Auswahl Linearführung, grundsätzliche Frage

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    • Auswahl Linearführung, grundsätzliche Frage

      Hallo zusammen,

      ich bin der neue, Patrick Weber, 36 Jahre und seit langem interessiert an einer Fräse. Nun habe ich Platz in der (unbeheizten) Garage und möchte endlich eine Portalfräse bauen. Die Bearbeitungsfläche soll etwa DIN A2 betragen, also eine eher kleine Fräse. Gefräst werden soll Holz, Kunststoffe, Leiterplatten und selten Aluminium. Wie immer beim Hobby ist mein Budget sehr begrenzt, mehr wie 1000€ sind nicht drin. Mir ist klar, dass hierfür nicht viel zu erwarten ist und ich einige Kompromisse eingehen muss. Gekommen bin ich über die MPCNC und RS-CNC32, beide sind meines erachtens aber zu schwach. Gestolpert bin ich auch über Ameise, Biber, Fenja und co.

      Nach meiner bisherigen Planung ist vor allem die Lineartechnik der größte Posten. Linearführungen aus China (MGN12) haben sich in meinem 3D Drucker nicht bewährt (ungleichmäßig gelaufen, Rost im beheizten Büro angesetzt, krumm), so dass ich hier vorsichtig geworden bin.

      Ich sehe aktuell zwei Lösungen:
      - gebrauchte Lineartechnik von THK, NSK, IKO, HIWIN kaufen. Da habe ich bei meinen 3D Druckern gute Erfahrung mit gemacht
      - Aufbau mittels unterstützter Wellen (20mm) und entsprechender Linearlager

      Dabei treiben mich zwei Fragen um:

      1. wenn ich auf Profilschienenführungen ala THK setze, welche sind da geeignet? Müssen es welche aus der H Serie (HSR, HSW) sein oder sind S Serie (SSR) in 20mm Ausführung ebenfalls in einer Fräse brauchbar? Hintergrund der Frage ist, THK SR wird recht häufig angeboten, die H Serie nur selten.

      2. sind für eine so kleine Fräse überhaupt solche Führungen erforderlich bzw. was spricht gegen die supported rails? Welche Genauigkeiten sind denn mit supported rails in etwa zu erreichen? Ich vermute dass es allemal besser ist, als mit Kugellagern über Stahlrohre zu führen (wie bei MPCNC und RS-CNC32)

      Ich freue mich auf eure Meinungen.

      Patrick

      PS: als Fräsmotor habe ich die AMB 1050 FME-P wegen der ER16 Spannzangen ins Auge gefasst. Zudem könnte ich die Spindel auch für andere Dinge verwenden (Oberfräse, Dremelersatz etc.)
    • Ich würde es so einschätzen:
      Jede Linearführung ist deutlich besser als eine unterstützte Rundführung. Und erst, wenn man das Letzte rausholen will oder muß, muß man sich Gedanken über Schwerlast oder nicht, ober Vorspannklasse usw. machen.

      Aber:
      Ich sehe es noch als sehr unrealistisch an, dass du mit 1000€ auskommst. Nicht, daß nach den 1000€ die Fräse erst halb fertig ist und du nicht weiterbauen kannst oder willst. Dann ist das Geld weg und eine Fräse hast du auch nicht. Selbst die "Kim" kommt auf deutlich über 1000€, wenn ich mich nicht irre.

      Eine Fräse ala CNC14 oder so wäre wahrscheinlich der geeignete Kompromiß zwischen MPCNC und den Aluprofilfräsen.
    • Hallo Patrick!

      Ich kann die Meinung von Lars zu 100% bestätigen!

      Ich baue nun schon seit fast 1,5 Jahren an meiner Eigenbau Fräse - alleine schon aus dem Grund da ich als Frühpensionist auch mit dem schwerverdienten Staatsgeld haushalten muß.

      Spare nicht am falschen Fleck denn irgendwann holen Dich gewisse Fehler ein und musst erst Recht wieder investieren.
      lg
      Harry
    • Servus Patrick,
      habe vor 3 Monaten meine CNC14 Clon aufgelöst und mir eine PFM2.5 angeschafft.

      Aus dem Grund sind viele Teile der Mechanik, Motoren, Treiber, Steuerung (ArduinoClub) usw. übrig. Aus Zeitmagel habe ich die Sachen noch nicht in die Bucht gestellt.
      Eine Blick auf die Fräse über meinen YT-Kanal:
      youtube.com/channel/UCv1ykpvd9VGnWX7SHW4B3tg

      Falls Interesse besteht einfach eine PM schreiben.

      Grüße aus Niederbayern
      Klaus
      Gruß
      Klaus

      PFM 2.5 - 2,2KW China-Spindel, Eding CNC, Estlcam 11...
      FreeCad, QCad
    • Hallo Patrick

      mit 1000€ ist dein Budget sehr gering. Da kommt eigentlich nur eine CNC14 in frage.
      die ist für Platinen und Holz vollkommen ausreichend.

      Du bist die Sache vielleicht verkehrt herum angegangen. Entscheide zuerst mit welchen Material du am besten umgehen kannst. Und was du bei den Material deiner Wahl alles mit einer hohen Genauigkeit selber machen kannst.

      in der Preisklasse spricht nichts gegen unterstützte Wellen, nur passen die nicht auf die Bausätze von Andreas (fraeserbruch.de)

      meine 107XL hat nur unterstützte Wellen und ich bin immer noch von der hohen Genauigkeit und Kraft beeindruckt.

      Du könntest mit der CNC14 beginnen und die dann Schrittweise auf einen KUS Antrieb umbauen das müsste eigentlich einfach möglich sein wenn man auf X 2 Motoren setzt.
      somit hast du von Anfang an etwas funktionierendes und kannst dann langsam selber Erweitern wenn du etwas verbessern willst.

      Da wir hier im Forum eigentlich im Home/Bastel Bereich sind, somit sind alle unsere Maschinen vollkommen ausreichend genau.
      lG
      Fadi

      Baubericht der 107XL, Idee und Planung der Querfräse
    https://www.daswetter.com/