Eine stl erweitern, Hilfe erbeten

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    • Eine stl erweitern, Hilfe erbeten

      Hallo,

      bei thingiverse habe ich diese Karosserie eines Karmann Ghia gefunden. Daraus möchte ich wieder ein hübsches Holzmodell erstellen. Grundsätzlich klappt das auch. Aber ...




      ... da tun sich zwei Probleme auf. Eigentlich müsste ich das Modell im Bereich der Fahrgastzelle entkernen. Das wird aber wegen der filigranen A und C-Säule und der nicht vorhandenen B-Säule schwierig. Selbst wenn das gelingen sollte, bleibt noch Problem zwei. Front-und Heckscheibe sind bei diesem Fahtzeug ein wichtiger Bestandteil der Kontur. Und die fehlen.




      Also würde ich gerne die Scheiben nachrüsten. Als Muster sehe ich dabei die Kofferraumhaube vorne. Diese sitzt auch leicht abgesetzt in der Frontpartie. Allerdings fehlen mir die Kenntnisse in der Bedienung der entsprechenden Programme. In den letzten Wochen habe ich deshalb viele Videos zu freecad und Blender angesehen. Dabei ist mir aber nichts für mich passendes über den Weg gelaufen. Bis jetzt habe ich es lediglich geschafft, in Blender die Komplexität des Modells von 2,1Mio Dreiecksflächen auf erträgliche 105 Tausend zu reduzieren.



      Jetzt meine Frage:
      kennt jemand ein Tutorial für ein Linux-Programm über das ich die fehlenden Scheiben konstruieren kann? Die Scheiben sind dabei nur eindimensional gewölbt, also die Oberkante und die Unterkante sollen durch gerade Linien verbunden sein. Oder hat jemand sonst eine Idee, wie ich aus der Nummer herauskomme?

      Natürlich wird das fertige Modell wieder bei den Holzmodellen erscheinen.


      Viele Grüße vom
      Raimund
    • Hallo Raimund,

      also mir sind nur Blender und Rhino bekannt wobei zweiteres rund 1k€ kostet!
      Wenn du dies öfter vor hast, dann macht es definitiv Sinn Blender zu lernen.

      Bin absolut begeistert von Blender.
      Beherrsche es leider auch nicht wirklich, lerne aber immer wieder dazu wenn ich mich damit befasse!

      Leider sind viele Blender Tutorials vor der neuen Version was es manchmal auch nicht gerade leicht macht.


      Bezüglich Scheibe fällt mir ein Tutorial ein :D . Leider ist es Englisch.
      Ist zwar keine Scheibe aber ähnlich.

      Ist ein 9 oder 10 Teiler ^^
      Denke wenn du durch bist ist es ein Kinderspiel.

    • Hallo Alex,

      Danke für den Link.

      Wegen english: Ich habe eben mal reingehört - sollte gehen. Da habe ich die nächste Zeit was zu tun.

      Eine kurze Anekdote: Ich war einmal dienstlich in der Nähe von Manchester in einer Entwicklungsbude für Kolben. Da war ein Mitarbeiter, den ich besonders gut verstehen konnte. Darauf angesprochen erwiderte er: "Oh, I'm not from Britain, I'm from Hungary." :)


      Es grüßt der
      Raimund

      P.S.
      Ich bin Rentner mit ausreichend Zeit für meine Hobbies. Weitere Vorschläge sind also willkommen.
    • Hallo
      Wenn Dir Blender von der Oberfläche her zu wirr ist dann schau Dir bforartists an. Das ist ein Blender-Fork bei dem Wert auf eine Benutzeroberfläche gelegt wird. Es ist auch für Linux vorhanden. Die Versionen hinken immer etwas hinter Blender her, für die ersten Schritte spielt das aber keine Rolle.

      Die Fenster und die Lampen… ich habe hier eine Käfer - 3D Datei mit allen Teilen. Daraus könnte ich Fenster und Lampen, etc, separieren und in der Größe anpassen. Im Original sind das ja alles Käfer-Teile. Das könnte das Ganze vereinfachen. Ich möchte Dir aber nicht den Spaß am 3D-Modellieren nehmen.

      grüße
      ralfg
    • Hallo Ralfg,

      das Programm werde ich mir ansehen. Nachdem ich mir gestern die beiden ersten Tutorials aus Alex' Link angesehen hatte, habe ich in den Vorschlägen ein Tutorial gefunden, dass sich mit den absoluten Basics von Blender beschäftigt. In allen Videos davor hatte ich immer nur gesehen, wie man in Rekordzeit aus verschiedenen Grundkörpern durch verformen und verbinden die tollsten Autos, Kameras und Tassen erstellen kann. Dieses Video zeigte, wie man eine Kante und eine Fläche erstellt. Das hatte mit gefehlt.

      Die Scheiben sind jetzt ausgefüllt, die Scheinwerfer, die Rücklichter und die Lufteinlässe rückseitig verschlossen. Jetzt geht's an das CAM. Die "Anbauteile" werde ich - genau wie bei dem Bus - aus 1,5mm Sperrholz und 4mm Buche herstellen.

      Und keine Sorge, den Spass am 3D-Modellieren kann mir mit Sicherheit niemand nehmen. :) Der ist nicht da, war nie da und der wird auch so bald nicht kommen. So etwas liegt mir nicht. Ich kann auch kein Bild malen.

      Vielen Dank für Eure Hilfe. Wenn ich mich wieder mal dösig anstelle und nicht weiterkomme, melde ich mich.

      Es grüßt der
      Raimund

      Edith sacht noch: Ich sollte wenigstens den richtigen Namen der Tippgeber schreiben.

      The post was edited 1 time, last by rais55 ().

    • Hallo,

      eben habe ich noch ein weiteres schönes Tutorial für den Einstieg in Blender gefunden. Der Mann erklärt sehr ruhig und sachlich die einzelnen Grundfunktionen. Von dem werde ich mir sicher noch mehr ansehen.

      Mit der Methode ab 23:20 hatte ich die Öffnungen im Karmann verschlossen. Kante - Kante - Fläche. Da muss man nicht kreativ sein. Das kriege ich noch hin. Das ist noch irgendwie so, als wenn man mit einem Texteditor in einem NC-Programm rumfummelt.


      Es grüßt der
      Raimund
    • New

      rais55 wrote:

      Mit der Methode ab 23:20 hatte ich die Öffnungen im Karmann verschlossen.
      Ja, aber das geht so nicht. Die Karosserie ist ein geschlossenes Objekt mit einer Wandstärke. Du müsstest die Kanten erst aufschneiden um dort Polygone ansetzen zu können. Bei der relativ feinen Auflösung wären das Unmengen von Polygonen die Du mit der Hand erzeugen musst. Schau Dir nur mal die Seitenkanten der Hauben an. Wenn es Spalten zwischen Karosserie und Fenster gibt kann der Werkzeugweg dort rein laufen.
      Die Fenster müssen ebenfalls wasserdichte Objekte mit Wandstärke werden. Die Wandstärke erzeugst Du mit dem Solidify-Modifier (3-dimensionalisieren-Modifikator bei deutscher Oberfläche)
      Das Zusammenklicken einzelner Polygonflächen ist da nicht der richtige Weg

      Ich würde die Fenster etwas größer erzeugen, einfach aus einer Fläche, diese unterteilen und etwas rund verformen. Dann mit dem Solidify-Modifier eine Materialstärke erzeugen die etwas dünner ist als die der Karosserie. Zwischen einer Kopie der Karosse und den etwas größer angelegten Fenstern (die ebenfalls jetzt eine Wandstärke haben müssen) mit einer Boolschen Operation die Karosse von den Fenstern subtrahieren. Dadurch erhältst Du passende Fenster. Es ist bei solchen Arbeiten immer sinnvoll mit Kopien zu arbeiten und das Original unsichtbar zu stellen. Wenn Du die Kopie über den Editor erzeugst sind Original und Kopie auf der identischen Stelle. Sind die Fenster fertig schaltest Du die originale Karosse wieder auf sichtbar und brauchst nichts einzupassen.

      grüße
    • New

      Hallo,

      heute Mittag habe ich die Dreiecksvariante mal zur Probe gefräst. Ich hätte vielleicht nicht den ältesten stumpfen Fräser nehmen sollen. Es sollte aber auch wirklich nur eine Funktionsprobe werden.




      Mir war nach dem Ansehen von vielen Tutorials schon vor dem Start klar, dass ich den sauberen Körper der Karosserie zerstören werde. Für mein Modell brauche ich aber nur eine einfache Hülle. Und um mir den Aufwand zu reduzieren hatte ich die Anzahl der Dreiecke von 2,1 Mio. auf ca. 100 Tausend reduziert. Da war für die Fenster nicht so viel übrig.

      Spaltmaße: Natürlich muss das CAM versuchen, da herein zu kommen. Die sind in der Vorlage aber deutlich schmaler als der Fräser. Es bleibt also bei dem Versuch.

      Wenn ich ein sauberes Modell haben wollte, müsste ich es natürlich so machen wie Du es beschrieben hast. Allerdings würde ich die Fenster analog zum Kofferraum und den Türen wieder mit Spalt haben wollen.

      Ich hatte mir halt vorher überlegt was ich anrichte und mich dafür entschieden, mit den Konsequenzen der quick & dirty Methode zu leben. Das hindert mich aber nicht daran, Deine Hinweise ernst zu nehmen und an weiteren Tutorials zu üben.


      Es grüßt der
      Raimund
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      Ok, die erste Variante gefällt mir besser. Die zweite hat keine Konturen.
      Du solltest zumindest die Kanten der Fenster betonen. Auf der ersten Version war hinten die kleine halbrunde Kante.
      Vielleicht kannst Du die Fenster etwas nach innen schieben.
      So eine Kante kann man einfach per Sweep Nurbs erstellen. Hier ein Tutorial, Ton besser abschalten, äääh, äääh:
      Was die Polygonanzahl des ganzen Objekts mit der Scheibe zu tun hat verstehe ich nicht. Die Scheiben müssten separat sein und nur aus ein paar Polygonen bestehen. Man kann keine Polygone an ein geschlossenes Objekt ansetzen.

      grüße
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      fraesoholic wrote:


      ... Was die Polygonanzahl des ganzen Objekts mit der Scheibe zu tun hat verstehe ich nicht. ...
      Hallo,

      das war eine Direkte Antwort auf Deinen Hinweis in Post 11: "Bei der relativ feinen Auflösung wären das Unmengen von Polygonen die Du mit der Hand erzeugen musst."

      Diesem hatte ich Deine Sorge entnommen. dass das viel zu viel Arbeit wäre. "Meine" Dreiecke hatte ich dann an den wenigen verbliebenen Kanten der Aussenkontur angebunden.

      Vielen Dank auch für den Link. Ohne Deinen Hinweis hätte ich mir so etwas sicher nicht angesehen. (Zusammenhang Rohre ---> Scheibe am Auto.) Was mich da sehr beeindruckt hat, war die Methode, mit der aus einer einfachen Spur ein sehr komplexes Gebilde erzeugt wurde.

      Jeder Versatz der Scheiben, ob nach vorne oder nach hinten, wird entweder oben oder unten im "Schatten" eine unrealistische Darstellung ergeben. Und dann fehlen noch die Türen, der Kofferraumdeckel und die Motorhaube. Dazu sinniere ich aktuell über einen entsprechenden Aufspannklotz, mit dem ich die jeweilige Grundfläche im rechten Winkel und sauber positioniert unter den Fräser bekomme. Dann wäre die Marschrichtung: Version 2 + Gravieren der entsprechenden Umrisse mit einem o,5mm Fräser. Aber das weiss ich noch nicht, das wird noch dauern.

      Noch einmal zu meinen 3D-Modellierkenntnissen und Blender: Ich bin da weder Einsteiger noch Anfänger. :) So weit wäre ich gerne. Diese "Titel" muss ich mir erst noch erarbeiten. Und dazu muss ich bei Bedarf üben.


      Viele Grüße vom
      Raimund
    • New

      rais55 wrote:

      "Meine" Dreiecke hatte ich dann an den wenigen verbliebenen Kanten der Aussenkontur angebunden.
      Ich habe mir die Karosserie noch mal angeschaut. Das ist ein geschlossenes Objekt mit Wandstärke. Es gibt keine offenen Polygonkanten. Also kann man dort auch keine Polygone ansetzen. Über einen "Fang" kann man Polygone an die Knotenpunkte setzen, die können sich aber nicht mit der Karosserie verbinden.
      Es gibt im GrabCAD Archiv eine Version der Karosserie ohne Wandstärke, da kann man die Polygone der Fenster an die Kanten ansetzen.
      Der schnellste Weg zur Scheibe wäre für mich eine einfache Fläche, diese etwas unterteilen (subdivide) und auf eine dünne Wandstärke extrudieren. Dann mit einem Lattice Modifier etwas verformen.

      Das Zusammenklicken mit Polygonen ist wirklich nicht die sinnvolle Lösung.
      Die Rohre sind nur ein Beispiel. Um Fensterrahmen zu erzeugen wäre diese Methode die schnellste Lösung.

      Das Objekt hinterher zu gravieren, das mache ich auch oft. So kann ich mit einem relativ großen Radienfräser glatt schlichten, dann projiziere ich Linien zum Gravieren auf das 3D Modell. Das geht wesentlich schneller da die Gravur nicht als 3D Bearbeitung sondern als 2.5D Bearbeitung geht.
      Dazu gibt es in CamBam die Funktion "Kanten nachzeichnen". Ein Klick und die Kanten des 3D Objekts werden mit Polylinien nachgezeichnet. Die Polylinien die zu den inneren Karosseriekanten gehören muß man nur löschen und hat dann die Pfade für die Gravur. Ich denke aber das kann estcam nicht. Die DXF-Datei mit den Linien habe ich mal angehängt, mein Vorteil in CamBam ist das 3D Objekt und Polylinien in einer Datei bleiben und so präzise übereinander passen. Aber vielleicht hilft das.



      Was das Thema aufspannen betrifft, ich würde für eine solche Arbeit, wenn keine Drehachse vorhanden ist, einen Holzklotz auf der Kreissäge präzise rechtwinklig zusägen.
      Der Klotz ist länger als das Modell, so das die Enden als gerade Auflage bestehen bleiben. Ein Passloch mit Passstift an jeder Seite würde dafür sorgen das alles passt. So kann man jede Seite erst fräsen und dann im Anschluß gravieren
      Auf diese Art habe ich schon 6-seitige Bearbeitungen gemacht.

      Nochmal zu Deinen 3D-Modellierkenntnissen und Blender: Selbstverständlich bist Du Einsteiger. Jede weitere Stufe muß dann hart erarbeitet werden. Auch für mich ist Blender bei jeder Benutzung eine Herausforderung. Ich habe 15 Jahre modellieren mit C4D hinter mir. Das ist zwar die bedienerfreundlichste 3D Modelliersoftware, es gibt sie aber nur noch teuer im Abo. Deshalb steige ich immer mehr auf Blender um.


      grüße
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      The post was edited 2 times, last by fraesoholic ().

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      fraesoholic wrote:

      ... Was das Thema aufspannen betrifft, ... einen Holzklotz auf der Kreissäge präzise rechtwinklig zusägen. ...
      Hallo,

      damit würde ich aber zumindest bei der Front - und der Heckscheibe an der Oberfläche deutlich breitere Nuten als die angestrebten 0,5mm fräsen. Wie oben geschrieben, muss ich schon den jeweiligen Rahmen horizontal ausrichten und dann senkrecht zu der Fläche fräsen. Und natürlich jeweils vorher die stl korrekt ausrichten, exportieren und zu einer dxf verarbeiten. Das hat bei dem Bus auch so geklappt.

      Ich habe das Probestück mal etwas mit einem Bleistift aufgehübscht. Kann was werden. Jetzt fehlen nur noch ausreichend Regentage. Und Radienfräser.


      Noch eine Frage:
      Was wäre bei diesem 120mm langen Modell ein "relativ großer" Radienfräser? 1,5mm, 2mm, 2,5mm, 3mm? So etwas muss ich erst noch beschaffen.





      Grüße vom
      Raimund

      The post was edited 1 time, last by rais55 ().

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      rais55 wrote:

      Was wäre bei diesem 120mm langen Modell ein "relativ großer" Radienfräser?
      Bei mehrseitiger Bearbeitung dieses Modells würde ich einen ersten Schlichtgang mit einem 8mm Radienfräser machen, seitliche Zustellung bei 5%, (0.4mm). Mit einer Begrenzung würde ich dann nur die detaillierteren Stellen wie Kotflügel, Fensterkante etc mit dünneren Fräsern nachbearbeiten. Ich denke aber das kein Fräser kleiner als 3mm nötig ist. Für die Gravur der Polylinien würde ich 1.5mm verwenden

      grüße
    https://www.daswetter.com/