Filamentkühler

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    • Filamentkühler

      Jetzt geht's looos ...

      genau

      Dieses Teil wollen wir mit blender zeichnen:

      Die Druckqualität ist nicht berauschend - aber das könnt Ihr dann ja besser machen

      Zuerst mal sicherstellen, dass der blaue Bereich sichtbar ist. Wenn nicht, einfach die Taste "T" betätigen.
      Ganz links bei den senkrechten Reitern sollte "Create" aktiv sein.

      Wir wählen Torus aus und bekommen den ersten Kringel im Zeichnungsbereich.
      Im unteren blauen Bereich sollte jetzt das Fenster der Eigenschaften sichtbar geworden sein.

      Falls die Eingabefelder nicht sichtbar sind, dann könnte es sein, dass das Dreieck vor "Add Torus" noch waagerecht ausgerichtet ist. Also einfach draufklicken, dann sollte sich das Fenster öffnen. Die wichtigen Einstellungen sind in der Vorschau leider nicht sichtbar, also einfach das Bild in ganzer Größe anschauen.

      Der erste Kringel soll die Außenkontur unseres Filamentkühlers werden. Um nachher eine schöne Oberfläche im Druck zu bekommen, müssen wir die Anzahl der Segmente erhöhen. Major Segments steht für die Anzahl der Segmente des Kringels an sich, Minor Segments steht für die Segmente des Kreises, aus dem der Kringel besteht.
      Die Anzahl der Segmente kann man nur ändern. solange man mit dem Zeichnungselement noch nix gemacht hat. Sobald ein anderer Befehl angewendet wurde, sind die Segmente in Stein gemeißelt - also hier einfach langsam arbeiten und sich überlegen, was man tut, bevor man es tut

      Mit der Anzahl der Segmente steigt der Speicherbedarf des Objektes, aber es wird auch glatter. Lässt man die Vorgaben, dann braucht man zwar wenig Speicher, aber man sieht dann auch die Ecken im Druck

      Die von mir gewählten Werte sind ein guter Kompromiss zwischen Speicherbedarf und Glätte beim Druck.

      Als nächstes gilt es die Größe des Kringels festzulegen. Das ist nicht ganz so kritisch - die Größe eines Zeichnungselementes kann man jederzeit ändern. Man muss nur dran denken, dass das Element linear skaliert wird. Wenn man also Ausschnitte oder Bohrungen schon vorgenommen hat, dann werden die mitvergrößert (zumindest wenn man das Element über die Eingabe der Größen im Infobereich (rot) ändert.

      Wir geben jetzt als Major Radius 40 ein und bei Minor Radius 7,5
      Major Radius ist der Radius des Kringels, Minor Radius ist der Radius des Kreises, der zum Kringel rotiert wurde.

      Ach ja: ich nehme die Blendereinheit grundsätzlich als Millimeter. Blender kann 3-4 Nachkommastellen verwalten, wobei es schon mal Artefackte gibt. Wenn die Artefakte so 4-5 Stellen nach dem Komma passieren und die Einheit ist Millimeter, dann juckt das niemand wirklich. Nimmt man dagegen die Einheit als Meter, dann könnten die Artefakte sichtbar werden ...
      Falls es nicht bekannt ist - blender hat intern kein mathematische exaktes Modell wie die CAD-Systeme, sondern in blender sind alle Objekte Gitterobjekte. Es gibt in blender also weder Kreis noch Zylinder, sondern nur Vielecke. Ab einer gewissen Anzahl von Ecken/Segmenten sieht man im Druck jedenfalls keinen Unterschied mehr. Somit ist die mangelnde mathematische Genauigkeit nur was für Haarspalter und Korinthenkacker

      Legen wir gleich noch einen zweiten Torus an. Gleiche Eingaben wie vorher (blender hat sich unsere Eingaben gemerkt!), wir brauchen also nur den Minor Radius zu ändern - 6 ist ein passender Wert und führt zu einer Wandstärke von 1,5mm

      Den zweiten Kringel sehen wir nicht, weil er im ersten Kringel drin liegt.
      Ein Druck auf die Taste "Z" ändert das.

      Den zweiten Kringel brauchen wir erst später wieder, deshalb legen wir ihn auf einen anderen Layer.
      Ein Druck auf Taste "M" öffnet den Layerdialog und wir können das zweite Kästchen anklicken.
      Jetzt ist der kleinere Kringel von der Zeichnung verschwunden und im schwarzen Bereich (Layer-Übersicht) ist im zweiten Kasten ein heller Kringel.
      Durch die Tasten 1 und 2 (über den Buchstaben) können wir zwischen dem großen und dem kleineren Kringel umschalten.

      Als nächstes widmen wir uns den Düsen. Dazu erzeugen wir einen Zylinder, setzen die Anzahl der Segmente auf 128 (wird wieder eine sichtbare Fläche), geben als Radius 7 ein und als Depth (die Höhe) 20
      Weils so schön war, gleich noch einen Zylinder - diesmal jedoch mit Radius 3

      Wenn wir in die Draufsicht umschalten (Ziffernblock 7) und die massive Darstellung aktiv haben (Taste Z), dann sollte es ungefär so aussehen:

      auch hier ist der kleine Zylinder nicht sichtbar, weil er im großen Zylinder drinne steckt.
      Der kleine Zylinder ist nur eine Hilfe für die folgende Bearbeitung - doch dazu mehr im folgenden Beitrag.
      Meine Beiträge sind ausschließlich für das Forum "cnc-aus-holz.at" bestimmt! Ich untersage jegliches (auch teilweises) Kopieren, Weitergeben und Wiederveröffentlichen.

      Django013

      The post was edited 1 time, last by django013 ().

    • Filamentkühler - Teil2

      Da wir den kleinen Zylinder nach dem großen erzeugt haben, ist der kleine ausgewählt auch wenn wir ihn nicht sehen.
      Wir halten die Umschalttaste gedrückt und klicken den großen Zylinder an - möglichst außerhalb des kleinen Zylinders.
      Anschließend drücken würd die Geteilt-Taste vom Ziffernblock und sind mit den beiden Zylindern im Separee :)

      Wenn wir die Drahtgitterdarstellung aktivieren, sollte es ungefär so aussehen:

      Diese 3D-Darstellung bekommt man recht einfach, wenn man zuerst die Vorderansicht (Ziffernblock 1) aktiviert und dann das Mausrad drückt und die Maus soweit bewegt, dass es so wie auf dem Bild aussieht.

      Ein Druck auf die Taste "A" löscht die Auswahl (A schaltet zwischen Auswahl alles und Auswahl nichts um, d.h. wenn was ausgewählt ist, kann man mit A die Auswahl leeren).

      Jetzt wollen wir den großen Zylinder bearbeiten, also klicken wir ihn an und wechseln mit TAB in den Bearbeitungsmodus.
      Dort wo im ersten Bild "Object Mode" stand (zweite Menüleiste von unten), sollte jetzt "Edit Mode" stehen.
      Die Kugel rechts neben der Modus-Darstellung zeigt an, ob wir uns im Drahtgittermodus oder im Massivmodus befinden.
      Statt TAB kann man den Modus auch unten über die Auswahlbox "Object Mode" ändern, genauso wie man die Darstellung über die Auswahlbox der Kugel ändern kann.

      Im Bearbeitungsmodus wird das aktive Element im Drahtgittermodus dargestellt. Normalerweise sind alle Linien ausgewählt. Auch hier kann man die Auswahl wieder mit A aufheben.

      Für die Bearbeitung eines Körpers emfiehlt sich in der Regel der Drahtgittermodus.
      Wir bewegen die Maus auf den Rand der unteren Kreisfläche (genau auf die Linie!), halten die ALT-Taste gedrückt und drücken die linke Maustaste.
      Das Bild sollte jetzt so aussehen:

      Mit ALT-Mausklick wird eine zusammenhängende Kontur ausgewählt.

      Mit 7 vom Ziffernblock wechseln wir in die Draufsicht und bewegen den Mauszeiger weit weg von dem Zylinder, lassen den Mauszeiger aber auf der Zeichnungsfläche (Wer in der Draufsicht keine 2 konzentrischen Kreise sieht, sollte mit 5 vom Ziffernblock in den Orthogonal-Modus wechseln).
      Jetzt wollen wir die ausgewählte Kreisfläche auf die Größe des kleinen Zylinders verkleinern - um einen Kegelstumpf zu erhalten.
      Vergrößern wird mit der Taste "S" (wie scale) aktiviert. Anschließend kann man mit der Mausbewegung die Vergrößerung, bzw. die Verkleinerung beeinflussen.
      Blender bietet die Möglichkeit, die Vergrößerung auf bestimmte Achsen zu beschränken. Das ist extrem hilfreich :)

      Hat man die Vergrößerungsfunktion mit "S" aktiviert, wird der Mittelpunkt des Zeichnungselementes mit dem Mauszeiger mit einer gestrichelten Linie verbunden. Bewegt man die Maus auf dieser gestrichelten Linie näher an den Elementursprung, dann wird der ausgewählte Bereich verkleinert. Zieht man die Maus dagegen vom Elementursprung weg, dann vergrößert man den ausgewählten Bereich.
      Drückt man nach Aktivierung der Vergrößerungsfunktion (S) die Taste X, Y, oder Z, dann wird die Vergrößerung nur auf dieser Achse ausgeführt.
      Hält man die Umschalttaste und drückt X, Y, oder Z, dann gilt die Vergrößerung nur für die beiden anderen Achsen.

      In unserem Beispiel wollen wir die Kreisfläche der einen Zylinderseite verkleinern. Der Zylinder steht auf der Z-Achse, d.h. die Kreisfläche liegt in der Ebene von X und Y - also müssen wir die Z-Achse von der Vergrößerung ausschließen. Wir drücken also Umschalttaste und Z
      Jetzt können wir die Maus in Richtung Elementursprung (Mittelpunkt des Zylinders) führen - und zwar soweit, bis die eingefärbte Kreisfläche mit dem Kreis des kleineren Zylinders deckungsgleich ist.
      Das Ergebnis sollte dann so aussehen:

      bzw. in der Vorderansicht so:

      Die kleine Kreisfläche ergibt später die Luftaustrittsöffnung.

      Durch Drücken des Mausrades und verschieben der Maus wechseln wir wieder in den 3D-Modus. Die Figur sollte so gedreht werden, dass wir die obere Kreisfläche gut infizieren, äh. identifizieren können ;)
      Wir bewegen den Mauszeiger wieder zur Umfangslinie, diesmal von der oberen Kreisfläche, halten die ALT-Taste gedrückt und drücken die linke Maustaste. Jetzt sollte die größere der beiden Kreisflächen ausgewählt sein.

      Wir wechseln in die Vorderansicht. Die obere Kreisfläche wollen wir jetzt nur in einer Richtung vergrößern, damit sie besser im Kringel aussieht, bzw. später mehr Luft bekommt.
      Mit "S" schalten wir wieder die Vergrößerungsfunktion ein. Mit "X" begrenzen wir die Vergrößerung auf die X-Achse.
      Diesmal wollen wir nicht mit der Maus agieren, sondern einen festen Vergrößerungsfaktor eingeben.
      Wir geben 2 ein und beenden die Vergrößerungsfunktion mit ENTER.
      In der Draufsicht oder der 3D-Ansicht können wir uns davon überzeugen, dass die obere Zylinderfläche jetzt eine Elipse ist.

      Wir beenden den Bearbeitungsmodus mit TAB und verlassen das Separee mit der Geteilt-Taste des Ziffernblockes.
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      Django013

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    • Filamentkühler - Teil3

      OK, der ehemals größere Zylinder ist jetzt die Außenhülle der Luftdüsen.
      Bevor wir an das innere der Luftdüsen gehen, wollen wir den Hilfszylinder verkleinern.
      Im Drahtgittermodus lässt sich der innere Zylinder gut auswählen. Zur Not einfach mit dem Mausrod soweit reinzoomen, dass wir ihn auswählen können.

      Einmal ausgewählt, gibt es im Infoblock (rot) ein Unterfenster mit der Überschrift "Transform". Das hat als erstes 3 Eingabefelder für den Ort des Zeichnungselementes (Location), anschließend folgen 3 Eingabefelder für die Winkelorientierung (Rotation), gefolgt von 3 Eingabefeldern für den Maßstab (Scale) und last not least 3 Eingabefelder für die Größe (Dimension).

      Die Eingabefelder bei Blender sind was ganz besonders - sowas habe ich bislang noch bei keiner anderen Software gesehen. An den Rändern rechts und links befinden sich Pfeile. Klickt man auf die Pfeile, dann kann man den Wert in kleinen Schritten verändern. Rechts für größer, links für kleiner.
      Klickt man (mehr oder weniger) mittig in das Feld, dann kann man den Wert über die Tastatur eingeben.
      Zu guter Letzt kann man noch in das Feld klicken und die Maustaste gedrückt halten. Bewegt man jetzt die Maus nach rechts oder links, dann verändert sich der Wert quasi stufenlos. Das ist besonders bei den Feldern der Rotation interssant. So kann man ein Zeichnungselement beliebig am Bildschirm drehen.
      Hat man sich den ursprünglichen Wert gemerkt, kann man diesen nach den Rotationsexperimenten wieder eingeben und hat den Ausgangszustand.

      Jetzt wollen wir den Zylinder über die Größenfelder verändern. X- und Y-Wert zeigen den Durchmesser des Zylinders, der momentan 6 beträgt. Wir klicken jeweils mittig in das Eingabefeld und ändern den Durchmesser auf 4 (für X und Y).
      Das führt zu einer Wandstärke an der Düsenspitze von 1mm.

      Nun klicken wir wieder auf den Zylinder, den wir im letzten Beitrag bearbeitet hatten und kopieren ihn mit Umschalttaste+D - das kopierte Zeichnungselement hängt jetzt an der Maus - wir könnten ihn also irgendwohin verschieben. Mit ESCAPE können wir die Aktion beenden und haben nun 2 identische Elipsenkegel an der gleichen Stelle.
      Das kopierte Element ist noch ausgewählt, wir können es also direkt bearbeiten.

      Mit "G" (für GO) können wir die Position verändern. Auch hier gilt, wie schon beim Vergrößern:
      Durch Eingabe von X, Y, oder Z können wir festlegen, auf welche Achsen die Bewegung eingeschränkt werden soll.
      Die Bewegung selbst können wir mit der Maus durchführen, oder durch Eingabe eines Abstandes.

      Wir drücken Z um die Verschiebung auf die Z-Achse einzuschränken und geben 3 als Abstand ein.

      Mit TAB wechseln wir in den Bearbeitungsmodus und wie beim ersten Zylinder wählen wir als erstes die untere Kreisfläche aus. Dazu bewegen wir den Mauszeiger auf die Umfangslinie und halten ALT gedrückt und drücken die linke Maustaste auf der Linie.
      Jetzt wechseln wir mir der 7 aus dem Ziffernblock in die Draufsicht und aktivieren den Vergrößerungsmodus mit "S" - Der Mauszeiger war hoffentlich weit genug vom Objektzentrum entfernt, sodass wir noch Raum zum Verkleinern haben. Wir verkleinern soweit, bis die farbige Fläche wieder deckungsgleich mit dem Hilfszylinder ist.
      Mit 1 auf dem Ziffernblock wechseln wir in die Vorderansicht (die untere Kreisfläche ist noch ausgewählt).
      Mit G Z -1 verschieben wir die Kreisfläche etwas nach unten.

      Anschließend wechseln wir zur oberen Kreisfläche (Mauszeiger zur Umfangslinie, ALT-Taste gedrückt halten und mit linker Maustaste auswählen).
      Dazu kann es hilfreich sein, in die 3D-Darstellung zu wechseln (Mausrad drücken und die Maus bewegen)
      Ist die obere Kreisfläche ausgewählt, wechseln wir in die Vorderansicht (1 auf dem Ziffernblock) und mit Eingabe von
      G Z 2 sind die Seitenlinien der Elipsenstümpfe halbwegs parallel.
      Mit TAB beenden wir den Bearbeitungsmodus.

      Wir wählen den Hifszylinder aus und verschieben ihn mit G Z -2
      Schauen wir noch kurz auf den Infoblock. Es gibt ein Teilfenster mit der Überschrift "Item"
      In dem Eingabefeld sehen wir den Namen des Zylinders. Falls der Name mit 3 Punkten endet, kann man den Infobereich breiter ziehen, bis man den Namen vollständig lesen kann.
      ... anschließend wählen wir wieder den oberen der Elipsenstümpfe aus.

      In der Symbolleiste des Grünen Bereiches (Werkzeugfenster) wählen wir den Schraubenschlüssel.
      Auf der Auswahlbox steht jetzt "Add Modifier". Ein Modifier ist eine Aktion, die einem Element zugefügt werden kann, die das Aussehen des Elementes verändert. Es gibt die unterschiedlichsten Modifier. Wir fangen mal mit dem einfachsten an, dem Boolean. Klickt man auf "Add Modifier" zeigen sich die Modifier in 4 Spalten - je nachdem, wie die Modifier ein Element verändern.
      In der zweiten Spalte der dritte Eintrag ist Boolean. Den wählen wir aus.
      Ein kurzer Blick in die Liste der Zeichnungselemente (gelb) zeigt uns, dass Cylinder.001 einen Schraubenschlüssel hat - dieses Zeichnungselement hat Modifier zugeordnet, die noch nicht angewendet wurden.
      Unter "Operation" kann man die Art der logischen Operation einstellen.
      Zur Auswahl stehen:
      • Difference - von dem Zeichnungselement, das den Modifier zugeordnet bekam, wird das Element, welches wir unter "Object" auswählen rausgeschnitten.
      • Union - das Zeichnungselement, das den Modifier zugeordnet bekam wird mit dem Element, welches wir unter "Object" auswählen vereinigt
      • Intersect - das Volumen, das sowohl zum Zeichnungselement gehört, welches den Modifier zugeordnet bekam, als auch zu dem Zeichnungselement, welches wir unter "Object" auswählen, wird das neue Zeichnungselement

      Wir wählen Union aus und wählen bei Object den Hilfszylinder, dessen Namen wir uns gemerkt hatten.
      Das Ergebnis sollte so wie auf dem Bild oben aussehen.
      Wenn das soweit passt, können wir auf "Apply" drücken und somit das neue Zeichnungselement erzeugen.
      Der ursprüngliche Zylinder, den wir zur Ellipse verformt hatten existiert nicht mehr. Der Hilfszylinder ist dagegen noch unverändert vorhanden.

      Wir können den Hilfszylinder jetzt auswählen und löschen (ENTF mit Mauszeiger in der Zeichnung).

      Bei blender kann man Zeichnungselemente nicht nur mit kopieren duplizieren, sondern man kann auch Referenzen erstellen.
      Eine Referenz ist optisch nicht von einer Kopie zu unterscheiden, wechselt man aber für eine Referenz in den Bearbeitungsmodus, dann werden alle Referenzen gleichzeitig mit bearbeitet. Das kann ganz geschickt sein :)

      Wir markieren äußere und innere Düse (beide eliptischen Kegelstümpfe) und drücken ALT+D - wie beim Kopieren hängen die neuen Zeichnungselemente an der Maus und könnten frei positioniert werden. Wir drücken wieder ESCAPE und beenden die Referenzierung.
      Die neu erzeugen Elemente sind markiert und können bearbeitet werden.
      Mit "R" können wir ein Zeichnungselement drehen. Auch hier können wieder die Achsen durch Eingabe von X, Y, oder Z eingeschränkt werden.
      Wir geben also folgende Befehlsfolge ein: R Z 90 ENTER
      Jetzt verschieben wir die neuen Zeichnungselemente zum ursprünglichen Kringel mit G X -30

      Mit R Y können wir die ausgewählten Teile drehen, bis die Richtung ungefär so aussieht:

      Mit G Z können wir die Elemente senkrecht positionieren.

      Der innere Kegel ist jetzt zu groß, aber das macht nix, das können wir später noch anpassen.

      Schalten wir die Ansicht in massive Darstellung um und überprüfen die Übergänge zwischen Düse und Kringel:


      Die Geraden an den markierten Stellen sollten möglichst klein sein (auf die Bilder klicken, um sie vollständig zu sehen).

      Wechseln wir in die Draufsicht, ohne die Auswahl zu verändern (mit 7 auf dem Ziffernblock).
      Mit ALT+D erzeugen wir eine neue Referenz, welche wir mit R Z 180 um 180° drehen. Mit G X 60 verschieben wir sie zum anderen Rand des Kringels.
      Mit gedrückter Umschalttaste erweitern wir die Auswahl um die beiden ersten Referenzen (Kontrolle über die Drahtgitter-Darstellung):

      Ist die Auswahl überprüft erzeugen wir neue Referenzen mit ALT+D und beenden mit ESCAPE, sodass die neuen Teile mit den alten übereinander liegen.
      Mit R Z 60 ENTER verschieben wir die neuen Referenzen auf die erste 60° Position.
      Das gleiche wiederholen wir, also ALT+D ESCAPE R Z 60 ENTER und sollten nun alle 6 Düsen am richtigen Platz haben.

      Inzwischen haben wir schon ein gutes Stück erarbeitet, ist also ein guter Zeitpunkt, das ganze mal zu speichern.
      über das Menü File->Save (oder auch STRG+S) kommen wir in den Speichern-Dialog, wo wir das Verzeichnis auswählen und einen Dateinamen vergeben können. Endung sollte .blend sein.

      Bei dieser Gelegenheit noch ein nettes Blender-Feature: Wenn man einen Namen vergibt, der auf Zahlen endet, also z.B. PLA-Kühler001.blend - dann kann man neue Versionen erzeugen, in dem man File->Save As auswählt und im Auswahldialog + auf dem Ziffernblock drückt. Blender zählt dann selbstständig die Zahl hoch :)
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      Django013
    • Filamentkühler - Teil4

      Soweit so gut - jetzt wollen wir die Vorteie der Referenzen genießen :)

      Dazu wählen wir die Außenhülle der Düse (unseren ersten Zylinder) aus und wechseln (mit TAB) in den Bearbeitungsmodus. Das ganze sollte dann so aussehen:

      Auch wenn die Düsen schon nicht schlecht aussehen, wollen wir jetzt die Zwischenräume zwischen den Düsen (also den Ansatz am Kringel) verkleinern.
      Die obere Kreisfläche sollte noch von der letzten Bearbeitung ausgewählt sein. Bei wem das nicht der Fall ist, der sollte mit dem Mauszeiger auf die Umfangslinie fahren, die ALT-Taste gedrückt halten und dann die linke Maustaste drücken.

      Mit "S" aktivieren wir den Vergrößerungsmodus, begrenzen durch Eingabe von X die Vergrößerung auf die X-Achse und ziehen jetzt die Maus vom Elementzentrum weg.
      Wie man sieht, wirkt sich die Änderung auf alle Düsen gleichzeitig aus, d.h. wir können sehr schön sehen, wie sich die Lücke verkleinert. Wie weit man das macht, hängt vom persönlichen Geschmack ab.
      Das ganze könnte dann ungefär so aussehen:

      Widmen wir uns jetzt dem Inneren der Düsen zu. Das wird etwas kniffliger, denn wir müssen uns vorstellen, wir vereinen später den großen Kringel mit allen Düsenaußenkangen und den kleinen Kringel mit allen Düseninnenteilen. Dabei ist darauf zu achten, dass überall die Wandung nicht durchbrochen wird.

      Dazu wählen wir jetzt mal alle Düseninnenteile aus und machen sie in Layer 1 und 2 sichtbar:
      wenn alle ausgewählt sind, Taste "M" drücken, Umschalttaste gedrückt halten und auf die 2. Box klicken.
      Das gleiche machen wir noch für die 2 Teile in der Mitte.
      Anschließend wechseln wir zu Layer 2 - mit der 2 über den Buchstaben.

      Sollte ungefär so aussehen:

      Wie man unschwer sieht, sind die Übergänge von den Düsen zum Kringel alles andere als perfekt.
      Die Bearbeitung der Düsenausschnitte geht am besten, wenn man das obere Teil in der Mitte anklickt und dann in den Bearbeitungsmodus (TAB) wechselt.
      Die obere Kreisfläche sollte ausgewählt sein.
      Am besten zoomt man sich das Bild so hin, dass man den Übergang von Kringel zu Düsenausschnitt gut sehen kann.
      Mit G Z kann man die Kreisfläche in senkrechter Richtung verschieben. Das funktioniert aber nur, wenn das Element in der Mitte zum Bearbeiten ausgewählt wurde. Hat man eine andere Referenz ausgewählt so bewirkt die Verschiebung der Kreisfläche in Z-Richtung eine Scherung des Elements.

      Es könnte sein, dass der Zylinderstummel noch mit ausgewählt ist und dass ein Klick auf die Umfangslinie bei gedrückter ALT-Taste nicht die Kreisfläche auswählt. Sowas kommt gerne nach einer Boolean-Operation vor. Ist aber kein Problem - viele Wege führen nach Rom :)
      Mit "A" können wir die Auswahl auflösen.
      Wechseln wir anschließend in die Vorderansicht (1 auf dem Ziffernblock).
      Wenn wir den Bearbeitungsmodus verlassen (es sollte nur das mittlere Element ausgewählt sein) können wir das Teil mit Komma auf dem Ziffernblock optimal anzeigen. Mit TAB kommen wir wieder in den Bearbeitungsmodus - und jetzt sollte nichts ausgewählt sein.
      Drücken wir die "B"-Taste, wechselt der Mauszeiger zum Haarkreuz und wir können einen Rahmen um die obere Kreisfläche aufziehen.
      Eine Ecke klicken, Maustaste gedrückt halten, den Rahmen aufziehen (die obere Kreisfläche sollte vollständig im Rahmen enthalten sein) und loslassen.
      Jetzt sollte die obere Kreisfläche eingefärbt sein.

      Mit S Y können wir die Kreisfläche schmaler machen und mit G Z verschieben. Das Einpassen ist ein bisschen eine Fummelei.
      Dabei kann es hilfreich sein, die 3D-Ansicht so zu verdrehen, dass man senkrecht auf eine Düse schaut, beispielsweise so:

      Die Linien im Bearbeitungsmodus stören, um die Passung zu kontrollieren. Deshalb ist ein häufiger Wechsel zwischen Bearbeitungsmodus und massiver Darstellung hilfreich. Blender ist so nett und merkt sich die Auswahl :)
      Ziel sollte wieder sein, die Übergänge so harmonisch wie möglich zu machen.


      Bleibt noch der Zwischenraum zwischen den Düsenausschnitten. Den können wir mit S X verändern.
      Dabei sollten wir die beiden Teile in der Mitte in der Vorderansicht (im Drahtgittermodus) im Auge behalten, wie auch die einzelnen Übergänge in der massiven Darstellung.
      Solche Artefakte sollten vermieden werden:

      Zur Kontrolle wechseln wir auf Layer 1 (1 über den Buchstaben drücken, oder erstes Kästchen im schwarzen Bereich anklicken) und schauen uns alles in der Drahtgitterdarstellung an.

      Sind wir mit beiden Kringels zufrieden, trennen wir die beiden Ansichtten.
      Dazu aktivieren wir Layer 2 (2 über den Buchstaben oder zweites Kästchen im schwarzen Bereich anklicken) und wählen alle 6 Düsenauschnitte am Kringel aus, öffnen mit "M" den Layer-Dialog und klicken auf das 2. Kästchen (ohne Umschalttaste). Damit sind die Düsenausschnitte aus dem ersten Layer entfernt.

      Bevor wir weiter machen, erzeugen wir uns die Zwischenobjekte, die wir jederzeit wieder verwenden könnten.
      Zuerst die Außenhülle:
      Dazu wechseln wir auf Layer 1 (1 über den Buchstaben), wählen den Kringel aus und kopieren ihn mit Umschalttaste+D
      Im grünen Bereich wählen wir wieder den Schraubenschlüssel, "Add Modifier" Boolean, schalten um auf "Union" und wählen die erste Düse aus.
      Wenn Ihr nicht wisst, wie ein Objekt heißt, einfach anklicken und im Info-Bereich unter Item schauen. Alternativ wir es auch im Modifier-Fenster angezeigt. In der Objekt-Liste (gelb) finden wir den Kringel wieder, indem wir das Objekt mit dem Schraubenschlüssel anklicken.

      Im ersten Bild von Teil3 seht Ihr nochmal die Details des Boolean-Modifiers.
      Neben der Schaltfläche "Apply" gibt es eine Schaltfläche "Copy". Damit kann man den Modifier duplizieren. Beim Duplikat kommt idR eine Fehlermeldung, weil das Element jetzt zweimal in der Kette ist. Einfach in das Feld des zugeordneten Elements (Object) klicken und die nächste Düse auswählen.
      Habt Ihr dem Kringel alle 6 Düsen zugeordnet müsste im Drahtgittermodus bei Klick auf den Kringel der Kringel und alle Düsen farbig gezeichnet werden.
      Wenn das passt, können wir bei allen Modifiern das "Apply" drücken (damit verschwinden die Modifier aus der Liste).
      Ist die Liste leer, verschieben wir das neuerstellte Element auf einen anderen Layer. Dazu drücken wir "M" und klicken das erste Kästchen der unteren Reihe an.
      Im Layer 1 (in dem wir uns befinden, sollte sich nichts verändert haben.
      Das gleiche machen wir jetzt für den kleinen Kringel von Layer 2 mit allen Düsenausschnitten.
      Nicht vergessen, den Kringel mit Umschalttaste+D zu kopieren und diesem die Modifier zuordnen.
      Das neu erzeugte Element von Layer 2 wird in das zweite Kästchen der unteren Reihe verschoben.
      Wer die Düsengeschichte mit einem Druckschlitten verbinden und die Luft von oben zuführen will, kann dies mit den beiden Elementen aus der unteren Layer-Reihe machen.

      Wir machen weiter mit dem Lüfterkanal.
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      Django013
    • Du machst dir hier ja richtig Arbeit, bringst uns ja fast schon in Zugzwang das zu lernen....
      Lach - wer natürlich über die Firma (oder sonst wie) Zugriff auf ein ausgewachsenes CAD vom Stile eines Solidworks o.ä. hat, der braucht natürlich keinen blender.
      Aber für normale Hobbyanwender mit schmalem Budget gibt es nichts besseres :)
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      Django013
    • Filamentkühler - Teil5

      Kommen wir also zum Lüfterkanal. Diesmal für einen PLA-Lüfter der an einem bestehenden Druckkopf monitert wird.
      Die üblichen 30er Lüfter erinnern eher an Bohrer beim Zahnarzt - also nix, was ich freiwillig in meiner Nähe haben will.
      Deshalb nehme ich 60er Lüfter. Die können für den gleichen Luftdurchsatz langsamer drehen, sind also fast geräuschlos.

      Wechseln wir zuerst wieder zu Layer 1 (1 über den Buchstaben).
      Für einen 60er Lüfter erzeugen wir einen Zylinder (im blauen Bereich Reiter "Create" Cylinder drücken) Durchmesser 29 Depth 70
      ... um den nachher am Platz auch geschickt bearbeiten zu können, erzeugen wir gleich eine Referenz mit ALT+D und ESCAPE.
      Mit R Y 45 drehen wir den Zylinder in die richtige Richtung.

      Mit "G" aktivieren wir den Verschiebe-Modus.
      Wir möchten den Zylinder in X- und in Z-Richtung verschieben. Also schließen wir die Y-Achse von der Verschiebung aus, indem wir die Umschalttaste halten und Y drücken.
      Mit der Maus können wir den Zylinder so verschieben, dass er einigermaßen passt.

      Jetzt muss der Zylinder unten wieder abgeflacht werden. Ohne die Referenz würden wir uns schwer tun - mit ist es dagegen kein Problem.
      Wir wählen den senkrechten Zylinder aus, wechseln mit TAB in den Bearbeitungsmodus, lösen die bestehende Auswahl mit A und wählen die untere Kreisfläche aus. Entweder mit dem Mauszeiger auf der Umrisskante, ALT-Taste halten und linke Maustaste drücken, oder mit "B" einen Rahmen um die untere Kreisfläche aufziehen. Beim Aufziehen des Rahmens ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Drahtgitter-Darstellung aktiv ist. Sonst wird nur der sichtbare Teil des Umfanges ausgewählt.
      Mit "S" wird der Vergrößerungsmodus aktiviert und die Vergrößerung mit X auf die X-Achse begrenzt.
      Mit den Mausbewegungen können wir die untere Zylinderfläche so abflachen, dass sie zu dem Kringel passt.
      Wenn die erste Positionierung nicht exakt genug war, kann mit G Umschalttaste+Y der schräge Zylinder besser ausgerichtet werden.
      Wichtig ist: zur Positionierung muss der schräge Zylinder ausgewählt werden, zur Größenänderung der unteren Kreisfläche der senkrechte Zylinder.

      Das Ergebnis sollte ungefär so aussehen:


      Fehlen noch die überstehenden Seiten des Zylinders an den Kringel anzupassen.
      Dazu trixen wir wieder :)

      Wir wählen den senkrechten Zylinder aus, wechseln mit STRG+7 (vom Ziffernblock) in die Ansicht von unten und ziehen mit gedrücktem Mausrad die Ansicht in 3D-Darstellung. Wir sollten die untere Fläche des Zylinders bildfüllend vor uns haben.
      Wir aktivieren den Bearbeitungsmodus, stellen sicher, dass nichts ausgewählt ist und dass wir uns im massiven Darstellungsmodus befinden.
      Zusätzlich stellen wir sicher, dass wir uns im Linienmodus befinden. Bisher war das nicht von Belang, jetzt wird es wichtig.

      Die grüne Klammer mit dem M zeigt die möglichen Bearbeitunsmodi. Ganz links das steht für Knoten (Vertex), das mittlere Symbol steht für Linien (Edge) und das rechte steht für Flächen (Faces). Mit dem Knopf auf den der blaue Pfeil zeigt kann man einen Proportionalmodus aktivieren.
      Das bedeutet, die ausgewählten Elemente (Knoten, Kanten oder Flächen) nehmen nicht ausgewählte Elemente mit. Diese Option steht natürlich nur im Bearbeitungsmodus zur Verfügung.
      Wir klicken also im Bearbeitungsmodus auf den Knubbel und wählen "Connected" bei Proportional Editing aus.
      Dann ziehen wir über den schmalen Ecken der Elipse Auswahlrahmen mit "B" auf, sodass beide schmalen Kurven ausgewählt sind.

      Wir beenden den Bearbeitungsmodus, wählen den schrägen Zylinder aus und aktivieren wieder den Bearbeitungsmodus mit TAB.
      Mit G X aktivieren wir den Verschiebemodus.
      Mit dem Mausrad können wir einen Kreis vergrößern oder verkleinern. Dieser Kreis zeigt an, wieviele der nicht markierten Nachbarelementen bei der folgenden Aktion mit gezogen werden sollen.
      Ziel sollte sowas in der Richtung sein:

      Wer mag, kann nach dem gleichen Prinzip die Beulen noch ausmerzen ...
      Nach Fertigstellung unbedingt daran denken, den Proportionalmodus wieder ausschalten!
      Also im Bearbeitungsmodus auf den Knubbel (auf den der blaue Pfeil oben zeigt) drücken und diesmal "Disable" auswählen.

      Als nächstes wählen wir den senkrechten Zylinder (in der Mitte) aus und kopieren ihn mit Umschalttaste+D
      Anschließend verkleinern wir die Kopie mit S Umschalttaste+Z 0,9
      Wir wechseln in den Bearbeitungsmodus, wählen die obere Zylinderfläche aus und verschieben sie mit G Z 2 nach oben.
      Die Auswahl wird mit A aufgelöst und wäre wählen die untere Zylinderfläche (die jetzt mehrfach verformt ist) über den Rahmen "B" aus.
      Mit G Z -2 verschieben wir die untere Fläche nach unten.

      Die untere (stark verformte) Fläche kann man von Blender säubern lassen. Dabei im Bearibeitungsmodus die untere Fläche auswählen und dann im unteren Menü Mesh->Cleanup->Split Nonplanar-Faces auswählen. Das fügt einige Kanten ein, sodass die untere Fläche wieder OK ist.
      Anschließend noch ein Mesh->Normals->Reclaculate Outside ausführen. Das bewirkt, dass alle Flächen die gleiche Ausrichtung haben. Machen wir das nicht, könnte später der Slicer (Repetierhost oder Cura) anfangen zu meckern.

      Wir beenden den Bearbeitungsmodus und schauen uns das Ergebnis im massiven Darstellungsmodus an.
      Nicht schön! - der innere Zylinder kommt aus dem äußeren raus, das gibt eine defekte Wand. Also müssen die Grenzflächen des inneren Zylinders noch in der Größe angepasst werden.
      Die obere Grenzfläche ist einfach - die vergrößern wir derart, dass sich eine Wandstärke von ca. 1,5mm ergibt

      Die untere verkleinern wir nur in X-Richtung. Bis auch hier die Wandstärken wieder passen. Dazu ist die Ansicht von unten (STRG+7 auf dem Ziffernblock) hilfreich. Hier kann man auch wieder in die Details gehen und einzelne Linien verschieben, bis das ganze dem eigenen Geschmack entspricht.

      Jetzt müssen wir den inneren Zylinder noch an die richtige Position bringen. Bislang haben wir ja nur die Kopie im Zentrum.
      Dazu erzeugen wir uns eine neue Referenz mit ALT+D und ESCAPE.
      Wir führen ein G Z 10 aus, um die Referenz von dem Original unterscheiden zu können.

      Bleibt die Frage: wie bekommen wir das neue Element an die richtige Position?

      Dazu klicken wir den schrägen Zylinder an und führen aus dem unteren Menü Object->Snap->Cursor to Selected aus.
      Anschließend klicken wir auf unsere neueste Referenz und führen aus dem unteren Menü Object->Snap->Selection to Cursor aus.
      Fehlt nur noch der richtige Winkel.
      Dazu klicken wir im Info-Bereich (rot) im Fenster "Transform" im Abschnitt "Rotation" in das Feld Y und geben 45 ENTER ein.
      Jetzt passt es.
      Mit "M" und Mausklick in das zweite Kästchen der oberen Reihe verschieben wir das Element in den richtigen Layer.

      Soweit so gut.
      Meine Beiträge sind ausschließlich für das Forum "cnc-aus-holz.at" bestimmt! Ich untersage jegliches (auch teilweises) Kopieren, Weitergeben und Wiederveröffentlichen.

      Django013

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    • Filamentkühler - Teil6

      Wir nähern uns der finalen Phase :)

      Kommen wir jetzt zur Halteplatte für den Lüfter. Wie gesagt - wir nehmen einen 60er Lüfter.
      In der Zeichnung sind schon etliche Teile - deshalb fangen wir mit einem neuen Layer an.
      Mit 3 (über den Buchstaben) aktivieren wir Layer 3 und haben somit eine leere Zeichenfläche :)
      Mit 7 (Ziffernblock) aktivieren wir die Draufsicht.

      Dann müssen wir im Infoblock (rot) noch den globalen Cursor wieder nullen ...
      Dazu suchen wir den Bereich mit der Überschrift 3D Cursor und geben für X, Y und Z jeweils eine 0 ein.

      Damit können wir loslegen :)
      In der Werkzeugliste aktivieren wir den senkrechten Reiter "Create" und klicken auf Cube.
      Im unteren Bereich der blauen Zone können wir die Maße für die Lüfterbefestigung eingeben. Zumindest teilweise.
      Wir geben als Radius 30 ein - und da die Befestigungsplatte für den Lüfter kein Würfel sein soll, suchen wir im Infobereich (rot) den Bereich Transform und dort den Abschnitt Dimensions. Bei Z geben wir den Wert 4 ein.

      Anschließend wecheln wir in den Bearbeitungsmodus (TAB) und schalten die Darstellung in den Gittermodus um. Mit A können wir die bestehende Auswahl auflösen.
      Wir bewegen den Mauszeiger auf eine der horizontalen Linien und drücken STRG+R - das erzeugt eine neue Umfangslinie senkrecht zur Linie auf die der Mauszeiger zeigte. Mit dem Mausrad können wir einstellen, wieviele Umfangslinien wir haben wollen.
      Wir wollen 2 Umfangslinien haben.
      Also das Mausrad um eine Raste drehen, in die Zeichnung klicken und den Befehl mit ESCAPE beenden.

      Wir zoomen soweit, dass wir die Platte formatfüllend vor uns haben.
      Mit S X können wir die neuen Linien verschieben. Sie sollten bis auf 2mm an die Außenkanten gebracht werden.
      Anschließend bewegen wir den Mauszeiger auf die senkrechten Linien und wiederholen das Ganze:
      STRG-R erzeugt eine neue Umfangslinie (diesmal waagerecht). Mit dem Mausrad legen wir fest, dass wir davon 2 haben wollen.
      Mit S Y verschieben wir die Linien bis 2mm an die waagerechten Außenkanten.
      Danach drücken wir das Mausrad und erzeugen eine 3D-Ansicht, bei der wir alle Ecken gut sehen können:

      Überprüfen wir, ob der Linienmodus aktiv ist und wählen anschließend die senkrechten Kanten der 4 Ecken aus.
      Erste Eckenkante anklicken, danach Umschalttaste drücken und dann die weiteren Eckenkanten anklicken.

      Mit STRG-ENTF löschen wir die ausgewählten Linien und beenden mit TAB den Bearbeitungsmodus.
      Mit 7 (Ziffernblock) wechseln wir wieder in die Draufsicht.
      Die Löcher beim 60er Lüfter haben knapp 4mm Durchmesser, also nehmen wir 4mm glatt.

      Aus dem Werkzeugkasten (blauer Bereich) wählen wir unter "Create" das Werkzeug Cylinder aus.
      Bei den Details von "Add Cylinder" (unterer blauer Bereich) geben wir bei Vertices 16 ein, bei Radius 2 und bei Depth 20
      Damit haben wir eine "Bohrung" mitten in der Befestigungsplatte. Die wollen wir da aber garnicht haben, sondern an allen 4 Ecken.
      Also kopieren wir den Zylinder mit Umschalttaste+D gefolgt von ESCAPE und geben im Infobereich (rot) unter Transform im Abschnitt Location für X und Y jeweils 25 ein. Anschließend klicken wir wieder auf den Zylinder in der Mitte.
      Die nächste Kopie erzeugen wir auch wieder mit Umschalttaste+D gefolgt von ESCAPE und geben im Infobereich (rot) unter Transform im Abschnitt Location für X -25 und für Y 25 ein.
      Erneut klicken wir den Zylinder in der Mitte an, erzeugen eine neue Kopie mit Umschalttaste+D gefolgt von ESCAPE und geben im Infobereich (rot) unter Transform im Abschnitt Location für X -25 und für Y -25 ein.
      Jetzt brauchen wir keine Kopie mehr und können den Zylinder aus der Mitte verschieben.
      Dazu geben wir im Infobereich (rot) unter Transform im Abschnitt Location für X 25 und für Y -25 ein und haben jetzt alle 4 "Bohrungen" dort wo sie sein sollen.

      Wählen wir jetzt die Befestigungsplatte über Mausklick aus und klicken im Bereich Bearbeitungsdetails (grün) auf das Symbol mit dem Schraubenschlüssel. Wir fügen wieder ein Boolean hinzu, wählen als Operation Difference und wählen bei Object einen der Bohrungszylinder aus.
      Anschließend kopieren wir den Modifier mit der Copy-Schaltfläche.
      In der Kopie steht der gleiche Zylindername drin, wie im ersten Modifier. Wenn wir draufklicken, um einen anderen Zylinder auszuwählen, zeigt sich, dass die Liste schon recht unübersichtlich geworden ist.
      Da ist es doch richtig schick, dass man den Text auch im Eingabefeld bearbeiten kann und nicht die Einträge aus der Liste auswählen muss.
      Die Bohrungen sind bei mir die Namen: Cylinder.018, Cylinder.019, Cylinder.020, Cylinder.021
      Wenn man auf den Object-Namen klickt, um das Zeichnungselement zu wechseln, ist der gesamte Name markiert.
      Also muss man als erstes die ENDE-Taste drücken, um den Cursor ans Ende des Namens zu bekommen.
      Mit der Rücktaste (Backspace) kann die 8 von 018 gelöscht und durch eine 9 ersetzt werden. Mit Enter wird der Wert dann übernommen.
      Auf diese Weise kopieren wir den Modifier noch 2 mal, bis alle Bohrungen erfasst sind.

      In der massiven Darstellung können wir jetzt garnicht beurteilen, ob die Anwendung auch das gemacht hat, was wir wollten ...
      Also nehmen wir die Platte einfach mit ins Separee - einfach die Geteilt-Taste im Ziffernblock betätigen. Dort können wir die Platte von allen Seiten begutachten. Wenn wir zufrieden sind, verlassen wir das Separee wieder mit der Geteilttaste des Ziffernblockes und wenden alle 4 Modifier an - jeweils durch Klick auf die Schaltfläche "Apply".
      Jetzt können wir die vier Zylinder für die Bohrungen auswählen und löschen und anschließend die Befestigungsplatte in den Layer 1 verschieben, mit "M" und einem Mausklick auf das erste Kästchen in der ersten Reihe.
      Mit 1 über den Buchstaben wechseln wir in den Layer 1
      Wenn wir die Drahtgitterdarstellung einschalten und die Vorderansicht mit 1 auf dem Ziffernblock aktivieren, sehen wir die Befestigungsplatte zwischen allen anderen Elementen. Sie ist noch ausgewählt.
      Mit R Y 45 ENTER haben wir der Platte schon mal den richtigen Winkel verpasst. Zudem ist sie jetzt leichter auszuwählen.
      Mit G Umschalttaste+Y können wir die Platte an den gewünschten Ort verschieben.
      Die Platte sollte ungefär mit dem Zylinder abschließen, sodass der Zylinder durch die Platte durchgeht, aber nicht herausragt.

      Zur Kontrolle schalten wir Layer 1 und Layer 2 sichtbar: Umschalttaste gedrückt halten und das zweite Kästchen im schwarzen Bereich anklicken.
      Der kleinere Zylinder sollte noch aus der Platte rausschauen.
      OK? - Prima!

      Schauen wir uns die Geschichte nochmal aus der Vogelperspektive an - Draufsicht aktivieren mit 7 auf dem Ziffernblock.

      Die jetzige Anordnung ist noch suboptimal :(
      Die Luft, die der Lüfter in den Zylinder bläst drückt direkt aus dem ersten Loch. Die anderen Düsen haben kaum ne Chance, auch was von der Luft abzubekommen. Das können wir besser :)
      Also alle 6 Düsen auswählen und mit R Z 30 ENTER um 30° drehen.
      Schon besser - jetzt erreicht die Luft wenigstens 2 Düsen =O
      Damit das nachher auch mit dem Ausschneiden klappt, müssen wir die Düsen im zweiten Layer auch verdrehen.
      Also Layerwechsel mit 2 (über den Buchstaben) und auch dort alle 6 Düsen auswählen.
      R Z 30 ENTER führt auch hier zum gewünschten Ergebnis.
      Wer mag, kann das Ergebnis kontrollieren, indem er beide Layer sichtbar schaltet (siehe oben).
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      Django013
    • Einschub für Perfektionisten :)

      Bevor wir zur Hochzeit kommen, hier noch ein kleiner Einschub für die Perfektionisten.
      Alle anderen dürfen gleich zum nächsten Beitrag weiter springen :)

      Bei der Befestigungsplatte habe ich die Ecken einfach mit einer Fase versehen. Manche hätten lieber einen Radius statt eine Fase. Ein Radius ist deutlich komplexer herzustellen und am Ende zeigt sich, dass es den Aufwand eigentlich™ garnicht wert war.
      Wir erinnern uns - blender kann garkeine Radien. Warum also den Zinober?

      Es geht auch einfacher :)

      Dazu wählen wir die Befestigungsplatte aus und gehen mit ihr ins Separee (Geteilt-Taste im Ziffernblock).
      Damit wir uns später beim Verschieben leichter tun, drehen wir die Platte in die Waagerechte. Dazu im Infoblock im Bereich Transform Abschnitt Rotation bei Y 0 eingeben (dort stand 45 drin).

      Anschließend drehen wir die Platte in der 3D-Darstellung so, dass wir eine Ecke gut bearbeiten können.
      Wir aktivieren den Bearbeitungsmodus mit TAB und wählen die zwei abgeschrägten Kanten aus:

      Im blauen Bereich, senkrechter Reiter Tools gibt es eine Schaltfläche Subdivide. Die arbeite so ähnlich wie STRG-R auf der Kante, denn bei STRG-R werden in Wirklichkeit alle Kanten am Umfang geteilt und mit dem Mausrad gibt man die Anzahl der Teilungen an.
      Subdivide kann für einzelnen Linien, oder auch für mehrere Linien verwendet werden.
      Im unteren blauen Bereich kann bei Details zu "Subdivide" mit einigen Parametern rumgespielt werden.
      Der wichtigste Parameter ist "Number of Cuts".
      Für uns reicht einer - wer will, kann es auch mit 3 oder mehr probieren.

      Wenn wir die Linien sooft geteilt haben, wie wir wollten, wechseln wir den Bearbeitungsmodus auf Knoten (erstes Symbol der grünen Klammer "M" - s.o.) und aktivieren die Draufsicht. Mit Komma auf dem Ziffernblock bekommen wir die Auswahl formatfüllend angezeigt.
      Wir sollten die Gitterdarstellung aktiv haben.
      Wir lösen die Auswahl mit "A" auf und ziehen mit "B" einen Rahmen um die Knoten, die wir verschieben wollen.
      Den Knotenmodus hätten wir nicht gebraucht, er ist aber hilfreich, um senkrechte Linien in der Draufsicht zu erkennen (die Knoten werden als kleine Knubbel dargestellt. Eine senkrechte Linie besteht aus mindestens 2 Knoten - in der Draufsicht sehen wir aber nur einen.
      Klicken wir einen Knoten an, dann haben wir nur einen Punkt zum Verschieben. Wir wollen aber ganze Linien verschieben.
      Deshalb wählen wir jeden Knoten über Rahmen aus. Dabei ist zu beachten, dass man die Auswahl vorher mit "A" auflöst.

      Für uns gibt es nur eine senkrechte Linie zu verschieben - wer die Linien auf obigem Bild mehrfach geteilt hat, hat entsprechend mehrere Linien ...
      Mit G Umschalttaste+Z können wir die Linie beliebig in der Ebene zu verschieben, ohne befürchten zu müssen, dass die Punkte die Ebene verlassen können.

      Bei der Eckengröße und dem Filamentdurchmesser beim Ausdruck ist die Ecke schon fast rund :)
      ... und der Aufwand war fast vernachlässigbar.

      Ok, soviel dazu.
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      Django013
    • Filamentkühler - Teil7: die Hochzeit :)

      Kommen wir endlich zur Hochzeit.
      In Layer 1 haben wir alle Elemente, die die Außenhülle des Filamentkühlers darstellen, im Layer 2 fast alle Elemente, die den Hohlraum darstellen sollen.

      Wir müssen also aus allen (relevanten) Teilen des ersten Layers ein neues Zeichnungselement erzeugen und aus allen (relevanten) Teilen des zweiten Layers ein weiteres neues Zeichnungselement.
      Im Prinzip nichts neues, wo also fangen wir an?

      Die beiden Kringel bieten sich ja förmlich dafür an.

      Also zuerst Layer 1 - also 1 über den Buchstaben drücken und den Kringel auswählen.
      Bei den Werkzeugdetails (grün) wählen wir das Symbol mit dem Schraubenschlüssel und fügen einen Boolean-Modifier dem Kringel hinzu.
      Merken wir uns zuerst die Namen der Düsen, die wir im folgenden als Modifier-Objekte zuordnen wollen.
      Als Operation nehmen wir "Union" und wir kopieren den Modifier so oft, bis alle Düsen mit dem Kringel verbunden sind.
      Fehlen noch der verformte Zylinder und die Befestigungsplatte.
      Also Modifier kopieren, Zylinder auswählen - und - Mist, wo ist der Kringel hin?
      Das ist ein Problem, welches mit der Bibliothek zusammenhängt, die Blender verwendet. Fallen bei 2 Zeichnungselementen die mit einem Boolean-Modifier verbunden werden sollen zwei oder mehr Punkte zusammen, dann gibt es Rundungsfehler und die Bibliothek kommt nimmer damit klar.

      Und nu? - Alles ummesonst?

      Mit nichten :)
      ... und Neffen :P

      Wie war das mit Rom und Autobahnen?

      Wer natürlich nach dem Zufügen des verformten Zylinders den Kringel noch sieht, kann natürlich weiter machen und auch die Befestigungsplatte noch zufügen. Danach am Besten das neue Zeichnungselement im Separee überprüfen. Falls alles passt, alle Modifier anwenden. So würde Plan A aussehen.

      Wem es so geht wie mir, der braucht einen Plan B.
      Wir löschen also alle Modifier wieder.
      Anschließend wählen wir alle Zeichnungselemente aus, die wir verheiraten wollten: also den Kringel, die 6 Düsen, den verformten Zylinder und die Befestigungsplatte.
      Wir können im Separee auch nochmal einen prüfenden Blick drauf werfen - am besten von allen Seiten ...

      Wenn alles passt, dann wählen wir aus dem oberen Menü File->Export->STL und geben einen sprechenden Namen ein, z.B. rednose01.stl :)
      Wir suchen einen neuen freien Layer, z.B. den Layer 5 (Taste 5 über den Buchstaben drücken) und wählen dort aus dem oberen Menü File->Import->STL und wählen die vorher gespeicherte Datei aus.
      ... und voila :) - genau das, was wir erreichen wollten!

      Die Probleme bei Boolean-Modifiern treten gerne auf. Besonders wenn die Zeichnungselemente etwas komplexer werden. Ein Problemfall sind zwei Flächen in der gleichen Ebene. Wenn die Körper vereinigt werden sollen, ist es kein Problem - dann hilft der Export/Import weiter.
      Wenn eine Differenz oder eine gemeinsame Schnittmenge erzeugt werden soll, ist es nicht ganz so einfach. Oft hilft, wenn man einen Körper um ein paar Tausendstel verschiebt. Oft ist leider nicht immer.

      Einen weiteren Problempunkt sehen wir an den Teilen, die wir bereits verbunden und gesichert hatten.
      Wechseln wir dazu in den Layer 11 (ALT+1 über den Buchstaben), wählen das Zeichnungselement aus und starten den Bearbeitungsmodus mit TAB.
      Um sicher zu stellen, dass alle Elemente ausgewählt sind, lösen wir die Auswahl mit "A" und drücken erneut "A" - jetzt sind alle Element farbig gezeichnet.
      Aus dem Werkzeugkasten (blauer Bereich) wählen wir den senkrechten Reiter "Tools" und dort ganz unten bei den "Mesh Tools" drücken wir die Schaltfläche "Remove Doubles".
      Oben in der Menüleiste sagt uns Blender, wieviel Doubletten er gelöscht hat.
      Wir können den Bearbeitungsmodus beenden und machen das gleiche mit dem Ausschnitt-Teil im Layer 12 (ALT+2 über den Buchstaben).
      Dann gibt es noch ganz ausgefallene Fehlermöglichkeiten, auf die gehe ich aber in einem gesonderten Artikel ein.

      Kommen wir zur Hochzeit von Layer 2.
      Wer mag, kann es mit den Modifiern probieren, oder wir nehmen gleich den sicheren Weg über Export / Import.
      Egal wie, das neue Element schieben wir in Layer 15.

      Machen wir zur Kontrolle Layer 5 und Layer 15 sichtbar und schalten in die Drahtgitterdarstellung. Wenn das Zeichnungselement von Layer 15 (also der Teil zum Ausschneiden) ausgewählt ist, dann kann man gut die verbleibende Wandstärke abschätzen.

      Wenn es passt, wählen wir die äußere Hülle an (Zeichnungselement von Layer 5) und fügen einen Boolean-Modifier zu.
      Operation ist Difference und Object ist das Zeichnungselement von Layer 15.
      Auch hier können wir das Ergebnis im Separee überprüfen und wenn alles ok ist, auf "Apply" drücken.
      Das dauert jetzt etwas länger, die Modelle bestehen inzwischen aus etlichen Punkten ...

      Wenn das durch ist, aktivieren wir den Bearbeitungsmodus, wählen alles aus und führen "Remove Doubles" aus.
      Bei mir wurden dabei über 1000 Doubletten gelöscht.

      Sehr gut, jetzt haben wir den Filamentkühler schon fast fertig.

      Mit einem kleinen Zusatz können wir den Luftstrom noch verbessern - und zwar ziehen wir in den Zylinder eine Mittelwand ein und verschließen den Kringel auf der gegenüberliegenden Seite.
      Dazu erzeugen wir uns erstmal die Trennwand für den verschrobenen Zylinder:
      Werkzeugkasten senkrechter Reiter "Create" Schaltfläche Cube - diesmal lassen wir die Details und gehen gleich zu den Größenangaben im Infoblock (rot)
      Im Bereich Transform Abschnitt Dimensions: X=60, Y=2, Z=70
      Zur besseren Bearbeitung erzeugen wir uns wieder eine Referenz mit ALT+D und ESCAPE. Über R Y 45 kommt die Referenz gleich die richtige Ausrichtung und kann mit G Umschalttaste+Y an die richtige Stelle verschoben werden. Die Trennwand sollte nicht aus der Öffnung heraus ragen. Eher etwa unter dem Rand bleiben.
      Jetzt wählen wir das Rechteck in der Mitte an und gehen in den Bearbeitungsmodus (TAB).
      Evtl. bestehende Auswahl auflösen mit "A" und dann mit "B" einen Rahmen um die obere Grenzfläche ziehen, sodass die Kopfseite ausgewählt ist.
      Die muss etwas kleiner werden, da sie übersteht.
      Mit S X aktivieren wir den Vergrößerungsmodus, der auf die X-Achse eingeschränkt wurde.
      Mit waagerechten Mausbewegungen kann die Größe verändert werden. Sichtkontrolle erfolgt am Befestigungsflansch - am Besten in massiver Darstellung.
      Da von der Trennfläche im Bearbeitungsmodus die Kanten immer sichtbar sind, macht es Sinn, öfters den Bearbeitungsmodus zu verlassen um das Ergebnis genauer untersuchen zu können.
      Anschließend kommt die Grundfläche dran.
      Auswahl mit "A" auflösen und in der Vorderansicht (1 auf dem Ziffernblock) einen Rahmen um die Grundfläche ziehen, sodass die Grundfläche ausgewählt ist. Hierzu muss die Gitterdarstellung aktiv sein.
      Mit S X aktivieren wir den Vergrößerungsmodus, der auf die X-Achse eingeschränkt wurde.
      Mit waagerechten Mausbewegungen können wir die Breite der Grundfläche ändern.
      Sichtkontrolle erfolgt an der schrägen Trennwand im Zylinder. Auch hier muss zur besseren Kontrolle öfters der Bearbeitungsmodus verlassen werden. Ein Blick in den Lüftungsschacht in massiver Darstellung zeigt uns, dass die Trennwand nicht lang genug ist.
      Also geben wir im Bearbeitungsmodus ein G Z -5 ein.
      Erneute Kontrolle zeigt, jetzt passt zwar die Länge, aber wenn die Breite den Kanal ausfüllen soll, dann schauen zwei Ecken aus dem Kringel raus.

      OK - die Trennwand braucht also auch noch eine detailliertere Bearbeitung.

      Im Bearbeitungsmodus (wir versichern uns, dass der Linienmodus aktiv ist, wählen wir Vorder- und Rückkante der Grundfläche der Trennwand aus.
      Über den senkrechten Reiter "Tools" im Werkzeugkasten (blauer Bereich) wählen wir Subdivide aus den Meshtools aus.
      Im Detailbereich von Subdivide geben wir 2 in Number of Cuts ein.
      Anschließend wählen wir die äußeren schmalen Linien der Grundfläche aus.
      Mit G Z können wir die Ecken hochziehen und kontrollieren in der massiven Darstellung dass keine Ecken mehr überstehen.
      Ein Blick in den Lüftungsschacht sollte eine geschlossene Rundung am Boden des Kringels zeigen.

      OK - fehlt noch der gegenüberliegende Verschluss ...

      Wir erzeugen einen neuen Zylinder (senkrechter Reiter "Create" Schaltfläche Cylinder) mit Radius 7 und Depth 2
      Bei den Details zu Add Cylinder (unterer blauer Bereich) geben wir noch -40 für X bei Location ein und 90 bei X unter Rotation.

      In der Draufsicht (7 Ziffernblock) in Gitterdarstellung können wir uns von dem korrekten Sitz der Trennwand überzeugen und kommen damit zur finalen Hochzeit.

      Lüfter auswählen, Boolean-Modifier zufügen: Operation Union und die Trennwand als Object auswählen.
      Modifier kopieren und runde Trennwand auswählen.
      Mist - Kringel ist schon wieder wech ...
      Versuch den Durchmesser der Trennwand zu verkleinern bringt nix. Also Dicke auf 1,5mm ändern - Wunderbärchen - alles wieder da :)

      Kontrolle sieht auch gut aus, also beide Modifier mit Apply anwenden und Yippieh ...

      Über das obere Menü File->Export->STL können wir unseren neu erstellten Filamentkühler exportieren und haben so ein Modell für den Slicer (Repetierhost oder Cura). Wer mag, kann das Ergebnis noch in Meshlab anschauen und evtl. optimieren ...

      Isch habe fertsch :thumbsup:

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      Django013
    • django013 wrote:

      Jetzt geht's looos ...

      Zuerst mal sicherstellen, dass der blaue Bereich sichtbar ist. Wenn nicht, einfach die Taste "T" betätigen.
      Ganz links bei den senkrechten Reitern sollte "Create" aktiv sein.
      Hallo,

      ich wollte gerade das Tutorial durcharbeiten, scheitere aber schon gleich am Anfang ;( .
      Wo finde ich denn den Reiter "Create" um den Torus zu zeichnen?
      Ich nutze Blender v2.69 unter Linux.

      Albert
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Moin Albert,

      freut mich, dass Du einen Versuch wagen willst :)

      Schau mal in Einführung in Blender erstes Bild im ersten Beitrag - das ist das Bild der Anwendung, auf das ich mich bei den Bereichsangaben beziehe.
      Wenn Du dort den blauen Bereich "T" anschaust, sind ganz links senkrechte Tabs/Reiter und auf dem zweiten von oben steht "Create".

      2.69 ist aber schon ziemlich veraltet. Du kannst Dir die aktuelle (2.76?) von blender.org runter laden und einfach in /opt installieren. Dann änderst Du noch den Menüeintrag, damit immer die neue Version von blender gestartet wird ...
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      Django013
    https://www.daswetter.com/