Gravur in Messing

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    • Gravur in Messing

      Hallo zusammen
      Ich bin eigentlich ein stiller "Leser" hier im Forum.
      Zu meinem Problem habe ich bisher aber noch post gelesen, deshalb melde ich mich mal aus der Versenkung.
      Ich möchte gerne in Messing eine Gravur erstellen, aber die Schrift hat am Rand einen Grad es sieht sehr ausgefranzt aus.
      Ich habe eine CNC14 und benutzte einen VHM-Frässtichel 60° Vorschub F(xy) 400mm/min und 24000 upm.
      Habe mal ein Bild hochgeladen. Da sieht man was ich meine.
      Was ist da falsch.

      Gruß Gerhard
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    • Hallo Gerhard

      Ja das Ausfransen ist gut zu erkennen.
      Ich könnte mir bei Messing vorstellen, dass deine Drehzahl zu hoch ist und es bereits wieder zu schmieren beginnt und deshalb die unsaubere Kontur entsteht. Vielleicht ist aber der Frässtichel dafür ungeeignet und ein Gravierfräser wäre besser geeignet, der die Späne besser abführt.

      Grüsse

      Dieter
      Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)
    • Hallo munze1

      erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.
      Werde mal die Drehzahl auf 12000 upm reduzieren. Mal sehen ob es das war.
      Die von Sorotec sagten dieser Fräser wäre gut für gravur, allerdings habe ich nicht
      explizit nach Messing gefragt.

      nochmal Danke für deine schnelle Antwort

      Gruß Gerhard
    • Hallo Gerhard,
      die Drehzahl ist nicht zu hoch. 60000 Umdrehungen wären optimal, aber die gibt es nun mal in unserem Bereich nicht.
      Du bist viel zu langsam und ich würde zunächst mal nur 1/10 - 2/10mm anstellen und mich dann rantasten.
      Den Vorschub würde ich verdoppeln.

      Ich habe keine Erfahrung mit Messing gravieren, aber das sagt mir mein Bauch. Die Spindeln von professionellen Graviermaschinen drehen unglaublich schnell

      Grüße, Franz
    • Hallo Franz

      Das ginge ja nur wenn ich 3 Spindeln in Reihe schalte.... :D Spass beiseite.
      Dann ginge es nur mit Übersetzung um auf die hohe Drehzahl zu kommen.
      Danke für die Info, ich habe keine Erfahrung in Messing, aber gut wenn doch jemand weiss wie es gehen könnte. Man lernt nie aus.

      LG und geniesst das Wochenende

      Dieter
      Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)
    • Hallo Dieter,
      ich habe vor einigen Jahren, ich hatte selber noch keine Fräse, Messingschilder gestalten und gravieren lasse. Bei der Fertigung konnte ich zusehen.
      Ich hatte mich über die hohe Drehzahl der Spindel gewundert. Die Mitarbeiter der Firma sagten mir, dass die Drehzahl für eine saubere Gravur in Messing nicht hoch genug sein kann und das die Spindel deshalb sehr teuer ist.
      Aber ich denke, wenn Gerhard eine geringe Zustellung im zehntel Bereich wählt, und den Vorschub erhöht, dann rattert die Maschine auch nicht.
      Grüße Franz
    • Hallo
      was ist das für eine Legierung?
      Das sieht nach einer bleifreien Legierung aus. Sollte das so sein dann helfen auch keine anderen Werte. Diese Legierungen sind teigig wie Schmieralu und das Werkzeug drückt sich eher durch Material als das es schneidet. Verwende Ms 58 , heutzutage z.B.CuZn39Pb3 ( CW614N ), CuZn40Pb2 ( CW617N ) oder CuZn39Pb2 ( CW612N ). Die 2-3% Bleianteil machen das Messing erst zerspanbar.
      MS63 ist zu weich und nicht geeignet.
      Irgendwelche Schnittdaten sind, wenn ich das Foto sehe, unnötig. So wie es aussieht kannst Du diese Legierung ritzgravieren aber nicht zerspanen.
      Ritzgravieren ist relativ einfach, denn Messing wird nach dem Glühen sehr weich. Bei der anschliessenden Bearbeitung, schleifen, hämmern und beim ritzen selbst verfestigt sich das Material wieder. Dafür muß die Maschine nur stabil sein.

      Ansonsten habe ich für MS 58 keine getesteten Schnittdaten.
      Für einen Stichel mit 0.1mm Spitzenbreite habe ich (ungeprüfte) Daten für 24000 1/min, Schnittgeschwindigkeit 7.5, fz 0.002, ergibt einen Vorschub von 48mm/min, Tiefenzustellung 0.1mm
      Da Messing sehr kurzspanig ist kann man die Werte sicher erhöhen. Ein zu scharfer Stichel ist nicht gut da der sich extrem ins MS zieht und dadurch schnell bricht.

      grüße
      ralfg
    • Hallo zusammen
      erstmal Danke für das große Feedback.
      Alois ich brauche nicht Schruppen und Schlichten, das ist ein 3mm Messingblech,
      nach dem Gravieren nehme ich 800er Schleifpapier und reibe die Oberfläche glänzend.
      Geht schnell und gut. Mit schwarzer Farbe wir die Schrift eingefärbt.

      Im Bild sind der 60° Gravierstichel für die Schrift und der 3,18 mm Einschneider für den Ausschnitt.
      für den Auschnitt benutze ich das Wirbelfräsen in einem Durchgang.

      Welche Legierung das Messingblech hat kann ich nicht sagen. Beim Ausschneiden per Wirbelfräsen enstehen kleine scharfe Späne
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    • Hallo,

      wenn ich das richtig sehe willst Du nur den Umriss gravieren. Wie tief gehst Du den bei dem Lauf rein ins Material, und in wie vielen Schritten?

      Idee, wenn Du so 0,1 mm tief gravieren willst (weil sonst wird es zu breit) mach das in 2 Schritten. Du benutzt EstlCAM. Stell die Eintauchtiefe auf 0,07 mm pro Lauf ein, und die Gesamt-Tiefe auf 0,1 mm. Dann macht er automatisch einen 2. Lauf zu feinschlichten. Das hilft bei mir gewaltig.

      Ansonsten die Schriften als Carve fräsen, da aber auch in 2 Schritten. Da dann eine Tiefenbegrenzung auf 0,1 mm. So mache ich Schilder mit gut lesbarer Schrift.
      Gruß und viel Erfolg
      Rainer
    https://www.daswetter.com/