Fräser kaputt - worauf achten ?

  • Hallo zusammen,


    auch wenn das Thema abgeschlossen sein soll, so möchte ich gerne auch noch ein Kommentar zum Schwingen eines Fräserschaftes hinter dem Spannzangenfutter geben.


    Es ist schwer vorstellbar, das der Schaft trotzdem dass er fest in der Spannzange sitzt, nach der Klemmung (hinter dem Spannzangenfutter) schwingen soll.

    Um das zu erkennen, versuchen wir uns das im Hochfrequnzbereich anzuschauen.

    Physisch betrachtet ist eine ununterbrochene Verbindung von der Schneide des Fräsers bis zum Schaft hergestellt.

    Dazwischen ist das Spannzangenfutter, welches am Schaft des Fräsers nur angedrückt wird - sehr fest, aber doch nicht so fest, als wenn der Fräser mit dem Spannzangenfutter eine Einheit bilden würde.


    Eine Fräser ist vom Aufbau sehr hart - aber ist er durchgängig vom Kern bis zur Oberfläche gleich hart?

    Das kann ich mir nicht vorstellen, im Kern ist er bestimmt weicher als an seiner Oberfläche. Der Grund hier ist, das er dadurch eine eine Dämpfung erhält.

    Wäre er druchgängig gleich hart, würde er schneller brechen.

    Also kann ein augenblicklich harter Fräser sich verformen.

    Die Verformung eines Fräsers findet dann statt, wenn eine Kraft an der Schneide wirkt.

    Da die Schneide ja nicht durchgängig die Kraftwirkung und Kraftrichtung beibehält (weil er sich ja dreht) erzeugen wir hier eine der drehzahlabhängige Frequenz von der Kraftwirkung auf der Schneide und Kraftrichtung von der Schneide auf den Fräser durchgängig bis zum Schaft.

    Wir erzeugen hier eine Schwingung.


    Diese Schwingung wird durch den gesamten Fräser weitergeleitet, - bis zum Schaftende des Fräsers. Der Fräser ist von seiner Schneide bis zum Schaft eine durchgängige Einheit (auf der Molekularebene).

    Das Spannzangenfutter reduziert durch seine "feste" Verbindung die Schwingung am Schaftende - aber nicht gänzlich.


    Kleiner Ausritt: 2 Becher mit einer jeweils am Boden befestigten Schnur, ist die Schnurr gespannt, kann man sich über die Becher unterhalten (Bechertelefon). :-)


    Bei der Herstellung eines Fräsers kann ich mir gut vorstellen, dass man das Schwingen kennt und berücksichtigt.


    Was könnte dann den Fräserbruch von Daniel verurscht haben.


    Er bricht sehr wahrscheinlich dann, wenn die harte Oberfläche eine Beschädigung hatte.

    Hierdurch wird die Schwingung nicht mehr gleichmäßig auf alle Bereiche des Fräsers durch seine ganze metallische Strucktur weitergeleite.

    Sie wirkt also auf der einen Seite "wo auch immer das ist" mehr als auf der anderen Seite.


    Die Ursache könnte ein Fall des Fräsers auf den Boden verurscht haben.


    Es sollte also anhand des Fräserbruchbildes bestimmbar sein, warum der Fräser gebrochen ist.

    Also Überlastung oder Vorschäden oder, oder, oder, ...


    So - wie ich es oben aufgeführt habe, glaube ich daran, dass ein Schaftende vom Fräser schwingen kann - in Hochfrequenz.

    Bin ich mir sicher, was ich da geschrieben habe?

    "Keine Ahnung, ich glaube nur daran." :-)


    Résumé: Man wirft mit Fräser nicht.


    Gruß

    Karlheinz

  • Wenn man sich anschaut wie die VHM Fräser (und von solchen spreche ich) hergestellt werden, kann man davon ausgehen das sie überall die gleiche Fesstigkeit haben.(abgesehen von Beschichtungen)

    Grüße

    Daniel


    Idee -> QCAD-Pro -> Estlcam 11 -> TNG v2 -> PFM2.6

  • Huch, eben hat das Glöckchen oben rechts gewackelt... :-)


    Ehrlich gesagt weiß ich das nicht.

    Da müsste man mal bei einem Hersteller anfragen, wie das genau funktioniert.

    Kann ja sein, dass meine Gedanken total falsch sind.

    Interessant finde ich es aber so tief in die Materie einzusteigen.

  • Sorry, bitte driftet nicht immer so weit vom Thema ab und zerstückelt die eigentlichen Fragen. Hier geht es um Hobbymaschinen. Da fibriert so manches. Und vor allem schießt Euch nicht immer gegenseitig an. Das bringt doch eigentlich nichts und Bring nur das Blut in Wallung.

    Wegen der Spannzange und ob die noch zu gebrauchen ist. Wenn der Fräser sich ohne merklichen kratzen einführen lässt und der Rundlauf noch im annehmbaren Rahmen hält, sehe ich keinen Grund die weiter zu verwenden. Solange die Bearbeitung keine kleiner 0,005mm benötigt. Allerdings Sicherheit geht natürlich vor. Lieber hier in eine neue Spannzange investieren. Ersatz ist nur verkehrt.

  • … Und vor allem schießt Euch nicht immer gegenseitig an. …

    Also ich fühle mich nicht angeschossen. Ich hoffe das sich das von mir auch niemand fühlt. Solange hier keine Beleidigungen, Anfeindungen oder derartiges fallen, ist für mich alles ok.

    Grüße

    Daniel


    Idee -> QCAD-Pro -> Estlcam 11 -> TNG v2 -> PFM2.6

    Edited once, last by Bambusbjoern ().

  • Hallo Alois,


    ja - sorry für das Abdriften vom Thema.

    Ich werde den Teufel tun hier im Forum Jemanden zu beleidigen oder persönlich anzugreifen. Wenn wir uns mal Alle auf einem CNC-Treffen sehen würden, gäbe es bestimmt für einige User ein Aha-Effekt.... „Im positiven Sinne“. 😎


    So, schluss jetzt mit offtopic... oder wie das heißt.


    Gruß

    Karlheinz

  • Hallo zusammen,

    nabei eine Video zum Thema Vibration bei zu geringer seitlicher Zustellung und Resonanzfrequenz. Das dürfe auch - oder gerade - für Hobby-Maschinen gelten.

    External Content www.youtube.com
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