Welche Steuerung / Motoren

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    • Genau
      man wird am Anfang nie das Beste finden und lernt immer noch dazu mit der Zeit. Durch manche Dinge man sich sich selbst durch arbeiten, um zu entscheiden ob es einen liegt.
      Übrigens mit Linux CNC kannst du auch Test Maschinen aufbauen, die simuliert werden und damit selbst heraus finden ob es dir liegt, aber irgendeine Zeit musst du investieren, egal wie.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Ich meine, Du kannst Mach3 auch mit Parallelport betreiben. Hol Dir doch einfach nen Billig-BOB und teste das mit Deinen vorhandenen PC-Komponenten und vergleiche Mach3 und LinuxCNC selber. Dann siehst Du, was Dir eher zusagt. Falls Du dann irgendwann schnellere Verfahrgeschwindigkeiten haben willst, als Du mit dem Parallelport realisieren kannst, dann kannst Du immer noch aufrüsten. Vor allem weißt Du dann aber schon mehr Grundlagen und verstehst eher worauf es ankommt und kannst Dich informierter zwischen den Systemen entscheiden. Das kostet Dich fast nichts außer Zeit und die musst Du sowieso investieren, um zu verstehen, wie die Sachen funktionieren und zusammenarbeiten.

      Nur noch ein kurzer Hinweis: Die rausgesuchten Mesa-Erweiterungskarten 7i70 und 7i77 sind für Dich nicht richtig. Die 5i25, 6i25 oder 7i92 sollten alleine für den Anfang zusammen mit dem Billig-BOB erst mal reichen. Wenn man dann doch irgendwann mehr Ein- oder Ausgänge braucht oder nen Encoder anschließen will, dann kann man immer noch ne teurere Erweiterungskarte (z.B. 7i76) holen.
    • Also ich habe folgendes BOB: aliexpress.com/item/1pcs-MACH3…or-drive/32830611064.html
      Zumindest mit LinuxCNC habe ich da keine Probleme mit.

      "Komisch" ist nur der USB-Anschluss. Das ist für die Stromversorgung, die nötig für die Eingänge ist, an die man die Referenzschalter und den Not-AUS anschließen kann. Wenn man das per USB betreiben will, dann braucht man also ein USB-A auf USB-A-Kabel. Merkwürdig. Gibt's aber für wenig Geld bei reichelt oder ansonsten auch bestimmt bei Aliexpress. Alternativ kann man aber auch einfach 5V an den 5V-Pin anschließen und braucht dann kein komisches USB-Kabel.

      Habe mit dem Teil keinerlei Probleme. Den analogen Teil, der eine 0V-10V-Spannung zur Spindel-Drehzahlsteuerung erzeugt, benutze ich allerdings nicht, da ich meine VFD per UBS-Modbus-Adapter betreibe. aliexpress.com/item/1pcs-USB-t…WinCE5-0/32700819019.html

      Was die beste Plattform für Mach3 ist, weiß ich nicht. Für LinuxCNC ist der RTAI-Kernel normalerweise am besten, wenn man den Parallelport benutzt und ich glaube, den gibt's nur für 32bit. Ich sehe in diesem Zusammenhang aber auch keinen Vorteil von 64bit.

      Die JMC Servos haben die ganze Steuerlogic integriert. Die werden nur über Step/Direction angesprochen, genauso wie Steppertreiber. Das geht problemlos mit einem Billig-Breakout-Board. "Professionelle" Servos wird man nicht über den Parallelport betreiben können.

      Tschüss,
      Lars
    • MFCNC schrieb:

      Hast du auch die servos ?und die treibst du mit einem 5€ Bob an?

      So sieht's aus. Aber macht, wie gesagt, keinen Unterschiede, ob das die integrierten Servos sind oder "einfache" Schrittmotoren, was die Ansteuerung angeht.

      Meinen Base-Thread wird alle 10µs ausgeführt, d.h. es können 100.000 Schritte pro Sekunde generiert werden. Die Servos habe ich auf 4.000 Schritte pro Umdrehung eingestellt, d.h. maximal habe ich 1500rpm bzw. 7.500 mm/min bei einer KUS mit 5mm Steigung.

      Das Spielkind in mir findet die Mesa-Karten zwar auch toll, aber schneller als 7,5m/min brauche ich nun nicht wirklich und falls doch, könnte ich die Servos ja auch auf 2.000 Schritte pro Umdrehung einstellen. Das ist immer noch reichlich genau (0,0025mm pro Schritt) und könnte irrwitzige 15m/min erreichen.

      Die erreichbare Geschwindigkeit hängt aber halt vom verwendeten Mainboard ab und wie gut Du das optimiert hat (Stromsparfunktionen abstellen, evtl. nicht die interne Grafik benutzen, isolcpus einstellen, IRQs fest einzelnen Kernen zuweisen...).

      key2 schrieb:

      Gibt auch ein Iso mit aktuellem Debian, Linuxcnc und 4.9er Kernel als RT-preempt-Version. Funzt super und ist deutlich neuer als der normale Kernel im offiziellen stable release. Ich bin darauf umgestiegen, weil dann Touchscreen right out of the box funktioniert...

      linuxcnc.org/testing-stretch-rtpreempt/

      Hast Du mit dem RT-preempt-Kernel keine Verschlechterung des Jitters festgestellt? Ich habe den RTAI-Kernel und den RT-preempt (allerdings ne ältere Version aus der stable Variante) auf zwei oder drei Mainboards getestet und RT-preempt war immer deutlich schlechter.

      Tschüss,
      Lars
    • key2 schrieb:

      Gibt auch ein Iso mit aktuellem Debian, Linuxcnc und 4.9er Kernel als RT-preempt-Version. Funzt super und ist deutlich neuer als der normale Kernel im offiziellen stable release. Ich bin darauf umgestiegen, weil dann Touchscreen right out of the box funktioniert...

      linuxcnc.org/testing-stretch-rtpreempt/
      Den Acer Touchscreen in der offiziellen Distro zu benutzen ist auch nicht schwierig. Man muss modprobe hid_multitouch ausführen. Ich glaube ich habe den Befehl dann in /etc/rc.d/rc.local eingetragen, damit er bei jedem booten ausgeführt wird. Es sollte aber auch in /etc/modprobe.d funktionieren.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Mein Asus VT168H hab ich nicht zum laufen bekommen, dafür musste ein neuerer Kernel her, aber da läuft er "out of the box"...

      Ja. preempt ist ein wenig(!) schlechter - ich glaube gelesen zu haben, dass der preempt mehr von der CPU-Last abhängig ist. Gibt auch Berichte, wo der preempt deutlich besser ist als RTAI...
      Aber unterm Strich habe ich immer noch absolut klasse Werte. Ob nun 9k oder 11k ist nicht wirklich ein Unterschied bei mir. Mit mehr als 9m/min bei 10mm Steigung bin ich eh nicht unterwegs. Das unterschreitet schon meine Reaktionszeit :D

      @MFCNC: Die CPU-Leistung ist erstmal nicht entscheidend. Entscheidend sind die erreichbaren Jitter-Werte. Also Installieren und Testen. Ich selbst hab einen Celeron mit 1,8Ghz limitiert auf einen Kern am Laufen....
      Gruß

      Andreas
    • key2 schrieb:

      Ja. preempt ist ein wenig(!) schlechter - ich glaube gelesen zu haben, dass der preempt mehr von der CPU-Last abhängig ist. Gibt auch Berichte, wo der preempt deutlich besser ist als RTAI..Aber unterm Strich habe ich immer noch absolut klasse Werte. Ob nun 9k oder 11k ist nicht wirklich ein Unterschied bei mir. Mit mehr als 9m/min bei 10mm Steigung bin ich eh nicht unterwegs. Das unterschreitet schon meine Reaktionszeit :D
      Interessant. Ich hatte mit RT-preempt eher so > 50k und mit RTAI liege ich bei < 6k. Da macht wohl auch noch die verwendete Hardware einen deutlichen Unterschied. Oder die neueren RT-preempt-Kernel sind deutlich besser geworden.

      key2 schrieb:

      @MFCNC: Die CPU-Leistung ist erstmal nicht entscheidend. Entscheidend sind die erreichbaren Jitter-Werte. Also Installieren und Testen. Ich selbst hab einen Celeron mit 1,8Ghz limitiert auf einen Kern am Laufen....
      Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. :) Du kannst auf dem Rechner ja auch Mach3 und gleichzeitig LinuxCNC als Dual-Boot-System installieren und schauen, was Dir eher liegt. Bei Ansteuerung über den Parallelport sollte das problemlos möglich sein ohne dass man die Verdrahtung der Fräse ändern muss.

      Einen ersten Latency-Test kann man auch von der LiveCD starten, aber für Optimierungen, die über BIOS-Einstellungen hinaus gehen, ist es komfortabler, wenn man das System installiert und nicht immer wieder alle Befehle neu von Hand eintippen muss.

      Tschüss,
      Lars
    • Hallo Andreas.

      Ich meine schon, dass ich das zu Testzwecken, gleich oder zumindest ähnlich optimiert hatte. Es kann sein, dass ich die IRQ-Einstellungen und den rtai_hal.IsolCpusMask-Parameter nach den Vergleichs-Tests gemacht habe. Aber sooo viel machen die ja auch nicht aus und es war auch vorher schon ein deutlicher Unterschied.

      Leider kann ich das jetzt nicht mehr so einfach überprüfen. Habe zwar zu Testzwecken mal Kernel 3.2.0-6-rt-686-pae mit apt-get installiert, aber latency-test will damit nicht mehr starten und nörgelt, dass "RTAPI requires the real-time kernel 3.4-9-rtai-686-pae to run. Before running this realtime application, reboot and choose this kernel at the boot menu." Mit dem anderen Kernel zu booten hilft aber nicht wirklich beim Vergleichen. :)

      Das 07_RTAI-Script kannte ich gar nicht, aber das ist ja wohl nur sinnvoll, wenn man den Rechner noch mit anderen Nicht-Realtime-Kerneln starten will, damit dort nicht der isolcpu-Parameter übergeben wird. Da mein CNC-Rechner nur zur Steuerung der Fräse benutzt wird, ist das bei mir nicht relevant.

      Ich habe nur folgende Optimierungen drin:

      Quellcode

      1. GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="lapic rootdelay=5 isolcpus=1 acpi_irq_nobalance noirqbalance rtai_hal.IsolCpusMask=2"

      Quellcode: /etc/rc.local

      1. # https://forum.linuxcnc.org/18-computer/25927-reducing-latency-on-multicore-pc-s-success
      2. for i in /proc/irq/*; do
      3. if [ -d $i ]; then
      4. echo 1 > $i/smp_affinity || true
      5. else
      6. echo 1 > $i || true
      7. fi
      8. done

      Tschüss,
      Lars