Baubericht Raschkefräse V3 M No.108

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    • Baubericht Raschkefräse V3 M No.108

      Hallo,

      hier möchte ich über den Aufbau meiner Fräse berichten und freue mich schon auf kompetente Ratschläge und Unterstützung!
      Es handelt sich um einen Bausatz, den ich vor ca. 1 Jahr bei Jürgen erworben habe: Eine V3 M mit dem Upgrade für TBR20 Linearführungen auf der x-Achse.

      Nachdem das Projekt ein paar Monate brach lag, habe ich alle Teile aus den Platten ausgetrennt und entgratet. Zur Motivation und um mir die Aufbaureihenfolge klar zu machen, habe ich die Teile mal trocken zusammengesteckt. So soll sie dann also mal aussehen:



      Mechanikteile von Roland Finnern (cnc-discount.de) sind auch schon da:

      2 Stück Linearführung + Wagen 20 x 1200mm CNC Set ROSA
      2 Stück Linearführung + Wagen 16 x 700mm CNC Set GRÜN
      2 Stück Linearführung + Wagen 16 x 350mm CNC Set GRÜN
      1 Stück Kugelumlaufspindel 1605 x 1300 mm inkl. Festlager + Loslager
      1 Stück Kugelumlaufspindel 1605 x 800 mm inkl. Festlager + Loslager
      1 Stück Kugelumlaufspindel 1605 x 400 mm inkl. Festlager + Loslager
      3 Stück Wellenkupplung 8/10 - 5NM
      3 Stück Spindelmutterblock für Kugelumlaufspindel 1605

      Außerdem jede Menge Schrauben, Einschlagmuttern,...

      Also kann's losgehen!
      Gruß Axel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Axel ()

    • Hi Axel, ne Menge Zwingen - kann man nie Genug haben!!! :)
      Bei deinem Portal fällt mir auf das die Schrift "Holzfräse..." nach vorne kuckt, also quasi unter den Führungen ist.
      Nur so als kleine Anmerkung für's verleimen später... :whistling: :)
      Gruß Fritz
      "...Trial & Error, wenn was nicht klappt, probier was anderes, vielleicht klappt das ja auch nicht :-)"
    • Hallo Axel,

      Fritz hat recht. Schau dass die Bohrungen für die Führung nach vorne schauen.
      Ein paar Sachen haben beim Jürgen seiner dxf nicht gepasst. Das war unter anderem die Motorhalterung am Portal. Die ging nur mit gewalt rein, also war sie nicht bündig. Das hat er dann mit der gerundeten Motorplatte geändert. Wenn Du so eine hast, dann beseht das Problem bei Dir nicht mehr.

      Tipp: Richte Dir ein gerades Stück Kantholz her, welches Du an der Seite immer beispannen kannst, damit die Rippen alle sauber gerade verleimt und ausgerichtet sind. Schau auch, dass Dein Tisch auf beiden Seiten im Wasser ausgerichtet ist, also sich nicht auf der ganzen länge leicht verwindet.
      Pass beim ansetzen der Zwingen auf wie die Aussparrungen liegen, dass Du immer gegen eine feste Fläche spannen kannst und nichts nachgibt.
      Am schnellsten, saubersten, genausten und einfachsten verleimst Du erst die mittleren Träger in der länge, dann alle Querrippen auf einmal. Erst die Querrippen mit den inneren beiden verleimen, dann die mittleren Längsträger, am Schluss die ganz aussen.
      Verleim das Maschinenbett über Kopf, dass die spätere Tischoberfläche überall sauber aufliegen kann und Du sie immer nach unten spannen kannst.

      Du kannst die Querträger alle montieren, wieder etwas raus ziehen und Leim auftragen, dann einfach wieder zusammenschieben und mit den anderen Längsträgern ausrichten und den Winkel kontrollieren.
      Wenn Du alle auf einmal verleimst, dann funktioniert das mit dem ausrichten am besten.

      Doppeltipp: Leg erst alle Längsträger übereinander und kontrollier die Ausfräsungen. Die sind beim Jürgen seiner dxf nicht gleichmäßig aufgeteilt.
    • Danke Fritz, Danke Alois! Dass der obere Portalteil falsch herum sitzt, war mir schon aufgefallen, als ich mal probehalber die Linearführungen angehalten habe. Habe aber dann kein neues Foto mehr gemacht...

      Ist es richtig, dass ich in den oberen Portalteil vor dem Verleimen Einschlagmuttern setzen muss, um später die Linearführungen zu montieren?

      Die Motorplatte ist bei mir gerundet und beim Probestecken hat alles sauber gepasst :thumbup:

      Die mittleren Träger sind verleimt und trocknen gerade...



      Von den gaaaanz langen Zwingen habe ich nur zwei, also müssen die nächsten Träger noch warten. Die äußeren werde ich nicht vorher verleimen, sondern direkt an der Box. Die Längsträger haben bei mir (ab Werk) an einem Ende ein kleines Loch als Markierung, dass diese Enden in die gleiche Richtung gehören. So dürfte bezüglich der verschiedenen Abstände nichts schiefgehen.

      Der Tisch ist in alle Richtungen sauber ausgerichtet. Danke für die Info der Leimreihenfolge. Ich werde das so nochmal probehalber zusammenstecken bevor es losgeht.

      Eben habe ich noch schnell den unteren Teil des Portals verleimt...

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      in die Z-Platte, in die Obere Portalplatte und in die langen Aussenträger gehören erst die Einschlagmuttern. Die Motoren und jeweils das Fest- und Loslager der Spindeln habe ich mit Schrauben, großen Beilagscheiben und Stopmuttern direkt verschraubt. Die müssen dann ja ausgerichtet werden und das ist bei Einschlagmuttern schlecht möglich.
      Achte darauf, dass Du die Einschlagmuttern in den langen Träger von der richtigen Seite montierst und schau auch auf die richtige Größe, die Schienen müssten M5 sein.

      Die seitlichen langen Träger auf keinen Fall vorher verleimen, Du bekommst Sie sonst nicht montiert. Wenn das Maschinenbett soweit fertig ist, dann erst das kürzere Stück verleimen, danach das längere. Und immer der geraden Riegel mit beispannen und lieber einmal zu oft als zu wenig die diagonale messen.

      Bei Unklarheiten lieber erst fragen... lieber einen Tag gewartet als etwas mit Gewalt wieder zerlegen und ärgern...
      In der Z-Achse wirst Du die Senkungen erst etwas nacharbeiten müssen, damit die Einschlagmuttern bündig sind. Das müssen nur die Mittleren, da hier die Schlitten montiert werden. Alle anderen müssen nicht versenkt werden.
    • Es geht munter weiter ^^

      Die mittleren Längsstreben der großen Box habe ich auch vorverleimt, sobald die langen Zwingen wieder frei waren. So sind sie gerade und fallen beim Zusammenstecken nicht dauernd auseinander...



      Dann habe ich die obere Box des Portals verleimt. Erstmal alles bereitlegen...



      Die große Stirnfläche habe ich noch nicht verklebt, das mache ich in einem zweiten Schritt. Ist doch irre, wie einem die Zeit wegrennt, bis man alles mit Leim eingestrichen und die ganzen Zwingen gesetzt hat. Wenn man das Bauteil vor Schraubzwingen und Zulagen nicht mehr sieht, dann sind es gerade genug...

      Gruß Axel
    • Du kannst auch die seite des motors wählen, ich habe ihn auf der hinteren seite montiert, dort läuft auch meine energiekette. Somit gehen diese Sachen mir nicht im Weg um und ich komme nicht aus versehen an den Motor. Der wird nämlich recht heiss...
    • Danke für die Infos, Alois!
      So habe ich mir das auch gedacht: Alle Versorgungsleitungen auf die Rückseite, dann sind sie aus dem Weg. Wie groß sollte denn die Energiekette an der x-Achse bzw. der y-Achse erfahrungsgemäß gewählt werden, damit auch alles reinpasst? Leitungen für Motoren, End- bzw. Referenzschalter, Anschlussleitung und Schläuche für wassergekühlte Chinaspindel sollen reinpassen.

      Wo ich gerade dabei bin:
      Ich werde eine wassergekühlte 2,2kW Chinaspindel montieren. Ist im Laufe des Jahres schon beschafft worden. Hier fehlt allerdings noch die gesamt Peripherie, also Kabel, Schläuche, Pumpe, Wärmetauscher,... Für Tipps in der Richtung bin ich dankbar! Was habt ihr? Was funktioniert? Welcher Kabelquerschnitt ist angemessen?

      Steuerung soll eine TripleBeast werden. Dazu diese Schrittmotoren. Reichen dazu 0,5mm² Anschlussleitungen über die gesamt Länge, wie im Datenblatt aufgeführt?
      Gruß Axel
    • Hallo Axel,
      Ich habe alles in eine 25x25 Schleppkette bekommen. Ich empfehle aber eine Nummer größer.
      Wegen der Chinaspindel: schau Dir das hier mal an. estlcam chinaspindel
      Er empfiehlt mindestens 3 x 0,75mm.

      Wie machst Du das mit den End- und Referenzschaltern? Ich habe beides kombiniert und nur 3 induktive Schalter dafür verwendet. Kanns nur immer wieder empfehlen.
    • Hallo Axel,

      bei den Leitungen der Schrittmotoren/ Spindel würde ich sogar auf 1.5mm2 gehen. Da die Leitungen doch eine Länge haben, bis zur Steuerung. Die Leitungen unbedingt mit Schirm.
      Ich empfehle dir Dosen oder Stecker, dann ist das Austauschen einfacher wenn mal einer kaputt gehen sollte.
      Die Steuerung in ein Metall Gehäuse wegen Störungen, dort die Schirme erden und auch den gesamten Anschluß Kasten.

      Endschalter nutze ich nur 3x Induktive und zwar die von Letmathe dass sind die günstigsten. Dort reicht ein 3x 0,75mm2
      Sicherheits Fanatiker würden nochmal mind. 3 endschalter verbauen ?( .

      Ein 3 adriges Kabel reicht nicht! Es müssen 4 Drähte sein bei den Schrittmotoren bei der Spindel 3 plus Erde.

      Da du eine Wassergekühlte Spindel hast. Unbedingt eine Durchflussanzeige einbauen, am besten in gut sichtbarer Position.
      LG Alex
      cnc-aus-holz im Facebook // Mein Youtube Kanal
    • Hi Axel !

      Würde evtl. sogar in Betracht ziehen bevor das Portal verbaust die Langen Linearwagen an der X-Achse zu verbauen. Alex und Alois haben das bereits schon gemacht, und können dir da mit den Bohrungen sicher weiterhelfen.
      Da ich ja keinen Bausatz habe kann ich dir die Masse leider nicht geben!
    • Ich hab immer noch die kurzen TBR20 wägen. Mittlerweile soll es ja auch die in der langen Version geben.
      Man kann nicht einfach die TBR mit SBR tauschen. Die haben beide unterschiedliche Bauhöhen. Wir benötigen bei der Raschkefräse 50 mm Gesamthöhe auf der lange Achse.
      Bei den anderen Achsen spielt die Bauhöhe keine Rolle.
    • KampfHund schrieb:

      bei den Leitungen der Schrittmotoren/ Spindel würde ich sogar auf 1.5mm2 gehen.
      Huch? Wieso denn das?

      Wimre sind 0,75mm² für 12A zugelassen - also für Stepper (in unserem Bereich) üppig dimensioniert.
      Die 2kW-Spindel zieht 10A - würde also auch noch passen. Wer etwas mehr Luft haben will, kann evtl auf 1mm² gehen, das wäre dann auch schon wieder üppig.

      Je größer der Einzelquerschnitt, desto großer der Mindestbiegeradius und desto mehr Kraft braucht man zum biegen. Nicht dass die Kraft jetzt relevant wäre, aber ich denke, der Haltbarkeit wird das nicht zuträglich sein.
      Der Typ von meiner Traumfräse hat 16mm² für die Spindel verbaut - was ich für ziemlich übertrieben halte ...
      Sind wohl so Kabel, wie sie im Auto an den Batterieklemmen verwendet werden ...
      ... aber jeder wie er es mag ;)
      Meine Beiträge sind ausschließlich für das Forum "cnc-aus-holz.at" bestimmt! Ich untersage jegliches (auch teilweises) Kopieren, Weitergeben und Wiederveröffentlichen.

      Django013
    • Vielen Dank an euch für die Infos!

      End- und Referenzschalter: Die induktiven Schalter von Letmathe habe ich mir angeschaut. Nur welchen Typ nimmt man da? Und wie verbaue ich die drei Schalter am Besten an der Maschine, sodass sie als Endschalter und für Referenzfahrten genutzt werden können? Über Erklärungen oder auch aussagekräftige Fotos würde ich mich freuen!

      Kabelquerschnitte: Hier schreibt Lappkabel auf Seite 1021 (Seite 45 in dem Dokument) etwas über Strombelastbarkeit. Die Frage ist, betreiben wir "Haus- und Handgeräte" oder nicht?
      Hier ein Auszug der relevanten Seite:




      Noch eine weitere Frage: Welche Vorteile bringt eine Poraver-Füllung der Portalkästen? Wie sind die Erfahrungen?


      Unterdessen geht es mit dem Bau weiter:

      Die beiden Kästen des Portals habe ich auf einer Seite noch nicht verleimt, um sie auch von innen lackieren zu können. Der erste Anstrich ist erfolgt. Klebekanten wurden vorher abgedeckt. Füllung ist ja trotzdem noch möglich...



      Nebenbei noch die ersten Teile der z-Achse verleimen...



      Und dann habe ich noch mit der großen Box angefangen. Den Tisch habe ich nochmal in alle Richtungen kontrolliert. Auf den Tisch habe ich mit einem spitzen Stift Hilfslinien gezeichnet, an denen ich die Teile ausgerichtet habe. Fixiert sind alle Teile mit kleinen Holzklötzen, die beim Bausatz netterweise mitgeliefert wurden (Abfall). So kann die Einheit beim Verkleben weiterer Teile immer wieder abgenommen und an ihren Platz "aufgesteckt" werden. Die Genauigkeit liegt nach gefühltem 100x nachmessen in allen erdenklichen Richtungen im für mich nicht mehr sinnvoll messbaren Bereich, also max. 0,5mm.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,
      zu den induktiven Schaltern habe ich im Handbuch zur Triblebeast was gefunden. (siehe Bilde) Er schreibt hier von PNP-Typ.
      Für eine mögliche Position habe ich mal meine Fotografiert. Du benötigst halt nur einen Schalter auf jedem beweglichen Teil pro Achse.
      Er sollte möglichst nicht stören und an jeder Endposition eine Schaltfahne erreichen können. Die Schaltfahnen kann ich ein paar Millimeter verschieben. So kann ich die Schaltposition mit der max. Auffahrgeschwindigkeit abstimmen und den maximalen Weg meiner Maschine nutzen.
      Zur Konfiguration in Mach3 kommen wir dann, wenn Du soweit bist. :thumbup:

      Ps.: Das mit den Klötzchen zur Fixierung habe ich auch bei meiner so gemacht. Dann kannst Du aber nicht nach unten auf den Tisch spannen.
      Bei der letzten habe ich alles offen gelassen und nur einen geraden Riegel an der Seite dazugespannt. Die gerade verleimten Teile habe ich bis an die Tischkante gezogen und dann nur nach unten auf den Tisch gespannt. Über Kreuz die Diagonale gemessen und gut war es. Ich habe dann immer die komplette Reihe verleimt. Ging schnell und die Tischoberkante ist sauber eben. Das Maschinenbett war dann innerhalb von 1 mm in der Diagonale. Zumindest bei den Rippenteilen würde ich es so machen.
      Bilder
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    • Hi,
      es gibt nicht nur die Unterschiede zwischen NPN und PNP, sondern auch zwischen Öffnern und Schließern. Für Sicherheitsanwendungen sind Öffner besser, weil dann auch ein Kabelbruch zum Auslösen des Notschalters führt.

      Weil die Amis aber alles verkomplizieren müssen, gibt es bei denen weder Öffner noch Schließer, sondern eben "normalerweise offen" (NO) und "normalerweise geschlossen" (NC). Bei den Chinesen ist NO der Standard, d.h. wenn nix beim Schalter steht, ist es fast immer ein NO, also ein Schließer =O
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      Django013
    • django013 schrieb:

      KampfHund schrieb:

      bei den Leitungen der Schrittmotoren/ Spindel würde ich sogar auf 1.5mm2 gehen.
      Huch? Wieso denn das?
      Wimre sind 0,75mm² für 12A zugelassen - also für Stepper (in unserem Bereich) üppig dimensioniert.
      Die 2kW-Spindel zieht 10A - würde also auch noch passen. Wer etwas mehr Luft haben will, kann evtl auf 1mm² gehen, das wäre dann auch schon wieder üppig.

      Je größer der Einzelquerschnitt, desto großer der Mindestbiegeradius und desto mehr Kraft braucht man zum biegen. Nicht dass die Kraft jetzt relevant wäre, aber ich denke, der Haltbarkeit wird das nicht zuträglich sein.

      Dagegen steht je größer der der Einzelquerschnitt, desto geringer der Leitungswiderstand und damit der Spannungsabfall bzw. Verlustleistung.


      Aber solange es in der zugelassenen Spezifikation liegt, gilt....

      django013 schrieb:

      ... aber jeder wie er es mag ;)