Meine Holzmodelle

  • Es eignet sich auch Alucobond Platte hervorragend dazu


    Aludibond habe ich auch da

    Es handelt sich hier um 2 unterschiedliche Verbundplatten!


    Was ist Alu Cobond?

    ALUCOBOND ist eine Verbundplatte aus zwei Aluminium-Deckblechen und einem schwer entflammbaren oder nicht brennbaren mineralstoffgefüllten Kern.


    Was ist Alu Dibond?

    DIBOND ist eine Verbundplatte aus zwei 0,3 mm dicken Aluminiumdeckschichten und einem Kern aus Polyethylen.


    Hallo Jörg,

    Alucobond - Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.

    Kannst du etwas zur Bearbeitbarkeit der Platten sagen; diese sollten mit dem mineralstoffgefüllten Kern ja anders/besser zu bearbeiten sein.


    @ Raimund:

    eventl. würden sich auch HPL Platten für deine Bearbeitungsmethode eignen.

    Ich könnte mir vorstellen; das auf Grund der dunklen "Füllung" der Platte die Kontraste viel besser rüber kommen sollten.

    HPL Plattenabschnitte habe ich schon öfter in der Restekiste/Plattenzuschnitt beim örtlichen Baumarkt für kleines Geld erstanden.

    HPL solltest du auch mit Holzfräsern problemlos bearbeiten können.

    Gruß

    Josef


    Bei mir ist teilweise der Weg das Ziel :thumbup:

    Man muss seinen Ausschuss nicht immer gleich wegwerfen, er kann noch bestens zur Abschreckung verwendet werden! :D



    Fräse: Aluprofil Eigenbau; Spindel: Makita RT0700C; Steurung: Sorotec Mini; CAM: Estlcam V11; CAD: QCAD

  • Hallo Zusammen,


    es gibt Neues von den kleinen Autos. Einen Fehlschlag und einen Ausblick.


    Das ist das Ergebnis von drei Wochen Vorarbeit für einen Transporter T1 im Maßstab 1:24. Eigentlich sah alles prima aus. Die Rückseiten waren i.O, aber beim Fräsen der Front zeigte sich ein großer Mangel. Das abgesetzte "V" (habe ich mit Bleistift angedeutet) fehlt in der Vorlage. Also kann ich das auch nicht fräsen. Driss-im-Rään.


    Die Teile für die Front wurden vorher mit der Innenkontur als Platten ausgefräst und in Schichtbauweise verleimt. Damit man diesen Block überhaupt noch auf der Rückseite spannen kann, wurden zwischen dem Armaturenbrett und der Ablage Stützfüße platziert. Auf dem Foto sind sie schon entfernt. Bei der Herstellung des Daches habe ich mich mit einem Trick beholfen. In der STL hat es keine ausreichende Dicke. Also habe ich die STL-Datei mit dem Dach in Estlcam kurzerhand auf den Kopf gestellt und danach die NC-Datel mit einem Offset von 3mm erstellt. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Wegen des hässlichen Fehlers an der Front werde ich aber nicht weitermachen.




    Jetzt aber etwas Positives. Schon lange hatte ich einen Käfer vor mir her geschoben und die Arbeiten immer wieder abgebrochen. Das Ding ist zu rund, es fehlen außen ausreichend ebene Flächen für eine Schichtbauweise.




    Nach den positiven Erfahrungen mit dem Dach des Transporters habe ich ein wenig mit den Schichtdicken experimentiert. Im Ergebnis gibt es später für ein halbes Modell:

    - ein Seitenteil 12mm dick und

    - sieben Schichten je 3mm für die Mitte.

    - Die Vordersitze werden wieder einzeln angefertigt.


    Allerdings hat die STL des Modells keine ausreichende Wandstärke.




    Das Seitenteil. Das kann ich so nicht fräsen. Hier kommt für die Innenkonturen wieder der Trick mit dem Offset zum Einsatz.






    Außen ...



    ... und Innen.




    Ohne Vorarbeiten ging es aber auch hier nicht. Zuerst wurden mit Grblgru die Schnitte erstellt und dann im CAD zu Blöcken zusammengefasst. Danach mit Estlcam die Umrisse erstellt und in die DXF eingepflegt. Jetzt konnten Masken für das Fräsen der Außen-und Innenseite gezeichnet werden.


    Auf der Innenseite sollte eigentlich die Kontur der vollständigen Rücksitzbank abgebildet sein. Allerdings fehlt hier ein größer Teil. Nach etwas Herumprobieren habe ich die Ursache gefunden. Beim Erstellen der NC-Datei mit einem Offset, wirkt dieser offensichtlich nur in Z-Richtung. Und weil ich mit einem 1/8'' Fräser gearbeitet hatte, war die Bank weg. Also habe ich Schruppen und Schlichten getrennt und dafür jeweils eigene Offsetkonturen gezeichnet. Schruppen 1/8'', Schlichten 1,5mm. Das habe ich aber noch nicht gefräst.


    Der nächste Schritt ist das Komplettieren der DXF. Alle Mittelteile, das Dach, die Sitze, die Räder mit den Radkappen, die Stoßstangen, das Lenkrad, die Lampen und ...und ... müssen gezeichnet werden. Bis jetzt habe ich nur die Umrisse. Danach muss das Alles in eine ordentliche NC-Datei gebracht werden. Das kann wird aber noch dauern.




    Und zum Schluss:

    Hatten wir eigentlich schon darüber gesprochen, dass jetzt auch ein 2CV so langsam seinen Schrecken verliert? Wenn man ausreichend dicke Seitenteile mit eingearbeiteten Innenkonturen konstruiert, dann ist der Rest auch wieder recht einfach. Leider aber auch ziemlich viel.


    Jetzt sollte ich (erst einmal) aufhören.



    Nachtrag, da war noch Platz für ein Foto. Hier ist noch eine Version von Zenziwerken.de. So habe ich angefangen. Das Modell ist schon optimiert und aus 5mm-Plattenmaterial gefräst. Ja, das soll ein Käfer sein, aber so platt ... irgendwie wenig rund.




    Viele Grüße vom

    Raimund

    Linux. ---> Librecad ---> bCNC (bei STL auch GrblGru) ---> Arduino mit Grbl ---> Compact-Line 0405

    Edited once, last by rais55: Ein Foto nachgetragen. ().

  • Hallo Zusammen,


    es gibt einige Fortschritte am VW Käfer, man kann jetzt schon erkennen was es einmal werden soll.




    Alle Teile sind hier noch roh, nicht versiegelt und nur ohne Leim zusammengesteckt. Das halbe Dach stammt aus dem ersten Fräsversuch.






    Die folgenden Bilder zeigen die nächsten Schritte bis zum "rolling Chassis". Die Teile wurden entgratet, an den Stirnflächen versiegelt, auf einem Schleifschwamm abgezogen und dann verleimt. Für das Zusammenfügen der Dachsegmente habe ich wieder eine Klebeschablone benutzt (das ist in einem früheren Beitrag beschrieben).





    Hier sieht man die hinteren Tragpfosten für das Dach. Diese habe ich zum exakten Ausrichten des Daches mit Führungsnasen versehen. Lenkrad, Handbremse und Schaltknüppel kommen natürlich noch.




    Jetzt müssen erst noch zwei neue Seitenteile angefertigt werden. Die auf den Fotos gezeigte rechte Seite habe ich ziemlich verkac*t. Das Rohteil hatte ich exakt ausgerichtet, und danach die Nullpunkte für x und y gesetzt. Danach den Z-Nullpunkt angefahren, auf die Sicherheitshöhe (+2mm) gestellt und Start gedrückt. Besser wäre es gewesen, den z-Nullpunkt vor dem Anfahren der Sicherheitshöhe auch in der Steuerung zu übernehmen. Der 1,5mm Fräser kam zwar frisch aus der Schachtel, ist aber sofort an der Aufgabe, eine 11mm Vollnut zu ziehen gescheitert. Die Scheinwerfer und die Stoßstangen sind auch noch zu klein und müssen erneuert werden. Nach der vollständigen Montage muss dann noch etwas geschliffen werden.


    Vordersitze baue ich erst einmal nicht, die kann man nachträglich auf die herausnehmbaren Bodenplatten setzen. Da müssten die "Recaros" aus dem Golf ganz gut passen. Wenn dann Alles fertig ist, gibt es natürlich auch wieder die NC-Dateien. Aber so weit bin ich noch nicht.



    Viele Grüße vom

    Raimund

    Linux. ---> Librecad ---> bCNC (bei STL auch GrblGru) ---> Arduino mit Grbl ---> Compact-Line 0405

  • Sieht schon sehr gut aus.

    Ich freue mich auf das fertige Modell.

    Es grüßt: Sven

    3018 Pro Chinafräse.

    Ab und zu, läuft die richtig gut. Dann hängt sie sich wieder auf ;(.

    Ha. Fehler gefunden. Interferenzen. Nu rennt das Ding. 8o

  • Hallo Zusammen,


    der Käfer ist jetzt auf einem vorzeigbaren Stand.


    Die STL-Vorlage ist von cgtrader. Es gibt aber auch etwas mit breiteren Pellen. Das Modell ist überwiegend wieder in Schichtbauweise erstellt. Als Werkzeuge wurden (wie immer) Grblgru, Librecad, Estlcam und bCNC verwendet.


    Die Scheinwerfer, Blinker und die Griffe sind Anbauteile. Die stark gewölbten Radkappen wurden in die Räder integriert.



    Falls jemand den Auspuff vermisst; dieser Prototyp hat noch keinen, die NC-Dateien sind aber schon aktualisiert. Der Topf selbst wird aus einem Stück 6mm Rundstab geschnitten, die Endrohre aus einem Zahnstocher. Perfektionisten können dann noch vor den Hinterrädern die Aufnahmen für den Wagenheber anbringen. Passendes Material dafür findet sich reichlich in den Fräsresten.

    Update 3.9.22: Jetzt auch ein Bild mit Auspuff.





    Die Sitze stammen leicht abgewandelt aus dem Golf und passsen erstaunlich gut. Sie sind zusammen mit der Bodenplatte entnehmbar.



    Etwas zum Bau:

    Es wurden wieder 3mm starke Buchenbrettchen verwendet. Die NC-Datei ist in 60mm hohe Segmente aufteteilt. Die Rohmaße kann man der Datei "Übersicht.dxf" entnehmen. Die Räder sind aus 4mm Brettchen, die Seitenteile sind 12mm stark. Gefräst wurde mit 1/8'', 1,5mm, 1,2mm und 0,5mm spiralverzahnt.


    Die Seitenteile:

    Für jede Seite gibt es vier Dateien. Schruppen außen und innen, sowie jeweils das Schlichten. Die Reihenfolge findet man in der Nummerierung im Dateinamen. Nicht vertauschen! Außerdem sind dort noch der/die benutzte(n) Fräser und die Z-null Höhe über der Aufspannebene angegeben. Die Rohteile müssen für die erste Aufspannung nur auf der Außenseite geplant sein. Die Innenseite wird im ersten Arbeitsschritt bearbeitet. Die Teile werden von zwei Seiten gefräst. Deshalb...


    Ein Tipp für xy Null.

    Es reicht wenn die Außenkanten mit 2-4mm Aufmaß grob zugesägt sind. Es wird ein Aufspannwinkel benutzt. XY Null ist die innere Ecke. Ab jetzt gilt folgender Ablauf:

    - XY Nullen

    - Das XY Null nach rechts oben verschieben, bis das Fertigteil vollständig im Rohteil liegt. Z.B 1mm.

    - Teil 1 und Teil 2 Fräsen.

    - Das Werkstück umspannen und in die Ecke des Aufspannwinkels anlegen. Da ab jetzt der "Rohteilrand" fehlt, die Nullpunktverschiebung wieder zurücknehmen.

    - Dann Teil 3 und Teil 4 fräsen.


    Alles ohne irgendeine zusätzliche Indexbohrung (für die man ja auch wieder eine Schablone bräuchte).




    Die erforderlichen Dateien habe ich unten angehängt. Insgesamt sind es 16 NC-Files. Die habe ich in die Kaefer.zip gepackt.


    Vielleicht hat ja jemand Spaß daran.



    Update 3.9.2022:

    Und das ist dann das Ergebnis nach fast vier Stunden Fräsarbeit. Passt doch. Die Achsbohrungen werden beim Verleimen mit dem Mittelteil als Indexlöcher benutzt. Dadurch konnten fast alle formgebende Fräsoperationen in die zweite Aufspannung gelegt werden und die verdeckten Sacklöcher auf der Innenseite konnten entfallen.



    Was ich vergessen hatte:

    Der Z-Nullpunkt für den 0,5mm Fräser (Tür, aussen Teil4) liegt an der höchsten Stelle hinter/unterhalb des Türgriffs.


    Noch etwas zum Zeitbedarf:

    So ganz "mal eben ein Auto fräsen" ist nicht. Mit guter Vorbereitung, alle Werkzeuge und Materialien griffbereit, habe ich für das zweite Modell fast einen Tag gebraucht.

    - 0:30 3mm Brettchen vorbereiten

    - 2:50 Fräsen

    - 1:10 Sitze und Räder fräsen

    - 3:30 die Seitenteile fräsen


    Dazu kommt noch der Aufwand für das Verputzen, Versiegeln der Stirnflächen, die Montage und das Finish. Das ist, wenn man es ordentlich macht, auch ein Tag.



    Die vordere Stoßstangenaufnahme war nicht i.O. Die korrigierte Version habe ich in kaefer2.zip gepackt.


    Viele Grüße vom

    Raimund

  • Hallo Zusammen,


    es gibt ein neues kleines altes Holzauto. Es ist ein Fiat 500 in Maßstab 1:24.



    Die STL habe ich hier bei Thingiverse gefunden. Zur Vorbereitung wurden wieder die schon mehrfach beschriebenen Werkzeuge benutzt. Deshalb spare ich mir eine weitere Wiederholung. Sitze gibt es noch nicht.


    Natürlich gab es auch bei diesem Modell wieder neue Fallstricke. Wie schon beim Käfer wollte ich für die Innenflächen der Seitenteile auch hier wieder einfach die Außenkontur aufdicken. Das hat aber wegen einer teilweise vorhandenen Innenkontur nicht geklappt. Diese Innenteile habe ich dann weitestgehend entfernt, aber das Ergebnis war nicht schön. Also wurde diese Methode verworfen und als Plan B ganz traditionell eine Tasche gefräst. Man darf mich übrigens ungestraft eine 3D-Null nennen.


    Die beiden Versuche.



    Alle Teile für ein ganzes Auto.



    Die hintere Stossstange war nicht genug gekrümmt. Also habe ich sie zuerst nur in der Mitte mit Leim fixiert und danach, so wie es ein alter Elektriker eben macht, mit einem Kabelbinder in ihre Position gebracht.



    Von der Seite ...



    ... und schräg von hinten. Sogar die Lüftungsschlitze sind zu erkennen.



    Ein Größenvergleich. Er ist schon seeeeehr klein.



    Das Modell wurde wieder aus 3mm Buchenbrettchen und 11mm Leisten gefertigt. Die NC-Datei für die Scheiben ist in Abschnitte zu 60mm angeordnet und kann leicht aufgetrennt werden. Für die Seitenteile gibt es wieder 4 Dateien je Seite. 1- Schruppen innen, 2- Schlichten innen, 3 Schruppen aussen, 4 schlichten Innen. Es wurden diamant/spiralverzahnte Fräser mit 1/8'', 1,5mm, 1,2mm, und 0,5mm benutzt. Die verwendeten Fräser und die Lage der Z-Nullpunkte stehen im Dateinamen. Der Nullpunkt für den 0,5mm Fräser ist an der höchsten Stelle der hinteren Türkante.


    Die NC-Dateien musste ich packen. Sie sind unten angehängt.


    Wenn es morgen nicht regnet, fahre ich mit dem Modell zu dem wöchentlich stattfindenden Oldtimertreffen und lasse den Fiat-Fahrer, bei dem ich vor zwei Wochen Fotos machen durfte, mal ein Auge darauf werfen. Dann kann ich bestimmt auch Fotos von den Stühlen machen. Die hatte ich vergessen. Und dann muss ich ja auch noch ein Modell für mich selbst bauen. Der Prototyp ist - wie immer - schon an Ilona vergeben.


    23.9.22 Update Sitze.

    Bei dem Bau des zweiten Modells habe ich einfach die Sitze aus dem VW-Käfer genommen und die Kopfstützen abgeschnitten. Sie könnten zwar 2-3mm kürzer und niedriger sein, aber grundsätzlich geht das schon. Die Datei findet man im Beitrag zu dem Käfer.


    Jetzt wo es einen Käfer und einen Fiat gibt, fehlt irgendwie noch etwas aus Frankreich. Schaunmermal. Allerdings gilt ja immer noch das Stoßgebet des am Straßenrand gestrandeten Autofahrers: " ... beschütze uns vor Sturm und Wind und Autos, die aus Frankreich sind."



    Viel Spaß und Grüße vom

    Raimund