Moin aus Norddeutschland

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    • Moin aus Norddeutschland

      Moin!
      Zuerst zu mir, ich bin Jannis, 15 Jahre alt (ich hoffe, dass es nicht schlimm war, dass ich zum Registrieren beim Jahr etwas schummeln musste) und komme so grob aus der Bremer Ecke. Ich beschäftige mich seit etwa anderthalb Jahren mit CNCs und habe u.a. aus DVD Laufwerken einen kleinen Plotter gebaut und habe seit etwa einem halben Jahr einen 3D Drucker. Außerdem habe ich seit etwa einem Jahr eine Gearbest T8 CNC Schmelzkäsefräse:-D
      Die ist nicht nur insgesamt winzig (13*10cm), sondern hat auch nur eine winzige Spindel. Damit sind nur sehr geringe Vortriebsgeschwindigkeiten in Sperrholz drin, daher verwende ich sie praktisch nie. Da wir allerdings bald in ein Haus umziehen, in dem ich wahrscheinlich eine kleine Werkstatt haben werde und mir außerdem aktuell ein Hobby zulege, für welches man HDPE fräsen muss (kann wohl eher, aber egal^^)
      Deshalb dachte ich mir, dass ich die billige CNC zerlege und aus dem CNC Shield, dem NT für die Stepper und den Schrittmotoren selber was verwendbares baue. Auch wenn mir klar ist, dass das nur Nema 17 sind (Dabei noch nichtmal besonders starke), dachte ich mir, dass ich sonst nix mit denen anfange. Praktisch ein "risikofreies" Starterpack, falls sie dann doch nicht verwendet wird wäre es halt schade, wenn ich 500€ da rein investiert hätte. Auf Nema23 kann ich immer noch upgraden, die 17er sind halt schon da.
      Also habe ich mal nach einigen Projekten geguckt, die dafür geeignet wäre. Ursprünglich wollte ich mir eine CNC14 ausgucken, allerdings bin ich daraufhin auf die Root2 CNC gestoßen. Die scheint für meine Wünsche perfekt zu sein. Sie lässt sich mit Nema17 betreiben, hat kaum aufwändigere Lineartechnik (Ich wollte nicht zwingend mehrere Meter Präzisionswellen kaufen), scheint recht einfach auch ohne Fräse zu bauen sein und hat eine große Community. Außerdem lässt sie sich zu großen Teilen 3D Drucken. Allerdings würde ich mir diese dann noch modifizieren, mit dickeren Riemen, etwas größer und statt der Aluprofile Vierkantrohr aus Stahl. Vom Prinzip her erwarte ich von der Fräse in etwa so viel, wie von einer (schwachen) ShapeOko oder XCarve, die ähneln dem Projekt ja doch etwas.
      Bearbeiten würde ich damit HDPE, PC, Acryl, MPX, MDF, manchmal vielleicht Massivholz. Falls ich mit einer guten Spindel mal ganz mutig bin vielleicht sogar dünnstes Alublech. Zeit habe ich, extreme Vortriebe sind mir also nicht zu wichtig. Für den Anfang dachte ich entweder an eine 400W China Spindel, die wäre mit NT aber fast schon so teuer wie eine kleine Kress oder Makita. Mal gucken...

      Allerdings möchte ich damit erst anfangen, wenn der Umzugsstress vorbei ist. Ich habe mich allerdings trotzdem schon einmal hier angemeldet, damit ich mich schon einmal ein wenig einlesen kann.

      Freundliche Grüße,
      Jannis/Rattlehead
    • Hi Jannis,

      ein herzliches Willkommen bei uns.
      Das Alter ist egal wenn man sich anständig verhält, das lesen wir ja schon heraus dass du Spaß an der Sache hast :thumbsup: .

      Wir werden dich natürlich wie alle hier als volles Mitglied mit Rat und Tat unterstützen, da spielt das Alter wirklich überhaupt keine Rolle.

      Wir sind gespannt auf dein tolles Projekt.

      Wenn du ein oder zwei Teile gefräst brauchst findest du sicher im Marktplatz den ein oder anderen der dir was fräst. Damit Sie evtl. stabiler wird deine Fräse.

      Viel Spaß bei uns.
    • Danke für die positive Resonanz (auch via Daumen hoch:-D). Ich hoffe auf viele interessante und lehrreiche Stunden hier im Forum!

      Ich hab mal so überschlagen, mit Stahprofilen und M3 9mm Riemen würde ich etwa 95€ + Spindel bezahlen müssen, um mit einer Root2 in 50*40*12cm loszulegen. (Das Filament zum 3D Drucken der Teile rechne ich nicht mit ein, das ist für mich Verbrauchsmaterial)
      Im Gegensatz zur Root3 oder der mir in einer PM empfohlenen Solidis-Fräse brauche ich für die Root2 nicht zwingend eine CNC zum Bauen. Bitte schlagt mich nicht, aber ich kann irgendwie nicht so gut mit Holz per Hand. (Passe also ins Forum^^) Die Teile würde ich mir dann von einem Freund machen lassen, der hat das Werkzeug und Know How für die Seitenplatten und die Bodenplatte.

      Auch wenn ich aktuell wie gesagt nur plane, wollte ich mal fragen, ob ihr mir eine Spindel empfehlen könntet? Ich hatte in Post 1 ja schon eine Idee in die Richtung genannt. Was meint ihr?

      Ach ja, Tante Edit fragt, ob es möglich wäre / Sinn macht eine optionale Stirnbearbeitung wie bei der cnc14 einzubauen? Damit man sicher schöne Fingerverzahnung machen....

      Grüße,
      Jannis

      The post was edited 1 time, last by Rattlehead ().

    • Hallo Jannis,

      ich wollte auch erst die Solidis bauen. Hab mich dann weiter informiert und bin dann auf die Raschke-Fräse gestoßen. Die Verfahrwege waren für mich ideal.
      Wegen einer zusätzlichen Stirnseitenbearbeitung, kann ich empfehlen, wenn Deine Hardware das hergibt. Du könntest ja eine Aussparung in den Maschinentisch mit Scharnier machen. Dann kannst Du das Werkstück auch gleich schräg spannen. Schau aber, dass Dir der Weg nicht bei deinen normalen Verfahrwege verloren geht.
    • Die Raschke sieht ganz schön stabil aus! Ärgerlicherweise glaube ich, dass die nicht zu meinen anderen Anforderungen passt.
      Zur Stirnbearbeitung: Die Root2 (thingiverse.com/thing:1001437) passt dafür im original noch nicht so ganz. Mein Gedanke wäre, alles in Y ~5-8cm länger zu bauen und dann in die Grundplatte an einer Seite 5-8cm rauszuschneiden. Dann könnte ich entweder versuchen das Teil mit einem Scharnier bei Nichtbedarf zur normalen Fräsfläche hinzuzufügen oder es einfach ohne Scharnier als "Verlängerung" verwenden, um z.B. einen Gitarrenhals (lang und dünn) leicht über den Tisch hinausragend zu bearbeiten. Mag das so gehen?
      Meint ihr, dass 25*25*2mm Stahlrohre über etwa 60cm stabil genug sind?
      Ich habe mich heute einmal mit meiner Schmelzkäsefräse übrigens etwas in das CAM Modul fon Fusion360 reingearbeitet. Echt ne Ecke mächtiger als Easel...:D
    • Guten Abend!:-D
      Ich habe heute mal kurz Fusion360 bemüht und ein kurzes grobes 3D Modell von der Root gemacht, Bilder im Anhang.
      Ich hatte auf 25*25*2mm Stahlprofile umgezeichnet (Dachte, dass das stabiler als Alurohr ist).
      Außerdem habe ich vorne ein Scharnier eingezeichnet, welches es mir eigentlich ermöglichen sollte 6 cm an der Vorderseite umzuklappen. Alternativ könnte man allerdings auch den an der Stelle einfach bei Bedarf rausschrauben und einen Holzklotz zum Spannen der Hochkantwerksstücke auf die normale Platte aufschrauben. So könnte ich die 6cm bei Bedarf für längere Projekte nutzen.
      Mir ist nämlich plötzlich wieder eingefallen, warum ich eigentlich zum 3D Druck und CNC gekommen bin, nämlich der Bau einer E-Gitarre:-D Und damit ich mich da nicht ärgere, falls ich wieder eine zu kleine Fräse habe, wäre es natürlich klug genug Arbeitsfläche rauszuholen. Also habe ich die Root auf etwa 71*39*7cm erweitert.

      Liegt das eurer Meinung nach im klugen Bereich? Wäre es sinnvoller in Anbetracht des Baus einer E Gitarre ggf. mehr oder weniger rauszuholen? (Ich will das Teil ja erst einmal immer noch mit Nema 17 betreiben).

      Und zu einer weiteren Frage:
      Ich hatte mir jetzt bisher einige potentielle Spindeln herausgesucht. Was wäre da die "beste" Lösung?

      -Makita RT0700C (amzn.to/2G1MghE): Gefällt mir ganz gut, allerdings finde ich nur wenige 3mm Spannzangen, wird mit einer 6mm Zange geliefert.
      -500W Chinaspindel (bit.ly/2sm0w2M): Unabhängig davon, dass Chinaversand ja immer abenteuerlich ist und noch Zoll drauf kommt wäre die hier ja recht preiswert, mit passender Spannzange und recht kompakt. Reicht die für mehr als Holzankratzen/kennt die einer?
      -800W Chinarouter (bit.ly/2BOYyvU): Das Teil hier hat zwar wieder nur eine 6mm Spannzange, ist allerdings so unverschämt günstig, dass ich mich nur fragen kann, ob die funktionieren kann? Die wurde in einem anderen thingiverse CNC Projekt empfohlen.
      -Gebrauchte Spindel: Wäre so etwas sinnvoll oder ist das Risiko verschlissene Lager oder Bürsten zu erwischen zu hoch? Welche Motoren wären da interessant?
      -Wäre ggf noch was komplett anderes interessant?

      Ich hoffe, dass ich hier niemanden mit den Fragen erschlage. :)
      Freundliche Grüße und schönes Wochenende,
      Jannis
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    • Moin...

      Bei den Frässpindeln solltest Du auf jeden Fall drauf achten, dass Du andere Spannzangen dafür kaufen kannst.
      Ich verwende zum Fräsen (ausser bei "umrandungen von großen Bauteilen") eigentlich immer nur Fräser mit 3,175mm Schaftdurchmesser da für meine "Fräsjobs" eigentlich nie Fräser mit mehr als 2mm Durchmesser benötige.
      Diese sind leicht und günstig zu bekommen und eigentlich für (fast) alle Anwendungsfälle zu gebrauchen...
      Je kleiner die Teile, desto kleineren Fräserdurchmesser verwende ich eigentlich.

      Grüße
      Dirk
    • Danke für den Hinweis! :thumbup:
      Ich glaube in punkto Spindel habe ich eine Entscheidung getroffen. Auf ebay gibt es recht günstig einen Makita Oberfräsenklon (ebay.de/itm/Oberfrase-Multifra…b5d67a:g:5aMAAOSwLIhZgsaR).
      Auch wenn der vielleicht nicht das gelbe vom Ei ist, wird er in einigen anderen DIY Projekten verwendet. Sieht zumindest attraktiver und günstiger als die 400W Chinaspindeln aus.
      Zum ersten rumprobieren dachte ich dann an eine Reduzierhülse (sorotec.de/shop/Reduzierhuelse-6mm--3-175mm.html) von Sorotec, langfristig ggf. eine passende Spannzange von einem Shop aus Polen. Mit diesen Teilen könnte ich meinen Einstieg ins "richtige" Fräsen für <200€ ohne Fräser machen. Ein Freund, der mit Holz etwas besser kann als ich, hat mir auch schon Unterstützung zugesichert:-) Jetzt muss nur noch die Überzeugungsarbeit geleistet werden, dass ich den 2*3m großen, beheizten Raum an der Garage (nicht im Haupthaus) kriege ^^

      Die letzten Tage über hatte ich mir einen Haufen Videos zur XCarve und Shapeoko 2 angeguckt. Das sind mMn die ähnlichsten kommerziellen Maschinen auf dem Markt. Schon cool, was man mit den richtigen Einstellungen alles bearbeiten kann!
      Mir kribbelt es in den Fingern...

      Grüße,
      Jannis

      The post was edited 1 time, last by Rattlehead ().

    • Moin noch einmal!
      Ja, mich gibts nach nem guten Vierteljahr noch^^
      Über die letzten Monate sind Umzug, ein Haufen Arbeiten und andere Projekte gewesen, sodass ich mich nur begrenzt mit dem Fräsgedanken beschäftigen konnte. Leider ist aus dem von mir auserkorenen "Fräsenraum" ein Lagerraum geworden.
      Da wir uns aktuell allerdings langsam anfangen einzurichten, bin ich auf die Idee gekommen, die Fräse auf einem Rollentisch aufzubauen und dann aus einer Art Schuppen in die anliegende Garage zu fahren, um dann dort mit ihr zu arbeiten.

      Je länger ich mich mit der Planung für die Rootfräse beschäftigt habe, desto mehr ist mir aufgefallen, dass mir diese Rollenführungen aus Skateboardlagern auf Stahlrohren doch ein wenig suspekt vorkommen. Neulich bin ich dann über die Igus Drylins gestoßen, die zwar mMn für 3D Drucker kaum geeignet sind, für eine Fräse aber recht interessant aussehen.
      Mein Blick fiel dabei auf die "N" Führungen.

      igus.de/product/923
      igus.de/product/724


      Mir kommen die Führungen grundsätzlich passend vor, allerdings habe ich sie halt noch nicht in der Hand gehabt, aher spiele ich mit dem Gedanken mal nach einem kleineren Muster zu fragen. Fusion360 sagt, dass die 40er Führungen sich unverschraubt auf 840 mm Länge bei einer Kraft von 1000N (~100kg) <3.5mm verformen. Das wirkt doch schon einmal recht potent. Mein Grundanspruch läge etwa so, dass ich mit dem Ding gerne das machen würde, das man auch mit einer Shapeoko 3 hinkriegt. Also holz mit etwa 0.5d in der Tiefe und ggf. auch leichtes Alu ankratzen.


      Hat einer von euch schon Erfahrungen mit solchen Schienen gemacht oder kann mir anderweitig Tipps in die Richtung geben? Aktuell zeichne ich gerade aus einem Rahmen mit einem 40*40*3mm Alurohr als Portalbalken. Die Arbeitsfläche soll in etwa 700*500*100 betragen.


      Grüße,

      Jannis :)
    • Hallo Jannis.

      Ich kenne die Root CNC-Maschinen nicht und kann DIr konkret nichts zu Deinen Fragen sagen, aber ich kann etwas von meinen Erfahrungen wiedergeben. Ich habe eine MPCNC mit Edelstahlrohren in 120x100cm. Ja, die Rohre haben etwas flex, aber Deine wären ja noch was kürzer und das habe ich auch nicht wirklich als großes Problem empfunden. Da hat die MPCNC andere Schwachstellen, die schneller die Stabilität beeinträchtigen. Zu fest kann man das alles sowieso nicht machen, weil das Plastik dann springt.

      Die MPCNC beruht ja auch auf Lagern auf Metallrohren. Ich war ehrlich gesagt positiv davon überrascht, wie gut das geht. Ob sich bei so einer Plastikfräse richtige Lineartechnik lohnt wage ich eher zu bezweifeln. Ich vermute, dass das nicht die erste Schwachstelle ist.

      Dann zur Spindel. Ich hatte so eine 500W China-Spindel aliexpress.com/item/Free-shipp…r-Supply/32802984420.html und war prinzipiell echt angetan davon. Sie war wirklich leise, präzise und von der Leistung völlig ausreichend. Zwei Sachen sollte man allerdings beachten: Elektrisch ist sie ... ähm ... nicht so dolle. Sie hat z.B. keine Erdung. Das kann man aber leicht nachrüsten, indem man das Metall-Gehäuse erdet. (Auch wenn in der tollen Anleitung steht, dass Erde "nicht benötigt wird" :-)). Dann musst Du aufpassen, falls Du den Motor über die CNC-Steuerung kontrollieren willst. Die Masse von der Spindel liegt irgendwie 80V über Erd-Niveau. D.h. wenn Du die Erde des Motors mit der Erde vom Arduino verbindest, fliegt Dir was um die Ohren. Den Motor aber einfach ein und aus zu schalten, ist aber kein Problem. Wenn Du Dir die Bilder anschaust, dann siehst Du bei bei dem Netzteil eine Brücke. Die kann man entfernen und das Kabel durch ein Relay führen. Das kann man dann vom Arduino problemlos schalten und die Schaltkreise sind komplett getrennt. Dann verdreckt der Motor von innen, wenn man ihn so lässt, wie er ist. Wenn Du Dir den Motor von unten anschaust, dann sind da sechs Löcher drin. Zwei sind von Schrauben von innen belegt, die den Fräsmotor zusammen halten. Die anderen vier Löcher sind offen. Die würde ich abdichten. Entweder mit ner kurzen Schraube oder nem Tropfen Uhu. Dort ist bei mir im Laufe der Zeit soviel Holzstaub reingekommen, dass der komplette Motorinnenraum vollgepackt war und dann irgendwann die Wicklungen des Motors beschädigt hat. Hört sich vielleicht jetzt alles furchtbar an, aber ist es wirklich nicht. Wenn man auf elektronische Geschwindigkeitsreglung verzichten kann, sind die restlichen "Mängel" ein Klacks. Und dafür ist der Motor wirklich schön leise und präzise genug, um 0,25mm Leiterbahnen auf einer Platine zu fräsen.

      Zur Elektronik: Auch bei der MPCNC haben das alle Leute mit Marlin und RAMPS betrieben. Mein Rat: Lass das sein. Ich habe den Eindruck, dass das nur vom Unwissen stammt, dass eine CNC-Fräse halt nicht das gleiche ist wie ein Drucker. Die Pin-Belegung von RAMPS ist auch ... fragwürdig. Marlin kennt keine Werkzeug-Koordinaten und auch noch andere Sachen, die man bei einem 3D-Drucker nicht braucht, aber bei einer Fräse einfach praktisch sind. Ich würde Dir einen Arduino UNO mit einem CNC-Shield (z.B. aliexpress.com/item/New-cnc-sh…orarduino/1970400094.html) ans Herz legen. Die kannst Du erst mal mit DRV8825 betreiben und wenn Du mehr Power willst, dann kannst Du die rausziehen und die Kontroll-Pins mit externen Treibern verbinden (z.B. TB6560 aliexpress.com/item/NEW-TB6560…es-motor/32811945260.html). Das ist ein billiger Einstieg und mit bCNC zusammen hast Du wirklich eine nette Lösung.

      Evtl. findest Du ja hier auch noch jemanden, der Dir die Teile der Root 3 CNC in Deiner Nähe fräsen kann. Ich kenne zwar weder die Root 2 noch die Root 3, aber auf den ersten Blick wirkt die Root 3 für mich schon stabiler. Ich bin da aber sicherlich nicht die Referenz. Ich würde aber erst mal davon ausgehen, dass der Macher mit der Zeit auch gelernt hat, Schwachstellen identifiziert hat und diese versucht hat zu beheben/verbessern.

      Ich kann nur sagen, dass ich mit der MPCNC auf den Geschmack gekommen bin. Hat zwar manchmal etwas gedauert, da man aufgrund der doch eingeschränkten Steifheit nur sehr flach schneiden konnte und man somit viele Durchgänge brauchte. Wenn man aber Nuten vermeidet (Adaptives Fräsen bei Fusion 360 oder Wirbelfräsen bei Estlcam) sollte man aber auch mit einer Plastikfräse durch Buche kommen und bei ganz niedrigen Schnitttiefen evtl. auch etwas Aluminium.

      Wünsche auf jeden Fall viel Erfolg und Spaß mit der Fräse,
      Lars
    • Danke für diese extrem ausführliche Antwort und den spannenden Erfahrungsbericht! :D
      Zugegebenermaßen war mein Plan, wenn ich schon was selber "entwickle", soweit wie möglich auf Druckteile an problematischen Stellen zu verzichten.

      Meine Wahl der Spindel hängt davon ab, wo das Teil hin kommt. Wenns die "Schoßfräse" im schalldämmenden Gehäuse im Schlafzimmer wird, wirkt die von dir empfohlene 500 Watter sehr attraktiv. Falls die Maschine nach draußen kommt kriegt sie wohl zu anfangs ne kleine Oberfräse.


      chaotix wrote:

      Ich würde Dir einen Arduino UNO mit einem CNC-Shield (z.B. aliexpress.com/item/New-cnc-sh…orarduino/1970400094.html) ans Herz legen.
      Jo, das war der Plan. Mit dem Ding habe ich auch schon zwei Projekte gemacht und hab so ein Board rumliegen. Schön einfach und mMn "stabiler" bzw. idiotensicherer (*hust*) als das Ramps.


      chaotix wrote:

      Evtl. findest Du ja hier auch noch jemanden, der Dir die Teile der Root 3 CNC in Deiner Nähe fräsen kann.

      Daran hatte ich auch schon gedacht. Ich könnte sonst versuchen entweder mir die Teile von nem Freund per Hand und dann später in "schön" (nichts gegen meinen freund^^) auf der Fräse zu machen oder in meinem lokalen Hackspace laserschneiden lassen.

      chaotix wrote:

      Wünsche auf jeden Fall viel Erfolg und Spaß mit der Fräse,
      Danke:-D



      Ich hab die Igus Idee heute noch einmal durchgerechnet. Für die X und die Y Achse müsste ich in etwa 110€ für die Führungen bezahlen, mMn noch im Rahmen, falls das dann ein bisschen weniger "bastellösung" wird.
      Nach einem Chat mit einem Mitarbeiter von Igus habe ich dann vorläufig eine Aludoppelwellenschiene und zwei Aluschienen gewählt, die auf ein Stahlrohr aufgeschraubt werden.

      Hier der aktuelle Stand ohne Motoren, Z-Achse und Details. Grundsätzlich finde ich, dass das ganz vielversprechend aussieht.



      Ich hoffe, dass ich niemanden mit meinen (leider) noch recht unkonkreten Planungen nerve. :/


      Grüße,
      Jannis
    • Rattlehead wrote:



      Daran hatte ich auch schon gedacht. Ich könnte sonst versuchen entweder mir die Teile von nem Freund per Hand und dann später in "schön" (nichts gegen meinen freund^^) auf der Fräse zu machen oder in meinem lokalen Hackspace laserschneiden lassen.

      Quatsch, gib rüber die Zeichnungen ("hole mich auch mal inhaltlich ab") und dann kriegen wir das schon gefräst! Material?
      Gruß

      Andreas
    • Hallelujah! Nach nunmehr einem knappen Jahr und vieeel zu vielen Wasserstandsmeldungen, hats mir mein Vater heute (ein wenig widerwillig) genehmigt eine Fräse zu bauen und zu nutzen. Die gewisse Problematik dabei:
      Der auserkorene Raum wird vermutlich mein Zimmer. Dieses ist grundsätzlich groß genug, die Wände in unserem Haus sind ebenfalls recht dick und die Fräse würde im Haus in der entgegengesetzten Ecke des Wohnzimmers stehen. Natürlich wäre es sehr suboptimal, wenn man dort davon viel hören würde.
      (Ein Bild von der Raumecke: dropbox.com/s/jmvai1kbg4y3qu3/DSC_0620.JPG?dl=0 Die Gitarren rücken dann natürlich etwas nach links)

      Meine bisherige Spindelwahl war ja die Makita-Oberfräse die als recht laut angesehen wird. Im Amiraum wird allerdings auch recht häufig die Shapeoko 3 mit solch einer Spindel ausgestattet und eingehaust. Da findet man dann z.B. sowas:

      imgur.com/a/u9mZV
      reddit.com/r/hobbycnc/comments/5bicmn/cnc_in_apartment/


      Der Besitzer behauptet, dass er nachts neben dem Teil einen Film gucken kann :D
      Wenn das nicht reicht, würde ich dann noch ein wenig Gipsfaserplatte oder ähnliche Trockenbauutensilien dazwischen bauen.
      Dafür fehlt mir aber leider etwas das Gefühl.

      Der grundsätzliche Anspruch des Projekts hat sich inzwischen auch geändert. Die Maschine ist um einiges kleiner und stabiler geworden. Sie ähnelt ebenfalls sehr einigen Projekten aus den Nachbarforen.

      Die Führungen sind die 16mm Rundführungen, die man auch von den Holzfräsen kennt, als Antrieb würde ich gerne 1605er KUS verwenden, die man recht preiswert aus der Bucht kriegt:
      ebay.de/itm/In-DE-SFU1605-Ball…kAAOSwIspacVwr:rk:31:pf:0

      Als Profile sind leichte 60x60er, 30x60er und ein 120x60er als Portalbalken eingeplant, die für die Verfahrwege von 350x350x140mm bei 75mm Portaldurchlass vermutlich überdimensioniert sind.

      Hier ein Bild von der Maschine im CAD:




      Das ist vielleicht auch erst einmal, vor allem in Anbetracht der Tatsache, wie oft ich euch schon "geprellt" habe, ein wenig viel Info.
      Ich hoffe trotzdem, dass ihr mir eine grobe Einschätzung geben könnt, ob das Vorhaben in einem Haus realistisch ist, bzw., wie man es realistischer machen kann.

      Liebe Grüße,
      Jannis
    • Du benötigst auch noch einen Staubsauger. Die Lautstärke lässt sich sehr stark mit Akustikmatten dämmen, das verstärkt aber wieder das Temperaturproblem. In meinem Baubericht habe ich ein Beispiel von solchen Matten. Das sind gepresste Mineral- oder Steinwollematten. Meine ist einseitig noch mit Stoff überzogen. Ich hatte damals einen Staubsauger damit eingehaust und virne einen Spalt offen gelassen. Ergebnis, es konnte die Wärme etwas abziehen umd der Lärm wurde drastisch gesänkt.
    • Moin Alois, danke für die Hilfe:-)

      Das, was du in dem Thread über die Lautstärke deiner Absaugung schreibst, klingt ja vielversprechend!
      Leider gibt es diese Matten zumindest in meinen lokalen Baumärkten anscheinend nur in Packs, die für meine Anwendung etwa um den Faktor 10 zu groß sind... :rolleyes:
      Einen Gedanken den ich sonst noch hatte wäre es, in etwa sowas ( globus-baumarkt.de/rockwool-lose-steinwolle ) zwischen zwei MDF-Platten einzuschließen. So könnte ich die Dicke recht flexibel bestimmen und auch der Materialaufwand würde sich in Grenzen halten. Ich halte trotzdem mal die Augen nach Kleinmengen an solchen Matten auf.

      Für das Temperaturproblem fehlt es mir ehrlich gesagt am Gefühl. Wenn du allerdings einen kleinen Spalt lassen konntest, könnte ich ja z.B. die Tür leicht offen lassen können.

      Wäre es nicht auch möglich bei kürzeren Fräsjobs (hätte ja auch nur einen Bruchteil der Verfahrwege von deinem Monstrum ^^ ) hinterher Abzusaugen? Auch wenn dann natürlich der Fräser mehr arbeiten muss...
      Weißt du noch so ungefähr, welche Stärke du genutzt hast?

      Schönen Frühabend noch,
      Jannis
    • So, das Modell ist nahezu fertig, die Woche werden hoffentlich die Profile bestellt, die dann der Weihnachtsmann bringt :)

      Ich habe heute mal das Gehäuse angefangen zu zeichnen. Das wird auf jeden Fall ein ganz schön großer Klopper, weil ich versucht habe an allen Achsen so viel Platz zu lassen, sodass ich im schlimmsten Fall noch CL-Stepper rüsten könnte.
      Aufgebaut ist der Rahmen aus 40*60mm Vierkantholz. Die Innenwand des Gehäuses ist 3mm MDF, die Außenwand 18mm MDF. Der Spalt zwischen den Platten liefert 60mm Freiraum, den ich mit der oben verlinkten losen Steinwolle füllen möchte.
      Natürlich kommt noch eine Tür mit 6mm Polycarbonatfenster (mehr Schälldämmung als Acryl) und bloßem 18mm MDF, sowie ein Deckel dazu, der änhlich wie die Seitenwände aufgebaut werden soll.



      Abmaße über alles:
      87*80*150cm (B*T*H) Das wird vermutlich ganz schön fett im Zimmer dastehen, hoffentlich wird die Fräse dann auch genutzt :/


      Natürlich gehört dazu jetzt sehr viel Glaskugellesen, aber hat jemand eine Idee, ob das Gehäuse was taugen kann? Ich werde vermutlich unter die Maschine eine Gummimatte legen, um Vibrationen zu vermindern, aber sowohl Boden, als auch Front sind aktuell nur 18mm MDF ohne jegliche Steinwolle :huh:

      Liebe Grüße,
      Jannis
    • Sodele, jetzt kann ich auch endlich mal konkretere Infos bringen:-)
      Im Moment steht in unserem Haus bereits ein schweres kleines Packt von Motedis. Das wird leider erst in 8 Tagen aufgemacht ... :00006034:


      Weiterhin habe ich ein paar Fräser zum Loslegen (22mm Planfräser und V Bit mit 6mm Schaft aus China, 1/8" Reduzierhülse für die Oberfräse, sowie zwei 6er HSS Fräser aus DE. More to come) und ein paar Einzelteile aus Fernost bestellt.

      Wenn ich Glück habe darf ich noch vor Weihnachten mit einem Paket von Rattmmotor rechnen, in welchem sich die unterstützten Rundführungen, KUS und BK/BF-Lager befinden. So langsam nehmen also die Teile Form an. Was ich jetzt noch brauche sind die Baumarktteile für das Gehäuse, das Plattenmaterial für die Fräse und einen riesigen Haufen voll Schrauben :)

      Wenn ich vor einem Jahr gewusst hätte, dass mein damals geplantes Gesamtbudget nicht mal für meine Lineartechnik ausreichen würde, hätte ich das Projekt wohl nicht weitergeführt O.O

      Grüße und einen schönen dritten Advent,
      Jannis