CNC14 Workshop 27 in Bochum

  • Zum erstem Mal waren wir in Bochum bei der Firma Stromboli Feinmechanik zu Gast und durften in wunderbarer Atmoshäre zwischen Industrie-Fräsen unsere Holzfräsen bauen.
    Es war großartig und besonders! 8o


    CNC14 Workshop 27 Bochum


    Ausmahmsweise haben wir eine überlange CNC14 gebaut, die in Zukunft bemann (frau) te Leichtflugzeuge fräsen wird :thumbsup:



    Stromboli hat ihre Z-Achse fein veredelt 8o



    Und ein schon länger gehegter Wunsch konnten wir in toller Zusammenarbeit verwirklichen.
    Tadaa: Unser neuer Doppelmaulschlüssel: :00009069:



    Das Jahr schließen wir jetzt ab mit 27 Workshops und 174 Fräsen und freuen uns auf das nächste Jahr, im Februar gehts in Kirchheim wieder los. :D


    CNC14 Workshop 28 in Kirchheim

  • Bird Bastel hat uns an diesem Workshop besucht.
    Danach ist dieses Video entstanden. Hat aber nur indirekt mit dem Workshop zu tun.


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    :thumbsup:

  • Danke Alois für den Link von Bird Bastel.
    Also der "Bastel Vogel" kann Dinge wirklich anschaulich erklären. Mein Respekt. :)


    Zum Abnullen der Z-Achse möchte ich noch eine kleine Bemerkung machen, die mich hoffentlich nicht als Erbsenzähler outet.


    Bei der Fahrt auf einen Kontakt-Block ohne Feder kann der Kontakt erst festgestellt werden, wenn die Spitze des Fräsers den Block berührt.
    Zwischen dem Erfassen des Signals und dem wirklichen Stoppen der Achse vergeht eine, wenn auch sehr sehr kleine, Zeit in der sich der Fräser weiter bewegt.
    Der Weg, den der Fräser in dieser Zeit zurücklegt, ist von der Geschwindigkeit abhängig.


    Der Fräser erhält also zumindest theoretisch jedes Mal einen winzigen Schlag auf seine Kopfschneide.
    Das ist bei der Verwendung von weichen Metallen wie Kupfer und Messing sicherlich kein Problem.
    Aber von einem Stahlblock oder relativ schnellen Vorschüben möchte ich doch abraten.
    Die Schneiden sind nun einmal die empfindlichsten Stellen an jedem Werkzeug. Besonders Schläge bei Drehzahl 0 mögen sie nicht.


    Ich nutze deshalb seit langer Zeit die im Video vorgestellte Methode der Höhenfindung mit Hilfe eines Stück Papier.
    Wenn man die Möglichkeit hat empfehle ich auch ein mechanisches Handrad am anderen Wellenende der Z-Achse.
    Meiner Meinung nach ist eine gefühlvollere Einstellung elektrisch nicht machbar.


    Gruß
    GG

  • Hallo GG,


    da hast du völlig recht, ein harter Schlag durch hohe Verfahrgeschwindigkeit auf hartes Material schadet dem Fräser.
    Aber das sehe ich hier nicht. ?(


    Im Workshop empfehlen wir die Papiermethode oder für das konfortablere Z-Antasten legen wir unsere (Marians) Tastplatte ans Herz, fortgeschrittene Teilnehmer nehmen auch einen gefederten Taster ... Zum X-Y Antasten empfehlen wir die Kamera.
    Die Geschwindigkeit zum Antasten werden bei uns im Workshop in der verwendeten Steuersoftware entsprechend niedrig hinterlegt,
    die Estlcam-Steuerung nutzen wir aus verschiedenen Gründen nicht, geht wohl aber auch dort.


    Wie verfährst du manuell mit Handkurbel bei Haltestrom?
    Steppermotoren rasten beim manuellen Verfahren im Vollschritt ein, die Software rechnet im Microschritt.
    Durch das Bewegen der Achse von Hand verlierst du auch die Position.


    Ich vermute, du meinst mit Stahlblock den Kantentaster von Bert? Aber auch hier sehe ich kein Problem, der ist aus Alu.
    Hier besteht eher ein anderes Problem, wenn der Fräser z,B. ein Zweischneider mit gerader Steigung ist, lässt sich die Position nicht eindeutig finden.


    Wie Alois schon schrieb: Das Video ...

    Hat aber nur indirekt mit dem Workshop zu tun.


    Bird Bastel war Teilnehmer und berichtet in seinen großartigen Videos über seine CNC14 Fräse und seine persönlichen Erfahrungen.
    Und hier im Video eben auch über unsere Kamera, Tastplatte und die Doppelmaulschlüssel.

  • Hallo Helviti,


    puh, da habe ich mich offensichtlich recht missverständlich ausgedrückt. :(


    Meine Anmerkung sollte natürlich keinerlei Kritik sein. Weder an Birds Video, noch an den in eurem Workshop praktizierten Methoden zur Positionsfindung.
    Im Gegenteil finde ich das Video, wie schon gesagt, ausgesprochen gut.


    Ja, und die Bemerkung zum antasten des Fräsers basiert darauf dass ich das Ganze selber einmal programmiert habe und mich deswegen zwangsweise auch mit den Problemen auseinandersetzen musste. Außerdem habe ich mich einmal beruflich mit dem Messen von Werkzeugschneiden beschäftigt, und weiß daher mit welcher Sorgfalt in der Industrie mit Präzisionswerkzeugen umgegangen wird.
    Im Internet gibt es unzählige Videos über das Antasten von Fräsern. Allerdings wird in keinem erklärt, wieso die Tastplatte aus weichem Material bestehen sollte, wieso es eine Variante mit Feder gibt oder warum man die Antastgeschwindigkeit niedrig halten sollte. Ich wollte also lediglich auf diese möglichen Problemstellen hinweisen.

    Die Sache mit der manuellen Einstellung der Z-Achse ist einfach in der Praxis entstanden. Meine Z-Achse wird von oben über eine Zahnriemenscheibe angetrieben.
    Bei der Programmierung meines Handbediengerätes ist es mir nicht gelungen eine Steuerung der Z-Achse hinzubekommen, die mir auch selber gefällt. Ein kleiner Tastendruck zu viel, und schon war ich mit dem Fräser im Material.
    Nach endlosen Versuchen habe ich dann, vielleicht aus Verzweiflung, einfach die Spannung abgeschaltet und von Hand die Riemenscheibe gedreht.
    Dabei kam mir dann die Erkenntnis, dass ich diese Feinfühligkeit programmtechnisch nie hinbekommen werde. Im Nachhinein ist mir dann aufgefallen, dass ich an der Drehbank genauso verfahren bin. Auch dort möchte ich meine alten mechanischen Handräder nicht missen. Es gibt einfach Anwendungen, da gibt es für mich nichts Besseres.


    Das sind aber alles nur meine ganz persönlichen Ansichten. Es gibt auch bestimmt Steuerungen, die das besser machen und auch Leute, die mit anderen Methoden besser klar kommen.


    Also, alles gut. Es war nicht meine Absicht irgendjemanden auf die Füße zu treten. :)



    Gruß
    GG

  • Cooles Erklärvideo. Da kann man ja die Kamera echt prima zum einstellen anpassen und dann nutzen.

    Welche Kamera ist den da im Einsatz und kann man evtl. auch den Schlüssel zum lösen der Spindelmutter drankommen?

    Die Kamera werde ich mal probieren ob sich da die mit dem langen Kabel nutzen lässt, wenn nicht werde ich mir dann die Kamera besorgen die Ihr da auch nutzt.

    Ist eine einfache USB-Kamera, mal sehen ob das funktioniert.

    Mit den besten Grüßen :thumbup:
    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    die Kamera hat Alois73 entwickelt und du kannst sie bei ihm bekommen. Schreib ihn einfach an, er freut sich über Post.

    Die Endoskop-Kameras, die wir getestet haben und die man oft dafür nutzt, sind nach unseren Erfahrungen nicht wirklich gut geeignet. Die Linsen mögen die Vibrationen der Fräse nicht und verrutschen gerne.

    Alois hat eine kleine Kamera auf einer Platine geschickt in ein Gehäuse gebaut, mit der sich die Kamera in alle 3 Achsen einstellen lässt, sogar mit Staubschutzklappe.


    Den schicken Maulschlüssel bekommst du bei mir, auch ich freue mich immer über Post. :)


    Das haben wir beides im Schaufenster und falls du noch was zum messen, notieren und drankleben brachst ... haben wir jetzt auch im Schaufenster:

    cnc14.de/schaufenster