CNC14 und Metall

  • Angestiftet durch die Beiträge einiger Mitglieder möchte ich mich gaaaaaaaanz langsam mal mit dem Thema Metall beschäftigen.

    In Holz arbeitet meine Fräse wirklich gut und zuverlässig und ich bin mit meinem Workflow und den Ergebnissen sehr zufrieden.


    Die Parameter sind allerdings schier unüberschaubar und meine CNC14 ist nun nicht überaus prädestiniert um Alu u.ä. zu fräsen.


    Hier mal einige Fragen, ohne dass ich überhaupt schon ein Projekt hätte oder sollte ich das mit der Kombi CNC14/AMB 1050 ganz lassen?


    - Welches Aluminium - welches Messing?

    - Welche Fräser?

    - ganz grob - welche Fräsparameter in der o.a. (Material/Fräser) Kombination.

    - Kühlung (Spritzflasche aus dem Chemieunterricht? welches Kühlmittel?


    Mir ist klar, dass meine Vorgaben sehr "schwammig" sind, aber irgendwo möchte ich einfach mal anfangen - zumindest zu überlegen.

    Präzisere Fragen kommen dann, wenn es ein konkretes Projekt gibt.


    Danke all denen, die versuchen, mich auf die richtige Spur zu führen.

    Gruß aus der Mitte Bayerns

    Stefan

  • Für die Maschinenklasse habe ich keine Werte. Aber ich würde bei ALu auf 5083 achten. Das ist easy zu zerspanen und gutmütig. Das geht auch ohne Kühlung.

    Fräser: Alu mag scharfe Sachen, ggf. Einschneider nehmen um den Vorschub und die Spindellast im Rahmen zu halten. Werte: Trotzdem Sorotecrechner o.ä. folgen. Zu ängstlich bringt dich nicht weiter, da du dann eher Staub und Reibung produzierst und so das Risiko von Verklebung erhöhst.

  • Hallo Stefan!


    Alu ist mit der CNC14 und der AMB Spindel gar kein Problem! Ich habe bisher meistens Hochfestes 7075 zerspant, weil die Bauteile das erforderten. Dabei sind schon Lagersitze entstanden, die vollkommen in den Toleranzen lagen, natürlich mit Schlichtgang und Wiederholung des Schlichtgangs. Aber auch AL7Mg3 beim Bleche zuschneiden. Ich ziehe von den Sorotec-Rechner werten noch einmal 10% ab oder steuere manuell die Verfahrgeschwindigkeit bei Vollnuten und Tiefenzunahmen etwas zurück (Estlcam).

    Das wichtigste ist die Schmierung zur Vermeidung von Aufbauschneiden. Dabei ist Spiritus (mit Wasser) in allen Spielarten (Waschanlagenzusatz) bei kurzen Jobs das einfachste. Es reicht dann eine kleine Pumpsprayflasche z.Bsp. von Wunddesinfektion. Besser geht Fenella. Das habe ich schon oft mit einem kleinen Pinsel appliziert. Jetzt macht es meine MMS.

    Spezielle Alufräser sind natürlich zu empfehlen, es gehen aber auch universelle. Von den Einschneidern bin ich wieder etwas weggekommen wegen der Stabilität des Fräsers selbst.

    Es grüßt Jörg, der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)

  • Hallo,


    das Thema steht mir auch noch bevor und da hänge ich mich frech dran. Vielleicht ergibt es ja eine kleine Sammlung von Anfängertipps.


    Wie spannt man den Alu am besten? Schraubstock, wie Holz mit Anbindungen und entsprechenden Übermaß des Werkstoffs? Sekundenkleber mit Blue Tape auf Opferplatte? Gerade da wundere ich mich ob das wirklich hält.


    Was mir immer auffällt ist die enorme Verschmutzung der Fräse mit Spänen. Kann man die Späne nicht direkt absaugen? Etwa weil man den Nebel der MMS mit wegsaugt?

    Reicht es eine Art Wanne aus Folie zu bauen, um die Sauerei in Grenzen zu halten?


    Gruß Patrick

    Estlcam V11 - Steuerung Arduinoclub Estlcam BOB - Fusion360

  • Die Späne sind eigentlich dankbar, da es halt wirklich Späne sind und nicht dieser verdammte Holzstaub. Die Späne sind halt auch schwerer und habne damit mehr Impuls. Die mit dem Staubsauge rzu fangen ist nicht so easy. Zumindest bei mir nicht.


    Spannen: Schraubstock ist eine Option, gut geht auch: Spannpratzen drumherum, ggf. vorhandene Durchgangslöcher als erstes machen und dann in der Opferplatte festschrauben. Bluetape kann gut gehen, aber der Untergrund sollte dicht und staubfrei sein. Entfetten ist ebenfalls wichtig. Bei Kleinteilen wird es oft haarig.