Vakuumsystem Aufbau & Vorstellung

  • Hallo,


    sehr schön aufgebaut. Eine Sache verstehe ich aber nicht ganz, betrifft aber Rastervakuumtische im allgemeinen. Vielleicht mag mir das mal jemand erläutern. Nach meinem Wissen kann man hier nicht durchfräsen, also kleine Teile ausschneiden ist hiermit nicht möglich. Dafür eignen sich wohl eher Lochrastertische.

    Daher die Frage, was genau hat dieser Tisch für einen Anwendungsfall? Gravieren kann ich mir vorstellen, aber für die Teilefertigung müsste man ja wieder eine Opferplatte herstellen, damit man das Werkstück durchfräsen kann.


    Das ist keine Kritik an deiner Arbeit, ich will die Dinge nur gern verstehen.


    Grüße
    Patrick

    Estlcam V11 - Steuerung Arduinoclub Estlcam BOB - Fusion360

  • Hallo Patrick,

    Ich habe noch keinen Rastertisch aber die Vorteile liegen doch auf der Hand. Ich kann die Vakuumfläche dem Werkstück anpassen.

    Klar ich darf nicht durchfräsen aber bei Holz ist es eh nicht so tragisch, ich trage mit dem Bündigfräser oder Schleifer den letzten Rest ab und fertig.

    Man läuft halt nicht Gefahr in eine Befästigungschraube zu fräsen.

    Aber klar es gibt Situationen da würde ich am liebsten einfach durchfräsen.


    Ein nicht unbedeutender Aspekt ist ja auch noch das immer da wo du durchfräsen möchtest, eine deutlich leistungsstärkere Pumpe benötigt wird

    Von den Energiekosten abgesehen ist meine Stromleitung langsam an der Grenze des Möglichen.

    Gesten hatte ich mit einen etwas größeren Rastervakumtisch gewünscht aber ich habe noch mit meinen Pads hinbekommen.

  • Hallo Patrick


    Ja das ist richtig und eine Einschränkung in der Nutzung von Raster Vacuumtischen.


    Man hat aber auch die Möglichkeit sich jeweils Rasterlatten zu bauen die dann imgesamt etwas kleiner sind als das zu bearbeitende Werkstück. Das funktioniert für den Ausschnitt und die Randbearbeitung allerdings auch nicht wenn in der Fläche eine Bohrung oder Tasche durchgeht.

    Da gibt es wieder andere, individuelle Lösungen die sehr gut funktionieren aber nur für eine "Serienfertigung" interessant sind da man sich dann eine passende, genau auf das Werkstück zugeschnittene Lösung baut.

    Im Hobbybereich gibt es selten solche Serien und daher sucht man nach möglichst universellen Lösungen. Die von Andreas angesprochenen Pads sind dabei eine mögliche Lösung die, je nach Padgroesse sehr gut funktionieren kann. Wenn man sich hier ein Arsenal von unterschiedlichen Pads baut ist man für viele Gegebenheiten gewappnet.


    Liebe Grüße

    Volkhard


    Derzeit im Bau:

    Fräse : Fenja R4 1200D

    Motoren: JMC ihss60-36-30-21-38

    Fräsmotor: Suhner UAK 30 RF 1.55kw, 230V

    Steuerung: Estlcam über Arduinoclub Mega Karte

  • Alex: Das Handy sagt max. 70db im ( Dieter) Blechgehäuse (Bild1). Das lässt sich bestimmt mit etwas Matte noch dämmen. Klingt aber jetzt schon nicht so nervig wie ein Staubsauger (Kärcher WD5).

    Dieter: die Größe ist 34x42cm.

    Patrick: Ja, vollkommen richtig. Zum durchfräsen (Sperrholz für Rippen und Spanten) benutze ich den Großen Tisch mit Staubsauger. Bei dem Kleinen könnte man aber auch durch zu fräsende Bereich durch entsprechendes Anordnen der Moosgummis aussparen. Die anderen Möglichkeiten haben Daniel, Andreas und Volkhard schon genannt. Natürlich muss man immer Durchfräsmatte unterlegen, um den Tisch selbst zu erhalten. Ich hoffe auch dünne (2-4mm) Platten oder Bleche, die nicht ganz eben sind auf diese Weise zu zwingen. Habe da schon einige Fräser zerstört, weil das Alublech nicht eben und damit plötzlich zu hoch war und der Fräser damit überlastet wurde.

    Es grüßt Jörg, der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)

  • Jörg: nutzt Du eine Durchfräs Matte auf einem RASTER Vacuum Tisch? Ich kannte das eigentlich nur von den festen Tischen nicht von denen mit den Nuten und den Moosgummistreifen. Ich würde meinen das das im Bereich wo die Matte die Moosgummischnur überlappt eventuell Höhen Probleme geben könnte. Aber ich lerne gerne dazu.

    Liebe Grüße

    Volkhard


    Derzeit im Bau:

    Fräse : Fenja R4 1200D

    Motoren: JMC ihss60-36-30-21-38

    Fräsmotor: Suhner UAK 30 RF 1.55kw, 230V

    Steuerung: Estlcam über Arduinoclub Mega Karte

  • Hallo Volkhard!


    Ich habe bisher noch nichts auf dem Rastertisch gefräst. Aber ich habe mir vorgenommen die Matte zu verwenden. Kann natürlich sein, dass ich damit scheitere weil die Pumpen das Volumen nicht bringen. Auf dem (festen) Tisch mit dem Staubsauger habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht wie du.

    Es grüßt Jörg, der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)

  • Hallo Patrick,

    Ich habe noch keinen Rastertisch aber die Vorteile liegen doch auf der Hand. Ich kann die Vakuumfläche dem Werkstück anpassen.

    Hallo,


    Für mich liegt da nichts auf der Hand, daher ja die Frage. Ich habe aber nun gelernt, dass man mit einem Rastertisch ohne Nacharbeit nicht auskommt. Entweder zweite Aufspannung oder schleifen.

    Ich denke da bin ich mit einem Lochrastertisch besser bedient, passt eher zu meinen Anwendungsfällen. Anpasse kann man den ja leicht durch abdecken. Dazu würde mich ein Bericht interessieren. Wenn Du also ein paar Details zu diesem Tisch parat hast wäre das toll.


    Gruß Patrick

    Estlcam V11 - Steuerung Arduinoclub Estlcam BOB - Fusion360

  • Hallo


    Das Thema hat mich auch angetriggert und dachte das wird die Lösung meiner Spannprobleme.

    Also hab ich angefangen zu bauen, dass erste Hindernis was auch die Grösse eingeschränkt hat, waren die Gehäuse für die Pumpen. Ich hatte nix passendes gefunden und selber wollte ich keines bauen. Es sind 2 Halbschalengehäuse die ich nun miteinander auf einer Holzplatte gekoppelt habe. Diese hängt jetzt platzsparend unter der Fräse und lässt sich für Wartungszwecke (Filter tauschen) entkoppeln und abhängen.

    Zum bequemen Einschalten habe ich ein kleines Bedienpult gebastelt, mit der ich alles an 230 V einschalten kann und dann jede Pumpe einzeln. Soweit so gut, die gewählte MDF Platte funktioniert, aber ein Teil aus Kunststoff wäre vermutlich besser.

    Die ersten Versuche am rohen MDF sind nicht zu gebrauchen, ich habe dann mit Weissleim und später mit Klarlack alle Poren verschlossen. Der Versuch damit war schon um einiges besser, aber noch fehlte die plane Fläche. Nach der gestrigen Reinigung und den neuen KUS Abdeckungen, war es heute dann soweit, den Vakuumtisch plan zu fräsen.

    Vakuumtisch plan gefräst und erneut versucht, die Teile aufzuspannen. Glatte Teile gehen sehr gut, und Holz bedingt gut. Wenn es viele offene Poren hat, oder noch rauh ist, verliert man immer Unterdruck, wobei mit 3 Pumpen geht dann doch was.

    Hochziehen geht auf keinen Fall mehr, aber mit der Hebelwirkung an den Ecken lässt es sich doch leicht verschieben.

    Ein Test mit 12 mm Mehrschichtplatte und unterschiedlichen Fräsern war dann auch noch gleich angesagt. Mit kleinen Fräsern und weniger Vorschub funktioniert es hervorragend. Beim 8 mm Fräser und mehr Vorschub kann es schon zum Rattern an der Kante kommen. Vielleicht baue ich noch mehr Pumpen ein, dann brauchts definitv ein grösseres Gehäuse, aber für den Start doch vielversprechend. :)

  • Nach meinem Wissen kann man hier nicht durchfräsen, also kleine Teile ausschneiden ist hiermit nicht möglich.

    Wenn ich kleine Teile fräsen muss beziehe ich die Rückseite der Platten mit einer Folie ( Orafol MT95). Die Folie ist mit 0,155 mm relativ dick und steif.

    Ich fräse dann bis auf die Folie durch. So kann ich auch kleine Teile die nicht zum Raster passen ausfräsen ohne das sie rausfallen.

    Die Folie hält auch auf MDF und Holz ausreichend gut.


    grüße

  • Hallo Dieter,
    wunderschön auf gebaut. :thumbsup:


    Ich habe alle Versuche aufgegeben Pads aus Holz herzustellen, die sind nicht dicht genug erst recht MDF. Willst du es nicht mit POM versuchen würde auf jeden Fall zu deinem ganzen System auch optisch passen ;)


    Hast du deine Fräsversuche mit einem Vakuummesser überwacht?

  • Hallo zusammen,


    zum Thema Holz und Luftdichte Versieglung kann ich mir gut Vorstellen, dass man es mit einem Polyester oder Epoxi gut dicht bekommt.

    Bleibe ich mal bei Epoxy:

    Wählt man ein niederviskoses Epoxy mit einer langsamen Aushärtung, so verbleibt dem Epoxy genügend Zeit tief in das Holz einzudringen.

    Somit bekomme ich die Möglichkeit das rundherum eingepinselte Holz plan zu fräßen ohne die versiegelte Fläche wieder zu öffnen.

    Ist natürlich beim Planfrässen wieder so ne sauerei mit dem Holz/Plastik-Staub.

    Der Vorteil von Epoxy ist, dass es gegen fast alle Stoffe wiederstandsfähig ist (Aceton,Benzin,Wasser,u.v.m).

    Also nur mal so ne Idee, wenn man keine Kunstoffplatten kaufen möchte.


    Als Einkomponenten-Lösung gäbe es da noch "G4-Grundierung", nimmt man als Haftvermittler (Primer) für Polyester/Epoxy beim Laminieren von Holz.

    Dringt zwar auch gut ein, aber ist nicht so widerstandfähig wie Epoxy.



    Gruß

    Karlheinz

  • Sieht super aus. Feine Arbeit! :thumbsup:


    Gruss


    Dirk

    Gruss


    Dirk

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    Weisheit des Lebens : Es gibt keine dumme Fragen, nur Menschen die dumm Antworten !

  • Hallo zusammen


    Danke Euch für die Feedbacks.... :thumbup:


    Ich habe keine Ahnung welcher Kunststoff sich am besten eignen würde und hab die Suche im Netz vorerst eingestellt und ja ich kann das natürlich noch in Plastik machen. Ich überlege auch noch pads zu fräsen, die dann noch flexibler und bei grösseren Teilen einzusetzen wären. Vakuummesser habe ich natürlich auch nicht :) , so was muss auch noch her. Vielleicht gibt es welceh, die per T-Stück direkt an die 6 mm anzuschliessen sind. Muss nicht von Festo sein, die sind so teuer die kleinen Fummelteile. Wer es gesehen hat, an der Frontseite fehlt mir auch noch eine Schottverschraubung, der eine kanns nur an gewerbliche liefern und die anderen nur ab einer Mindestbestellmenge X..... X(

    Viele Grüsse


    Dieter


    Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)

  • Kann ich bestätigen. POM geht recht gut. ich habe bei meinem Lochraster Tisch die Lochplatte aus POM gemacht, bin mit der so weit sehr zurfrieden.

    Würde ich jederzeit einem wie auch immer behandelten Holz vorziehen.

    Grüße,
    Klaus


    Fusion CAD -> Fusion CAM -> Planet CNC TNGV2 -> KMS DIY CNC -> fertig