Eigenbau im Arbeitszimmer

  • Hallo in die Runde,

    hier stelle ich meine Fräse nach Carsten Meyer Vorbild vor. Inspirationen bot natürlich auch der Bericht über die CNC14 in der ct Make.

    Die Planung war grob mit Stift und Zettel erfolgt.

    Ich hatte nur rudimentäre Erfahrung im Umgang mit Holz und deswegen auch nur einen Akkuschrauber, Dozuki (extra gekauft) sowie Feile/Schleifpapier und Zimmermanswinkel.

    Der Mangel an Werkzeug liegt aber sicherlich auch daran, dass ich keine Werkstatt oder ähnliches habe um mal Staub zu produzieren.

    Nunja, mit Hilfe von einem Bekannten konnte ich die Platten mit Schnittkanten über 10cm an einer Mafell Erika 85 zusägen. Alle kleineren Teile fielen meiner Dozuki zum Opfer.

    Mittlerweile habe ich erste Fräsungen durchgeführt: Ein Volleyball-Ausschnitt mit Gravur sowie die Einschraubmuttern für die Opferplatte.


    Ich bin ziemlich begeistert 8) , wenn ich mich auch "nur" für die leistungsschwächere AMB 800 entschieden habe. Sie tut ihren Zweck. Die Fräser von HC-Maschinenbau sind top.


    Außenmaße: LxBxH 1280x800x570mm

    Fräßbereich: 900x490x140mm

    Die Fräse ist an beiden Enden offen, sodass beliebig liebe Bretter mit maximal 600mm Breite eingelegt werden können.


    Ausblick:

    Die Fräse bleibt nicht auf dem Boden, eine Werkbank folgt zeitnah!

    Eine Geräuschreduzierung sowie ist durch die Werkbank geplant - die Nachbarn werden mir dankbar sein :thumbsup: . Dann kann auch der Arduino und das Netzteil ein Ort und ein Gehäuse finden.

    Licht und eine feste Absaugung sind angedacht.


    Sicherlich habe ich demnächst noch Fragen.

    Dankbar bin ich über Hinweise wie ich meine Fräse noch optimieren kann!

    Fragen beantworte ich sehr gerne!


    Gruß Richard

  • Hallo Richard


    Das sieht super aus und du wirst deinen Spass an der Fräse haben. Das eröffent ganz neue Möglichkeiten.

    Finde auch Klasse, dass du mit so kleinem Maschinenpark so was zauberst. :thumbsup:

    Viele Grüsse


    Dieter


    Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)

  • ritchey

    Changed the title of the thread from “Eigenbau” to “Eigenbau im Arbeitszimmer”.
  • Danke für die Lorbeeren. Bin halbwegs zufrieden und ich war fleißig die letzten Wochen.

    Der Plan, dass die Fräße unter die Werkbank kommt, ist in der Umsetzung.

    Mit 10cmx6cm Konstruktionsholz ging das recht gut.

    Endlich kugelt die Elektronik nicht einfach rum, wobei das gewünschte Gehäuse noch aussteht.

    Platz für das Netzteil.

    Danke an Klaus, der mir die Exzenterspanner-Datei geschickt hat.

  • Für die Absaugung musste erst mal der 3D Drucker herhalten


    nach etwas gefrickel und einem Besen aus dem Rewe war die Bürste für den Absaugschuh fertig.

    Etwas Licht, das ist vorallem Notwendig wenn endlich die Arbeitsplatte für die Werkbank kommt.

  • Alles rosig, wenn nicht die Nachbarin wäre.


    Hat jemand einen Tipp für ne Geräuschdämmung?


    Ich hatte bei Alois gelesen, das da was war, konnte es aber nicht finden.

    Ich wollte von Außen (Sperrholz)Platten anbringen und innen mit Eierschalen zunächst verkleiden.

    Über die Vorderseite bin ich mir noch nicht ganz sicher wie ich es mache.


    Ich muss dringend, bevor ich weiterfräse die Lautstärke und v.a. die hohen Frästöne unterdrücken.

  • Hallo Richard


    Am besten komplett umhausen, falls du vorne was sehen musst, ich müsste, dann Plexiglastüren dran und an diesen Stellen den verminderten Lärmschutz in Kauf nehmen.


    Das mit den Eierbechern kommt immer wieder, ob das was hilft? Ich würde da zu Akustikschaum greifen, schau mal bei Thomann nach . Schallschutz aus dem Autobereich geht auch, der lässt sich ebenfalls gut verarbeiten. Körperschall kannst du auch noch vermeiden, indem du Gummipuffer unter deine Fräse packst (die von den Waschmaschinen).

    Viele Grüsse


    Dieter


    Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)

  • Danke Dieter für den Tipp, das mit demUmhausen bietet sich ja an.

    Ich denke Thomann scheint hierfür geeignete Angebote zu haben.


    Hat du schon Erfahrung mit dem Platten gemacht? An die Gummipuffer habe ich für den Boden auch schon gedacht .


    Sollte ich auch die Balken mit Material abdecken? Oder reichen die Freiräume?

  • Hallo Richard


    Im Prinzip geht Schall verloren, wo er geschluckt werden kann. Also überall wo du eine Dämmung etc. hast, kann Schall aufgenommen werden. An glatten Flächen, wie deinen Stützen, den Plexiglastüren wird dieser meistens ungehindert reflektiert. Dort bleibt erstmal der Lärm bis er von den Schallschutzelementen aufgenommen wird.


    Ich würde mal mit den Freiräumen beginnen und dann schauen, was es gebracht hat. Die Gummipuffer habe ich in dünnerer Form als Auflage für meine Terrasse verwendet. Die Kommen dort zum Einsatz, dass das Holz nicht in direkter Feuchte liegt und auch als gewisser Federungsschutz. Das hilft super, habe dort kein Federn (Schwingungen) oder klappern festgestellt. Bei der Fräse nimmt es sicher auch Schwingungen auf, dass funktioniert auch bei den Waschmaschinen so.


    Wahrscheinlich richtig gut wird es, wenn die Fräse ohne direkten Kontakt in deiner Werkbank steht und der Schallschutz aussen herum angebracht ist. dann entkoppelst du den Körperschall deiner Fräse von der Werkbank und der erzeugte Fräslärm wird vom umgebenden Gehäuse aufgenommen.

    Viele Grüsse


    Dieter


    Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)

  • Danke, die Schallschutzmatten eignen sich vermutlich besonders für die Decke oder die Balken.

    Wo hattet ihr die Untergebracht? Ich hab Sie weder im Baubericht noch YT gefunden.


    Ich mach mir jetzt mal 'nen Plan und bestell heute noch, damit ich leiser werde.

    Muss fräsen!


    Gibt es Schätz oder Messwerte um wie viel Prozent oder DB die Lautstärke reduziert werden konnte?

  • Hallo Richard,


    also ich hab bei meiner ersten Fräse die immer noch aktiv ist ein Gehäuse aus OSB drumherum gebaut und innen diese Matten aufgeklebt.

    Hier siehst es.

    Also das bringt ordentlich was, in meinem Fall 20dB direkt am Kasten.


    Das einzige Problem ist wenn man viele Stunden fräst die abwärme der Spindel und Motoren!

    Also wenn du Jobs hast die >10Stunden sind, dann kann es wirklich verdammt warm darin werden.

    Das war da dann schon mal bei über 35 Grad, bei so langen Fräsarbeiten. Aber das hat man ja auch nicht jeden Tag im Hobby...


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  • Hallo Richard,


    Ich habe auch eine Fräse unterm Tisch...


    Meine steht auf ca. 2cm Gummigranulat-Matten. Das entkoppelt ein wenig den Körperschall.


    Die Einhausung steht bei mir auch noch auf dem Zettel. Mit Alu-Profilen und benötigen abgeschrägten Ecken war es mir aber noch zu aufwendig.


    VG, Björn

  • So, kleines Update, komme gerade nicht schnell voran,


    Arbeitsplatte sowie die Seiten sind da.

    Hinten ist es OSB3 geworden, sieht keiner.

    Die Absorber sind auch gekommen. Leider halten die mit doppelseitigen Klebeband (Teppichklebeband) nicht zuverlässig. Holzleim geht besser.


    Kommende Woche bringe ich die Absorber vollständig an, dann geht's Fräsen weiter.

    Danke nochmal für die Tipps.

    Achso, an Türen wurde auch schon gedacht.

  • Hallo in die Runde.


    Super Idee die Fräse mit Umhausung als zusätzliche Werkbank zu nutzen. Das könnte mir für so was auch gefallen.

    Ich bin gespannt was der Schallschutz bringt. Nur durchschieben für lange Frässtücke geht dann nicht mehr.


    Lärm ist auch bei mir ein Hauptgrund warum ich meine Fräse nicht weiter Aufbau - Mietwohnung in geschlossener Bebauung.


    Grüße, Bernd