Baubericht Fenja, Nachfolgerin der Holzfräse 0092

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    • Hallo Lars,
      du wirst lachen. Das Ausrichten mit der Maschinenwasserwaage hatte ich bei meiner Holzfräse tatsächlich so gemacht, wie du beschrieben hast. Jetzt kommt aber zu recht die Frage, warum ich das hier nicht auch emacht habe.
      Also mein Tisch, bedingt auch durch den Boden, hat keine Oberfläche die halbwegs waagerecht steht. Dies ist meiner Meinung nach schon mal eine Voraussetzung für die Arbeit mit der Waage; der Tisch muss wenigstens halbwegs waagerecht stehten. Ich denke es bringt ansonsten nicht viel, wenn eine Schiene waagerecht ausgerichtet wird, aber die Oberkante des Aluprofils auf einer Seite ein paar Millimeter Abstand mehr zur Schiene hat, als auf der anderen Seite. Da müsste man zuviel hinterher die Opferplatte planen.
      Bei der Holzfräse hatte ich das so gelöst, dass ich unter der Fräse noch ein Alugestell hatte, welches ich justieren konnte und erst als das Bett der Fräse halbwegs waagerecht stand, hatte ich die Feinjustierung der Schienen mit der Maschinenwasserwaage gemacht. In Schienenrichtung sollte man auf jeden Fall machen. Quer dazu nur, wenn man diese Ebene als weitere Bezugsebene für die anderen Achsen verwenden will und weiter mit der Maschinenwasserwaage arbeitet.
      Klar stimmt die Ausrichtung nicht, falls mein Aluprofil verzogen ist, oder wie eine Banane aussieht und daher auch meine Bezugskante auf die ich messe "falsch" ist. Aber ich denke meine Genauigkeitsanforderungen sind da auch nicht so hoch. Allerdings werde ich deine Anregung mal aufgreifen und versuchen die Geradheit der Schiene mit der Waage zu überprüfen. Muss nur mal überlegen wie ich das mit dem Tisch mache.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Hallo Albert,
      ja, das ist der Nachteil, dass man die Fräse erst mal in eine waagrechte Grundposition bringen muß, bevor es mit der Wasserwaage Sinn macht. Und Unterlegen (z.B. an einem Tischbein) macht auch nur dann Sinn, wenn der Untertisch entweder ausreichend torsionssteif ist, oder dann später nicht mehr umgesetzt wird.

      millingpenguin schrieb:


      Aber ich denke meine Genauigkeitsanforderungen sind da auch nicht so hoch.
      Wichtig ist, dass man danach nicht dauernd denkt: "hmm, eigentlich könnte ich da noch mal nachmessen und hier ist es nicht ganz optimal...", sondern dass man irgendwann seinen persönlichen Punkt erreicht und sagt "scheiss drauf, hab alles gegeben, was ich kann, das passt jetzt". Sonst findet man in den ganzen Foren immer jemanden, der noch höhere Anforderungen hat und einem neue Wünsche ins Ohr flüstert, und dann wird man nie fertig.
    • So heute habe ich mal ein wenig weiter gebastelt. Aber das Ausrichten stellt mich auf eine echte Bewährungsprobe. Ich wäre gerne schon viel weiter. Bei anderen sieht das immer so einfach aus...
      Nachdem ich glaubte die x- und y-Achse in 90° mit Hilfe der von Andreas beschriebenen Alufolienmethode ausgerichtet zu haben, fange ich jetzt doch wieder neu an. Der Winkel lag beim Messen immer auf einer Seite des Portals und über dessen Länge gemessen passte es auch gut.


      Nachdem ich ihn aber dann auch auf die andere Seite legte, war eine Abweichung da. Also gehe noch einmal auf Los.
      Statt weiter auszurichten, habe ich erst einmal die Idee von Alois aufgegriffen und die Wagen der langen Achse umgedreht, damit die geschliffene Seite nach oben zeigt. Das war eigentlich kein Mehraufwand für mich, da ich sowieso neue Schrauben anbringen wollte. Die 25mm Schrauben waren mir mit 4mm doch etwas zu wenig in den Wagen drin, weshalb ich heute 16 Schrauben auf 27-28mm absägte ;( .
      Nach dem Bericht von Alois fiel mir auch wieder ein, dass meine Enden des Portalbalken auch überfräst sind (irgendwie zieht sich das schon so lange seit den ersten Bestellungen, so dass ich die Hälfte bereits vergessen habe). Deshalb erwarte ich doch eine gewisse Winkligkeit. Daher denke ich muss ich gar keine Alufolie zwischen Portalbalken und Wange legen, um einen schiefen Schnitt auszugleichen, mal schauen.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Hi,

      sehr wahrscheinlich musst Du ein trotzdem wenig unterfüttern. Irgendwo fängt man sich immer 0,01 ein und sei es nur ein leichter Verzug der Portalwange in sich, die Dickentoleranz der Platte...die Ungenauigkeit des Winkels, außermittiges ziehen/drücken am Portal usw...Versteif Dich nicht darauf, es auf ",0" haben zu wollen ;)
      Wenn Du Deinem Winkel nicht traust, probiere es doch mal mathematisch...hab schon 2 positive Rückmeldungen bekommen, dass es auch praktisch funktionieren soll...
      Wichtig ist, dass Dir die Messwerte und deren "Ursache" plausibel vorkommen, bevor Du ausgleichst.
      Gruß

      Andreas
    • Hallo,
      letzten Sonntag habe ich es im 3. Anlauf tatsächlich geschafft x- und y senkrecht zueinander auszurichten. Ich denke beim ersten Mal ist mir der Winkel verrutscht und beim zweiten Mal hat der Balken sich immer in eine Richtung beim Anziehen der Schrauben verzogen und der Fehler über die Länge von 30cm meines Winkels gemessen, lag sage und schreibe bei 0.2mm, auch wenn er davor quasi 0 war. Ich denke/vermute dasss ich mindestens ein Gewinde im Portalbalken nicht senkrecht geschnitten habe und die Schraube beim Anziehen den Portalbalken dann immer weggedrückt hatte.



      Wie man auf den Bilder sieht musste ich schon noch leicht Alufolie unterlegen.
      Ein Punkt kommt mir aber noch seltsam vor. Nach dem Lösen der Schrauben vom Portalbalken, ergab sich ein Spalt auf der einen Seite von ca. 0.5-0.6mm. Auf der anderen Seite war es vielleicht 0.05mm, wenn ich es noch richtig weiss. Die Schrauben an den Wägen waren dabei festgezogen. D.h. aber doch, dass die Linearlager jetzt unter Spannung stehen. Ich denke den Zusammenbau des Betts habe ich sehr sorgfältig gemacht. Auch geschaut dass ich das Portal mehrmals bewege, so dass sich alles ausrichtet etc. Der Zustand gefällt mir irgendwie nicht. Was ich vermuten kann, ist dass die Winkel beim Anziehen der Schrauben hier wieder eine Verschiegung gemacht haben, weil ich sie natürlich nicht auf Rechtwinkligkeit geprüft habe. Ich hatte mir deswegen auch noch einmal ein Video von Hr. Möderl angeschaut, der ja empfiehlt die Winkel nachzuarbeiten, so wie es Alois ja auch schon machte.

      Hat jemand einen Tip wie ich das angehen sollte?
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • So, heute mal ein wenig weiter gemacht und zuerst das was (fast komplett) gut gelaufen ist.
      Heute wurden die Loslager und die Festlager für x und y vorbereitet, d.h. es wurden Gewinde geschnitten und Löcher aufgebohrt.

      Auf dem Bild sieht man zwei Lagerschalen, die man so für die Festlagerseite bei x und y verwendet. Auf dem Bild sieht man bei der unteren Schale, dass die vier äusseren Löcher Gewinde haben und die mittleren Löcher wurden auf 5.5mm aufgebohrt. Eigentlich soll es 5.2mm sein, aber 5.5mm macht nix. Die M5 Schrauben sollen ja nur etwas Spiel haben. Im oberen Bild ist es genau umgekehrt.

      Hier sind jetzt die Lagerschalen übereinander gelegt, so dass der Lagerbund zur Mitte hin ist. Die Seite die man hier sieht kommt dann entweder zur Wange, oder zur Stirnseite hin und die Lagerschalen werden von der Innenseite der Fräse her gesehen verschraubt. D.h durch die zwei 5.5mm Bohrungen kommen die beiden Schrauben und werden in die zweite Lagerschale geschraubt. Dadurch werden beide zusammen gezogen und gleichzeite an die Wange/Stirnseite geschraubt. Die anderen 4 Gewinde sind zur Befestigung des Motors.
      Bei der x Achse habe ich nur die Zeichnung falsch interpretiert und nicht vorher nachgedacht. Da habe ich die zwei Löcher aufgebohrt, statt Gewinde zu schneiden. Aber egal, jetzt sitzt halt eine Mutter drauf. Hält genauso, sieht nur nicht mehr so schick aus.


      Das nächste Bild zeigt das zunächst lose montierte Festlager, noch ohne Spindel.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Gut,
      kommen wir jetzt zu dem Problem was ich habe. Im vorletzten Thread schrieb ich ja, dass ich einen recht großen Spalt zwischen Portalbalken und der Wange habe, sobald ich die Schrauben löse. Heute habe ich den Balken wieder komplett abgebaut, aber die Wangen stehen lassen. Jetzt kann man deutlich messen, daß die schief stehen. Wenn ich oben den Abstand messe, ist er ca. 2.5mm größer, als wenn ich direkt über dem Tisch messe. D.h. die Linearschiene sitzt wohl schief auf dem Träger da, wenn man auf die Stirnseite schaut, der Spalt zwischen Stirnplatte und Träger recht konstant breit aussieht.
      Zusätzlich kommt noch: iIm zusammen gebauten Zustand hatte ich vorher zwischen den geteilten Portalverbindern eine Schwankung von ca. 0.15-0.2 mm gemessen (der Balken war hier dran). Zur Mitte hin nahm der Abstand ab, um dann auf beiden Seiten wieder in etwa gleich zu sein.
      Es sieht so aus dass es eine Kombination aus Drehung der Schiene und Wölbung des Balkens nach Innen ist. Ich denke die Wölbung kriegt man mit den Verbindern am Schluss in den Griff. Mit der Verwölbung muss ich mal schauen, ob ich ein wenig Alufolie unterlege.
      Ich werden am WE versuchen alles etwas besser auszurichten. Ist klar dass man es nicht vollständig genau hin bekommt. Aber so wie es jetzt ist, gefällt es mir nicht.
      Ach ja, aber dann noch eine Frage. Auf dem Bild unten sieht man die Abdrücke einer Schraube in einer Bohrungen in der Wange, durch die der Portalbalken verschraubt wird. Das ist wohl eine der Stellen an denen ich das Gewinde nicht gut genug senkrecht geschnitten hatte. Ich überlege die aufzubohren, aber freihändig macht wohl keinen Sinn oder? Da muss ich wohl oder übel die Wange auch noch abmontieren und auf die Bohrmaschine gehen.

      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • millingpenguin schrieb:

      Jetzt kann man deutlich messen, daß die schief stehen. Wenn ich oben den Abstand messe, ist er ca. 2.5mm größer, als wenn ich direkt über dem Tisch messe.
      Ist das entlang der langen Achse immer gleich schief? Dann wäre ja "nur" einer der Längsträger verdreht (oder beide), aber die Längsträger selbst wären gerade, also nicht noch zusätzlich korkenzieherartig.

      Und wenn die Wangen nur am Portalbalken verschraubt sind, sind sie dann rechtwinklig und parallel? Dann wäre schon mal die Stirnseite der Portalbalkens rechtwinklig.
    • Also wie ein Korkenzieher denke ich ist es nicht. Die Stirnseiten des Portal Balken habe ich zwar nicht gemessen, aber die wurden überfräst, da gehe ich davon aus die sind in Ordnung.
      Ich vermute eher das Profil ist in der Mitte eingefallen und jetzt steht die Linearschiene schief und damit auch die Wange. Das wird im 1/10 mm Bereich sein, rechnet man mal meine Verschiebung über 2 mm der Wange am oberen Ende zurück.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Ich bin jetzt mal wieder ein Stück schlauer geworden und bin gerade über den Fortschritt zufrieden, auch wenn ich wieder ein paar Schritte zurück gegangen bin.
      Mein Problem aus Thread 30


      ist eigentlich gar keins und die Ursache ist leicht zu erklären. Schaut man sich mal die Aluprofile an, sieht man dass jede zur Mitte hin "eingefallen" ist, was denke ich Absicht ist, damit Anschraubteile jeweils an den äusseren Stellen aufliegen.



      Dies führt natürlich bei den Schienen der y-Achse zu einem Schiefstand.



      Misst man mal die Breite der Balken an der oberen und unteren Stelle wo die Schienen aufliegen, so ergibt sich eine Differenz von ca. 0.1mm Das macht über die gesamte Länge der Wange einen Unterschied von ca. 1.25mm an der oberen Stelle. Das jeweils Rechts und Links ergibt einen Unterschied von 2.5mm. Wohlgemerkt wenn der Portalbalken nicht montiert ist.
      Und das ist der Punkt wo ich reingefallen bin. Man darf die Winkligkeit nicht zwischen dem y-Balken und der Wange messen, sondern nur zwischen der x-Achse und der Wange! Der muss passen, der andere ist unwichtig!
      Derzeit sieht es wieder so aus <X



      Also nicht ganz, der Portalbalken ist wieder dran und siehe da, Oben ist es winklig zwischen x-Schiene und Wange, gemessen mit einem Haarwinkel und die Abstände der Wangen, gemessen mit meinem Präzisionsrollmeter :D sind oben und unten gleich.
      Die Tage hatte ich mir noch die Videos von Herrn Möderl zu seiner Cobra angeschaut und habe deshalb noch einmal ein wenig nachgearbeitet, da sowieso alles auseinander gebaut war.
      Erst einmal habe ich wieder den Sand aus dem Portalbalken entfernt (nur bei dem) und die Hohlräume mit Küchenpapier gestopft. Ist vielleicht nicht so effektiv, aber auch nicht so schwer. Klar beim Möderl würde das Gewicht durch den Sand noch viel mehr ausmachen als bei mir, da er andere und vor allem größere Profile hat. Aber 4kg weniger sind es bei mir schon. Ob die Geräuschminderung besser oder schlechter ist, weiss ich nicht. Aber ich lasse es darauf ankommen. Zumal eh' eine äussere Dämmung/Umhausung geplant ist.
      Ausserdem habe ich alle Verbindungswinkel rechtwinklig gefeilt. Feilen geht eigentlich relativ schnell, da der Druckguss recht weich ist. Der ist sogar so weich, dass er mir meine feine Feile zugesetzt hat :cursing: . Ich denke diese Maßnahme hilft auf jeden Fall beim Zusammenbau. Da hatte ich vorher nämlich Probleme. Ich kann es gut beurteilen, da es schon das dritte oder vierte Mal ist . Ich werde berichten ob es jetzt besser geht.



      Ach ja, was ich dann morgen beim Zusammenbau der Stirnplatten noch verwende, ist ein kürzeres Aluprofil, um die Stirplatte bündig mit den y-Balken auszurichten.


      Es liegt jetzt nur noch am Rand auf, da ja die Oberfläche jetzt etwas schief steht. Damit hoffe ich zu verhindern die y-Balken wieder nach Außen zu drücken und wieder eine Spannung aufzubauen.
      Ausserdem werde ich vor dem Verschrauben der Stirnplatten die y-Balken noch mit der Maschinenwasserwaage ausrichten, zumindest in y-Richtung, damit sie parallel laufen. Die anderen Achsen werde ich mit dem Winkel einmessen.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Kleiner Nachtrag,
      dass es kein Problem gab, stimmt so nicht. Die Messung mit dem Winkel auf dem y Balken war nur nicht aussagekräftig. Aber ich hatte ja noch zusätzlich den Abstand der Wangen jeweils oben und unten gemessen, was einen Unterschied von 2.5 mm ergab. Das kann dann nur noch beim Anschrauben der Stirnseiten passiert sein, dass die Montagewinkel eine Kraft ausgeübt haben. Ich werde beim Zusammenbau mal darauf achten.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Heute bin ich noch einmal einen Schritt weiter gekommen. Eine Stirnseite wurde angeschraubt und die Portalwangen stehen immer noch senkrecht zur x-Achse. Wenn ich die seitlichen Schrauben etwas löse, bleiben die Wangen auch da wo sie sind und verschieben sich nicht mehr nach Außen.
      Schaut man sich den Spalt zwischen Stirnplatte und y-Balken an, so sieht man den kleinen Schiefstand, was aber noch dem oben ausgeführten in Ordnung ist und zu meinen Messungen passt :D .
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Die letzten Tage war noch einmal ein wenig Baufortschritt. Mittlerweile weiß ich auch, warum die Mechaniker bei uns in der Firma so ruhige und ausgeglichene Menschen sind. Das braucht es einfach, wenn es genau werden soll :D .
      Nachdem beim letzten Mal die Stirnplatten und das Portal wieder montiert wurden, ging es nun ans Ausrichten der Achsen.
      Zuerst wurde wieder die x- und die y-Achse zueinander ausgerichtet. Im Unterschied zum ersten Mal hatte ich mir nun Abstandshalter zugesägt, so dass das Portal schon mal halbwegs waagerecht war und die z-Achse schon einmal halbwegs senkrecht war. Das ist zwar für den Schritt nicht notwendig, aber erleichtert die anschließende feinere Justage und vermeidet vielleicht Fehler in der Winkligkeit von x- und y, wenn man für die anderen Achsen zuviel korrigieren muss.



      Also wie gehabt wurde ein Winkel auf dem Maschinenbett befestigt und ein Schenkel parallel zur Verfahrrichtung der langen y-Achse ausgerichtet. D.h. mit einem Puppitaster wurde entlang der Schenkelseite solange gemessen und der Winkel gedreht, bis eine Abweichung über den Verfahrweg im Bereich von 0.01mm war. Dann wurde der Winkel festgespannt, so dass er nicht aus Versehen verrutschen kann, s. Bilder z.B. im Beitrag 28. Ausserdem wurde eine Seite des Portals über zwei Holzklötze die auf dem Tisch festgezwingt waren an einer Bewegung gehindert, was die Ausrichtung erleichtert. Es waren nur eine minimale Unterfütterung mit Alu (ca. 0.08mm) auf beiden Seiten des Portalbalkens notwendig, um die andere Achse auszurichten.
      Anschließend habe ich noch die Winkligkeit der z-Achse gemessen, indem ich zwei Aluprofile quer zum Bett auflegte und wieder mit meinem Winkel gemessen. Sollte das noch nicht 100% passen, ist es nicht schlimm. Nach dem Planfräsen werde ich es noch einmal nachmessen und korrigieren falls nötig.
      Aber so sieht es schon recht gut aus.

      Die Gegenprüfung auf der anderen Seite sah genauso aus, also scheint es schon recht gut senkrecht zu sein.
      Auch in die andere Richtung...



      Auf dem zweiten Bild sieht man meine Abstützung, was enorm bei der Drehung des Balkens hilft. Eine kleine Leiste, 5mm dick, liegt noch auf dem Brett und stützt nur Vorne am Balken und nicht komplett drunter, so dass man gut drehen kann.
      Meine Sorge war zuerst noch, dass sich durch dieses erneute Lösen des Balkens, um die z-Achse einzustellen, wieder die Winkligkeit zwischen x- und y- verstellt. Deshalb wurden bevor ich damit anfing, beide Seiten des Portals fixiert. Eine spätere Nachmessung ergab dann auch keinen Unterschied zu vorher ^^ .

      Dann habe ich noch die Kugelumlaufspindeln von der x- und der y-Achse eingebaut. Ich weiss nicht wie oft ich die Schrauben der Lagerung und des Mutternhalters angezogen und wieder gelöst habe, bevor es stimmte <X . Dazu muss man auch überwiegend die Spindeln von Hand drehen, um zu fühlen ob es noch irgendwo schwerer läuft. Ich war kurz davor eine Blase an die Finger zu bekommen. Um besser drehen zu können, habe ich die Kupplung aufgeschraubt und noch mit Krepppapier umwickelt.
      Zuerst dachte ich auch meine x-Achse hätte einen Schlag, weil die Loslagerseite, wenn der Lagerblock locker war, bestimmt einen halben Millimeter eierte und das obwohl ich vorher schon eine halbe Stunde lang alles ausgerichtet hatte. Aber irgendwie platzte dann doch der Knoten. Das geeiere war weg und jetzt läuft es überall gleichmäßig; Ausdauer zahlt sich aus. Bei der y-Achse bin ich mir nicht 100% sicher ob es nicht doch noch besser geht, aber das gehe ich morgen noch einmal an.
      Fazit: Bei der ganzen Ausrichterei muss man Geduld mitbringen, aber am Ende hat man (habe ich) ein gutes Gefühl, dass es auch passt, senkrecht ist und ohne Verspannungen aufgebaut ist.
      Da meine y-Achse 1200mm lang ist, wird empfohlen das Spindelende am Loslager auch leicht vorzuspannen, indem mehrere Tellerfedern in Reihe geschaltet werden müssen. Insgesamt sind 12 vorgesehen, aber dann war die Mutter meiner Meinung nach etwas knapp eingeschraubt.



      Aus dem Grund habe ich jetzt nur 8 Federn genommen. Morgen werde ich diese Muttern dann auch noch mit Sicherungslack sichern.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.

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    • Es wird sich bestimmt nicht gleich alles selbst zerstören, aber wenn der Schmiernippel keinen Sinn hätte, wäre er ja nicht dran ;) Ich würde also die Möglichkeiten in Betracht ziehen:
      - Befettung über den "losen" Schmiernippel, und nach dem Befetten wieder per Hand fest drehen
      - Schmiernippelverlängerung aus Röhrchen oder Schlauch

      Wenn beides aber bedeutet, dass du die mühsam erreichte Ausrichtung aufgeben musst, wird's schwierig... Aber einen Wagen kann man doch immer lösen, die drei anderen halten doch alles in Position?

      Viele Grüße,
      Lars
    • Wieso drei? Es ist der am Portal für die x-Achse und da ist nur einer ;( .

      Heute noch ein wenig gebastelt, aber man sollte auch darauf achten, wohin der Schmiernippel zeigt <X . War aber kein Problem zu ändern. An die 6 Schrauben der Mutter kommt man noch gut dran, dann alles nach oben ziehen bis die Mutter höher ist als die Schienen und dann kann man die Mutter um 90° drehen.



      Das mit dem Schmiernippel vom Wagen muss ich mir mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Große Lust alles wieder auseinander zu bauen habe ich nicht. Vielleicht ist die Verlängerung eine Option.
      Das mit den Schmiernippel ist eh' ein Gelumpe. Damit sie in die richtige Richtung zeigen, muss man sie leicht rausdrehen und dann entweder eine passende Scheibe unterlegen, oder was ich gemacht habe, einen Dichtring nehmen. Das habe ich allerdings nur für die Muttern gemacht. Für die Wagen nicht :(. Jetzt rächt sich das.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Ich hab bei einer Frieda was gutes gesehen. Der hat ein Loch Indie Wange gebohrt und den Schmiernippelaufsatz mit Kupferrohr verlängert. So dass er durch die Bohrung in der Wange rausgeschaut hat. Oder schau Mal, ob Du da nicht mit einem geraden Schmiernippel ran kommst.