Baubericht Fenja -R4 1200D Anfänger im Westerwald

  • Meine bayerischen Freunde brauchen einen Hocker 😅

    @Ingo, aber nur wenn ich meine Wampe auf die Opferplatte ablegen möchte. Und das will ich Dir wirklich nicht antun. 8o Aber der dritte aus unserem Dreigestirn braucht sicher einen Hocker.... :thumbsup: Mein Maschinenpanntisch ist auf 95cm Oberkante. Also angenehme Arbeitshöhe.

  • Hallo Björn


    Ja das ist das Mega Shield vom Arduino Club für Estlcam. Geschirmte Leitungen für die Sensoren habe ich vor. NC Schalter Sensoren habe ich auch vor zu nutzen wegen der erhöhten Sicherheit falls es mal ein lose Verbindung oder einen Kabelbruch geben sollte. Es ist mir lieber alles stoppt anstatt einfach weiter zu fahren ;)


    Es ist richtig das auf dieser Karte die Eingänge über 6V laufen. Müsste aber funktionieren da ja jede Menge dieser Karten im Einsatz sind. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich mechanische Endschalter oder elektronische Näherungsschalter einsetzten werde. Es sieht so aus als hätte ich die Option. Im Profibereich findet man auch heute noch sehr oft mechanische Schalter und ich habe das Gefühl bei einem guten Schalter kann der Schaltpunkt und dessen Wiederholgenauigkeit größer sein als bei einem Näherungsschalter. Auf jeden Fall wird dafür ein 3 poliges geschirmtes Kabel eingesetzt und von Punkt zu Punkt als Loop geführt


    Soweit ich bisher verstanden habe brauche ich jeweils eine 2 polige Leitung für den WLS und für eine Tastplatte. Sollten auch die geschirmt sein? Auf den meisten YouTube Videos sieht man eigentlich nur den Einsatz normaler Litzen (0,5qmm?).


    Alle drei führe ich über aviation plugs durchs Gehäuse mit der Schirmung (sweit notwendig und vorhanden) über den jeweiligen Stecker am geerdetem Gehäuse angeschlossen.


    Du erwähnst eine Batterie betriebene 3D probe. Hast Du einen Link damit ich weiß um was es geht? Ich kenne eigentlich nur die rotierenden, rein mechanischen "Edgefinder" die in der Spindel rotieren und bei Berührung der Seite des Werkstücks ihre Ansicht etwas verändern. Mit denen muss man sehr behutsam im kleinsten Langsamgang anfahren damit einem das Ding nicht um die Ohren fliegt.


    Wie Du auf den Fotos erkennen kannst habe ich die 3SSD Relais auf den entsprechenden Sockeln montiert. Allerdings nicht auf der Hutschiene sondern fest mit der Grundplatte verschraubt. Damit liegt der Alu Kühlkörper vollflächig auf der Grundplatte auf und könnte so auch überschüssige Wärme ableiten. Aber ich erwarte eigentlich nicht das diese so heiss werden. Das (chinesische Rating) liegt bei 40A die ja auf keinen Fall auch nur annähernd erreicht werden. Ohne Kühlkörper würde ich denen eher nicht trauen ;) .


    cnc-aus-holz.at/wcf/index.php?attachment/14981/


    cnc-aus-holz.at/wcf/index.php?attachment/14982/


    cnc-aus-holz.at/wcf/index.php?attachment/14980/


    Langsam nimmt der Schaltschrank Gestalt an und nachdem am Montag noch die weiteren aviation plugs kommen und eingebaut werden, könnte ich eigentlich den Schrank soweit fertigstellen und auch probeweise (nur auf 230V mit allen 3 Stromkreisen gebrückt) in Probebetrieb nehmen um die grundsätzliche Funktion zu testen. Es werden ja keine Verbraucher geschaltet (SSD Relais) und es geht lediglich um grundsätzliche Funktionsprüfung (hoffentlich ohne Fehlersuche ;))


    Dann sollte es dann später nächste Woche mit dem eigentlichen mechanischen Aufbau der Fenja losgehen. Ich hoffe ich bekommen bald die Nachricht von Fräserbruch das die Umbausätze für Riemenantrieb verfügbar sind die ich gleich von Anfang an einbauen möchte. Zeitgleich möchte ich mich auch in Bezug auf "Handrad" für diese Konfiguration auseinandersetzen um zu sehen was ich hier über den großen Stecker mitten auf dem Shield anschließen kann. Start-Stop, Drehzahl (falls ich mir einen Fräsmotor mit Drehzahl Signalleitung zulege ( Entscheidung über Fabrikat und Typ ist noch nicht gefallen) wird dann darüber manipuliert.


    Eventuell werde ich auch 2 Pilzschalter als Not-Stop montieren (an jedem Ende der Fenja (außerhalb der Einhausung) einen für schnelle Erreichbarkeit. Ist auch hier geschirmtes Kabel zu verwenden???


    Soweit in Reaktion auf Deinen gestrigen Beitrag.


    LG


    Volkhard

    Volkhard


    Derzeit im Bau:

    Fräse : Fenja R4 1200D

    Motoren: JMC ihss60-36-30-21-38

    Fräsmotor: AMB Fräsmotor 1050 FME-U DI 230V

    Steuerung: Estlcam über Arduino Mega Karte

  • Hallo Volkhard,

    Mit mehr Ahnung von Video/Audio/Schnitt etc. hätte man einen YouTube Channel machen können aber das ist dann wieder eine andere Herausforderung (wenn's gut sein soll). Die Hardware hätte ich im Prinzip .....

    Das Problem ist bekannt. Es ist auch Ahnung da, aber der Zeitaufwand ist erheblich, wenn man nicht nur Vloggen will (und auch das kostet Zeit). Aufwand/Nutzen ist schwer abzusehen.

    Von oben nach unten:

    Näherungsschalter:

    6V sind bei mechanischen Schaltern bei kein Thema, bei Induktiven Schaltern sollte es klappen, ist aber an der unteren Grenze der Betriebsspannung.

    In jedem Fall 3 polig verlegen und auch schirmen. Schirm bei den doofen Aviation Plugs über einen zusätzlichen Pin führen, sonst macht das keinen Sinn. Gute mechanische Schalter sind kaum zu schalgen, jedoch auch ziemlich groß. Die Induktiven Näherungsschalter lassen sich hervorragend integrieren und funktionieren mehr als ausreichend. Ich hatte keine relevanten Abweichungen feststellen können.


    WLS:

    Gibt es in verschiedener Form. Meistens ist es wieder nur ein Öffner (NC) und damit kommt du mit zwei Drähten aus. Es gibt jedoch auch diverse andere Systeme, welche dann wieder 3 Drähte brauchen. Ich würde immer 3 Adern verlegen. Diverse Probe agieren auch so und manche andere Steuerung möchte nur einen Probe Eingang (linuxcnc). Schirmung ist nich tkritisch, aber ich habe mir angewähnt das einfach alles mit der gleichen Strippe zu machen.


    Aviation Plugs (GX16/GX20?): Die mir bekannten haben keine Schirmdurchführung. Man kann sich mit Schirm via Pin helfen.


    3D-Probe:

    Gemeint sind kompakte, für unsere Fräsen geeignete 3D Taster . Anbieter gibt es - gerade aus Osteuropa - mehrere. Ich nutze einen von vers.by (vgl. Video) und bin damit zufrieden. Kürzlich tauchte noch ein Anbieter auf, zu dem es hier viel Resonanz gab. Mechanische "Edge-Finder" sind auf den typischen Käsefräsen nicht ganz so einfach einzusetzen, da die Drehzahl der China-Spindeln meistens zu noch ist. Gerade einfache FU haben gerne Probleme ~100-500 Umdrehungen stabil zu halten.

    Ich weiß leider nicht, ob Estlcam überhaupt automatisches Probing kann. Ich meine, dass es dazu keine Funktion hat.


    SSR: Bin kein Fan von den Dingern. Hatte Chinakracher (Heizung) und Original Fotek (DC-DC Relais, welches "Daueran" geschmolzen ist bei 33% Nennlast, ggf. doch ein Fake?) hier und dabei einiges an Ausfällen. Nutze nur noch normale Relais (Wago, Finder, PxC) mit Freilaufdioden. Ob das in der Estlcamwelt gut geht, weiß ich nicht.


    Photos: Leider hat das nicht geklappt. Ich kann sie nicht öffnen.


    Pilz-Notaus:

    In jedem Fall als Öffner (NC) und in Reihe geschaltet. Schirmung ist da weniger kritisch. Ich würde das aber immer von der Steuerung entkoppeln. Ich hatte es bereits, dass mir Estlcam verreckt ist und trotzdem noch etwas in Bewegung war. Daher: Not-Halt via Sicherheitsrelais und zusätzlichem Ausgangs auf die Steuerung, sodass diese das mitbekommt.

  • Hallo Guido


    Danke für all die Informationen und Meinungen.


    In Bezug auf die Endschalter kann ich Deinem Satz nicht ganz folgen. Meintest Du das mech. Schalter(NC) bei 6VDC einsetzbar sind??? Ich verstehe es so, wollte aber nochmal nachfragen.


    WLS ist bei Estlcam zweidrähtig ausgeführt. Vielleicht wäre es eine gute Idee einfach ein 3 adrig, geschirmtes Kabel zu einem Punkt an der Fräse zu führen und dort eine Steckverbindung (Klinke 3.5) anzuordnen in dem dann der WLS eingesteckt werden kann. Grundsätzlich könnte das ja auch direkt an der Z Achse gemacht werden da ja der WLS immer nur mit der Spindel betrieben wird......


    Aviation Plugs: Ich habe meine Plugs gerade mal durchgemessen. Sobald die Schraubverbindung zwischen Stecker und Buchse angezogen ist habe ich beim Gehäuse vollen Durchgang. Daher sollte es möglich sein Steckerseitig die Abschirmung sorgfältig unter die Zugentlastung zu legen und Buchsenseitig darauf zu achten das das Blech des Schrankes im Buchsenbereich blank ist und auch keine nicht metallische Unterlegscheibe (Gummi liegt bei) eingesetzt wird. Damit sollte sich das Auflegen der Abschirmung auf einen Pin eigentlich erübrigen.


    Estlcam hat eine schöne einfache automatische Abtastfunktion die allerdings simpel gehalten ist aber für die meisten einfachen Anwendungen ausreicht. Ausgehend von den Maschinenkoordinaten kann dann jeweils eine Kante in X und in Y automatisch abgetastet werden und damit der Werkstück Nullpunkt z.B. an der linken unteren Kante gesetzt werden.


    Die China SSR habe ich schon verbaut und werde mal schauen wie sie sich verhalten. Ohne Kühlkörper könnte man sie wohl wirklich vergessen.


    Das Not-Aus wird über die entsprechenden Schalter über das Arduino Shield/Estlcam realisiert. Ich werde das mal testen ob z.B. auch das SSR für den Fräsmotor abfällt. Das Not-Aus (Spannungslos) realisiere ich über die Hauptschalter in der Tür des Schaltkastens.


    Wenn ich merke das etwas nicht so klappt wie ich es mir in meiner laienhaften Vorstellung erdenke muss ich dann nochmal ran und die Steuerung entsprechend umbauen.


    Jetzt muss ich erstmal den Ausschnitt für den 25pol Stecker für die Handrad Steuerung in den Schrank einbringen =O . Es wäre sicherlich interessant das Handrad selbst aufzubauen (Platine, Bauteile, 3D-Druck) aber ich habe mich entschlossen das Handrad von Black Dragon Man. zu bestellen. https://www.black-dragon-manuf…ite/mpg-handwheel-estlcam


    Ich hoffe es funktioniert wie erwartet und erspart mir die Zeit und den Aufwand etwas ähnliches selbst zu bauen.


    Liebe Grüße aus dem Westerwald

    Volkhard


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  • Hallo Volkhard,


    wieder verteilt zu den Punkten:

    -Aviation Plugs: Damit hätte ich nicht gerechnet. Das ist doch mal eine gute Sache.

    -Estlcam und Antasten: Geht das inzwischen wirklich automatisch? Ich kannte das bisher nur so, dass man manuell antastet und dann in einem Interface eingibt, wo man gerade ist.

    -6VDC: Bei mechanischen Schaltern wird nur ein Schaltkreis geöffnet (bzw. geschlossen). Induktionssensoren sind aber aktive Komponenten, + und - brauchen und ein entsprechendes Signal (je nachdem ob pnp oder npn) über die dritte Leitung ausgeben (vgl. Link). Damit die Dinger arbeiten braucht es eine gewisse Spannung. In der Regel ist diese Grenze <6V, aber es ist halt die untere Grenze. Es könnte Modelle geben, die das nicht abbilden können und dann nicht oder nur unzuverlässig arbeiten.

    -Not-Halt: SSR wird abfallen, sofern die Platine und Steuerung noch reagiert.


  • Hallo Guido


    Schön das ich Dir auch mal eine neue Info geben konnte (Aviation Plugs) ;) Manchmal hilfts wenn man relativ unbedarft ist wie ich und einfach mal macht......


    Ja das Abtasten funktioniert bei Estlcam automatisch und einfach und war mit einer der Gründe warum ich mir diese Steuerung zugelegt habe. Es gibt ein YouTube Video von Alex Fürst das einen guten Überblick verschafft.


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    Ich werde wohl mechanische Endschaltern einsetzten und mich um die Beschaffung kümmern wenn ich die Fenja grob aufgebaut habe und ermitteln kann wo ich welche Endschalter positionieren kann. Ich glaube das auch hier die mechanischen Endschalter alles weniger komplex machen und auch es auch bei einer Fehlersuche einfacher ist. Den Kontakt kann man händisch kurz mal auslösen um zu sehen ob die Steuerung reagiert. Bei den induktiven Schaltern weiß ich nicht ob das da so einfach wäre. Auch im praktischen Betrieb erscheint der mechanische Endschalter einfacher: entweder er wird ausgelöst oder nicht. Bei der Induktion haben wohl Material, Abstände usw. Einfluss und das ist in meiner Vorstellung etwas komplexer einzustellen und zu testen. Also warum kompliziert (und sexy ;) ) wenn's auch einfach und hemdsärmelig geht ^^ .


    Not-Stopp ist ja eigentlich eher für den Fall das es einen äußeren Grund gibt abschalten zu wollen (Werkzeugbruch, Materialverschiebung, jemand Unbefugtes kommt dem Arbeitsbereich zu nahe etc). Wenn die Steuerung selber versagt ist m.E. eher Not-Aus angesagt, d.h. alles wird stromlos geschaltet....


    Liebe Grüße


    Volkhard

    Volkhard


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  • Nochmals zu den Schaltern: Ganz ehrlich: Nimm Induktive Näherungsschalter. An der Fenja gibt es an verschiedenen Stellen die dazu vorgesehenen Bohrungen und du verbringst nicht noch Ewigkeiten damit, dir Halter für überfahrbare mechanische Schalte zu frickeln. Insbesondere an der Z-Achse wird das sonst ein übles Gefrickel. Die Dinger laufen problemlos und sind in hunderten Fräsen im Einsatz. Das Einstellen ist ebenfalls simpel. Auslösen kannst du die sehr einfach: Schraubendreher dran halten. IdR ist auch der Rückseite eine kleine LEd, welche anzeigt, ob der Schalter auslöst. Mit den mechanischen Dingern machst du dir nur das Leben schwer, vor allem mit den typischen billigen Microschaltern, da diese es nicht so mit Dreck (Holzstaub) haben;).



    Estlcam: Ach verflixt, die Tastplatte hatte ich ganz vergessen:).

  • Hallo Volkhard,


    ich habe von Vers.by den WLZ und den Wireless 3D-Finder mit Akku. Und weil die Lieferung aus Belarus um die 10 Wochen benötigt hat, habe ich von Lucasz ebenfalls den 3D-Finder Dig-3D-LP und den WLZ Dig-Z bestellt.


    Der Vers.by ist größer, hochwertiger und Wireless. Zudem kann man an dem Empfänger zusätzlich den WLZ anschließen.


    Der 3D-Finder von Lucazs ist sehr schön klein, sehr viel günstiger und hat ein durch Magneten gehaltenes Kabel.


    Den 3D-Finder nutzt man genauso, wie die Tastplatte, nur, dass er etwas nachgibt (Federn gelagert), keine leitfähigen Fräser (Achtung bei Beschichtung) benötigt und auch mit nicht geraden Kanten funktioniert.


    Ich habe an das Kabel eine 12V-Batterie angeschlossen, manuell verfahren, bei Auslösen gestoppt und und dann in EstlCam die Funktion Antasten genutzt.


    Ich habe gerade gesehen, dass Lucasz sein Produktportfolio toll ergänzt hat.

    Nimm:

    - 3D-Finder Dig-3D-LP (low profile) mit 4m -Kabel.

    - im Bundle den WLS Dig-Z-M mit abnehmbaren 2m-Kabel.


    Da die „M“-Versionen dasselbe abnehmbare Kabel verwenden, kannst Du 3D-Finder und Z-Finder / WLZ nacheinander an demselben Eingang betreiben.


    Wohl am besten alles für Dich als NPN, NC, 5-12V bzw. 5-24V.


    Lucasz hat auch die Signal-Merger entwickelt, die ich ihm vorgeschlagen habe. Damit kannst Du komfortable alle Referenzschalter mergen.

    https://topcom.cz/sigmer4/


    Viel Erfolg

  • Hallo Björn


    Danke für die Ausführungen :thumbup:

    Wenn die Zeit kommt werde ich sicherlich darauf zurückkommen und mich näher mit den Findern auseinandersetzen. ich persönlich finde auch die Kamera Option die von CNC 14 propagiert wird eine interessante Option. Es gibt von Bird Bastel ein paar Videos auf YouTube die es näher beschreiben.


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    Natürlich ist das keine Maschinenbauer Präzision aber für typische Holzarbeiten etc wo es nicht auf den letzen1/100 ankommt ist das sicherlich brauchbar.


    Aber da ich ja noch immer nicht angefangen haben die ersten Fenja Teile zusammenzuschrauben liegt mein Fokus moimentan auf die Erstellung der Maschine...


    Liebe Grüße


    Volkhard

    Volkhard


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  • Hallo an Alle die meinem Baubericht folgen. Es ist mal wieder Zeit ein Update zu schreiben über die Dinge die sich im Laufe der letzten Woche ergeben haben:


    Mittlerweile habe ich (hoffentlich) alle Öffnungen in meinem Schaltschrank einschl. für den 25 pol. D-Sub hergestellt. Ich habe mich für die Stichsäge entschieden um diesen und die zwei großen runden Ausschnitte für die Belüftung zu machen. Das hat wider erwarten ganz gut geklappt. Langsamer Vorschub und WD40 als Kühl/Schmirmittel. Sicherlich hätte man das besser hinkriegen können aber zumindest sollte es funktionieren ;).



    Unten rechts ist nun ein 12V Lüfter verbaut und oben links im Schaltschrank ist die entsprechende Abluftöffnung. Ich werde anfangs ein Auge drauf werfen wie warm es bei längerem Betrieb wird. Aber ich glaube das dürfte so funktionieren da ja der große Metallkasten ja auch quasi eine Kühlplatte darstellt.


    Nun konnte ich schließlich die teilbestückte Grundplatte endgültig in den penibel gereinigten Schaltschrank (danke an meine Frau für die Hilfe) einbauen. Das Arduino Shield ist nun an der endgültigen Position und ein paar weitere Wago Klemmen dienen als Verteiler im Niedervolt /Signal Bereich.





    Für die Durchführung des notwendigen USB Kabels habe ich eine PG19 Kabeldurchführung verwenden die ideal funktioniert und das Kabel schützt und gleichzeitig als Zugentlastung dient. Ich habe vom ArduinoClub deren USB Kabel mitbestellt da es voll geschirmt ist und einen Ferritkern hat. USB und CNC kann ja manchmal problematisch sein daher : Hochwertiges Kabel und kurze Kabellänge. Die Kabeldurchführung erlaubt das Durchstecken des UBS Steckers und passt auch ideal um den Ferritkern der dann endgültig im Bereich der Zugentlastung fixiert wird.


    Hier die einzelnen Schritte:





    Volkhard


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  • Und auch die Platte des Untergestells ist mittlerweile montiert. Wie schon erwähnt wäre mir ESB als Plattenmaterial lieber gewesen aber derzeit überhaupt etwas zu bekommen kann sich als ziemlich schwierig und auf jeden Fall teuer erweisen. Obi hatte noch einen kleinen Vorrat von MDF im Holzzuschnitt und unter allen notwendigen Hygiene Vorschriften habe ich dann meine Platten bekommen. Bei mir ist das Plattenmaß 1040 x 1700. und sollte genügen Raum für die Fenja bieten. Es sollen ja Riemenantriebe an allen drei Achsen verbaut werden. Hoffentlich sind die bald lieferbar ;) ).


    Wenn man nur einen Kompakt SUV hat ist der Transport von größeren Platten immer eine Herausforderung. Ich habe daher einen kleinen Anhänger (1050x2010mm Ladefläche) den ich im Zuge meines Hausumbaus immer kräftig genutzt habe. Da ich ja eigentlich "Voll-Format (1250x2500mm) Platten bei meinem Holzhändler kaufen wollte habe ich mir eine zerlegbare Transportvorrichtung gebaut die schön in den Hänger (mit Plane) passt. Hier können dann 1250mm breite Platten transportiert werden. In der Länge kragen die Platten dann zwar 500 mm nach hinten raus aber wenn alles gut und vorschriftsmäßig festgezurrt ist funktioniert das ganz gut. Aber der Holzhändler hatte kein Material für mich und deshalb musste es Obi sein. Aber auch da war das Gestell gut zu gebrauchen....



    Zunächst wurde ein unterer Einlegeboden fürs Untergestell verbaut. Um allen Profilen und Eckverschraubungen Rechnung zu tragen wurden entsprechend Ausschnitte gefertigt.



    Hier liegt der Einlegeboden noch oben auf. Um ihn einlegen zu können musste er im Endeffekt in der Tiefe geteilt werden. Natürlich liegt die Fuge auf einen 4040 Aluprofil das von vorne nach hinten führt.


    Danach wurde dann die von Obi zugeschnittene erste 19mm MDF Platte aufgelegt. Zwar sind die Zuschnitte maßhaltig allerdings ist deren Plattensäge nicht genau winklig eingestellt. Die Abweichung des Winkels beträgt gut 1mm auf einen Meter. von der 5 Schnitt Methode um die Säge zu kalibrieren wusste der Mitarbeit nichts. Er ist kein Holzfachmann und hat nur eine kurze Einweisung bekommen wie man Maße einstellt und sich möglichst nicht die Finger abschneidet ;) . Er kann natürlich nichts dafür.....


    Die Platte habe ich dann mit den System-Befestigungsblöcken mit dem Untergestell verschraubt.


    Diese werden seitlich in die Nut eingeschwenkt und erlauben dann eine Verschraubung mit der Platte. Ein wenig Bewegungsfreiheit für Dimensionsschwankungen des Holz ist damit gegeben.


    Darauf kam dann die 8mm Bauschutz Gummimatte als Entkoppelung.






    Der Zuschnitt geht ziemlich einfach nachdem man die zweite Platte (ebenfalls 19mm MDF) aufgelegt hat und mit einem Cuttermesser mit langer Klinge an der Kante entlang säbelt. Natürlich sollte man die Platten mittels Schraubzwingen gegen verschieben sichern....




    Damit ist die Platte installiert und ich kann bald mit dem Zusammenbau der Fenja starten. Die Oberfläche ist schön eben und plan geworden und sollte ein gutes Fundament für die Fenja sein. Die beiden Stirnplatten werden dann auch jeweils auf einem Streifen 8mm Bauschutzmatte gestellt für eine weiter Entkoppelung und etwaigem Ausgleich sollte es feinste Unebenheiten in der MDF Platte geben.



    Die Raumwand ist ja gleichzeitig Bestandteil meiner geplanten Einhausung. Daher steht das Untergestell komplett an der Wand. Auch hier wurde ein Streifen 8mm Bauschutzmatte zur Entkoppelung verwendet..


    Die letzte Amtshandlung heute war noch der Ausdruck von mehr Etiketten zur zweifelsfreien Beschriftung all meiner Kabel innerhalb des Schaltschrankes. Lieber investiere ich jetzt die Zeit anstatt später durch Kabelverfolgung herauszufinden welches Kabel welches ist. Sicherlich gibt im Profibereich elegantere Lösungen. Ich nutze hier meine Thermo Etikettendrucker und überziehe jedes Etikett dann noch mit einem Stück transparentem Schrumpfschlauch.



    Soweit für heute.


    Liebe Grüße aus dem (heute) warmen und sonnigen Westerwald

  • Und weiter geht's!


    Endlich ist die Steuerung grundsätzlich aufgebaut. Alle Buchsen sind angeschlossen, allerdings noch keine weiteren Verbindungen (Stepper usw) über die Stecker hergestellt. Ich wollte zunächst mal sehen ob soweit alles okay ist oder der Mega abraucht ;) . Hat er nicht und wir sehen eine grüne LED auf dem Shield was ja ein gutes Zeichen ist.



    Zwar ist der Schrank derzeit noch auf 230V provisorisch beschaltet aber sobald ich einen Elektriker gefunden habe der meine 3phasige Starkstromversorgung an meine Hausverteilung anschließt werden alle drei Phasen wie geplant eingeführt und aufgeteilt.



    Des weiteren habe ich dann den PC der speziell für die Fenja da ist, samt Touch Monitor angeschlossen. Auch ohne Anleitung (bin wirklich kein IT guy ?( ) habe ich herausgefunden das zwei COM Ports bei mir belegt sind.

    COM 1 mit der drahtlosen Tastatur sodass das unbekannte Gerät auf COM 5 eigentlich nur Estlcam sein konnte. Nach einigem Probieren habe ich einfach mal auf die rote Fehlermeldung (COM 3 nicht gefunden....) geklickt und kam dann in die Einstellung und konnte den Com Port ändern. Nach einigen Versuchen wurde mir klar "Steuerung programmieren" muss auch in diesem Falle angeklickt werden .....



    Soweit so gut.

    Ich habe in der Kommandozeile dann auch mal meine Ausgänge 1,2,3 nacheinander aktiviert (Ausgang 1 an) und siehe da die SSDR Relais haben dann entsprechend durchgeschaltet und die rote LED ging an. Mit einer Stehlampe habe ich dann auch die Einbausteckdosen überprüft und muss sagen: Alles funktioniert!


    Nun habe ich aber ein kleines Problem das viele von den Mitlesern wahrscheinlich zum Lachen bringen wird:


    Wenn ich nun Estlcam neu starte komme ich gleich auf diesen Startbildschirm:





    Trotz vielem Klicken und Probieren komme ich nicht auf den Einstellbildschirm um mich in Bezug auf Konfigurationen, Werkzeuge usw. umzuschauen. Sicherlich ist das ganz einfach und vor lauter Bäumen sehe ich den Wald nicht ;) .


    Ich finde die Estlcam Lösung wirklich nicht schlecht. Aber das es für den blutigen Anfänger kein brauchbares Handbuch/Anleitung gibt das wirklich vorne anfängt ist schon schade.

    Man sieht es öfters das Entwickler die auch versuchen eine Anleitung zu schreiben sich nicht in die Schuhe des Lesers begeben können und eigentlich manche Dinge als "Selbstverständlich" voraussetzen. Natürlich sind die ganzen Hilfstexte Super die über die Mausposition erreicht werden, bzw automatisch kommen. Aber ich bin jetzt mal gespannt wenn mich jemand einweiht wie ich auf den Einstellungsbildschirm komme ob ich das über die Kontexthilfe hätte finden können....


    Soweit für heute. Mit Grüßen aus dem Westerwald


    Volkhard

    Volkhard


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    Steuerung: Estlcam über Arduino Mega Karte

  • Hoi,


    die Einstellungen für die Steuerungen sind im CAM Bereich, bevor du die Steuerung aufmachst. War zumindest mal so, ich habe nicht die neuste Version (never change a running system...).


    Gruss

  • Hallo Volkhard!


    Hier mal 1 Foto auf die Schnelle.


    Dein Foto zeigt den Bereich des CNC Controllers, die Einstellungen findest Du aber wie bereits geschrieben im CAM Bereich! ( bei mir am Bildschirm das erste E wie Estlcam V11 ) Nach der Installation von Estlcam sollten eigentlich beide Symbole zur Verfügung stehen.

    lg
    Harry



    CNC Eigenbau - JMC Closed Loop 3Nm - Estlcam V11. - Mafell FM 1000

  • Hallo und Danke für die Infos. Irgendwie ist auf meinem PC irgendetwas durcheinandergeraten.

    Ich hatte zunächst nur ein Icon auf dem Schirm und das hat dann den Controller geöffnet.


    Da es da nicht weiterging habe ich letztendlich dieses Bildschirm Icon gelöscht und habe versucht vom Startmenü aus ein neues Icon zu erstellen. Das hat zwar auch geklappt bringt nun aber nur die CAM zum laufen......


    Mhm. ?( Morgen werde ich einfach Estlcam nochmals komplett deinstallieren und neu runterladen und installieren und sehen was passiert. Laut YouTube Videos hätten ja bei der Installation zwei Icons erstellt werden müssen..... Vielleicht habe ich da auch etwas nicht richtig gemacht. Aber mit jedem "Problem" wächst man ja in die Sache rein und ohne Handbuch ist das wohl der einzige Weg die Dinge alle irgendwie herauszufinden.

    Klar, wenn man es dann Mal weiss ...... Es ist halt doch ziemlich zeitintensiv wenn man ohne Leitfaden Dinge erforschen muss.

    Aber die Phase geht auch vorüber und ich weiss jetzt was ich morgen als erstes machen werde.


    Liebe Grüße

    Volkhard

    Volkhard


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  • Hallo Volkard,


    Estlcam ist in sich schon sehr gut dokumentiert, Infokästen lesen und probieren der Rest erklärt sich meist von selbst.


    Ich nutze das Icon -Estlcam Controller- gar nicht, da die Steuerung dann gerne meckert weil die Maschine sich nur von einem Fenster steuern lässt, dem das zuerst geöffnet wurde.

    Ich öffne immer zuerst das Cam, dann über F2 die Steuerung. Anfangs hatte ich über die Icons immer wieder Probleme.

  • Guten Morgen Volkard,


    ich setzte als Steuerungssoftware auch das Programm Estlcam CNC Controller V11 ein.

    Wenn das Fenster aufgeht kannst du mit der der Maus in die untere Zeile klicken (Da wo bei mir auf dem Bild die Fehlermelung steht weil die Fräse nicht eingeschaltet war:-))

    Dann geht das Fenster für die Einstellungen auf.

    Die Werkzeugeinstellungen werden allerdings im CAM Programm gemacht, da nutze ich aber nicht Estlcam!


  • Hallo Zusammen und Danke für all die Infos.


    Also das mit F2 vom CAM aus drücken funktioniert bei mir nicht. Aber ich vermute mal das ich vielleicht den Controller gelöscht habe als ich das Icon entfernt habe. Daher werde ich nochmals komplett neu installieren.


    Nur nochmals zur Absicherung: Wenn ich Estlcam als CAM und als Steuerung nutzen will sollte ich bei den CNC Programmeinstellungen Estlcam als Postprocessor wählen?!

    In der CNC Steuerungseinstellung wähle ich Arduino Mega aus. Zumindest habe ich so im Moment gemacht.


    Wo hätte ich denn die Info für die Umschaltung von CAM auf Steuerung durch drücken der Taste F2 finden können oder gibt es da irgendwo ein Setting das zugeordnet werden muss?


    Weitere Frage :

    In der Beschreibung Installation: (Steuerungseinstellungen) Absatz 3 heißt es : Wenn alles geklappt hat ...... erscheint "Steuerung aktiv" unter Status der Steuerung. Bei mir heißt es "Steuerung läuft....". Ist damit das gleiche gemeint oder gibt es einen unterschied zwischen "läuft" und "aktiv"?


    Liebe Grüße


    Volkhard

    Volkhard


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    Steuerung: Estlcam über Arduino Mega Karte

  • Statusbericht:

    Estlcam ist neu installiert (neueste Version) und jetzt funktioniert es grundsätzlich. Ich habe weiter offene Fragen zu Estlcam und Arduino Mega, werde die aber an anderer Stelle zur Diskussion stellen da der Baubericht ja eigentlich nicht der richtige Ort ist.


    Liebe Grüße


    Volkhard

    Volkhard


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    Steuerung: Estlcam über Arduino Mega Karte