Welche Spindel für meine neue CNC

  • Hallo Liebes Forum,

    ich bau mir ja eine neue CNC und muss mich grade für eine neue Spindel entscheiden, ich hatte bei meiner alten CNC eine 1,5kw China Spindel, allerdings wollte ich nun etwas mehr dampf haben.


    Ich bin im Moment angetanen von dieser 3,5kw Spindel und 4,0kw Frequenzumrichter von Aliexpress.

    Spindel ( https://de.aliexpress.com/item…t.0.0.64c73c00zjBIsM&mp=1 )

    Frequenzumrichter ( https://de.aliexpress.com/item…t.0.0.124f3c00am68CM&mp=1 )


    Auf Aliexpress steht zwar 4,0kw aber wenn man beim Bild reinzoomt steht auf dem ,,Datenblatt`` 3,5kw, also gehe ich davon aus das das auch eine 3,5kw spindel ist, das finde ich aber auch ok.


    Was haltet Ihr erstmal von der Kombi Spindel und Frequenzumrichter?


    Ich habe eine Frage bzw ein eigenes Bedenken und zwar: Die Spindel dreht nur bis 18000rpm, meine alte 1,5kw Spindel hat bis 24000rpm gedreht? Ist das jetzt schlimm oder macht das überhaupt keinen Unterschied? Ich fräse vorallem Holz, Alu und Plexiglas.


    Ich muss allerdings der Preis von beidem zusammen (250Euro) begeistert mich ein bisschen.


    Sag mal bitte eure Meinungen/ Idee/ Bedenken usw:)


    Mfg

    Noah aus Berlin

  • Hallo Noah,


    was viele dabei nicht bedenken ist, das die mit FUs und den entsprechenden Spindel mit der Leistung so langsam die Leistungsgrenze der entsprechenden Leistungsabsicherung und Steckdose im Haus erreicht haben oder sogar überschreiten.


    Wenn du nicht gerade einen Kellerwerkstatt hast, wo du extra Steckdosen hast die alleine passend abgesichert sind, also ohne das andere weitere Steckdosen mit Verbrauchern dran hängen, wirste wohl schlechte Karten haben können.


    Denn mit 3.5KW FU und einer Spindel die bei maximaler Last die Leistung auch zieht (ok machen die meisten nicht ;) ) fliegt Dir, wenn du pech hast, der Sicherungsautomat raus bevor die Schrittmotoren so richtig in fahrt kommen und der Fräser sich mal richtig tief ins Material reinschneidet. =O


    Die Maximale Leistung bei 16 Ampere Automaten ist 240V * 16A = ca. 3.8KVA, je nachdem wie die Netzspannungsschwankung ist, die zwischen 230-240V liegt.


    Und mehr als 16A Automaten sind ohne Genehmigung des zuständigen Energieversorgers nicht erlaubt. Den man könnte ja auch mal eben für die Werkstatt C20 Ampere Automaten in den Verteilerschrank packen und 2.5qm Leitung legen. Dann hätte man solche Probleme nicht. Ist aber halt nicht erlaubt.


    Denn die kenne ich leider selbst zu genügen und habe gerade erst Zwei solch problemematische Maschinen gehabt die unsere B16 Ampere Automat haben rausfliegen lassen, weil da auch noch andere kleine Verbraucher dran waren. Einmal eine Tischkreissäge (obwohl nur 2KW) mit zuviel Anlaufstrom und einmal ein Schweißgerät mit dem gleichem Problem. Weshalb wir jetzt extra Leitungen gelegt haben mit C16 Ampere Automaten (B = Schnell auslösend, C = Träge auslösend).


    Weiterhin sind eigentlich normale Schukosteckdosen, auch die Feuchtraumdosen, zwar für 16A getestet, aber nicht für Dauerlasten bis an die Leistungsgrenze. Google mal nach, findest du schön verschmorte Bilder von Steckdosen. Normale Schukosteckdosen (Unterputz / Feuchtraum auf Putz) werden 1 Stunde auf maximaler Last getestet und weden dabei schon sehr heiß. Für Dauerlasten sind dann die Blauen Industriesteckdosen oder besser noch CEE Steckdosen besser geeignet.

    Deshalb würde ich dir empfehlen, vorher mal deinen Automatenauslastung zu Prüfen, ob du da einen FU mit der Leistung überhaupt verwenden kannst. Oder nötigenfalls einen Elektriker fragen was man machen könnte. :)


    Denn bei vielen gehts normal nicht so einfach, wenn da noch andere Verbraucher mit an dem Automaten hängen.


    Gruß


    Dirk

    Weisheit des Lebens : Es gibt keine dumme Fragen, nur Menschen die dumm Antworten !

  • Morgen Noah!


    Du schreibst das Du vorwiegend Holz, Alu und Plexiglas fräsen möchtest. Ich finde da ist diese Spindel doch " Overpowered "


    Das Gewicht dieser Spindel wird mit 8,7 Kg brutto angegeben - also alles andere als ein Leichtgewicht! Ist Dein Portalbalken auch dafür ausgelegt?


    meine persönliche Meinung: eine 2,2 Kw Spindel reicht allemal!

    lg
    Harry



    CNC Eigenbau - JMC Closed Loop 3Nm - Estlcam V11. - Mafell FM 1000

  • Wie von Dirk ausführlich erklärt macht die Leistungsklasse an 220V wenig Sinn. An 3 Phasen ists kein Problem. Aber an einer haut es nur dauernd die Sicherung raus.


    Ich habe ne 2.2kw und habe die bisher nur beim Bohren in alu zum stehen bekommen. (ok der dicke Planfräser wurde es bei entsprechender Zustellung auch schaffen, aber bei allem bis 8mm hat die Leistung genug). Habe allerdings auch nen fu mit vektor Regelung davor.


    Was machst du mit deiner 1.5kw das die dir zu wenig Leistung hat?

    Grüße,
    Klaus


    Fusion CAD -> Fusion CAM -> Planet CNC TNGV2 -> KMS DIY CNC -> fertig

  • Und mehr als 16A Automaten sind ohne Genehmigung des zuständigen Energieversorgers nicht erlaubt. Den man könnte ja auch mal eben für die Werkstatt C20 Ampere Automaten in den Verteilerschrank packen und 2.5qm Leitung legen. Dann hätte man solche Probleme nicht. Ist aber halt nicht erlaubt.


    Interessante Aussage, schnelle Recherche konnte mir das nicht bestätigen. Mit welcher Begründung sollte das der Fall sein? C20 hat ja in dem Sinne keien Auswirkung auf das Netz, sondern eher auf die Leitung und die ist meines Erachtens nach hinter dem Hausanschlusskasten und Zähler und damit Problem des Besitzenden. Das würde ich gerne verstehen.

    (ACHTUNG: Laienfrage auf Verständnis)


    Zu den Ausführungen der anderen: Totale Zustimmung. Was machst du mit der Fräse, dass 2.2kW nicht ausreichen und was hast du als Konstruktion vor, dass du 4kW ausfahren willst (bei Holz dürfte das äquivalent zu sehr hohen Vorschüben sein), um Stahl wird es bei den Spindeln nicht gehen (bei den Schnellläufern hilft auch das Mehr an Leistung nicht) und in Alu wird auch die Maschinensteifigkeit der limitierende Faktor sein.

  • Die Nachteile der verlinkten Spindel sind:

    1) nur ER20

    2) nur 18000 rpm


    Wenn du dir schon so ein dickes Ding kaufst, würde ich unbedingt ER32 nehmen (dann hast du auch eine wesentlich dickere Spindelwelle und mehr Steifigkeit) und auf 24000 rpm achten. Beides zusammen macht die Spindel dann aber leider deutlich teurer, weil die dicke Spindelwelle große Lager hat, die dann nicht mehr unbedingt 24000 rpm haben dürfen, wenn es nur billige sind.


    Zur Frage, ob man die Leistung braucht: Nein, die Leistung braucht man nie. Aber ich hasse es, mit dem Drehmoment grenzwertig zu sein und mir beim Blockieren den Fräser abzubrechen und das Werkstück zu versauen. Und die erhöhte Steifigkeit der dicken Spindelwelle im Vergleich zu einer Spindel mit ER20 ist deutlich spürbar (wesentlich mehr Fräsparameter funktionieren ohne Kreischen). Ich spreche hier aber von Fräsern 8-16mm in Alu, für die kleinen Fräser gebe ich euch recht, dass es nicht nötig ist aufzurüsten.

  • Hallo unwissender Noah,

    ich fräse praktisch nur PMMA und Aluminium. Ich verwende seit mehr als 10 Jahren nur den 2.2kw wassergekühlten Reishäcksler.

    Der wird nicht geschont. Am FU kann ich ablesen was gerade an Leistung verwendet wird.


    Der Fräser der die größte Leistung benötigt ist ein 3" Schalenfräser (76mm), 2-schneider mit 1/2" Schaft (12mm). Mit dem tauche ich spiralförmig 12mm tief in 15mm PMMA GS ein und fräse dann eine runde Mulde in einem durch, ohne Tiefenzustellungen. Die angezeigte Leistung liegt bei maximal 1.7Kw. Die 2.2kw Spindel kommt damit über Jahre im täglichen Einsatz gut klar. Gerade laufen wieder 50 dieser Mulden. Damit läuft die Fräse zwei Tage unter hoher Last. Die Grenze der 2.2kw Spindel habe ich noch nicht gefunden. Auch mit einer Spindel mit höherer Leistung werde ich nicht schneller. Die Geschwindigkeit wird durch die Spanabfuhr dieses Monsterfräsers begrenzt.


    Drehzahlen: 18000 1/min ist bei mir so etwas wie eine Standarddrehzahl. Ab 3mm Fräser verwende ich diese Drehzahl in PMMA eigentlich vorwiegend. Bei größeren Durchmessern gehe ich mit der Drehzahl runter. Drehfrequenzen über 18000 1/min brauche ich für dünne Fräser. So fräse ich regelmäßig Fronten für Elektronikgehäuse aus 2mm PS mit 1.5mm Fräser, die laufen mit 24000 1/min.

    Oberhalb von 20000 1/min wird die Spindel merklich wärmer, sonst keine Probleme. Aber man braucht halt die Drehzahl.


    Für mich weitere wichtige Kriterien sind die Lautstärke und das Gewicht der Spindel.

    Wärend man bei der wassergekühlten Spindel nur Fräsgeräusche hat und die Spindel an sich praktisch kaum hört, läuft eine andere Fräse mit luftgekühlter Fischer-Spindel so laut das ich Gehörschutz tragen muss. Bei dieser extrem hochwertigen luftgekühlten Spindel höre ich durch die Lautstärke der Spindel keine Fräsgeräusche. Es ist egal ob gefräst wird oder die Maschine nur leer läuft. Die Maschine läuft praktisch immer mit 17000 1/min.

    Da liebe ich die wassergekühlte 2.2kw Spindel, denn es nervt den ganzen Tag mit den Micky Mäusen auf den Ohren rum zu laufen.


    Das Gewicht der 2.2kw wassergekühlten Spindel liegt bei brutto 5Kg. Die an meiner Fräse verbauten Schrittmororen haben einen Haltemoment von 5.5Nm.

    Die schaffen die 5.5Kg der Spindel auch bei hohen Beschleunigungs- und Bremswerten ohne Schrittverluste auch stundenlang zu verfahren. Gerade bei 3D Arbeiten und Abzeilen mit geraden Kanten ist das wichtig, da werden alle drei Achsen ständig ruckartig gebremst und beschleunigt. Muss man die Rampen zu weich einstellen verändern sich natürlich die Schnittwerte, der Vorschub ist dann an kritischen Stellen zu niedrig für PMMA und es entstehen blinde Stellen durch Aufrauhen des Materials. Diese Stellen muss man hinterher entfernen, polieren ist bei einem 3D Relief sehr aufwändig.

    Mit einer 9 Kg schweren Spindel bekäme ich extreme Probleme mit meiner Maschine.

    Einmal hüpft die dann auf dem Tisch rum wenn ich Gas gebe, meine kleine Fräse wiegt nur ca 100Kg, auf der anderen Seite müsste ich stärkere Schrittmotoren verwenden um das hohe Gewicht zu beschleunigen oder zu bremsen.

    Beim Fräsen von PMMA muss man, immer wenn es Probleme gibt, den Vorschub erhöhen können um sauber zu fräsen. Muss man die Rampen wegen zu schwerer Spindel reduzieren brint das nichts.

    Schrittmotoren mit 1.9Nm sind viel zu schwach bei der schweren Spindel, selbst für die wassergekühlte 2,2Kw Spindel sind die zu schwach.


    Eine fette Spindel bringt nichts auf einer leichten Portalfräse. Das ist kontraproduktiv. Das ist wie bei einem Rennmotorrad mit extremer Leistung. Man bekommt die Kraft nicht mehr auf die Straße und muss anfangen elektronisch zu drosseln.

    Ich habe noch eine SCM Fräse mit 7.5Kw. Der Antriebsmotor sitzt fest im 1.2 Tonnen schweren Gehäuse, die Spindel wird mit einem Flachriemen angetrieben.

    Selbst bei einer so schweren Fräse umgeht man das Problem die hohe Masse des Antriebsmotors ständig zu bewegen.


    Ich kenne Deine Fräse nicht, aber ich rate zu Schrittmotoren mit mindestens 3Nm Haltekraft, ordentlichen Kugelumlaufspindeln 16x10 und auf der Z-Achse 16x5.

    Dazu passt dann eine 2.2kw HF Spindel, die Du auch mit dicken Fräsern nicht ausgelastet bekommen wirst.


    grüße

  • Hallo und erstmal vielen Danke für die Antworten,


    vorerst muss ich sagen ich glaube Ihr habt recht, vorallem was das Gewicht von fast 9kg angeht, das hatte ich überhaupt nicht wirklich auf dem Schirm. Ich verwende für die X Achse ( Die Achse die das Portal in und her fährt) zwar zwei 3NM Nema 23 Motoren aber trotzdem ist das wahrscheinlich sehr viel Gewicht.


    Ich war halt am Anfang vom so günstigem Preis begeisterter und mit meiner Einstellung von ,,warum kaufe ich eine 2,2kw Spindel wenn ich für das gleiche Geld oder so gar weniger eine 3,5kw Spindel bekomme`` , aber das Gewicht und die ,,nur`` 18000min sind grosse negative Punkte das 2,2kw da doch mehr sinn machen.


    Vielen dank für eure Hilfe

    Lg aus Berlin

    Noah

  • Hallo Guido,

    Interessante Aussage, schnelle Recherche konnte mir das nicht bestätigen. Mit welcher Begründung sollte das der Fall sein? C20 hat ja in dem Sinne keien Auswirkung auf das Netz, sondern eher auf die Leitung und die ist meines Erachtens nach hinter dem Hausanschlusskasten und Zähler und damit Problem des Besitzenden. Das würde ich gerne verstehen.

    (ACHTUNG: Laienfrage auf Verständnis)

    Nee eben nicht, es geht nicht um die Leitung nach deinem Automaten, sondern davor !


    Kleine Korrektur meinerseits, es dürfen nicht mehr als 20A einphasig abgesichert sein. Geräte über 4.6KVA dürfen nicht einphasig betrieben werden, da muss man dann auf 3 Phasig gehen und das dann auch nur mit Genehmigung des Netzbetreibers.


    Das mit der maximalen Einphasigen Last hat was mit der gleichmäßigen Auslastung und Verteilung der 3 Phasen zu tun. Auch wenn dein Verteilerkasten nach dem Zähler ist, ist der Strom und die gleichmäßige Lastverteilung auf den Leistungen Sache des Netzbetreibers.


    Stell dir mal vor, alle Leute in deiner Nachbarschaft packen sich noch einen 25A Automat in den Kasten und hängen diesen Automat alle an L1, also der ersten Phase. Dann wird diese eine Phase beim Hauptverteiler mehr belastet, die anderen aber nicht. Und solche ungleichmäßigen Lastverteilungen versuchen Netzbetreiber grundsätzlich zu vermeiden.


    Nicht ohne Grund hast du in deinem Verteilerkasten eine 3 Phasige Brückenleiste drin, so das alle Automaten nebeneinander in der Reihe jeweils immer eine andere Phase bekommen. Also der LS1 = L1, LS2 = L2, LS3 = L3 und dann wieder von vorne LS4 = L1, LS5 = L2 usw.... Um die Last halt gleichäßig zu verteilen.


    So hat man uns das in der Lehre damals zumindest so erklärt. ist aber auch schon mehr als 30 Jahre her.


    Gruss


    Dirk

    Weisheit des Lebens : Es gibt keine dumme Fragen, nur Menschen die dumm Antworten !

  • Hallo Dirk,


    das verstehe ich zwar, aber das hängt dann ja komplett an der Fähigkeit des Installationspersonals. Wenn dieses die Lasten im Haus deppert in der UV verteilt, dann bekommt man ja trotzdem Schieflage;). Bei der hohen Anzahl von LS in einer modernen UV ist eine Gleichverteilung ja nicht notwendigerweise gegeben (das ist dann natürlich Aufgabe des Eplaners).


    Größere Verbraucher sind ja idR eh mehrphasig. Das gilt insbesondere für Pumpen, Motoren etc, wie man sie in entsprechenden Maschinen und Geräten auch im Haushalt findet. Der Grund dürfte gleichteilig in der Umsetzbarkeit, der besseren Eignung entsprechender Motoren und der Netzbelastung liegen. Bleibt die Aussage, dass ich nicht mehr als 4,6kVA im Haus betreiben darf ohne Absprache mit dem Energieversorger. Wäre mir an der Stelle auch neu und hätte in der jüngsten Vergangenheit im Umfeld mehrfach von Elektrofachbetrieben angesprochen werden müssen (Installations Elektroautoladestation, Poolheizung/Pumpentechnik).


    Egal, das führt hier zu weit:).

  • vorerst muss ich sagen ich glaube Ihr habt recht, vorallem was das Gewicht von fast 9kg angeht, das hatte ich überhaupt nicht wirklich auf dem Schirm. Ich verwende für die X Achse ( Die Achse die das Portal in und her fährt) zwar zwei 3NM Nema 23 Motoren aber trotzdem ist das wahrscheinlich sehr viel Gewicht.

    Hallo Noah,


    das Gewicht auf die Z-Achse kann man durch ein oder zwei Druckluftzylinder ausgleichen.

    Einen Druckluftzylinder an der Z-Achse, der mit einem relativ großen Luftvorratsbehälter verbunden ist. Der wird dann je nach Gewicht der Z-Achse mit Spindel mit entsprechendem Druck beaufschlagt. Dadurch kann das Gewicht komplett aufgehoben werden, ohne das es zu einer Federwirkung kommt.

    Als Behälter habe ich einen gebrauchten, leeren CO2-Feuerlöscher genommen. Siehe Bilder:



    Die bewegte Masse auf der X-Achse natürlich nicht.


    Gruß

    Udo

  • Hallo Guido,

    Bleibt die Aussage, dass ich nicht mehr als 4,6kVA im Haus betreiben darf ohne Absprache mit dem Energieversorger. Wäre mir an der Stelle auch neu und hätte in der jüngsten Vergangenheit im Umfeld mehrfach von Elektrofachbetrieben angesprochen werden müssen (Installations Elektroautoladestation, Poolheizung/Pumpentechnik).

    Egal, das führt hier zu weit:).

    Nein, nicht im Haus ansich, sondern nur eine einzelne abgesicherte Phase, also mit 20A. Die Phase selbst kann weitere Sicherungen hinter dem FI beliefern, aber die Differenz zwischen den Phasen darf wohl nicht mehr als 4.6KVA betragen. Das findet du in fast jeder Anleitung von bspw. Photovoltaikanlagen, Stromspeicher, einphasige Herde usw...


    Einfach mal googlen nach "unterverteilung 4.6 KVA". Da findeste dann die Antworten. :)


    Gruss


    Dirk

    Weisheit des Lebens : Es gibt keine dumme Fragen, nur Menschen die dumm Antworten !

  • Das leuchtet ein:) danke!

  • Nein, nicht im Haus ansich, sondern nur eine einzelne abgesicherte Phase, also mit 20A

    Vorsicht, nicht alles glauben was hier geschrieben wird.

    Die maximale Absicherung ist vom vorhandenen Leitungsquerschnitt abhängig, nicht von Firefly.

    In einem privaten Haushalt ist 3x63A Absicherung normal, das kann nach Beantragung auf 3x100A angehöben werden.

    In Wohnungen mit elektrischem Durchlauferhiter sind alleine dafür bis 3x50A Absicherung auf einer Leitung nötig. Der nötige Leitungsquerschnitt (10mm2 bei max 63A) vorausgesetzt.

    Wenn nicht mehr 20A abgesichert werden dürften, könnte keiner seinen dicken Tesla zuhause laden.

    Wobei Leistung und Leitungsquerschnitt auf eine Umgebungstemperatur von 25°C beziehen. Man darf also nicht die volle Belastung ausnutzen wenn das Kabel in einer Isolation geführt wird. Dann wären bei 10mm2 nurch 40A zulässig.

    Der Wert , mit dem firefly-10 hier jongliert (Zulässige Phasenschieflast von 4,6 kvA) bezieht sich auf den Hausanschluss.

    Grundsätzlich sind Kundenanlagen über einen Drehstromanschluss an das öffentliche

    Niederspannungsnetz anzuschließen. Der einphasige Anschluss von Verbrauchsgeräten ist

    nur bis zu einer Bemessungsscheinleistung von 4,6 kVA zulässig. Eine gleichmäßige Aufteilung

    der Leistung auf die drei Außenleiter ist zu gewährleisten.

    Es ist also ein addierter Wert der zum Hausanschluss zurück gerechnet wird und das Netz davor vor einseitiger Belastung schützen soll. Es wäre auch sonst nicht möglich ein Gerät mit 4Kw (power factor 0.8) auf einer Phase zu betreiben, das wären bereits 5kvA.


    grüße

    ralfg

  • Hallo Ralf,


    Du redest hier immer von 3 Phasen, die rede ist aber von der Absicherung einer einzelnen Phase/Leitung mit mehr als 20A und das ist, defenitiv, so ohne zusätzliche Genehmigung des Netzbetreibers nicht erlaubt.


    Ich habe heute auch mit unserem Netzbetreiber telefoniert, da ich in unsere Garage gerne eine Leitung mit 25 Ampere Absicherung haben wollte (man kanns ja mal versuchen ;) ) mit zusätzlicher Unterverteilung, da wir am Freitag ein Plugin Hybrid Auto bekommen, der Einphasig lädt (halt kleiner Akku drin). Ich aber noch kleine Reserven haben wollte und die sagen "is nich!". 20A kann ich nehmen, 25A nicht. Ansonsten müsste ich Drehstrom hinlegen für eine Wallbox ! X(


    Was bei dem kleinen Akku aber blödsinn wäre, mit gerade mal 9KW.


    Du vergleichst da Drehstrom mit einphasigen Strom. Wenn man mehr Strom als 20A haben will, muss man auf Drehstrom gehen und da sieht das schon wieder ganz anders aus.


    Und der Leitungsquerschnitt spielt da erstmal keine Rolle (Strom und Querschnitt sollte natürlich nach der erfolgten Verlegungsart schon passen) wenn es defakto so wie mir mitgeteilt wurde, nicht erlaubt ist nach dem FI einen einzelnen nur für eine Phase benutzten Automaten mit mehr als 20A zu verwenden.


    Doch gehts hier in dem Thread um was ganz anderes. Daher, es ist so wie es ist, wie ich es gelernt habe und wie mir es unser Netzbetreiber heute mitteilte und Ende.


    Gruss


    Dirk

    Weisheit des Lebens : Es gibt keine dumme Fragen, nur Menschen die dumm Antworten !

  • Du vergleichst da Drehstrom mit einphasigen Strom.

    Nein, ich beziehe mich auf die VDE TAB. Dort steht es doch eindeutig.

    Quote

    Eine gleichmäßige Aufteilung der Leistung auf die drei Außenleiter ist zu gewährleisten.

    "Außenleiter" ist der Drehstromanschluß vor dem Hausanschluß. Der Hausanschluß ist eben in der Regel ein Drehstromanschluß. Wenn Du eine geringe Hausanschlussleistung hast und die 25A auf einer Phase das Hausnetz so einseitig belasten das die Phasenschieflast (Bemessungsscheinleistung) die 4.6kvA dadurch überschreiten, dann darfst Du diese eine Phase nicht höher belasten. Du müsstest eine höhere Gesamtanschlußleistung beantragen, die so hoch ist das es bei der Belastung einer Phase mit 25A eben nicht zu einer zu hohen Phasenschieflast kommt.


    Wenn Du eine höhere Anschlußleistung haben willst, kostet die Leitungsverstärkung Geld. Einmal kassiert der Netzbetreiber eine hohe Gebühr, denn er muss ja die Versorgung entsprechend gewährleisten, dann wird, je nach Alter des Gebäudes, ein Gutachten gemacht ob die Leitungen den höheren Anschluß aushalten. Dann kommt der Elektriker des Netzbetreibers der alles vor dem Zähler installieren muß und Du brauchst den Elektriker der alles nach dem Hauptanschluß installieren muß und eben alles so anschliesst das es trotz der 25A auf einer Phase bei Maxiamalast nicht zu einer zu hohen Schieflast kommt. So eine Aktion lag bei mir im deutlich 5-stelligen Eurobereich. Machbar ist das, ob Du diese Rechnung übernehmen willst ist eine andere Frage.

    Der Energieversorger schaut in seiner Datenbank nach was bei Dir vorhanden ist und sagt Dir in einem Satz das es nicht geht. Du solltest fragen unter welchen Voraussetzungen es geht. Dann macht Dir der Versorger bereits am Telefon klar das Dir das zu teuer wird.

    Eine Wallbox wird in der Regel am Drehstrom angeschlossen, mit 22kw. Die Hersteller der Boxen wollen verkaufen und bauen Anlagen die in normalen Hausanschlüssen ohne große Investition funktionieren. Die 22kw an Drehstrom erzeugen eine Belastung von ca. 19A pro Phase. Wenn Du einen Hausanschluß von 63A hast geht das gerade so, aber nur wenn nicht alle Elektrogeräte im Haus auf eine Phase geklemmt sind.

    Weshalb Du für einen 9kw Akku eine Absicherung von 25 A brauchst erschliesst sich mir nicht und weshalb Du nicht mit Drehstrom lädst verstehe ich auch nicht.

    Ein Freund von mir kommt immer bei mir tanken, der hat so einen kleinen Zoe und oft kommt er nach dem Besuch von Kunden nicht mehr nach Hause ;(

    An meiner 32A Drehstrom-Steckdose ist die Kiste nach 2 Stunden über die Hälfte geladen, dann regelt seine eingebaute Ladebox runter.


    Ein 9kw Akku ist eh nur Blendwerk, fahr mit Benzin oder Diesel. Abgesehen davon, das ich meinen Diesel noch 15 Jahre fahren müsste um so viel CO2 rauszublasen wie die Herstellung eines 48kw Akkus erzeugt. Ich erzeuge im Schnitt im Jahr 780kg CO2 durch den Betrieb meines Autos,, dann noch etwas mit dem Moped und mit dem Rasenmäher. Die Batterieherstellung eines 48kw Akkus verbraucht 12t CO2. Aktuelle Akkus halten dummerweise keine 15 Jahre ;(;( . Dazu kommt natürlich alles das was die Konzerne nie rechnen, wie importierte CO2 Massen, Umweltzerstörung an den Herstellungsorten und, und, und.

    In diesem ersten Halbjahr wurden wegen wenig Wind über 50% der Energie in Deutschland aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Im ersten Quartal waren es sogar mehr als 60%, weil auch die Sonne fehlte.

    Das ganze elektrisch fahren ist hipp, schadet aber unserer Umwelt extrem. Man sollte sich schämen sich daran zu beteiligen. Und auch wenn man tausend mal die Unwahrheit sagt wird sie nicht wahr.

    Und man sollte nicht populistisch hinten anfangen mit dem Umweltschutz, sondern erstmal die Voraussetzungen schaffen das elektrisches Fahren weniger Dreck erzeugt als der alte Diesel.


    Solltest Du das mit der Phasenschieflast nun immer noch nicht verstehen oder ausrechnen können, frag deinen Netzbetreiber.


    grüße

    ralfg

  • Servus zusammen,


    ja an das Erinnere ich mich auch!

    Hatten mal einen Fall wo wir einen Whirlpool mit einer Phase mit C32 absichern mussten.

    Sowas ist ja wirklich nicht der Regelfall & Idealfall... Mussten dafür alles umbauen und prüfen.


    Es war bei uns was ich weiß auch bei 20A heute wurde es vermutlich durch die E-Autos auf 16A reduziert.

    In DE liegt die Grenze bei 20A was ich gerade gelesen habe.

    Einphasig!

    Dreiphasig sieht das ganze natürlich anders aus...

    Ja und ich kenne keinen Tesla der einphasig mehr als 3,7KW ladet, also volle 16A. (3680W)

    Na Gut... , es gibt immer welche die es schaffen :DTesla kostenlos laden mit Telefondose ( Youtube Video)


    So genug Off Topic!


    Falls gewünscht verschiebe ich die Beiträge natürlich.

    Dann kann gerne weiter gefachsimpelt werden.


    PS:

    fraesoholic Vielleicht streichst du die Erste Zeile und das Ende vom zweiten Satz :/ - Vor allem hat Firefly einen Namen ;).

    Da liegst du wirklich falsch, da du von 3 Phasen ausgehst und nicht von einer.




    EDIT: Zu deinem Beitrag gerade: Man kann alles beantragen das stimmt! Aber die Rede ist schon vom normalen Hausanschluss wie es jeder normalo hat ohne Firma etc... Das sind ja zwei paar Stiefel.

    Ja das mit dem E-Auto Dilemma da bin ich mit dir <X. Mein Diesel fährt und fährt und wird immer neutraler 8)

  • Hallo Zusammen,


    "Außenleiter" ist der Drehstromanschluß vor dem Hausanschluß.

    das habe ich aber anders gelernt. Der Ausdruck "Außenleiter" hat nichts mit dem Ort zu tun, an dem er verbaut ist. Er ist die allgemeine Bezeichnung für die drei spannungsführenden Leiter in unserem Drehstromnetz, egal an welcher Stelle.


    Man kann sich das von der bildlichen Darstellung eines Generators herleiten. Eine Sternschaltung die an den äußeren Enden die Außenleiter und in der Mitte den geerdeten Mittelpunkt, PEN hat.


    Im Zweifel: Wikipedia


    Viele Grüße vom

    Raimund

    Linux. Librecad ---> bCNC (bei STL auch GrblGru oder Estlcam) ---> Arduino mit Grbl ---> Compact-Line 0405

  • Hey Leute,


    Es war bei uns was ich weiß auch bei 20A heute wurde es vermutlich durch die E-Autos auf 16A reduziert.

    In DE liegt die Grenze bei 20A was ich gerade gelesen habe.

    Einphasig!

    Dreiphasig sieht das ganze natürlich anders aus...


    Na von NIX anderem rede ich ja die ganze Zeit.


    Ich habe immer nur von Einphasigen Anschluss geredet und von nichts anderem. Aber wir sollten wirklich ende machen mit dem Thema. Das artet eh in etwas aus, was hier nicht reinpasst.


    War von mir auch nur als kleiner Hinweis gedacht, das Noah mit seiner 3.5KW Spindel doch schon arg an der Belastungsgrenze sowohl der Absicherung wie auch der Schukosteckdose liegt, vorallem bei Dauerbelastung über Stunden.


    Und um mehr gings ja garnicht. :)


    gruss


    Dirk

    Weisheit des Lebens : Es gibt keine dumme Fragen, nur Menschen die dumm Antworten !