Fräsarbeiten mit Epoxy

  • Selbst wenn Du nur ein kopiertes Modell an den 3D Druck-Betrieb weitergibst kannst Du nicht mehr nachvollziehen was damit geschieht.


    Das hält mich schon seit Jahren ab eine super Idee zu verwirklichen.. Hmm


    Muss da mal endlich Klarheit schaffen.

    Inhaber von Schutzrechten recherchieren ständig nach Verstößen, teilweise durch professionelle Rechercheure. Die verkaufen die entdeckten Verstöße gerne mal. So schützt sich das System selbst.

    Wie wahr..

  • Das hält mich schon seit Jahren ab eine super Idee zu verwirklichen.. Hmm

    Unkritische 3D Druck Aufträge gebe ich an i.materialise.com. Der gesamte Prozess läuft dort automatisch ab. Ein Mensch kann nicht mehr in den Prozess eingreifen, nachdem er gestartet wurde. Das habe ich erlebt als beim Upload aus C4D das Modell gespiegelt wurde. Ich habe es sofort nach dem Abschicken des Bestellvorgangs gemerkt, aber der Job konnte nicht mehr gestoppt werden. Dafür ist die Qualität bei denen sehr gut und absolut preiswert. Die Modelle kann allerdings sogar die Telefonhotline sehen, das habe ich bei den vielen Telefonaten mitbekommen.


    Für kritische Aufgaben beauftrage ich die Materialise GmbH in 82205 Gilching oder in 28359 Bremen. Das ist die deutsche Niederlassung von i.materiealise, allerdings spricht man dort noch mit echten Menschen, die auch Ahnung von der Materie haben. Bei Aufträgen an diese Firma ist die Weitergabe von Daten vertraglich ausgeschlossen. Die Technik die benutzt wird ist die Gleiche wie bei i.materialise, allerdings werden die Daten dann innerbetrieblich auf die Drucker geschickt und niemand hat Zugriff. Man kann bei den deutschen Niederlassungen auch Kontrollen des Objekts und andere Dienstleistungen ordern, was bei aufwändigen Arbeiten interessant ist.

    Man bezahlt halt dafür das hier der Prozess nicht automatisch ausgeführt wird, hat aber die Sicherheit das Betriebsgeheimnisse auch eben das bleiben.

    Hier steht man dann in der Reihe mit der Industrie.


    Der Vorteil dieses Firmenaufbaus ist das man über den automatischen Weg bei i.materialise.com sehr günstig die ganzen professionellen Drucktechniken in bester technischer Qualität nutzen kann und zwar in der gleichen Qualität wie es die großen Firmen bekommen. Man muss halt lernen was für die jeweilige Drucktechnik wichtig ist damit hinten auch automatisch gutes rauskommt. Ich hatte noch nie eine Reklamation und bis auf meinen eigenen Fehler noch nie Ausschuß. Weshalb STL aus C4D nach dem Upload gespiegelt sind habe ich nie herausgefunden. Bei anderen Programmen geschieht das nicht. So etwas muss man lernen und drauf achten.

    Bei i.materialise.com bekomme ich meine Modelle so billig das mein eigener 3D Drucker fast nur noch rumsteht und vielleicht mal schnell irgendwelche Clips für die Befestigung meiner Tomaten oder Gurken druckt. Und bei den Teilen von i.materialise.com brauche ich absolut nichts mehr nachbearbeiten.


    grüße

  • Reines Epoxydharz als als Tonarm ist bestimmt nicht der Weißheit letzter Schluss

    Das Dingens wird brüchig sein und Vibrationen sind bestimmt auch ein Thema.

    Div Gedanken

    a

    Wenn Du dern Arm in 2 Hälften im CAD zeichnen und fräsen kannst ist bestimmt auch ein der guter und recht einfacher Weg.

    ( ggfls mit Passstellen zeichen )

    b

    Die beiden Hälften nach dem Fräsen mit Epoxy verleimen ist kein Ding.

    c

    Die Rohlinge aus Faserverbundstoff fräsen

    d

    Eine Negativformmit in Übergröße bauen und Kohlefaser oder Glasfasermatte vorlaminieren, danach auf genaues Mass fräsen und verleimen


    So würde ich das machen Gruß

    Erhard

  • Reines Epoxydharz als als Tonarm ist bestimmt nicht der Weißheit letzter Schluss

    Das Dingens wird brüchig sein und Vibrationen sind bestimmt auch ein Thema.

    Sollte kein reines Harz sein, sondern das Harz nur als Bindemittel dienen. Es wäre eine Mischung aus Harz, Kohlfasern, Alupulver und Graphitpulver.


    Wenn Du dern Arm in 2 Hälften im CAD zeichnen und fräsen kannst ist bestimmt auch ein der guter und recht einfacher Weg.

    ( ggfls mit Passstellen zeichen )

    Habe gesehen, das die das mit Ihrem neuen Tonarm SME VS auch so machen. Die gießen das nicht mehr. Die Frage ist ob sich das noch lohnt, nach dem wirklich interessanten Bericht von Ralf bezüglich in Metall anfertigen lassen?!?

    Ok Titan wäre mir eindeutig zu teuer, aber die Firma fertigt auch in Aluminium wie ich gesehen habe. :)


    Die Frage ist ob sich dann der Aufwand das selbst zu gießen, formen zu erstellen, Harz und die weiteren Materialien kaufen, dann überhaupt noch lohnt. Denn das Harz kostet ja alleine schon 30 Euro und mehr und dann die Kosten für die weiteren Inhaltsstoffe. Ich denke das Lohnt dann nicht mehr ?!?! :/


    Die einzelnen Schutzmöglichkeiten nach außen (Patente, Geschmacksmuster, Markenschutz) haben wenig mit dem Urheberrecht zu tun.

    Mal eben eine halbe Stunde lesen bringt Dich da nicht auf den richtigen Weg


    Ob und wie Du für den Tonarmm ausschließlich eigenen Gebrauch das Teil nachbauen darfst würde ich daher mit einem Rechtsanwalt besprechen. Das Eis ist sehr dünn.

    Nein das Eis ist sogar sehr Dick, zumindest beim Urheberrecht !

    Und genau das habe ich gemacht. Unsere Rechtsschutzversicherung hat für Beratungsgespräche etliche Fachanwaltskanzleien für verschiedenen Bereiche unter Vertrag, wurde zu einer weiter geleitet und die haben mich dann aufgeklärt.


    Also das Urheberrecht greift bei solchen Sache so gut wie garnicht !

    Laut dem Anwalt fallen bei technischen Designs 85% (im Internet ließt man sogar was von 90% und mehr) nicht unter dem Schutz des Urheberrechts da denen der Künstlerische und Schöpferrische Akt fehlt, denn es handelt sich fast immer nur von den technischen Gegebenheiten vorgezeichneter Weg eines Designs womit der große Schöpferische Akt nur im geringen Mengen vorhanden ist was für das Urheberrecht aber nicht ausreichend ist.


    Das Urheberrecht ist eigentlich ein Schutz für Künstler und deren produktive Erzeugnisse in Bild, Ton, Text und sogar das Programmieren fällt darunter.


    Bei dem Tonarm würde es NICHT im gringsten greifen, da die Technik und das darauß resuliteren Design bis auf ein paar Kleinigkeiten, im Aussehen, Form und Funktion schon seit 60-70 Jahre (und wer weiß wie lange schon wirklich) unter Patentschutz lief und auch abgelaufen ist.


    Was greifen würde wäre, wie ich schon schrieb nur das Markenrecht, Geschmacksmuster und die technischen Bauweiße als Patent.


    Doch das ist alles für Privatleute, die sich solche Teile Bauen wollen für sich und Bekannte, ohne kommerziellen Hintergrund irrelevant.


    Vorallem weil der Arm nie als SME bezeichnet wird, das Design nicht gleich ist und der technische Aufbau auch nicht dem Original gleicht. Und selbst wenn, das benutzen von Kleinstlagern in Tonarmen kenne ich selbst schon seit 45 Jahren und ist seit Urzeiten stand der Technik.


    Rechtlich gesehen ,für mich Privat, spricht nichts dagegen das Teil selbst 1:1 nach zu bauen, laut Anwalt. Nur brauch ich das ja eigentlich nicht, denn ich habe den original Tonarm ja. ;)


    Und das was ich designen und bauen will, entspricht nicht dem Original, wäre somit aber auch egal.


    Somit dürfte das Thema Urheberrecht und Patente damit erledigt sein.


    Trotzdem vielen Danke für die Infos über die Firma die sowas in 3D Druck macht.


    Da meinen eigenen Tonarm noch nicht fertig habe, hast du vielleicht mal ein paar kleine Beispiele an Objekte die du dort drucken lassen hast und was die gekosten haben, so wegen dem Größe zum Preis Verhältnis ?


    Und nein ich will da kein Design klauen. ;)

    Gruss


    Dirk

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    Weisheit des Lebens : Es gibt keine dumme Fragen, nur Menschen die dumm Antworten !

  • hast du vielleicht mal ein paar kleine Beispiele an Objekte die du dort drucken lassen hast und was die gekosten haben

    Hier mal etwas mit vielen sehr vielen Details und einem für den 3D Druck komplizierten Aufbau. Druck aus Polyamide (SLS) in weiß. Höhe der Figuren ca 130mm. Druckpreis 14,80€ / Stück bei 20 Stck (2019). Fertigungszeit 14 Tage.

    Die Drucke kamen nach dem Druck in in kleinen Käfigen als Schutz an. Die Objekte hatten an der Unterseite minimalen Kontakt zum Käfig damit sie nicht rumrappeln. In dieser Art lasse ich ca 10 Jobs im Jahr bei imaterialise fertigen. Bei diesem Job ist der Umhang extrem schwierig wegen der Nähe zum Körper und naürlich die Details, wie z.B. die Finger, aber alles paletti.

    Es ist kein Problem die Objekte aus dem Käfig zu trennen.


    Die Figuren habe ich ohne weitere Bearbeitung, wie schleifen, etc., bemalt und ihnen ein leuchtendes Laserschwert (in PMMA gegossen) in die Hand gegeben. Der Kopf stellt den ehemaligen Geschäftsführer einer Firma aus Süddeutschland dar, die hochwertige Laser herstellen. Solche Acryl-Objekte werden nach Firmenverkäufen hergestellt.

    Das Foto des fertigen Teils ist nur ein Arbeitsfoto (Papierschnippsel im Hintergrund und verpixelter Druck) . Der rechte Arm fehlt nicht, ist nur bei dieser Perspektive kaum sichtbar. Ich muß da mal noch Fotos machen.


    Eine Rechtliche Anmerkung: Alle Rechte der Fotos liegen bei mir. Ich verbiete das Kopieren aus dieser Seite oder Hotlinks auf diese Fotos. Die Fotos enthalten steganografischen Copyright-Code, inkl. Datum und Veröffentlichungsort. Sollten die Fotos irgendwo im Netz auftauchen mache ich Ärger und veröffentliche hier nie mehr etwas.


    grüße

    ralfg

  • Das Foto des fertigen Teils ist nur ein Arbeitsfoto (Papierschnippsel im Hintergrund und verpixelter Druck) . Der rechte Arm fehlt nicht, ist nur bei dieser Perspektive kaum sichtbar. Ich muß da mal noch Fotos machen.

    Danke für die Info. Ich dachte echt immer, sowas fertigen zu lassen wäre teurer.


    Die Figur sieht echt genial aus ! :thumbup:


    Und mit dem Arm hast du recht, es siehst fast so aus als wäre es Luke Skywalker, dem man nicht nur die Hand angeschnitten hat, sondern den ganzen Arm. ;)

    Gruss


    Dirk

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