Baubericht Fenja -R4 1200D Anfänger im Westerwald

  • Hallo Uli


    Danke für Deine Nachricht. Ich werde es erstmal ohne die Begrenzungsscheibe versuchen. Wir haben hier nur 0.5mm Stahlblech das auf den Alukoerper wohl nur aufgepresst ist. Mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten und nur 0.5mm als Schulter ist das eine Gratwanderung. Kleben kann ich immer noch.


    Die Kratzer stören mich nicht, sind nur wohl ein Zeichen eines "sehr einfachen" Lieferanten.


    Das Du Dir selber helfen konntest und das auch gerne gemacht hast ist toll. Leider habe ich weder die Erfahrung noch die Werkzeuge (Drehbank) dafür.


    Ich verstehe vollkommen wenn jemand das Bauen und eventuelle Änderungen an der Maschine als Hobby und Herausforderung betrachtet.


    Meine Schwerpunkte liegen eher in der Nutzung der Maschine.


    Natürlich kann immer Mal was passieren und ich war zumindest nach meiner Ansicht bisher ziemlich geduldig. Hätte man mir gesagt das ich als Guinny Pig / Beta Tester fungieren soll hätte ich die Möglichkeit gehabt diese Entscheidung zu treffen und ggf zu verhandeln.


    Wenn ich den vollen Preis bezahle müsste ich eigentlich mehr erwarten können als ich subjektiv bekommen habe.


    Aber mein Baubericht soll nicht dazu herhalten hier irgend jemanden schlecht zu machen. Ich wollte nur Mal ein wenig darstellen wie es mir bisher ergangen ist.


    Also weiter im Text und an der Femja bauen die hoffentlich bald mal Leben eingehaucht bekommt.


    Eine abschließende Beurteilung über Maschine und Lieferant wird gemacht wenn wirklich alles fertig ist.


    Morgen gibt's einen kurzen Bericht über die "Zentralschmierung" der KUM der Tischachse und ggf ein paar Bilder vom Ausrichten der Riemenscheiben.


    Liebe Grüße aus dem Westerwald


    Volkhard

    Volkhard


    Derzeit im Bau:

    Fräse : Fenja R4 1200D

    Motoren: JMC ihss60-36-30-21-38

    Fräsmotor: evtl. AMB Fräsmotor 1050 FME-U DI 230V

    Steuerung: Estlcam über Arduinoclub Mega Karte

  • Hallo zusammen,


    das Volkhard solch Probleme mit seinen Anbauteilen hat finde ich sehr schade.

    Die Zahnriemenräder passen ja überhaupt nicht zusammen. Da ist doch die Spindel viel zu lang?

    Die Differenz mit einfachen Unterlegscheiben zu kompensieren ist sehr billig, wie ich finde.

    Die Spannrolle (Kugellager) sollte mind. so breit sein wie der Riemen, sonst walkt er sich unnötig und lenkt den Riemen womöglich noch gegen die Begrenzungsscheibe.

    Sieht auf dem Foto so aus, als wäre seine Spannrolle niedriger.


    Gruß

    Karlheinz

  • Das sieht wohl so aus, als wenn sich kein Händler davon aus nimmt schlampig zu arbeiten oder seinen Müll an die Hobbyfräser an den Mann zu bringen.

    Aber ich glaube, dass wir daran selber schuld sind. Wir lassen das ja einfach mit uns machen, anstatt mal wirklich auch den Sack zu klopfen.

    Hier wird noch viel zu oft mit Weichspüler an die Sache rangegangen. Einfach mal das Kind beim Nanen nennen.

    Sicherlich liegen all diese Maschinen im Hobbybereich, aber deswegen kann man doch nicht so tun, als wenn wir mit dem Müll der teilweise bei diesen Bausätzen auftaucht, einfach zufrieden sein müssen.

    Die Herrschaften kaufen doch ihr Material auch nur in China ein. Und versuchen es dann „teuer“ in D weiter zu verkaufen.

    Leider ist es so, dass viele Händler nur aufs verkaufen stehen. Mann bezahlt zwar den angeblichen „Service“ mit, aber rufen sie mich bitte nicht wieder an.


    @ Volkhard,


    wer erzählt den so ein Humbuck, das wenn an dieser Stelle der Führungswagen Fett austritt, alles okay ist.

    Das ist mir neu. Genau dort sollte kein Fett austreten. Das wäre ja genau an dieser Stelle.


    Es kann natürlich sein, das der Kunststoffvorsatz nicht richtig festgeschraubt ist.

    Das überflüssige Fett sollte einzig und allein durch die Dichtungslippen nach außen dringen und dort eine Wulst bilden.


    Gruß Dietmar

    Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.

    Abraham Lincoln

  • Hallo Dietmar.

    In vielen was Du sagst muss ich Die leider Recht geben aber das soll momentan nicht Gegenstand des Bauberichtes sein. Das Fazit ziehe ich ganz am Schluss.


    In Bezug auf das Austreten des Fetts auf meinem Foto kam die Info das wäre in Ordnung vom fräserbruch Discord. Eigentlich wäre ich davon ausgegangen das fräserbruch hier etwas sagen würde wenn auf deren eigener Discord Seite eine falsche Information verbreitet würde....???? Also werde ich da noch mal unabhängig nachforschen müssen.


    Liebe Grüße aus dem Westerwald


    Volkhard

    Volkhard


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  • Zentralschmierung. Ein großes Wort dafür einfach einen Abschmierpunkt zu verlegen. Irgendwo wurde gesagt das wäre unnötiger Luxus und sollte Profi Maschinen vorbehalten sein. Natürlich, echte Zentralschmierung, vielleicht sogar mit einer zentralen Pumpe und Fettbehälter, die automatisch nach gewissen Intervallen eine gewisse Menge Fett an die Lager gibt ist nur dort zu finden und mach nur dort Sinn. Bei unseren Maschinen verwenden wird die Bezeichnung Zentralschmierung eher als Beschreibung dafür einen Abschmierpunkt zu verlegen der ansonsten nur schwer zu erreichen wäre.


    Bei meiner Fenja ist das der Schmiernippel der KUM der Tischachse. Wenn hier später die Grundplatte + Opferplatte aufgebracht sind ist der Schmiernippel nur schwer zugänglich. Ich habe gelesen das manche regelmäßig Grund und Opferplatte abbauen um dort heranzukommen. Ich habe mir zunächst überlegt einen entsprechenden Ausschnitt in der Grundplatte zu machen damit ich nur die Opferplatte abnehmen müsste. Allerdings erscheint die Verlagerung des Abschmierpunktes hier im Endeffekt die für mich beste Lösung zu sein.


    Man braucht dazu :

    Eine Einschraub-Verschraubung (in meinem Fall M6 (Gewinde in der KUM) auf 6mm Schlauch. Ich habe mich für die abgewinkelte Version entschieden.

    Ein paar M6 Kupfer Unterlegscheiben sind sinnvoll um die Einschraubtiefe und die Endstellung des abgewinkelten Fittings and der KUM zu bestimmen.

    Ein kurzes Stück Schlauch. 50cm reichten im meinem Fall. Ich nutze einen Schlauch 6x1,25mm PA12 HL 01-20-07000729 AF 017

    Dann eine weitere Einschraub Verschraubung. Bei mir M8 auf 6mm gerade Version.

    Am Schluss noch ein Schmiernippel M8


    Alle Teile stammen wohl von der Firma Sinntec. Ich war in der glücklichen Lage von einem Forumskollegen ( Danke Chris) die notwendigen Teile erwerben zu können und konnte damit das €30 Bestell-Minimum bei Sinntec vermeiden. :)


    In meinem Falle habe ich zunächst an passender Stelle ein Loch in die Portalwange gebohrt. Hier muss man darauf achten das diese Bohrung so positioniert ist das man "von hinten" die Einschraubverschraubung auch festziehen kann! Hier ist nicht viele Platz und man sollte gewissenhaft vorgehen und genau messen!.


    Ich habe zunächst mit 6mm vor gebohrt. Um das Loch halbwegs winkelig in die Wange zu bohren habe ich mir aus einem 40mm Plattenblock eine Führung gebaut. Das ist der gleiche Block den ich auch schon beim Kern-Bohren der Aluprofile für den gleichen Zweck benutz habe.





    Nach der 6mm Bohrung wurde dann mit 6.8mm das passende Kernloch gebohrt. Dann habe ich das M8 Gewinde eingeschnitten was auch problemlos funktioniert hat. Lediglich das Senken/Säubern auf der Rückseite war etwas schwierig.


    Nicht gerade James Bond Style und eher MacGyver: aber es hat geklappt ;)



    Die Fittings M8 hatten M8 keg Gewinde. Mir war diese Gewindeform nicht wirklich bekannt und ich merkte nach ein bis zwei Gängen das es deutlich schwerer wurde einzuschrauben. Nach kurzer Nachforschung weiß ich nun das solche Gewinde sehr wohl in eine "normale" M8 Gewindebohrung passen. Sie sind so gestaltet das sie sich durch leichte Verformung selbst abdichten. Also mit Kraft UND Gefühl und es klappt.



    Hier das Detail der Verschraubung and der KUM. Die U-Scheiben begrenzen die Einschraubtiefe.




    Die Bezeichnung auf dem verwenden Schlauchabschnitt.




    Hier sieht man die geradlinige Einschraubverschraubung M8. Es wird deutlich das die Wahl der Position der Bohrung nicht trivial ist sondern überlegt sein sollte.




    Das unscheinbare "Business" Ende der Abschmiervorrichtung für die KUM der Tischachse.


    Alles in allem war das alles innerhalb einer Stunde erledigt. Mittlerweile habe ich die Schmierung auch getestet. Rund 4 Hübe mit der Fettpresse waren nötig bis an der KUM etwas Fett ausgetreten ist. Danach die Spindel einmal vollständig hin und her fahren und noch etwas mehr Fett nachgeben. Es hat alles prima geklappt und alles ist auch komplett dicht.


    Ich betrachte das als ein erfolgreiches Upgrade und bin froh das ich mich hoffentlich für eine lange Zeit nicht mehr um die KUM kümmern muss und bequem "von außen" nachschmieren kann.


    Nächster Schritt :

    Installation der Schrittmotoren unter Nutzung des Riemenantriebsatzes.


    Liebe Grüße aus dem Westerwald


    Volkhard

    Volkhard


    Derzeit im Bau:

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  • Schön dokumentiert! Ich finde jedoch den Begriff Zentralschmierung im Sinne der Suche irreführend. Du gehst zurecht darauf ein, dass es sich um eine einfache Verlegung der Schmierposition handelt. Diese ist allerdings bei Fräsen mit mittlerer KUS unter dem Tisch zu empfehlen.


    Zum Discord: Der ein oder andere wird wissen, dass ich dort die meisten Posts ebenfalls mitbekomme. Alles sieht dort leider niemand. Der Server ist vor allem als Werkzeug für den direkten Austausch zwischen den Usern gedacht. Ich versuche dort oft und gerne zu helfen, aber ich mache das auch nur aus Spaß an der Freude. Die offizielle Supportadresse mit Ticketsystem ist allen Nachbauern bekannt.


    Zum Linearwagen:

    Fachlich korrekt ist sicherlich, dass das Fett zwischen Gehäuse und den Kappen nicht austreten sollte - egal ob ChinaSpecial, CPC oder Hiwin. Schrauben prüfen, falls undicht: Sicherstellen, dass es wirklich dort im Spalt austritt und dann den Lieferanten kontaktieren. Ich erinnere mich, dass wir das mit der Gen 1 Fenja und den damaligen Chinalieferanten auch hatten. Es ist im Zweifelsfall auch ziemlich egal, sofern den Fett auch vorne raus kommt. Dort ist die Wulst gewünscht.


    Zu den Aussagen von califax:

    Ich stimme dem zu, dass wenn ein Händler sich um nichts kümmert oder wissentlich Müll verkauft, ist das ein Problem und das geht nicht. Richtig ist allerdings auch, dass die "so billig wie geht" Mentalität vieler Konsumenten oftmals ebenfalls dazu beiträgt. Es ist immer blöd, wenn sich Probleme mal häufen - Unmut tritt bei mir dann auch auf.


    Im konkreten Lieferenten-Fall sei aber auch darauf hingewiesen, dass es sich hier um explizite DIY Bausätze handelt (d.h. selber machen, eigene Entscheidungen treffen und Beschaffungen tätigen) und nicht um ein Kit, was mit allen Teilen ausgeliefert wird (vgl. z.B. Prusa). Das ganze erfolgt auch nicht durch ein Unternehmen, sondern durch zwei Personen privat, die das im Sinne der Community in ihrer Freizeit machen und damit einen sehr erheblichen Aufwand betreiben. Das Ganze ist entstanden und wird auch immer noch betrieben, sodass derartige Maschinen für mehr Personen erschwinglich sind. Nicht umsonst sind vergleichbare Maschinen bei anderen Anbietern deutlich teurer. Der Preis dafür ist klar: mehr selber machen und auch mehr KnowHow an den Tisch bringen.

    Den Vorwurf "Die Herrschaften kaufen doch ihr Material auch nur in China ein. Und versuchen es dann „teuer“ in D weiter zu verkaufen. Leider ist es so, dass viele Händler nur aufs verkaufen stehen. Mann bezahlt zwar den angeblichen „Service“ mit, aber rufen sie mich bitte nicht wieder an." erachte ich in diesem Fall daher als unangemessen. Es deckt sich nicht mit meiner Erfahrung (eigene Fenja, Kondor) und meinem Wissen.

  • Hallo Guido


    Zunächst Danke für Dein Lob bezüglich der Dokumentation.


    Zu dem anderen Thema wollte ich mich zu diesem Zeitpunkt eigentlich eher nicht mehr äußern aber ich muss doch einige Deiner Einwürfe aus meiner Sicht kommentieren damit der unbedarfte Leser sich sein eigenes Bild machen kann.


    Nach knapp 30 Jahren Leben und Selbstständigkeit in den USA kann ich sagen das die Bezeichnung "Kit" nichts anderes bedeutet als "DIY Bausatz". Ich wüsste gar nicht wie ich das unterschiedlich einordnen sollte.

    Ich habe hier gemäß Deiner Interpretation einen komplettes mechanisches Kit gekauft das alle mechanischen Teile außerhalb Steuerung, Elektrik, Schleppketten usw beinhalten sollte.


    Ich habe dieses Kit oder DIY Bausatz von einer offiziellen Firma gekauft. Diese Firma hat eine USt. Nummer und erhebt die MWSt. ist also ein angemeldeter Gewerbebetrieb.


    Es mag sein das das früher mal eine lockere "Freunde helfen Freunde" Geschichte war die hobbymässig nebenher gemacht wurde aus philanthropischen Gründen. Heute ist der Kaufpreis nicht einfach die Summe der Kosten der Teile + etwas Aufwandsentschädigung sondern ein nicht unerheblicher Teil der Kalkulation ist wohl der Qualität und dem Service gewidmet den ich dann auch, und ich glaube zurecht, erwarte.


    Hier kann ich nur die Selbstdarstellung auf der firmeneigenen Webseite verweisen:


    Der Anspruch des Lieferanten an sich selbst: (lt Webseite)


    Der Anspruch

    Hier findest Du DIY-Portalfräsen mit der umfangreichsten Dokumentation.


    Der Support

    fraeserbruch.de bietet unbegrenzten Support für den mechanischen Aufbau. Solltest Du also eine Frage haben, hat fraeserbruch.de die Antwort. „Doofe“ Fragen gibt es nicht.



    Der Anspruch des Lieferanten an den Käufer:

    Was muss ich an „Können“ aufbringen um eine Fräse nachbauen zu können?

    Du

    • kannst eine Schraube rein- und rausdrehen und hast dabei das Gespür wie fest die Schraube angezogen werden kann (erkennst „nach fest kommt ab“)?
    • kannst mit der Standbohrmaschine umgehen und bist routiniert im Umgang mit einem Akkuschrauber?
    • hast ein Gefühl und Vorstellungsvermögen für die mechanische Funktionsweise einer Fräse?
    • bist motiviert?
    • kannst Dich mit „Geduld“ und „Sorgfalt“ etwas widmen?

    oder Du hast vielleicht schonmal Dein Auto selbst (erfolgreich!) repariert (Reifenwechsel zählt nicht)?

    Wenn Du das alles mit „Ja“ beantwortet hast, hast Du alles was Du brauchst! Eine CNC-Fräse aufzubauen ist wirklich nicht kompliziert.


    Ich glaube das ich diesen geforderten Ansprüchen problemlos gerecht werde. Es werden keine expliziten Kenntnisse oder Fähigkeiten im Maschinenbausektor erfordert.


    Der Umstand das man neben der leider lückenhaften Anleitung KEINE Zeichnungen bekommt (auch nicht auf direkte Anfrage) macht den Bau um Längen schwieriger, zumindest für jemanden der lediglich der obigen Beschreibung entspricht.


    Zu dem was Califax ausgeführt hat kann ich nur meine eigenen Erfahrungen wiedergeben.


    Es war ziemlich schnell ersichtlich das die Zusammenstellung der Schrauben/Kleinteile in dem DIY Bausatz leider nicht komplett war und einige Teile auch durch ähnliche ersetzt wurden ohne es zu vermerken. Leider kann ich von mir aus nicht entscheiden was wichtig ist und was nicht und bin generalstabsmäßig nach der Anleitung vorgegangen. Natürlich ergaben sich dann, und nicht durch mein Verschulden, einige Diskrepanzen. Ich habe dann jeweils eine email gesendet und gefragt.


    Das ging ein paar mal gut, dann wurde ich allerdings aufgefordert (wie zitiert):


    " Ansonsten würde ich Dich bitten, evtl. weitere Punkte erst einmal zu sammeln, damit wir sie nach Abschluss der Arbeiten "in einem Rutsch" abhandeln können. Ich kann überspitzt formuliert nicht "jede Schraube" einzeln zusenden - das sprengt dann doch den Rahmen."


    Nunja, wenn es halt nicht komplett ist kann man nicht dem Kunden die Schuld dafür geben. Ich hätte viel lieber einfach weitergebaut anstatt emails auszutauschen und dann immer wieder warten zu müssen bis ich eine Antwort und/oder Teile bekomme. Wenn ich "auf Verdacht" irgendwelche der bereitgestellten Teile verwende, fehlten die mir vielleicht später und ich müsste entweder rückbauen oder Ersatz beschaffen. Das kann nicht der Standard sein und ich kann hier nicht nach Deinen Worten "Entscheidungen" treffen die vielleicht der Konstruktion entgegenlaufen-


    Gäbe es eine gute Teileliste die nicht nur Anzahl, Größe und Bezeichnung angibt sondern auch sagt wo das Teil einzusetzen ist, und/oder aber eine (Explosions-) Zeichnung könnte man ggf. versuchen herauszufinden wo Dinge hingehören. Hier passt der Anspruch des Lieferanten die umfangreichste Dokumentation zu haben absolut nicht.

    Weder eine aussagefähige Teileliste, noch nutzbare Zeichnung oder eine fehlerfrei und stimmige Anleitung sind m.E. vorhanden bzw dem Kunden zugänglich.


    Nachdem ich eine weitere email erhalten habe die mit den folgenden Worten endete:


    .... Ansonsten steht es Dir natürlich jederzeit frei, das Projekt Fenja für Dich auch zu beenden und die Maschine zu veräußern.


    kann die Kommunikation zwischen dem Lieferanten und mir nur noch als ziemlich frostig bezeichnet werden.


    Ich glaube das trifft in etwa was Califax ausdrücken möchte.


    Aber nochmals, wir sollten das Thema "Lieferant" hier bitte nicht unbedingt ausweiten. Es ist und bleibt ein Baubericht. Wenngleich ich vom Lieferanten mehr als enttäuscht bin halte ich grundsätzlich die Fenja für eine adäquate Maschine und glaube das ich im Endeffekt das was ich damit tun möchte auch tun kann. Leider ist der Weg dorthin deutlich steiniger als ich nach Lesen der Informationen auf der Webseite geglaubt habe. Gäbe es dieses Forum und andere Quellen nicht, hätte ich wahrscheinlich das Handtuch schmeißen müssen.


    Wenn ich meine abschließende Beurteilung abgebe haben wir immer noch Zeit diese Unzulänglichkeiten die mir aufgefallen sind zu diskutieren, vielleicht auch als separaten Thread ? (Moderator???)



    Jetzt geht's erstmal wieder an die Fenja die meine Aufmerksam wünscht. ;)


    Liebe Grüße aus dem Westerwald

    Volkhard


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  • Energieketten


    Heute waren die bestellten Schleppketten in der Post. Natürlich musste ich gleich überprüfen ob ich richtig kalkuliert habe oder ob ich nachbestellen muss. Dazu habe ich die Schleppketten erstmal grob an den geplanten Stellen mit Zwingen befestigt und die Achsen entsprechend verfahren. Da hab ich wohl einen guten Job gemacht denn auf Anhieb hat es so gepasst wie ich es mir vorgestellt habe:


         


    Hier die Schleppkette an beiden Endpositionen der Tischachse.



       


    Ebenso für die Portalachse.



    Natürlich kommen die erstmal wieder weg und ich habe noch einige Dinge tun bis es soweit ist zu verkabeln. Aber es ist wieder ein Punkt den ich erfolgreich abhaken kann.


    Welche Energieketten habe ich bestellt und warum?


    Zunächst hatte ich erstmal testweise einen Meter der Schleppkette von G-Tech bestellt. Leider war die Qualität so schlecht und fehlerhaft das die Kette leider nicht brauchbar war. Ich habe die Kette zurückgeschickt und auch den vollen Kaufpreis zurückbekommen. Auf den Portokosten (€4.95) für die Rücksendung bin ich leider hängen geblieben. Man nennt das wohl Leergeld oder Lehrgeld (je nach Betrachtungsweise ;) )


    Dann habe ich bei Igus bestellt. Immerhin sind die die Schleppkettenspezialisten schlechthin. Allerdings kann die Produktauswahl auf der Webseite schon erdrückend sein und ich finde es relativ schwierig mich dort zu orientieren. Aber es gibt immer jemand bei Igus der über Chat gerne hilft und man findet zusammen dann das was man braucht.


    Ich habe mich für die IGUS Serie B17i entschieden


    https://www.igus.de/iPro/iPro_…Nr=B17i.5.063.0&c=DE&l=de


    Die Innenmaße habe ich mit 32mm und die Innenbreite mit 63mm festgelegt. Der wählbare Biegeradius beträgt 63mm und scheint zu funktionieren.


    Natürlich müssen alle Kabel etc die in die Energiekette eingelegt werden auch Schleppkettentauglich sein damit es keine Kabelbrüche gibt.


    Für die Tischachse habe ich insgesamt 33 Glieder im Einsatz und für das Portal insgesamt 25. Dazu kommen dann noch die jeweiligen Anschlusselement und das ganze sollte passen und genug Platz bieten um alles unterzubringen was man braucht und auch etwas Abstand zu lassen (z.B Versorgungsleitung Spindel)


    Damit wird wohl das Thema Motoren und Riemenscheiben auf morgen verschoben. Dabei ist mir schon aufgefallen das ich das Kabel zum Motor für die Tischachse besser vorher verdrahte da ich vor allem an die durch Schrauben gesicherte Steckverbindung für die Spannungsversorgung nicht mehr dran komme !!!


    Das wars dann für heute. Liebe Grüße


    Volkhard

    Volkhard


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  • Moin,

    habe von Alois die Abstreifer für die Spindelmutter bekommen. Aufgrund der Hitze und der Nichtzugänglichkeit der Spindelmutter auf der Y-Achse, muss ich erst eine "Wartungsklappe" in meinen Fräsentisch schneiden um die Schrauben als auch die dezentrale Schmierung zu lösen. Dann kann ich die Spindelmutter ausbauen ohne die Fräse aufzubocken oder Aufspannplatte und Opferplatte abzubauen.

    TIP:

    Hast Du eine "Wartungsklappe" vorgesehen?


    Ich habe Deinen Baubericht mitgelesen, aber nicht auf diesen Punkt gecheckt.

    Beste Grüße aus dem Norden
    ingo

  • Hallo Ingo


    Nein, eine Wartungsklappe im Untergestell habe ich nicht vorgesehen. Aber Danke für den Hinweis.


    Ich hatte und habe die Hoffnung das ich durch die Verlagerung der Schmierung der KUM eigentlich erstmal Ruhe haben sollte. (Wunschdenken?)


    Ich denke noch darüber nach wie ich das "rieseln" durch die Bohrungen im Maschinenbett/Opferplatte entweder vermeiden kann oder wie ich alternativ einen Schutz oberhalb der KUS bewerkstellige um dort erst gar nichts landen zu haben. Ich denke da an eine dünne Platte die ich an der Unterseite der Alu Querträger befestige. Dazu ggf ein paar "Systemhalter" für das Aluprofil 3D gedruckt und zwar so das die Platte sich seitlich neigt und damit ggf Staub/Späne entfernt werden könnten. Zur gegebener Zeit werde ich hier über meine Lösung berichten.


    Sollte mal eine größere Wartung an der KUS/KUM notwendig sein müsste man sowieso das Festlager und die Stirnplatte lösen um ggf die Teile zu entfernen. Das Lösen des Portalverbinders sollte mit kleinen Händen (nicht meinen ) von der Seite machbar sein. Damit könnte die KUS/KUM komplett entfernt werden.


    Liebe Grüße


    Volkhard

    Volkhard


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  • Gegen das "durch rieseln" hilft es ganz gut alle nicht genutzten Bohrungen zu verschließen. Ich habe bei mir alle Bohrungen die aktuell nicht gebraucht werden mit Madenschrauben verschlossen. Seit dem habe ich kein Problem mehr das da irgendwas durch geht oder die gewinde zu gehen.

    Da ich primär mit Schraubstock und vaccumtisch arbeite muss ich allerdings auch nicht oft umbauen, da geht das ganz gut so.

    Grüße,
    Klaus


    Fusion CAD -> Fusion CAM -> Planet CNC TNGV2 -> KMS DIY CNC -> fertig

  • Simple Hilfen:

    -Fenja auf Füße erhöht die Fenja und macht den Zugang an die Unterseite leichter. Da dann unter den Stirnplatten Luft ist, kann man die KUs ausbauen, ohne die Tischplatte herunter zu nehmen oder eine Stirnplatte zu lösen. Das neue Design mit nicht eingespannter KUS sollte es hergeben, vernünftige Fertigung der KUS vorausgesetzt, der Abstand der Stirnseiten nicht geändert werden muss (je nach Montage des Loslagers). Man bekommt dann auch die KUS hin und her gesteckt und raus. Ich habe das gut 10 mal machen müssen (defekte KUS).


    -Späneschutz: Ist halb so wild. Löcher zumachen (Senkkopfschrauben). Ich habe eine Tischfolie genommen, welche ich noch hatte. Diese wurde unter den Querverbindern mit Nutensteinen befestigt. Dient damit nur als Abweiser und alles ist hübsch.

  • Hallo Volkhard, den Mittelbereich über der Spindel habe ich in Aufspannplatte und Opferplatte ohne "Löcher" gemacht. So habe ich den Schutz realisiert.


    Meine Spindelmutter macht trotzdem Geräusche.

    Zum einen werde ich den zusätzlichen Schmierzugang - siehe Alois - fräsen und alle Kugeln reinigen. Mal sehen. Die Klappe hatte ich am Anfang auch verworfen, aber....

    Beste Grüße aus dem Norden
    ingo

  • Hallo Ingo


    Warum nicht eine Abdeckung oberhalb der KUS auf der Y - Achse?


    Ich habe dort Plexiglas mit Aluwinkeln befestigt und ja das funktioniert sehr gut.

    Viele Grüsse


    Dieter


    Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)

  • Eine Empfehlung zur Montage der Schleppkette:


    Ich habe alle Kabel vor der Installation der Kette in diese gelegt. Weil auch bei mir die Ketten an der Wand laufen. „Ich wollte nicht auf die Fräse steigen müssen um die Kettenglieder zu schließen.“ ;)


    So habe ich alle Glieder der Kette geöffnet, ein Referenz-Kabel eingelegt, zur Ermittlung der Länge und die Kette provisorisch montiert. Nach der Ausrichtung und einem Ergebnis das mir gefallen sollte, habe ich die Kette demontiert und alle Kabel in die Kette gebracht. „Plus Kabel die ich evtl. erst später benötige.“ Die Kabel an den Enden mit Kabelbinder fixiert und dann die Kette montiert.

    Wasser/Schmiermittel wird getrennt von den Kabeln verlegt.

    IGUS finde ich auch sehr gut, sowohl von der Qualität als auch Service.



    Gruß

    Karlheinz

  • Danke für all die Kommentare zum Thema Späneschutz der KUS Tischachse und den Tips zum Thema Energiekette.


    Nichtbenutze Bohrungen zu verschließen ist eher nicht meins da ich noch nicht weiß welche ich später nutzen werde. Flexibilät ist ja der eigentlich Grund für die Rasterbohrungen. Würde ich auch Schraubstock und einen Vacuumtisch nutzen, würde ich wohl auf die meisten Bohrungen verzichten.


    Was würde passieren wenn ich entscheide ein vorher per Schraube verschlossene Bohrung zu nutzen? Würde ich nicht doch Gefahr laufen das einige Späne die sich in dem Loch gesammelt haben doch auf die KUS rieseln?. Momentan erscheint mir bisher die oben beschriebene komplette , leicht geneigte Abdeckung oberhalb der KUS und unterhalb der Querverbinder für mich als sinnvollste Alternative.


    Eine ganz andere Alternative wäre evtl. auch der Einsatz von T-Nut Aluschienen eingelassen in der Grundplatte. Dann müsste allerdings die Opferplatte aus entsprechenden Streifen bestehen. Hier habe ich meine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen und recherchiere das Thema noch :/ .


    Bei der Schleppkette plane ich ähnlich wie von Kellergeist beschrieben vorzugehen und werde die Energiekette bequem auf einem Tisch befüllen und die Kabel und Schlauchenden and den Enden fixieren.

    Im Moment denke ich darüber nach mir jeweils entsprechenden Kämme zu drucken (3D) die die Kabel etc an den Eingängen sortieren. Dort dann auch Fixierung durch Kabelbinder. Ich stelle mir vor die Kabel etc allerdings nur einseitig (per Kabelbinder) zu fixieren. Je nach Position (Entfernung zum äußeren bzw inneren Radius der gebogenen Schleppkette) würde sich doch die "Länge" des Kabels ändern.


    Wahrscheinlich werde ich auch über gedruckte Separationsstege nachdenken die ich vielleicht an jedem dritten oder vierten Schleppkettenglied einfüge um die sortierte Verteilung auch innerhalb der Kette zu gewährleisten. Sollte da etwas brauchbares rauskommen stelle ich die SKP und STL Dateien gerne zur Verfügung. Natürlich werden diese nur zu der von mir genutzten Energiekette passen.


    Derzeit plane ich die Kette in drei Bereich aufzuteilen:

    Außen : Stromversorgung für spätere Spindel. 4mm Erdungsleitung (Igus; Schleppkettentauglich)

    Mitte: Luft und Wasserschläuche.

    Außen: Alle anderen (Steuer-) Leitungen einschl. Stromversorgung für die Stepper (integriert im speziellen Kabel mit den Motorsteuerleitungen)


    Bezüglich Luft und Wasserschläuche zum Einsatz innerhalb der Energieketten wäre ich für Vorschläge geeigneter, erfolgreich eingesetzter Schläuche dankbar ;)


    Liebe Grüße


    Volkhard

    Volkhard


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  • Mit Madenschrauben verschlossene Bohrungen sind ja ruck zuck wieder frei. Madenschrauben raus und gut ist. Die sind nur gerade so tief rein geschraubt das sie beim abplanen der opferplatte nicht im Weg sind. Dazu sind sie relativ kurz so das sie mit ein paar umdrehungen raus sind. Späne die drauf liegen lassen sich gut absaugen. Da liegt bei mir normalerweise nix rum was da reinfallen könnte. Zumindest nicht in Mengen die der KUS irgendwie gefährlich werden könnten.

    Grüße,
    Klaus


    Fusion CAD -> Fusion CAM -> Planet CNC TNGV2 -> KMS DIY CNC -> fertig

  • Ich hatte vor, ein gekröpftes Alublech unter die Querstreben mit Senkkopfschrauben und Nutensteinen zu schrauben. Etwa 15-20 cm breit nur in Bereich der Spindel. Hab dann aber eine geschlossene HPL Platte und darauf eine Aluplatte mit Sacklochbohrungen. Es wäre schön wenn man die Bohrungen nach unten hin Durchblasen könnte, aber es funktioniert auch so. Wenn es zu viel wird, gerade bei Aluspänen, dann wird ein Metallstab mit Kunststoffrohr in die Spindel gespannt, und durch die MMS jede Bohrung über Programm angefahren, ausgeblasen und abgesaugt. Dauer ca 1 Stunde, dann habe ich wieder eine Zeit lang Ruhe.