Messmittel Anschlagwinkel DIN 875

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Messmittel Anschlagwinkel DIN 875

      Moin aus dem Norden,

      bin in der Vorbereitung des Aufbaus meiner Fräse (Fenja). Zum Ausrichten möchte ich einen Anschlagwinkel verwenden.

      Welche Präzisionsklasse der DIN 875 ist zu empfehlen/notwendig?
      Welche Größe ist sinnhaft?
      Wer verkauft einen Anschlagwinkel oder nennt eine Firma/Link?

      Vielen Dank für eine Rückmeldung aus der Community.

      ingo
      Beste Grüße aus dem Norden
      ingo
    • Mit den Winkeln würde ich nicht zu großen (Kosten-)Aufwand treiben.

      Hier ist die Toleranz sehr verständlich dargestellt: thome-praezision.de/deu/DIN875.html

      Meine Empfehlung wäre "nur" ein /0 Winkel zu nehmen und den Rest mathematisch an der Maschine zu lösen (siehe Blog).
      Und den Winkel halt so groß wählen wie es einem das wert ist ;)

      Ich persönlich habe einen "300x200 Flachwinkel" von mw-import.de
      Einen Haarwinkel würde ich nur nehmen, wenn man ein Fühlhebelmessgerät hat. Eine "normale" Messuhr kann fast nicht an einer Haarmesskante angelegt werden.

      Hilft das weiter?
      Gruß

      Andreas
    • Hallo
      wie andreas schon geschrieben hat "würde ich nicht zu großen (Kosten-)Aufwand treiben."
      Weder die Technik noch die Materialien mit denen wir umgehen erlauben Präzisionen im Bereich der DIN 875. Selbst eine Toleranzklasse 2B würde auf 1 Meter Länge nur eine Toleranz von 0.25mm erlauben. Weder meine Maschinen noch die Materialien mit denen ich arbeite würden so eine Genauigkeit schaffen.
      Ein Haarwinkel 875/00 ist, nachdem er runter gefallen ist, auch nur noch Klasse 1.

      Ausserdem:
      Wenn Du einen Winkel auf beiden Seiten eines Profils anlegst und mit Fühlerlehren die Differenz misst kannst Du selbst mit einem selbstgezimmerten Winkel oder einem rechteckigen Zuschnitt aus dem Baumarkt absolut präzise messen. Da malst Du dir eine Einteilung drauf damit Du auf beiden Seiten an der gleichen Stelle die Fühlerlehre rein schiebst. Du addierst die Differenzen rechts und links und teilst sie durch 2. Wenn Du eine Fräse bauen möchtest kannst Du jedes Teil von beiden Seiten anschlagen. Ein teurer Anschlagwinkel ist eigentlich nicht nötig.

      Ich richte meine Fräse und meine Kreissäge mit der 5-Schnitt-Methode in den rechten Winkel ein, ganz ohne Anschlagwinkel. Wenn ich damit dann einen rechten Winkel zuschneide und von beiden Seiten anlege, reicht ein Satz dünne Fühlerlehren um alles absolut präzise in den Winkel zu setzen.
      Sagen wir so, Anschlagwinkel nach DIN brauche ich nur wenn ich mir mal selbst nicht glaube…

      grüße
      ralf

      The post was edited 2 times, last by fraesoholic ().

    • Genau so sehe ich das auch, Ralf.
      Viele denken immer, dass die Mechanik absolut exakt präzise eingemessen werden muss. Dann einmal dran rütteln und drücken/ziehen und schon ist die "Ungenauigkeit" wieder da ;) Vergessen wird auch oft der Steigungsfehler der KUs (ca 0,17mm /m).

      Also schön die Kirche im Dorf lassen und nur so genau wie nötig und alles ist super!

      Vielleicht hilft mein Artikel dazu einzelnen auch ein wenig weiter.
      Gruß

      Andreas
    • Guten Abend,

      danke für die Rükmeldungen.

      Die mathematischen Betrachtungen finde ich super und werde ich ausprobieren <- man nur sich selber glauben:-).

      Zu meiner Absicherung und da ich kein Fühlhebelmessgerät besitze, der Flachwinkel Link zur Zeit nicht lieferbar ist, wäre ich über zusätzliche Links sehr dankbar.

      gruss

      ingo
      Beste Grüße aus dem Norden
      ingo
    • key2 wrote:

      Vergessen wird auch oft der Steigungsfehler der KUs
      Soweit kommt es ja gar nicht.
      So viel ich weiß wird die Fräse Fenja aus gezogenen und eloxierten Aluprofilen zusammengeschraubt. Jedes gezogene Profil wird aus Knetlegierungen gezogen und ist sowieso krumm wie ein Flitzebogen. Wenn man die Teile mit den Montagewinkeln zusammen schraubt setzt man die Profile unter Spannung.
      Die krummen Profile kommen dann mit den nicht genau rechtwinkeligen Montage-Winkel zusammen.
      Die Spannung geht dann raus, manchmal hilft etwas klopfen am Profil, manchmal dauert es. Das Alu ist halt weich, die Montagewinkel ziehen nur am dünnen Kanal.
      Je genauer der Winkel ist um so mehr bist Du genervt weil es einfach nicht in den Winkel zu bekommen ist.

      Hier, 875/2A, reicht vollkommen, Ich würde einen langen, evt. 400er und einen kurzen evt. 200er, kaufen.

      grüße
    • ... mal ein Kommentar verspätet:
      Wie genau sind eigentlich DIN A0 Plotts (ca. 1,2 x 0,6 m) aus dem Kopie-Shop (ca. 6€)?
      Viereck(e) zeichnen und plotten lassen, trocken transportieren mit UHU aufkleben (also wasserfrei) und mit Nähnadel Ecken übertragen, da schafft man 0,3 mm Genauigkeit pro Stich locker - falls es um Übertragung auf eine Platte geht, oder entlang der Linien absägen.