Hilfe, Probleme mit der Genauigkeit

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    • Hilfe, Probleme mit der Genauigkeit

      Hallo alle,

      Wie der Titel schon sagt, habe ich Genauigkeitsprobleme.
      Bitte siehe angehängtes Bild.

      Ich habe eine grosse Winkelhaken gefräst, 50 x 50 Zentimeter.
      Die habe ich auf meine Spanplatte geschraubt; meine digitale Schiebemesser gibt am Anfang und Ende der gleiche Abstand zur Seite der Y-Achse, Zehntelmillimetergenau.
      Dann muss ich eine 3 mm tiefe Kante in eine Holzlatte fräsen; die Dicke der Holzlatte spielt keine Rolle, weil ich an der Seite des Winkelhakens fräse.
      Ergernis: am Anfang genau 3mm, am Ende, 50 cm weiter, 2.9 mm. Weil ich in die kante von 3mm eine Seitenwand von 3 mm kleben muss bemerkt und fühlt man die 0.1 mm.

      Wie kann ich das besser kriegen:
      1. Die Differenz von 0.1 mm als Ungenauigkeit zu akzeptieren, das mag ich nicht.
      2. Das Ende des Quadrats um 0,1 mm bewegen. Des Winkelhaken misst "schief", aber das Werkstück ist gut.
      2. Ein bessere Schiebemesser kaufen.
      3. Um Ideen von Experten fragen.

      Also, bitte lass dicht hören.

      Gruss, André Hartman, Belgien

      Allgemeines Motto: "When it works, do not fix it"
      Motto zum Fräsen: "Man braucht eine Fräse, um eine nette Fräse zu bauen"

      The post was edited 1 time, last by Andre Hartman ().

    • Cristoph,

      Die Anschlagkante is mit die Fräse gemacht.
      Die Innenseite des Winkelhakens hat am Anfang und Ende der gleiche Abstand zur Seite der Y-Achse, Zehntelmillimetergenau.

      Ich denke ich versetze einfach das Ende des Winkelhakens um 0.1mm bis jemand mit eine bessere Idee kommt.

      Gruss, André
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    • Hast du mal einen zweiten Schlichtgang versucht und dann gemessen?
      Was mir auf dem Bild auffällt ist, dass an einem Ende noch durch die Spannpratze abgestützt wird, was vielleicht Schwingungen besser unterdrückt als am anderen Ende. Versuch doch mal zwei Fräsdurchgänge. Den ersten mit 2/10 tel Übermaß und danach im Gegenlauf auf das Endmass.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Hallo André,

      Ich hab mir dein Foto mal genauer angeschaut. Eventuell täuscht das, aber für mich sieht es so aus, als wäre vorne der Spalt zwischen Anschlagleiste und dem gefrästen Werkstück größer. Wenn die Anschlagleiste mit der Fräse erstellt wurde und somit auch exakt gerade ist, würde ein Spalt am vorderen Ende die Abweichung erklären.
      Wie schon Albert geschrieben hat, würde ich dein Werkstück auch am vordernen Ende mit eine Spannpratze gegen die Anschlagleiste pressen (dadurch liegt es dann an den Enden und mittig plan an.

      Gruß Andreas
      Modifizierte c't Hacks-Fräse + MaXYposi-Controller / Fenja M1000 mit JMC-Servos, 1,5kW China-Spindel, LinuxCNC, Mesa 7i96
      Mein youtube-Kanal: youtube.com/channel/UC1GjCBqHzBVsbMMKxMjPXLQ/
    • Andreas,

      Ich hätte weiter vorne keine Rampamuffe um eine Spannpratze zu befestigen.
      Wenn die Spalt die zwischen Anschlagleiste und dem gefrästen Werkstück da richtig war, sollte die Abweichung andersum sein, vorne 2.9 mm und hinten 3mm, aber das ist nicht so.

      Gruss,
      André
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    • Ich hätte weiter vorne keine Rampamuffe um eine Spannpratze zu befestigen.
      Wenn die Leiste dort vom Fräser flattert wird sie schräg. Ich würde bei so präzisen Arbeiten immer ein Stahllineal hinterlegen.
      Das dort kein Befestigungspunkt ist gilt nicht als Ausrede ;)
      Du kannst testen indem du die Fräsrichtung änderst, Gleichlauf statt Gegenlauf, dann wird die Leiste nicht zum Fräser gezogen, sondern weg gedrückt. Alleine wenn es dann einen Unterschied gibt sieht man das es daran liegt.
      grüße
      ralfg
    • Hallo André!

      1/10 Abweichung hat man schnell. Da gibt es genug Fehlerquellen bis hin zu den Messmitteln. Bei der geringen Fräserbelastung ist eine Ungenauigkeit aus der Fräse selbst unwahrscheinlich. Prüfe trotzdem ob alle Riemen straff und unelastisch sind. Auch die Befestigung der Pulleys stehen im Verdacht.
      Im Allgemeinen wäre mir die Aufspannung zu lose. Ich sehe hier keine Spannkräfte. Die Teile ziehen sich auch gern mal nach oben. Und für Spannkräfte ist wiederum der Winkelanschlag nicht ausreichend befestigt. Hat er sich eventuell schon verschoben? Bei Verdacht überfräsen oder mit einem Puppitaster nachmessen. Und wenn du schon das Messgerät eingespannt hast versuche mit mäßiger Kraft die Achsen per Hand zu verschieben, dann bekommst du ein Gefühl für die Steifigkeit der Fräse.
      Das Portal hat sich bei mir unter Einwirkung von 30N um 3/10 nach oben (Z) bewegt bevor ich den Versteifungsbogen angebracht habe. Man bekommt sehr deutlich vor Augen geführt, dass jede Kraft ohne Gegenkraft eine Wirkung hat.

      Grüße
      Jörg
      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    https://www.daswetter.com/