Portalfräse - mal ein bisschen anders? - "richtiges Portal" - Ideen, Hinweise, Meinungen erwünscht

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    • Portalfräse - mal ein bisschen anders? - "richtiges Portal" - Ideen, Hinweise, Meinungen erwünscht

      Hallo zusammen!

      Ich möchte mich erst kurz vorstellen, ich heisse Martin und wohne in Stuttgart.
      Beruflich in der Automobilbranche beheimatet (wie auch sonst in Stuttgart ;-), betreibe ich wenn es die Zeit erlaubt wieder vermehrt Modellbau. Früher mehr im Funktionsmodellbau (Troktoren, etc), aktuell im Schiffsmodellbau.
      Ich bau nicht nur gerne, ich konstruiere auch sehr gerne...
      Ich habe eine kleine Stepcraft 420, die mir in Sachen Holz auch ganz gute Dienste leistet. Bei Metallen und vor allem auch bei höheren Geschwindigkeiten wirds da dann aber eher eng.

      Deswegen bin ich gerade am überlegen hier "aufzurüsten", mein aktueller Favorit ist eine Fenja.
      Ich denke die Fanja ist ein sehr guter "Kompromiss" für Hobby-Modellbauer, Alu geht wohl ja sehr gut, denke Messing etc. sollte auch kein Problem sein. Ausserdem besteht ja auch sehr viel Erfahrung, vor allem auch hier im Forum.

      Nichts desto trotz, macht man sich ja immer auch Gedanken über einen Selbstbau, bzw mir ist die Portalfräse (ein sehr großes Ding, eine Zimmermann FZ37) in meiner alten Firma eingefallen. Hier läuft der Portalbalken auf erhöhten Achsen (weiß nicht genau wie ich das beschrieben soll), es gibt also nicht seitlich die "Portalplatten", die es ja immer bei den Hobbymaschinen gibt.
      Meiner Einschätzung nach müsste das auch ja in der Portalrichtung steifer sein wie die Lösung mit Portalplatten.

      Ich habe mal eine Skizze gemacht, wie man sich das vorstellen könnte (einfach mal schnell skizziert, das erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit :-))


      Erste Idee wäre 2 Alu-Profile (z.B. 160/80) längs auf eine Alu-Platte zu schrauben. Der Protalbalken könnte auch ein Alu-Profil sein oder auch aus Platten zusammengeschraubt. Die Durchlasshöhe unter dem Portal ist ähnlich einer Fenja und halt abhängig von dem verwendeten Profil.

      Habt ihr Ideen, Vorschläge, Meinungen, warum das gehen könnte oder halt auch nicht?
      Ich habe mal ein bisschen gesucht, aber für Hobbymaschinen nicht so recht fündig geworden, ob man da so was macht...

      Nachteil:
      Eine erste Einschränkungen wäre, dass man 2 Spindeln anstelle einer mittigen Spindel benötigt. (im Bild nur auf einer Seite dargestellt). Wie aufwändig ist das elektronisch umzusetzen? Bei Mhoch5 ist das ja auch so gemacht, muß die Kopplung per Zahnriemen sein?

      Ich würde mich super freuen, wenn ihr mir eure Gedanken dazu teilen könntet. Vielleicht muß ich mir dann weiter keine Gedanken daran verschwenden ;)

      Dank euch!!!!
      Grüße
      Martin
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    • Schau dir mal die M-Hoch-5.de an. Bzw. Das hast du ja. Das ist bis auf einmpaar details genau das was du vor hast.

      Den Doppelantrieb sehe ich ehr als Vorteil als Nachteil.
      Das koppeln per Zahnriemen ist bei CL-Motoren nicht nötig.
      Idee -> QCAD-Pro -> Estlcam 11 -> TNG v2 -> PFM2.6
    • Hallo
      Das koppeln macht die Steuerung indem man eine weitere Achse als Slave definiert. Du brauchst dafür eine 4 Achs Steuerung für ein 3 Achs Maschine.

      Ich habe bei der Querfräse zusätzlich eine Erkennung das beide Achsen parallel laufen eingebaut da die beiden Achsen 3000mm auseinander sind und ein 3m Hebel einen beträchtlichen Schaden verursachen kann. Zb. Wenn eine Seite ausfällt.
      lG
      Fadi

      Baubericht der 107XL, Idee und Planung der Querfräse, Sparkcube v2.0 H+200 3D Drucker
    • Also zuerst mal: diese U-Form mit hochgestellten Seitenteilen ist nichts neues, das gibt es häufig, aber halt nicht bei möglichst simplen Hobbymaschinen. Es ist schön steif, der Dreck und die Späne (und wenn vorhanden auch das Kühlschmiermittel) bleibt schön unten außerhalb der edlen Teile. Aber die Zugänglichkeit von der Seite ist etwas eingeschränkt (es sei denn, das Ganze ist so groß, dass man dazwischen laufen kann).

      Bzgl. Kopplung der beiden Spindeln: Bei m-hoch-5 ist der Riemen nur ein lose laufender Notfallriemen, der nur dann schlimmeres vermeiden soll, wenn z.B. eine Seite ausfällt und die andere Seite mit Kraft antreibt. Ansonsten laufen beide Motoren von sich aus synchron, was steuerungstechnisch kein Problem darstellt.
    • Eine Tandemachse ist simpel zu realisieren. LinuxCNC kann das von Haus aus und mit nur ein paar Zeilen Code. Ich habe selbst gerade eine Maschine mit 840mm Portalbalken so am Laufen. Ein Ausfall eines Motors führt selbst hier nicht zu Schäden an der Maschine. Der andere Motor zieht das Portal einfach mit. Das sieht ziemlich ruckelig aus, mehr aber auch nicht. Klar ist das Werkstück hin, aber das ist es so oder so bei Motorausfall. Meiner Meinung nach braucht man einen Riemen bei einem guten Aufbau und ordentlicher Steuerung überhaupt nicht. Die Verbindung zwischen Portalbalken und Wange muss einfach stark genug sein, dann passiert da nix. Ist das aber nur ein Biegemoment auf einer Schraubverbindung, sieht das eventuell schon anders aus. Gleiches gilt bei Fadi's-Riesenfräse - da sind die Hebelwege einfach "riesig".

      Darf ich aber eine grundlegende Frage stellen? Was hast Du vor mit der Fräse? Was möchtest Du erreichen? Was ist Dein Ziel, Deine Anforderung? Davon abhängig kann bspw eine Fenja völliger Overkill oder völlig unzureichend sein, oder halt passen ;)

      Messing und Kupfer ist für eine Fenja auch kein Problem (selbst gemacht).
      Gruß

      Andreas
    • Danke erstmal für eure Antworten!

      Mhoch5 macht das ähnlich ja, hat halt die Führungen auf der Grundplatte und nicht "hochgebaut" auf den Profilen.
      Ich finde halt, warum man die Distanz zu Querachse mit Platten machen muß, wenn man die Führungen gleich auf die Höhe bauen kann.

      Im Gegenzug dazu ist natürlich das Positionieren der Führungen und Spindeln nicht ganz so einfach. Und wenn man den Motor per Riemen "verstecken" will, findet man auch kein so schönes Plätzchen :(

      Der Zugang ist tatsächlich weniger gut, das hatte ich noch nicht bedacht...

      @fraeserbruch.de:
      Wir hatten die Tage schon Kontakt per Email..
      Tja, was will man machen... Sicherlich weiterhin Holz, sowohl Spanten etc wie auch Laminierformen aus z.B. MDF oder einem Blockmaterial (Ureol oder ähnlich), da sicherlich auch mal größer wie die 400x300mm, die ich jetzt habe... Wenn ich wieder mal was im Funktionsmodellbau mache, dann halt auch was in Alu, Messing, etc. Stahl wohl eher nicht.
      Eher seltener auch mal eine Bearbeitung von CFK-Bauteilen.
      Wahrscheinlich ist die Fräse dann das größte Hobby :)
      Und sicherlich "reicht" eine Fenja für alle diese Anforderungen aus ;) Und sie ist fertig und man muß nicht planen, konstruieren, ....

      Aber man denkt halt auch immer, das geht günstiger... Was es im Nachhinein auf keinen Fall so wird.... :D
    • "Wer billig baut, baut teuer!!!" Dieser Ausspruch enthält sehr viel Wahrheit; gerade beim Bau einer CNC.
      Am Anfang übersieht man viele Dinge, die den flüssigen Lauf einer CNC evtl. sogar behindern. Es gibt viele Interessante Bauvorschläge von den versch. Anwendern: zb. die sog. Volksfräse vom Uncle Phill - die Pläne sind inzwischen auch auf seiner Webseite abrufbar.
      Oder die MPX-CNC von mein "Sommer-Diy" auf Instagram - hier wurde eine Ct-Hacks Fräse nachgebaut und auch weiterentwickelt.
      Für alle Anfänger ist eine CNC 14 oder eine äquicalente Ct Hacks-Version sehr empfehlenswert. Hier kann man vieles erlernen im Umgang mit der CNC und dann auf eine höherwertige Fräse wechseln bzw. eine bessere Fräse selbst bauen mit Hilfe der vorhandenen CNC.

      VG Stefan
      Viele Grüße aus Nieberbayern
      Stefan
    • Danke @BauBaer für Lorbeeren. :thumbup:
      Ja meine Führungen sind auch ordentlich aufgebockt. Ich würde es jederzeit wieder so machen. Nur meine z-Achse werde ich irgendwann Mal versteifen.
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      #MPX_CNC mit Arduinoclub Megaboard, Leadshine 542, Estlcam V11

      YT-Kanal: youtube.com/channel/UC9Mn8Dm55h_yAmXD5uf3R3A/
      Instagram: meinsommer_diy
    • Schöne Projekte! Echt cool, was ihr alle auf die Beine stellt!!!

      Mechanisch denke ich das ich das schon hinbekommen würde, klar die Erfahrung sammelt man erst beim Bau.
      Da ist ein Bausatz natürlich schon einfacher.

      Und erst eine z.B. aus Holz zu bauen, damit man dann eine als Alu baut. Ich weiß nicht so recht...

      Nun ja, ich lass mir das mal weiter durch den Kopf gehen.
    • Ja klar, das Budget für eine Fenya plus Steuerung etc wäre da.

      Holzbearbeitung kann ich "in house", habe ja auch noch die Stepcraft, wenn's nicht mit der Kreis- oder Bandsäge geht.
      Klar, Bohrmaschine sowieso.

      Metallbearbeitung: Drehmaschine vorhanden, ich muß vielleicht nochmal mit anderen Fräsern probieren die Stepcraft mit Alu zu füttern. Wenn das dann geht, wäre 400x300mm Bearbeitung in Alu möglich. BIsher ware das Ergebnis eher bescheiden.

      Denke ganz ungeschickt stelle ich mich im Bearbeiten der Materialien nicht an.

      Ja, stimmt, die Konstruktion schluckt schon eine ganze Menge Zeit. Aber da ich das beruflich mache, habe ich da zumindest keine Knowledge Probleme.

      Auch wenn das Budget für eine Fräse da ist, scheue ich mich halt erst eine Fräse (z.B. in Holz) zu bauen um zu lernen um dann eine zweite (z.B. in Alu) zu bauen.
    • Carbonsurfer wrote:

      Auch wenn das Budget für eine Fräse da ist, scheue ich mich halt erst eine Fräse (z.B. in Holz) zu bauen um zu lernen um dann eine zweite (z.B. in Alu) zu bauen.
      Es ist halt schon etwas optimistisch, wenn du zum Ziel hast, dass der erste Selbstbau gleich so gut wird, dass damit alle deine Wünsche erfüllt werden. Meine erste Fräse war zwar auch ein Selbstbau, aber sie hat sich in 2-3 Generationen selbst gebaut/verbessert, bis sie den jetzigen Stand hatte, und es war zugegebenermaßen auch schon etwas Glück dabei, dass ich keine ganz groben Schnitzer und Konstruktionsfehler gemacht habe. Denn wirklich gewusst, auf was es alles ankommt, hatte ich mangels Erfahrung nicht. Trotz viel Forenleserei, aber das ist auch nur Theorie.

      Daher ist es schon sinnvoll, einen guten Bausatz zu kaufen, wenn du keine ganz speziellen Anforderungen an die Größe hast. Billiger wird eine Eigenkonstruktion auf keinen Fall (wegen Konstruktionsfehlern und Sonderanfertigung der Aluteile).
    • Hallo Martin,

      Zuerstmal herzlich willkommen!
      Und vielleicht kann ich auch noch etwas zur Meinungsbildung beitragen.
      Ich hab mir die Fenja gebaut, als Ablösung / Upgrade meiner "Sperrholz-Fräse" (im Prinzip wie die CNC14 Fräse, etwas kleiner). Was mich dazu bewogen hat, war abgesehen von der höheren Steifigkeit und damit der Möglichkeit auch Alu zu fräsen, die Tatsache, dass ich dann seitlich keine Wangen mehr habe. Mich hat das immer ein wenig gestört und dabei war bei mir die Eröhung gar nicht so groß (ca. 40mm). Ich hatte mir damals auch die Modelle von Mhoch5 angeschaut, da haben mich abgesehen von den Wangen aber auch der Riemen für die Verbindung der beiden Spindeln gestört. Spätestens wenn man mal ein längeres Teil bearbeiten will, das "hinten" raushängt, wird man damit Probleme bekommen (ja, kann man auch weglassen, aber traut man dem Antrieb wirklich ?).
      Ja, die Fenja ist vielleicht nicht ganz so steif wie das Modell von Mhoch5, aber braucht man das denn wirklich - für das Hobby meine ich bzw. wird man das merken ?

      Gruß Andreas
      Modifizierte c't Hacks-Fräse + MaXYposi-Controller / Fenja M1000 mit JMC-Servos, 1,5kW China-Spindel, LinuxCNC, Mesa 7i96
      Mein youtube-Kanal: youtube.com/channel/UC1GjCBqHzBVsbMMKxMjPXLQ/
    • An dieser Stelle möchte ich auch noch die verschiedenen CNC Konstruktionen von: "Ralle's Frickelbude" erwähnen, der mit sehr einfachen Mitteln seine Fräsen gebaut hat. Die größere und masivere Konstruktion heißt: Adele und die kleinere einfachere Fräse nennt er: "DIY CNC Laser - Fräse".

      Für beide Fräsen verwendet beim Portal einen 200x100x1000 mm großen Aluwinkel. Alles weitere verwendete Material ist unter seinen Videos verlinkt.


      All diese DIY-CNC-Fräsen (ob vom Uncle Phil, Alex Fürst, Ralle, ct´Hacks etc.) sind für unter 1000 Euro zu realisieren.


      Für die Steuerung möchte ich auch noch eine Empfehlung abgeben, denn mit dem: Estlcam Klemmen Adapter habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Denn bei meiner "ersten Steuerung" hat sich der Arduino immer wieder aufgehangen, was letzlich auch zu Beschädigung der Steuerungsplatine geführt hat.


      Aller Anfang ist schwer - aber jede CNC-Fräse ist eine wahre Bereicherung für jeden Bastler!
      Viele Grüße aus Nieberbayern
      Stefan
    • Hallo Stefan

      Da stimme ich dir zu, die Fräse ermöglicht so viel mehr und gerade so fummeliges kleines Zeug lässt sich super damit erbauen. Manchmal frage ich mich, wie konnte ich vorher ohne. ;)

      Grüsse

      Dieter
      Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)
    https://www.daswetter.com/