Aufspannplatte / Spannsystem

  • Hallo CNC-Freunde,

    ich fange gerade an mir Gedanken über die Aufspannplatte, Schonplatte und Spannpratzen zu machen. Dazu habe ich u.a. hier im Forum nach Informationen gesucht und auch einiges gefunden. Allerdings finden sich die Infos immer nur vereinzelt und sind eigentlich nie irgendwie so zusammengefasst, dass ein vollständiges Konzept erkennbar wird. Gibts sowas irgendwie, hat jemand einen guten Link?


    Danke und Gruß

    Daniel

    Gruß Daniel


    CNC14-Fräse (April 2021) - X-/Y-Achsen vertauscht - AMB 1400 FME-P Di

  • Hallo Daniel,


    zum Eeinstieg bzw. generell:

    • 50mm Raster "universelles Aufspannsystem" bei https://fraeserbruch.de/universelles-aufspannsystem
    • Heyder m hoch 5 Aufspannen bei Youtube. Genau bzw. mehrmals schauen. Sehr viele Detailinfos:
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    • der Thread "Vakuumspannen" Vakuumspannen, Vakuumtisch 8o

    Um präsziser zu antworten, müsstest Du mehr Informationen preis geben...

    Was willst Du spanne? Material, Stärke, geschlossene Fläche oder viele Durchfräsungen. Oder sogar Carbonplatten im Wasserbad.

    Es ist ein erheblicher Unterschied, ob Du z.B. Flügelrippen für ein Modellflugzeug aus Fluzeugsperrholz erstellen willst, Lagerschalen für die nächste CNC-Maschine aus Alu oder ein 3D-Model wie den Bieröffner von Alois73 (4-Achsen).

  • Nimm auf keinen Fall MDF, als Opferplatte.

    Ich habe eine MDF-Platte, die quillt so auf, das mann alle paar Wochen planen muss. Nach weniger als 2 Jahren wird sie nun zu dünn.

    Spannpartzen gibt's für kleines Geld bei Ebay. Dafür kann man keine selber herstellen.

    Eine allgemeingültige Zusammenfassung kann es nicht geben, da jede Maschine anders ist.


    MfG

  • Hallo Daniel,


    ich habe das System von fraeserbruch.

    Aufspannplatte aus Siebfilm mit Rampa-Muffen.

    Opferplatte aus OSB. Das verziet sich nicht so bei Feuchtigkeit.

    Geplant wird mit Fraiser Tornado Hobelfräser.


    Zusätzlich habe ich zwei Vakuumtsiche und einen Masschienen-Schraubstock.


    Bzgl. Spannpratzen können evtl. welche aus Holz interessant sein. Fährt man da durch, hat man changen, dass der Fräser es überlebt.
    Ich habe bei meinem Selbstbau-Vakuumtsich aus Buche Multiplex ausversehen mit einem 6mm Fräser mit Vorshub 3.200 mm/Min die Vollnuten 20mm tief igefräst. Das ging!


    Wenn sich hingegen ein Werkstück von der Aufspannung löst, ist der Fräser hin. Das habe ich auch schon ein paar mal geschaft... 8)


    Und dann kann man auch einfach mit Spax das Rohmaterial in der Opferplatte fest schrauben. Das habe ich bei dünnen Platten aus Pappelsperholz für Figuren von Mobilees gemacht.

    Oder mit Tape fest kleben. Entweder doppelseitige Klebeband oder die "Blue Tape Methode".


    Dann gibt es natürlich noch viele weiter Methode und Varianten...

  • Gruß Daniel


    CNC14-Fräse (April 2021) - X-/Y-Achsen vertauscht - AMB 1400 FME-P Di

  • Hallo Daniel,


    Wenn Du nicht oder nur an wenigen Stellen durchfräsen möchtest können ein Rastervakuumtisch oder der Einsatz von z.B. vier Vakuumpads eine Möglichkeit sein. Die benötigen kaum Leistung bei der Pumpe.


    Du bekommst beides hochwertig von Stritzelberger, oder zum selber drucken hier in der Filebase oder bei Thingiverse.


    Zum Fräsen kannst z.B. die Idee vom Thomas nehmen.

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    Die OSB-Platte ist nach dem Planen plan :thumbsup: Sie mag mal ein kleines Loch zwischen zwei Spanen haben, das stört aber nicht.

  • Hallo Daniel,


    unser Vorschlag, den wir für die CNC14 am einfachsten, passend und sinnvoll halten, ist die Spannplatte mit Einschraubmuffen.

    Die Spannplatte aus 18mm Multiplex, 660 x 1400mm groß, versehen wir mit Löchern in einem Rastermuster.

    Ein Raster von 50 x 50mm halten wir für unnötig viel. Wir denken, dass ein Raster von 50 x 50mm in 3er Reihe vorne und links reicht.

    Der Abstand unseres Rasters vergrößert sich nach rechts hinten auf 10mm, dann 15mm und ganz hinten 20mm.

    Das hat sich bisher bei uns gut bewährt, um jede Werkstückgröße spannen zu können.

    In diese Löcher schrauben wir von unten M6 x 15 Einschraubmuffen mit Kragen, so können sie sich nicht nach oben rausziehen.

    Wir haben in der Basisplatte auf beiden Seiten und in der Mitte jeweils 4 Einschraubmuffen eingelassen und in der Spannplatte an entsprechender Stelle nur Löcher. Hiermit schrauben wir die Spannplatte auf der Basisplatte dauerhaft fest.

    So ist schon mal die Grundlage für verschiedene Spannmöglichkeiten geschaffen.



    Als nächstes legen wir eine Opferplatte auf die Spannplatte, die plangefräst werden sollte und die Spannplatte schont.

    Die Opferplatte kann aus Multiplex, MDF oder Ähnlichem sein und in der Größe deines Werkstücks oder so groß wie deine Spannplatte sein (Befestigungslöcher der Spannplatte übertragen!).

    Praktisch ist es, in eine große Opferplatte eine große Tasche plan zu fräsen (Ausfräsungen an den Ecken nicht vergessen), in der man die Werkstücke direkt ausgerichtet zur Fräse anschlagen kann.



    Zum Fixieren gibt es verschiedenen Möglichkeiten, z.B.:

    - mit Holzschrauben festschrauben

    - Spannpratzen

    - Exenterspanner

    - Schraubstock

    - Vakuumpads




    Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit bringen.

    Unseren Rastermuster-Vorschlag kann ich dir gerne schicken.

  • Ja,

    jetzt ist mir schon einiges klarer geworden. Ein Frage habe ich noch zur Aufspannplatte 1400 x 660.


    Die CNC14 kann eine solche Platte an der langen Kante ja nur mit bestenfalls ca. 70 mm Randabstand bearbeiten. Weiter in den Randbereich kann sie ja gar nicht fahren. Ist das ein Problem, wenn die Einschraubmuffen deswegen entsprechend weit von Rand entfernt liegen?

    Gruß Daniel


    CNC14-Fräse (April 2021) - X-/Y-Achsen vertauscht - AMB 1400 FME-P Di

  • Hallo,

    das Problem haben alle Fräsen. Es bleibt immer ein Randbereich, an den die Spindel nicht hin kommt.

    Ich habe einfach rings um von Hand Muffen gesetzt. So kann ich auch außerhalb der Bearbeitungsfläche Spannpratzen setzen. Wenn man die maximale Fläche braucht kann das sehr hilfreich sein.


    Gruß Patrick

    Estlcam V11 - Steuerung Arduinoclub Estlcam BOB - Fusion360

  • Hallo Daniel


    Falls du die Löcher auch an den Seiten auch mit der CNC machen willst, dann könntest du deine Aufspannplatte 2-teilig ausführen und damit kannst du dann quer gedreht beide Platten komplett mit deiner Maschine fräsen. So habe ich das gemacht. Ein kleiner Vorteil von 2 Platten, ich entferne immer nur 1 davon, wenn ich an die untere KUS zum fetten muss. Die andere wird dann wieder aufgelegt und mit der Hilfe der noch montieren wieder schnell ausgerichtet.

    Viele Grüsse


    Dieter


    Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)

  • Hallo,


    mit dem Problem habe ich mich auch beschäftigt. Für die Löcher in der Grundplatte habe ich einen 8mm Bohrer in die Spindel gespannt und konnte damit auch bis an den Rand verfahren weil der Bohrer lang genug war. Die Senkung für die Einschraubmuffen habe ich dann per Hand mit dem Akkuschrauber gemacht.


    Für die Löcher inkl. Senkungen in der Aufspannplatte habe ich die Platte so weit "aufgebockt" dass die Z Achse über den Linearführungen bis an den Rand der Aufspannplatte verfahren konnte. Um Ungenauigkeiten in der Höhe zumindest etwas auszugleichen habe ich die Löcher in mehreren Abschnitten gefräst und zwischendurch die Höhe geprüft und ggf. den Z-Nullpunkt angepasst.

    Viele Grüße,

    Thomas.


    CNC14 aus Workshop 20 in Köln

  • Hallo allerseits,


    ich habe das Problem mit den Rampa-Muffen im Randbereich der Spannplatte jetzt so gelöst, dass ich die Platte dreigeteilt habe. Die Einzelteile konnte ich dann um 90°gedreht vollständig auf der CNC-Fräse mit den entsprechenden Bohrungen versehen. Sieht jetzt so aus:



    Gruß Daniel


    CNC14-Fräse (April 2021) - X-/Y-Achsen vertauscht - AMB 1400 FME-P Di