Und noch eine Frieda...

    • Und noch eine Frieda...

      Hallo alle miteinander,

      für alle die mich nicht kennen möchte ich mich eben vorstellen. Mein Name ist Uli und bin in Hamm, NRW wohnhaft.
      Ich verfolge dieses Forum schon seit einiger Zeit, mal mehr mal weniger, aber immer mit großem Interesse.
      Vor ein paar Tagen hatte ich mal wieder Kontakt mit dem Aloys und der hat mich auf die Frieda aufmerksam gemacht.
      Nach einigen Überlegungen und ein paar netten E-Mails stand der Entschluß fest, ich möchte eine Frieda bauen, da die Frieda genau das ist, was ich
      für die heimische Keller-Werkstatt noch als Ergänzung gebrauchen kann.

      Wenn Interesse besteht, würde ich euch gerne an diesem Abenteuer teilhaben lassen, wäre ja nicht die erste Frieda und es würde mich auch nicht wundern wenn es
      heißt:" Ach nö... nicht schon wieder...."

      Des weiteren würde ich mich sehr über eure Unterstützung freuen, da der Fräsenselbstbau ja doch schon eine anspruchsvolle Sache ist und sich eine Menge Fragen auf tun werden.

      Der derzeitige Stand der Dinge ist im Moment, das die ersten Teile geordert sind und ein passendes Untergestell für die Frieda angefertigt wurde!
      Bei Interesse poste ich auch mal Bilder vom Untergestell.

      Bis dahin erstmal und Gruß aus Hamm,

      Uli
    • Hallo Uli,

      erst einmal ein herzliches Hallo bei uns verrückten :D .
      Aber wo von rede ich :P . Alois hat mal erzählt von dir, hast du nicht auch einen Laser/ Plasma?

      Ja bin schon gespannt auf die ersten Bilder :thumbup: . Hast ein Alu oder Holz Untergestell?
      *Freu*
      Bei Fragen einfach schreiben sind ja genug Leute die mit Rat und Tat zur Seite stehen.

      PS: Hab deinen Baubericht ins Thema Frieda geschoben.
      LG Alex
      cnc-aus-holz im Facebook // Mein Youtube Kanal
    • Hallo Alex,

      vielen Dank für das herzliche Willkommen und fürs verschieben, ich bin da noch nicht so fit im Forum!

      Kurz vor weg, mit dem Alois habe ich immer mal zwischendurch sporadischen Kontakt, macht auch immer wieder Spaß sich mit ihm auszutauschen!
      Ich habe mir mal einen kleinen Laser (1W) gebastelt, das war mein erstes eigenes CNC-Projekt, vor ca. 3 Jahren gab es ja noch keine Fertig-Lösungen aus China oder ähnlich.
      Zu der Zeit stand der "Mr. Beam" gerade in den Startlöchern....
      Ansonsten habe ich noch einen "China-Kracher", sprich Fräse, mit Bearbeitungsfläche 2,5x1,5m und 5,5 HSD-Spindel. Deswegen hätte ich ganz gerne eine kleine Fräse hier in der Keller-Werkstatt.

      Zu dem Tisch werde ich morgen mal die Bilder hochladen.

      Gefertigt ist der Tisch aus Stahl-Vierkantrohr mit 5mm Wandung, Die aufrechten "Beine" aus 80x80, alle Verbindungen und Streben aus 100x50.
      Die TIschplatte ist aus 30mm Siebdruck, mit einer Ausparrung in der Mitte, um auch eventuell mal durchspannen zu können. Das ganze Konstrukt steht auf Maschinenfüße die einstellbar sind,
      um das ganze in Waage zu bekommen.
      Das Material wurde gewählt weil es noch da war, das war eigentlich für ein anderes Projekt aus dem leider nichts geworden ist.
      Nachdem der Alois mich auf die Frieda aufmerksam gemacht hatte, habe ich meine Anforderungen an eine Fräse für mich neu überdacht und glaube mit der Frieda eine gute Wahl getroffen zu haben.

      Gruß Uli
    • Hallo an alle interesssierten,

      jetzt möchte ich mal versuchen die ersten Bilder hoch zu laden ....

      Es geht los mit dem genauen ablängen und winklig fräsen des Rohr-Materials.


      Weiter geht es mit ausrichten und heften der Seitenteile.


      Danach habe ich die Seitenteile aufgerichtet, ausgerichtet und mittels der kurzen Streben verbunden.


      Vor dem endgültigen verschweißen noch mal alle Heftstellen ausgeschliffen, um auch saubere Nähte hin zu bekommen und dann alles verbraten.


      Ich hatte am 23.12 noch das Glück, das mir ein guter Freund einen kurzfristigen Termin in eine Strahlkabine vermitteln konnte.
      Also nach dem verputzen der Schweißnähte das ganze Konstrukt aufgeladen und ab zum Strahlen.
      Das Ergebnis war nicht so doll, da der Betrieb hauptsächlich schweren Stahlbau macht und nur mit groben Stahlkugeln strahlt.
      Na ja, es war sehr günstig und die Farbe hält ja auch besser :-).


      Wieder an der heimischen Werkstatt angekommen, hieß es alleine abladen, was schon ein kleiner Kampf war, das Teil wiegt nackig schon 112 Kg ;( .
      Der örtliche Zugang zur Kellerwerkstatt ist auch nicht ganz einfach, da ich mit dem Tisch eine Treppe hinunter muss. Angedacht war es den Tisch einfach auf Kanthölzern die Treppe
      runter rutschen zu lassen... aber durch die rauhe Oberfläche rutschte da garnichts...


      Na ja, kurz darauf hatte ich die 112 Kg dann doch an ihrem Bestimmungsort stehen und dann hieß es erstmal Farbe anrühren :) .
      Der Tisch wurde grundiert und zweimal mit Lack gerollt. Aufgrund der rauhen Oberfläche ist das Ergebnis nicht wirklich befriedigend, erfüllt den Zweck des Korosionsschutzes aber wohl allemal.


      Zwischenzeitlich, am ersten Weihnachtstag, durfte ich mich ein paar Stunden in die andere Werkstatt verpiseln und habe die dazu gehörige Tischplatte aus 30mm Siebdruckplatte gefräßt.
      Die Ausparrung in der Mitte soll mal ein eventuelles durchspannen von größeren Werkstücken,sowie eine Stirnseitenbearbeitung ermöglichen, und eine Bearbeitung größerer Rundstücke auf der vierten Achse erlauben.
      Diesem Zweck dienen auch die Langlöcher und die 14mm Nuten. Mittels einer Flanschplatte, die Unterhalb der Tischstreben verschraubt wird, soll die Drehachse und gegebenenfalls der Reitstock mit langen
      Schrauben befestigt werden. Die Nuten sollen eine Ausrichtung der Aufbaukomponenten erleichtern. Das alles setzt natürlich voraus, das die Frieda auch auf der Platte ausgerichtet fixiert wird.


      Jetzt freue ich mich auf eure Meinungen und verbleibe erstmal mit freundlichem Gruß

      Uli
    • Hallo Fadi,

      Lach, das hat sich halt so ergeben mit dem schweren Aufbau... Material war ja vorhanden.
      Panzerteile will ich natürlich nicht herstellen, ich denke mehr an Holz, Kunststoff und eventuell mal Alu-Teile. Zudem werde ich meinen vorhandenen Gravier-Laser mit der Frieda ersetzen, indem ich den eigentlichen Laser
      mit in die Z-Achse integriere. Das schafft mir wieder ein wenig Platzt in der Werkstatt (wovon ich ohnehin zu wenig habe :( ) wenn der Laser-Aufbau da rausfliegt. Der steht zu 99% nur rum und nimmt halt Platz weg.
      Das der Unterbau schwer genug ist, ist mir aber auch wichtig, ich möchte die Frieda ja auf dem Tisch fixieren und will nicht Gefahr laufen das alles zusammen durch die Gegend "ruckelt".

      Da es ja eine Frieda werden soll, bleibe ich natürlich bei der bewährten Konstruktion aus Alu.
      Ich habe beruflich nur mit schweren Maschinen unter rauhen Betriebsbedingungen zu tun, da wird das arbeiten mit den formtreuen, sauberen Alu-Profien ein schöner Ausgleich zu der sonstigen
      "Drecksarbeit" für mich werden, worauf ich mich auch schon sehr freue!

      Ich sehe das ganze Projekt auch als Erfahrungswert an, dessen "Erleuchtungen" vielleicht mal in ein späteres Stahl-Projekt einfließen, das ist aber alles noch "Spinnerei"!
      Es ist ja auch um einiges aufwendiger so ein Projekt in Stahl durch zu führen, und da würde ich mich selbst wohl an einer sinnvollen Planung übernehmen.
      Praktisch würde ich mir da keine Angst vor machen, wäre ja im Prinzip eine Schweißkonstruktion die Spannungsarm geglüht wird und danach in einer Spannung an verschiedenen Stellen
      spanabhebend bearbeitet wird... die Möglichkeit hätte ich hier alle. Wenn ich mir aber die ganzen theoretischen Grundlagen und Berchnungen allein hier im Forum schon so ansehe, dann ist mir das im Moment zu viel.
      Zudem habe ich noch erhebliche Defizite im CAD-Bereich, an den ich erstmal noch Arbeiten muss. Im Moment zeichne ich alles in drei Ansichten, so wie ich das mal gelernt habe. Ist in der Werkstatt ja auch sinniger, da
      habe ich lieber eine ordentliche Skizze/Zeichnung an der Maschine als ein 3D-Modell am Laptop.
      So etwas wie die Frieda komplett in Stahl zu bauen ist sicherlich möglich, aber den "Mehrwert" stelle ich für mich erstmal in Frage. Trotz der Stahlbauweise würde die Maschine wohl nicht wirklich Leistungfähiger.

      Gruß Uli