Hilfestellung zur Auswahl von richtigen Linearführung in Bezug auf die Portalbreite

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    • Hilfestellung zur Auswahl von richtigen Linearführung in Bezug auf die Portalbreite

      Hallo zusammen,

      ich bin der Gabriel aus dem schönen Allgäu und war bisher stiller Mitleser dieses tollen Forums. Gerade plane ich an meiner Querfräse aus Holz, die künftig Holz (Spielzeug, Jausenbrettchen und Co) mit einer Genauigkeit von 0,2-0,5mm fräsen soll.
      Jedoch muss sie nicht die Dimensionen von Fadi´s Querfräse erreichen ;) . Ich bin mit einer deutlich kleineren Variante zufrieden.
      Aus einem Industrierückbau habe ich 25er THK-Schienen mit kurzen und langen Blockwagen gegen Selbstdemontage geschenkt bekommen :rolleyes: , wodurch mir die möglichen Verfahrwege bereits etwas vorgegeben sind.
      Schienenlängen: je zwei Stück in 350mm, 390mm, 540mm, 650mm und 720mm.

      Da es wie bereits gesagt eine kompakte Querfräse werden soll, will ich auf der Y-Achse mit 390mm Länge nur einen Wagen verbauen, um den max. Verfahrweg herauszuholen.
      Für die X-Achse (Portalachse) hätte ich Schienen bis zu einer Portalbreite von 720mm zur Verfügung. Für die Z-Achse (ca. 120mm Portaldurchlass) werde ich eine 350er Schiene etwas kürzen und mit einem langen Blockwagen versehen.
      Die Konstruktion ist bisher so angedacht, das Portal mittig mit einer Trapez- oder Kugelumlauflaufspindel anzutreiben.
      Bis zu welcher Portalbreite würdet ihr sagen, klappt das zuverlässig bei einem kurzen/langen Blockwagen je Schiene auf der Y-Achse?

      Grüße,
      Gabriel
      Gruß Gabriel
    • Für mich als Tischler haben 12mm mit Wellenunterstützung gereicht. Verfahren wird, bis auf die Z-Achse, mit Zahnriemen.
      Alles angetrieben mit Nema23 1,9nm 3A.
      Schwalbenschwänze und Zinken in 35mm Eiche waren kein Problem. Die reine Nutzfläche ist so ca. 400mm x 800mm.
      Werde mir in nächster Zeit eine neue und größere Fräse bauen. Da kommen dann allerding 16mm Schienen mit langen Wagen zum Einsatz.
      Angetrieben wird die dann auch wieder mit Zahnriemen an beiden Seiten.
      Ich mag keine langen Kugelumlaufspindeln und auch keine Antriebe nur in der Mitte.
      Gruß, Georg
    • Eine Querfräse, die nur mittig mit einer Spindel angetrieben wird, und deren Portal nur jeweils einen Wagen auf der Schiene hat? Da ist Georgs Konstruktion mit beidseitigen Zahnriemen wesentlich steifer.

      Kannst ja mal deine Y-Linearteile auf einer Holzplatte aufspaxen, je einen Wagen drauf, auf die Wagen ein Brett schrauben, das Brett mittig festhalten, und dann versuchen, außen die Wagen zu bewegen. Das wird recht leicht gehen. Entschuldigung für die direkte Wortwahl, aber bei deinen Plänen verwendest du hochwertige Komponenten in einer (sorry) dummen Konstruktion, und Georg holt mit billigen Komponenten dank intelligenter Konstruktion (beidseitiger Zahnriemenantrieb, und mit vermutlich größeren Stützweiten) wesentlich mehr heraus.
    • Hallo Georg & Lars,

      danke für euer Feedback. Schwalbenschwänze in 35mm Eiche...das klingt gut.
      @Gerog: Hast du dann einen Zahnriemenantrieb ala CNC14?
      @Lars: Ich finde deine konstruktive Kritik gut. Deshalb habe ich hier die Frage auch reingestellt. Ehrlich gesagt, habe ich mit dieser Antwort auch gerechnet ;) Nachteilig am beidseitigem Riemenantrieb finde ich, das hier mehr Aufwand getrieben werden muss, um auf eine höhere Genauigkeit zu kommen. Dies wurde hier ja bereits mehrfach diskutiert. Mehrstufiges Riemengetriebe, Plantetengetriebe mit min. Umkehrspiel + Zahnriementrieb.
      Wobei dies sicherlich für meinen Anwendungsfall mit Kanonen auf Spatzen schießen ist und ich es als Nice-To-Have sehen sollte.

      Generell würde ich auch gerne etwas größer bauen. Nur gibts da das leidige Thema mit dem fehlenden Platz. Schlussendlich muss sie auf einer stabilen Kommode (Tischfläche 900x600mm) Platz finden.
      Darum kommt in der Tiefe wohl nur die 390mm Schienenlänge in Frage, da durch die Neigung der Portalwangen weiterer Platz benötigt wird. Bei der CNC14 finde ich beispielsweise, dass viel potentieller Verfahrweg durch deren Portaltiefe verloren geht.
      Gruß Gabriel
    • Ein Wagen pro Seite? War mir irgendwie entgangen. Nein, ein NoGo.

      Ursprünglich hatte ich auch für X/Y Spindeln vorgesehen, bis das ich eine Industriemaschine mit Zahnriemen gesehen hatte.
      (Abgesehen davon, wäre ein Antrieb nur in der Mitte für mich nie in den Sinn gekommen)
      Die Bestellung war schon unterwegs. Der freundliche Lieferant (DOLD) hatte sie mir aber wieder zurückgenommen.
      Gebaut hatte ich die nach dem Flaschenzugprinzip, ähnlich CNC14 bevor ich diese überhaupt gesehen hatte.
      Meine Zahnriemen liegen wohl deshalb oberhalb des Portals und stören nicht beim Fräsen.
      Da bleibt nichts hängen und an der Durchlasshöhe verliere ich auch nichts.
      Die nächste Fräse wird ohne die störenden Umlenkungen gebaut mit beidseitigen Motoren und Riemengetriebe mit einer Untersetzung von ca 1/3.
      Das Riemengetriebe wird auch selber gebaut.
      Eine CNC-Fräse ist ja vorhanden.
      Das macht es einfacher.

      Bis zum Sommer bin ich damit wohl angefangen.
      Werde berichten.
      Gruß, Georg
    • Hallo
      Mit einen Wagen pro Seite wirst du nicht glücklich werden, und auch der Antrieb nur in der Mitte vom Portal wird zwar funktionieren aber du sparst da an der falschen Seite.

      Riemenantrieb finde ich gut auch die Querfräse wäre fast damit ausgestattet worden.

      1 langer Wagen pro Seite geht eigentlich nur bei der Z Achse wenn die Verfahrenshöhe nicht all zu gross ist. Auch wenn die Z Achse schmal konstruiert ist kann man dann auf y auch nur 2 lange Wagen verwenden.
      lG
      Fadi

      Baubericht der 107XL, Idee und Planung der Querfräse
    • Hallo,

      ich hatte im Vorfeld etwas recherchiert und bin dabei auf die alte EMS-P1 oder Sorotec-Basic-Line 0605 gestoßen. Bei diesen Maschinen wurde ebenfalls nur ein Wagen pro Schiene verbaut und erreicht relativ großen Portalverfahrweg von rund 530mm (Basic-Line). Das wäre die Größenordnung, in der ich mit meiner Fräse ebenfalls starten will. So wie ich das sehe, hat die BasicLine auch nur einen "normalen" 20er-Wagen und kann durch das Performance-Kit, sprich weiterer Wagen pro Schiene aufgerüstet werden. Dadurch entstanden meine Gedankengänge, dass ich ebenfalls einen Verfahrweg von rund 500mm mit einem langen 25-Wagen realisieren könnte. Natürlich kann es sein, dass die Basic-Line ein schlechtes Konstruktionsbeispiel ist. Davon kursieren ja sehr viele im Netz.

      Das mit dem beidseitigem Riemenantrieb werde ich mir nochmal überlegen. Damit ist der Portalverzug sicherlich ein gutes Stück weniger.
      Gruß Gabriel
    • Mit Alu mag es funktionieren, würde ich allerdings da auch nicht mit einem Wagen fahren wollen.
      Du möchtest in Holzbauweise deine Fräse bauen, habe ich auch.
      Ziehe die Schrauben eines Wagens an Multiplex etwas fester an und achte mal auf die Unterlegscheibe wo die bleibt.
      Denke dann mal darüber nach wo der Wagen beim Fräsen mit etwas mehr Vorschub bleibt.
      Der wird sich schlicht weg einfach in das Holz einschaukeln.
      Gruß, Georg
    • hallo
      ich habe bei der Querfräse 3Wagen auf jeder Seite; gut anderes Kaliber ;)
      aber die einzigen für mich messbaren Toleranzen sind genau bei der Verbindung Portal->Tisch. Genau dort wo du nur einen Wagen verbauen willst.

      Da habe ich 12stück 8mm Schrauben bei denen ich schon vorab die Löcher nur 7,5mm gefräst habe damit sich die Schrauben beim ein drehen schon streng an das Holz anpassen und ich so eine Vorspannung zwischen Schrauben und Holz bekomme.
      lG
      Fadi

      Baubericht der 107XL, Idee und Planung der Querfräse
    https://www.daswetter.com/