Unterbau für die Fräse

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    • Unterbau für die Fräse

      Hallo zusammen,

      die Pläne meiner Fräse nehmen weiter Gestalt an, Zeit sich um den Aufstellungsort zu kümmern. Die benötigte Stellfläche wird etwa 120x70 cm betragen, wird etwa einer Biber entsprechen. Die Fräse wird in der Garage stehen (leider kein Keller und im Büro steht schon alles voll). Wie immer ist der Platz Mangelware, daher suche ich Ideen für einen vernünftigen Unterbau.

      Aktuell steht zur Auswahl
      1. eine der beiden Küpper Werkbänke, einfach oben auf die Arbeitsplatte drauf stellen
      2. ein Schwerlastregal (diese steckbaren)
      3. ein selbstgebautes Untergestell (wie sollte es aussehen?)

      Variante 1 ist sicherlich am einfachsten zu realisieren, nimmt mir aber die wertvolle (im Sinne von Nutzen) Werkbank weg.
      Variante 2 ließe sich gut machen, ich bin aber unsicher ob das Regal nicht scheppert wie ne Trommel
      Variante 3 bedeutet wieder mehr Stellfläche in der Garage, die zu schaffen ist (aufräumen).

      Die Fräse selbst soll später in einer Art Kiste als Umhausung stehen (Lärm, kein Dreck in der Garage, kein Dreck von der Garage an der Fräse, weniger Witterungseinflüsse..)

      Beim Selbstbau Variante 3 stelle ich mir die Frage nach geeigneten Materialien. Holz würde ich ungern nehmen, ich befürchte einiges an Verzug durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Einige bauen irre Massive Konstruktionen aus 50x50er Stahlrohren. Das kommt mir zu massiv vor, zum Schweißen bin ich auf andere angewiesen. Meine Idee aktuell ist, aus 45er Profilen (schwer) einen Rahmen zu bauen und die Seiten mit Siebdruckplatten zu verschließen. Unten wäre dann Platz für Steuerung, Sauger, Spantonne und ggf. das ein oder andere Werkzeug. Auch hier bin ich unsicher, ob das ausreichend ist oder auch leichter/günstiger geht.

      Wie schaut es mit Rollwagen aus? Da würde mich eure Meinung zu interessieren. Ich habe bisher keine Fräse und kann weder das zu erwartende Gewicht, noch zur Wanderbewegung von Fräsen was sagen.

      Andere Idee wären ausrangierte Büromöbel wie ein einfacher Tisch, die man hin und wieder günstig findet. Etwa ein Stahlgestell (20mm Rohre?) und einfach eine Platte darauf.

      Wie habt ihr das gelöst? Ich habe bisher nur sehr wenige Ideen finden können.

      Gruß Patrick
    • Hallo Patrick,

      Die Entscheidung zwischen 1 oder 2/3 wirst Du selbst treffen müssen (was ist Dir wichtiger, Platz oder Werkbank), wobei ich von 2 abraten würde. Meine Sperrholzfräse steht auf einem recht stabilen Tisch, aber je nach Fräsjob fängt der trotzdem an zu schwingen. Wobei das natürlich sehr stark vom Gewicht der Fräse und den Fräs- bzw. Maschinenparametern abhängt. Ist man mit den Beschleunigungswerten und Fräs- bzw. Fahrgeschwindigkeiten eher etwas zurückhalten, tut es auch eine weniger stabile Konstruktion (dann braucht man aber auch etwas mehr Geduld beim Fräsen).

      Wenn Du in deiner Garage mit Platzproblemen zu kämpfen hast, deine Werkbank aber nicht opfern willst, würde ich einen Tisch mit Rollen definitiv empfehlen. Ich hab mir so einen für meine Fenja gebaut, mit vier drehbaren Schwerlast-Rollen die sich alle vier feststellen lassen, sowohl was die Rollen selbst als auch die Drehung der Rolle angeht. Ob das ausreichen wird, muss sich aber erst noch zeigen (noch läuft sie nicht). Eventuell brauche ich noch eine Fixierung (Wand oder Boden).
      Wenn Du kein Holz für die Unterkonstruktion verwenden willst, ich hab im Internet schon einige Videos von Unterkonstruktionen aus Aluprofilen gesehen. Da musst du nichts schweißen sondern nur verschrauben.

      Viele Grüße Andreas
    • Hallo Patrick,

      schau mal in meine Baubericht "Fenja L100 unterm Tisch" (Link in Signatur).

      Meine Fräse steht untem im Tsich, damit ich ddie Grundfläche als Werkbank nutzen kann.

      Tisch ist aus Alu-Profilen 90x45 schwer.
      Wenn Deine Fräse oben steht, benötigst Du noch diagonale Versteifungen wegen des Hebelarms.

      Fenja L1000 wegt grob 200kg. Mit Tisch bin ich wohl bei 300 KG am Limit der normalen Heberollen, die wegen der Tischhöhe seitlich montiert sind.

      Wenn die Fräse oben steht, kannst größere Heberollen mit integreirtem Maschinenfuß verbauen. bs-rollen.de/rollen/heberollen/
      Oder einen Maschinenheber und ein Set Ecktransportrollen (4x150kg) nutzen. stama.ch/unicraft-etr-4-150-ecktransportrollen.html

      Maschinenfüsse würde ich auf jeden Fall nehmen, damit der Tisch nicht wegfährt.
      Meine Fenja fängt langsam an sich zu bewegen. Habn letzten G0 mit F5000 und G1 mit F3000 gefahren.
      Beim Räumen von kleinen Taschen ruckte sie leicht auf der Gummimatte zwischen Fräse und Tisch.
      Die Gummi-Granulat-Matte solle den Körperschall etwas isolieren.

      Viel Erfolg
    • Hallo zusammen

      Es kommt auch immer drauf an, ob die Maschine beweglich sein soll oder nicht.
      Ich habe mich mittlerweile bei allen meinen Werkstattmöbeln für Rollen entschieden. Das macht das Umräumen oder Platzschaffen äusserst bequem.
      Meine Luzie kommt auf ein Alugestell mit Rollen. Die Rollen sind feststellbar, aber wenn sich da was bewegt, dann bocke ich sie während der Arbeiten auf.
      Im Prinzip ist es egal, ob der Unterbau aus Holz, alu oder Stahl ist. Stabil muss er sein und auch die Fräse obendrauf würde ich mit dem Unterbau verschrauben.
      Ich werde zwischen Alu und Holz eine 15 mm Multiplex befestigen, die dann die Träger der Y-Achse aufnimmt und auhc verschraubt ist.
      Zur Geräuschentkopplung kommen Gummipuffer drunter, vielleicht bringt es ja was.

      Grüsse

      Dieter
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      Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)
    • Hallo zusammen,

      danke für eure Ideen. Ich werde nun ein Gestell aus Alu Profilen erstellen, ähnlich wie dem von Dieter. Die Fräse packe ich oben drauf, unter dem Tisch erscheint es mir doch etwas hinderlich. Unten drunter kommt dann die Steuerung, Sauger, Spantonne und mal sehen was noch drunter passt.

      Ich habe nun Heberollen für mich entdeckt, damit werde ich es mal versuchen. Das sind Lenkrollen mit integriertem Maschinenfuss. Man kann also die Maschine umherfahren, über entsprechende Stellschrauben das ganze aber auch fest auf dem Boden setzen. So was hier, gibt es von verschiedenen Herstellern zu unterschiedlichen Preisen bei den üblichen Shops ;)

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      Oben drauf kommt dann eine Siebdruckplatte als "Arbeitsplatte". Die Fräse selbst steht in einem geschlossenen Kasten, deren Boden (da wo die Fräse drauf steht) ebenfalls eine dicke Siebdruckplatte wird. Zwischen dem Kasten und dem Untergestell werde ich eine Lage schweren Schaumstoff zur Entkopplung setzen. Habe das bei M-Hoch-5 gesehen. Da ist genug Reibung, dass die Fräse nicht wandern kann.

      Unsicher bin ich noch bei der Wahl der Profile. Was hast du da genommen Dieter? Habe aktuell 45er Nut 10 in schwerer Ausführung im Blick.

      Gruß Patrick
    • Hallo Patrick

      Ich habe da alles verbaut, was ich aus dem Schrott gerettet habe.
      Sind normale 40er Profile und auch ein paar 40 x 80 Profile.
      Das alles so gut wie möglich verschraubt und mit vielen Winkeln versteift.
      Ich denke nicht, dass du schwere Profile benötigst.

      Ich habe echt keine Ahnung ob das später so für die Fräse reicht. Für mich sehr stabil und es wackelt oder knarzt nichts.
      Das Untergestell wiegt knapp 40 kg komplett mit Ablagefach für die Steuerung.

      Grüsse

      Dieter
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      Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken. (Heinz Erhardt) ;)
    • Hallo zusammen,

      das Thema Tisch und Umhausung lässt mir noch keine Ruhe.
      Das ganze soll eine Art Werkbank werden, Fräse mit Umhausung oben drauf, unten drunter Steuerung, Sauger, Spänetonne usw.
      Die erste Idee war, Alu Profile zu nehmen und diese mit Siebdruckplatten zu verkleiden. So entsteht aus meiner Sicht ein stabiler, geschlossener Korpus.

      Nun frage ich mich, ob die Siebdruckplatten bei 15mm Stärke nicht bereits stabil genug sind. Was so eine Fräse wiegt, keine Ahnung, ich schätze mal um die 100kg?

      Ich habe mal einen schnellen Entwurf gemacht, wie ich es mir vorstelle. Die Kammer der Fräse wird noch mit einer nach oben schwenkbaren Tür versehen. Deckel ist natürlich auch dabei. Was meint ihr, steht das so ausreichend stabil? Das ganze steht in einer Garage mit wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit.

      Unten drunter kommen noch Rollen und Maschinenfüsse. Das ganze steht fest auf Maschinenfüssen, die nur mal reingedreht werden, falls ich die Fräse mal wegschieben muss. Habe ich eher selten bis hoffentlich nie vor.



      Gruß Patrick
    • Hallo Patrick,
      ich würde den Tisch in der Breite und Tiefe etwas größer machen, wenn es dein Platz erlaubt.
      Für der Einhausung würde ich auch einen Rahmen machen. Vorne und an einer Stirnseite würde ich Plexiglastüren mittels Scharniere einsetzen.

      Grüße, Franz
    • Hallo Patrick!

      Ich habe meinen Unterbau aus Fichte massiv gefertigt. Den Rahmen aus 80x40 mm Leimbindern, ebenso die oberste Platte aus Leimbindern. Den Boden habe ich aus 18 mm Siebdruckplatten gefertigt und zwar als doppelten Boden. In den Zwischenraum des doppelten Boden habe ich 50 Kg Quarzsand verteilt.

      Der gesamte Rahmen wurde mit 18 mm Tischlerleimholz verkastet und in 3 Spalten geteilt. In einem Teil hat die Elektronik Platz, im 2. der PC und im 3. ist Platz für einen Kompressor und eine MMS ( falls ich das mal benötige )

      Das Untergestellt wiegt ca. 105 Kg und steht auf 4 Schwerlastrollen mit Bremsen. Alle Teile die verschraubt wurden habe ich mit 3 mm Moosgummi " entkoppelt " um eventuelle nicht gewollte Geräusche zu vermeiden. Die Türchen wurden mit 6 mm Acrylglas versehen und ebenfalls mit Moosgummi gegen scheppern gesichert.

      Dort wo der PC und die Elektronik untergebracht werden habe ich je 2 Stk. 24 V Kühler installiert und die Ansaugung mit Schutzgitter und Filterpapier geschützt. Ich finde jetzt auf die Schnelle die Fotos nicht vom Bau des Untergestelles aber 1 Foto wo man ein bisserl was erkennen kann.

      lg
      Harry
    https://www.daswetter.com/