Holz abkleben zum Gravieren - aber wie ?

  • Hallo Community,


    ich steh etwas auf dem Schlauch....


    Ich soll ein Logo in Holz (wahrscheinlich Eiche) fräsen, wo die Konturen weiß gebeizt werden soll.

    Da das Logo sehr, sehr feine Linien hat ist das nachträgliche färben gar nicht so einfach.


    In irgendeinem Video hab ich mal gesehen, dass das Holz, vor dem fräsen, mit einer Folie beklebt wurde, anschließend gebeizt wurde und am Ende einfach die Folie abgezogen wurde.


    Leider finde ich da nichts brauchbares. Könnt ihr mir dabei behilflich sein, oder habt ihr sogar eine andere / bessere Idee ?

  • Das Holzstück mit Klarlack lackieren, ruhig 2-3x. Dann fräsen und das gefräste mit Farbe auslegen. Dann das ganze abschleifen. Der Klarlack dient so zusagen als Trennmittel und verhindert das die Beize/ Farbe irgendwo unter läuft. Folie ist schlecht, da die Farbe/Beize durch die Holzporen ins Holz eindringen.

  • Aber Achtung, Eiche zieht in den Markröhren die Farbe. Also die Fräsung erst mit Klarlack
    behandeln und dann die Farbe auftragen. Beizen geht da dann natürlich nicht mehr.
    Unbedingt vorher ein Teststück machen, egal welche Variante.

    Liebe Grüße
    Anton

  • Alois73

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  • Mir fällt da gerade noch was ein...


    Die Gravur soll in Eiche gefräst werden. Diese werde ich chemisch altern lassen.

    Ich hab mir hierfür nun Stahlwolle in Essig-Essenz angelegt und ein Glas mit Kaffeepulver...


    Bleibt der Ablauf der gleiche?


    Also:

    1.) Kaffeesatz auftragen

    2.) Eisen-Essenz auftragen

    3.) trocknen & altern lassen - abwischen / reinigen

    4.) 3 x Lackieren

    5.) Fräsen

    6.) Gavur lackieren

    6.) Gravur streichen?

  • Probiere doch an einem Reststück eiche aus wie sich Deine chemische Behandlung verhält nachdem Du mit Klarlack lackiert hast und alles wieder runterschleifst. Eigentlich sollte der Kaffessatz/Eisen Essig Lösung tief genug ins Holz eindringen. Aber genau weiß man es erst nach einer Versuchsreihe....


    Hört sich auf jeden Fall spannend an und ich gespannt auf Deine Fotos :):thumbup:

    Volkhard


    Derzeit im Bau:

    Fräse : Fenja R4 1200D

    Motoren: JMC ihss60-36-30-21-38

    Fräsmotor: AMB Fräsmotor 1050 FME-U DI 230V

    Steuerung: Estlcam über Arduino Mega Karte

  • Ich fräs die ganze Zeit schon "Prototypen" - das Motiv hat es echt in Sich... Digital sind schon so viele feine Linien... da müssen wir Abstriche machen - das kommt sonst auf Holz gar nicht so zur Geltung.


    Auch eine Gute Idee, den Lack wieder runterzuschleifen... und dann die Lösung aufzutragen.... ich probier mich da mal ran !+

    Danke für eure Kommentare !!


    @Volkhard, wir haben die gleiche Frässpindel 😁 Ich bin immer wieder begeistert davon! Meine Motoren sind die größeren Brüder / Schwestern ^^ (JMC iHSS86-80-100 & JMC iHSS86-60-45) Einfach der Wahnsinn

  • Hallo Karsten


    DIe Lösung, d.h. Deine chemische Behandlung ist der erste Schritt. Nachdem das alles abgebunden hat dann den Klarlack drauf (Du ersparst Dir in dem Moment die Gravur) wenn der Klarlack trocken ist schleife ihn wieder komplett runter. Nun siehst Du wie Deine Oberfläche aussieht.


    Für das "echte" Werstück wäre dann der Ablauf wie folgt


    --- Chemische Behandlung (Kaffee etc)

    --- Klarlack

    --- Gravur

    --- Gravurbereich einfärben

    --- Klarlack wieder komplett entfernen (schleifen)


    Nun solltest Du ein gutes Ergebnis haben und kannst dann Deine endgültige Oberfläche herstellen, z.B. Wachs etc. oder auch alles wieder einschl. des gravierten Bereiches mit Klarlack behandeln.


    Allerdings kommt es drauf an wie sich die behandelte Eiche verhält und aussieht nachdem Du den Klarlack abschleifst. Da habe ich keine Erfahrung und könnte nicht mal schätzen...


    Den Fräsmotor habe ich noch nicht ist aber (oder eine ähnliche" geplant.


    Liebe Grüße aus dem Westerwald


    Volkhard

    Volkhard


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