einen Satz Dioden-Smoother bestellen und damit etwas experimentieren.
      Wichtig für mich ist das Material. Es handelt sich um PLA Plus von Filamentworld. Nach dem Druck habe ich die Teile nachkristallisiert. Dazu kommen die Teile so wie sie sind in einen geheizten Ofen mit 110°C. Ich habe die Teile da 20 Minuten drin gelassen. Beim rausholen sind sie ganz leicht weich. Man sollte also nicht so grobmotorisch drangehen. Ich habe einen Memmert Laborofen, der ist mit Umluft und präzise in der Temperatur, der hat als Einlegeböden gelochte Alubleche.
      Ich stelle die Teile da drauf und nehme sie dann mit dem Blech raus.

      Das Material ist danach bis zu 100°C stabil. Ich habe Teile in kochendes Wasser gelegt, die bleiben hart. Ein gutes Material für 35 Euro/Kg
      Ich drucke das Material bei 208°C und habe Schichtstärken zwischen 0.06 und 0.3mm mit einer 0.4mm Düse gedruckt.
      Was ich beim Druck nicht weg bekomme sind feinste Spinnfäden.
      Aber das macht nichts. Nach der Nachbehandlung gehe ich schnell mit einer scharfen Gasflamme drüber und die dünnen Fäden sind sofort weg.
      Ich habe schon diverse Kappen für mein Motorrad gefertigt, die man nicht mehr kaufen kann. Die habe ich schwarz überlackiert, damit ist der Kunststoff UV-geschützt und dürfte lange halten.

      Zur Zeit läuft das zweite Vogelfutter-Teil in der gelochten Ausführung. Das wird so 40 Stunden drucken.


      Wie man sieht sind auch für den Drucker so das ein oder andere Teil gedruckt. Die Füße mit den Squash-Bällen sind super.

      grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von fraesoholic ()