Unklarer Fehler in Z-Achse

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Unklarer Fehler in Z-Achse

      Hallo zusammen,

      nach diversen Berichten über schöne Dinge, ist mir heute leider auch ein akutes Problem an meiner Fenja bewusst geworden. Ich versuche dies einmal so umfassend zu beschreiben wie ich kann. Nachdem ich heute für ein Mini-Projekt, welches sonst vielleicht 60-90 Minuten gebraucht hätte, solide 5h im Keller geflucht habe, brauche ich wohl doch etwas Hilfe:).

      Setup:
      Software:
      gmoccapy 3 mit LinuxCNC 2.8 (bzw master)
      Werkzeugwechselmakro gemäß probe_screen (wie schon sehr lange bei mir)

      Hardware:
      Z Achse ist ein IHSS57-36 mit 2Nm (CLosed Loop Stepper von JMC)
      Z Motor hängt direkt hängt an einer 1605 KUS
      Z Achse teilt sich ein 20A 48V Netzteil mit 2 IHSV57 180W auf X und Y
      Z Achse enthält WZW Spindel und Kleinkram; Rest ist am nicht bewegten Teil vom Z Aufbau

      CAM:
      G54 Z0 ist auf der Opferplatte.
      Rohteil ist ca. 20mm hoch
      Zunächst Planfräsen auf Z18mm und dann diverse Taschen auf Z1 (17mm tief).

      Vorbereitung:
      Verwendung von Probe_Screen: Mit Probe messen des Werkzeuglängensensors, anschließend z0 für G54
      Werkzeugwechsel auf ersten Fräser und Vermessen mit dem Werkzeuglängensensor, danach Wechsel normal im Programm und Vermessung mittels Sensor

      Was tritt für ein Fehler auf?
      Am fertig gefrästen Teil, viel zunächst auf, dass die Außenkontur nicht durchgefräst war. Ich habe dann die Taschen nachgemessen. Statt den erwarten 17,0 mm waren sie weniger tief. Das Bauteil zudem nicht 18mm hoch, sondern höher. Insgesamt gibt es also eine Z Abweichung in Richtung Z+.

      Ich habe die Korrektur der Taschen dann mit viel Gemurkse hinbekommen. Das war aber keine Lösung, sondern Offsetgefuchtel. Weiterhin habe ich die Werkzeugwechsel eliminiert (2 Programme) und Z0 manuell angefahren. Ganz geklappt hat das nicht.

      Sonstige Beobachtungen:
      Ich habe dann angefangen zu experimentieren und dabei weitere Beobachtungen gemacht.
      -Wechsel ich nach dem beendeten Fräsprogramm den Probe ein und mache eine erneute Messung auf den Werkzeugsensor, so habe ich einen anderen Z Wert erhalten (kleiner, d.h. "negativer"). Starte ich dann eine Referenzierung von Z und messe erneut auf den Werkzeuglängensensor, so erhalte ich im Bereich von 1/100mm den ursprünglichen Wert.
      -Wenn ich nach dem Programm eine Referenzfahrt mache, dann den Probe Messe, Z0 Messe und ein Werkzeug einwechsel (und dabei messe), dann ist alles iO (G54 Z0 für das Werkzeug entspricht der angetasteten Stelle). Starte ich dann das Programm, welche am Anfang ein G53 G0 Z0 /oder modifiziert G53 G1 Z-5 F5000 hat, dann ist das Werkzeug wieder zu hoch unterwegs. Dies äußert sich so, dass Z18 gerade über das gefräste Werkstück drüber geht (ohne Span, bzw nur mit so einem absoluten Hauch). Misst man aber nach, sind es eigentlich 19mm Dicke und der Fräser müsste eigentlich vernünftig ins Material gehen. Was mich daran wundert: Das ist einigermaßen konstant.
      -Breche ich ein Fräsprogramm ab und starte es erneut, dann läuft für Z bei G53 G0 Z0 in den Limitschalter. Es scheint also ein echtes Schrittproblem vorzuliegen.

      Was habe ich geprüft:
      -iHSS DIPSwitch 5 steht auf der von Sorotec empfohlenen Position:
      "Flankenauswertung des PULS-Signals (OFF=steigende Flanke / ON=fallende Flanke): SW5 = ON"
      -10 Wiederholungen gegen eine Messuhr waren zunächst unauffällig, jedoch habe ich nur F3000 und F5000 getestet (G0 ist 8000)
      -Physisches Spiel habe ich nicht festgestellt
      -Beim Aufräumen und Putzen (Staubsaugen) habe ich gemerkt, dass aufgrund des Vakuumtischs und des mehrfachen An/aus ggf. die Unterlage nicht ideal eben war. Während dies erklären würde, weshalb an einigen Stellen nach meinen Korrektur durchgefräst und an anderen nicht durchgefräst wurde, erklärt dies aber nicht das sonstige Verhalten.

      GCode aus Fusion360 ist im Anhang. Gefunden habe ich darin eigentlich nichts.
      Gesamtprogram.ngc

      Ich bin somit ein wenig ratlos. Einen Auslöser im Programm oder in der Konfiguration habe ich bisher nicht gefunden. Halte dies aufgrund des beschriebenen Verhaltens für weniger wahrscheinlich. Wenn die Versuche gegen die Messuhr nun eindeutig gewesen wären, so würde ich ja in der Mechanik suchen. Waren sie nur bisher nicht.


      Wo würdet ihr suchen?

      Über Hilfe würde ich mich sehr freuen:).
    • Hallo Albert,

      da habe ich gestern Nacht wohl etwas vergessen:

      Ich hatte den Spaß auch, als ich G0 im Code durch g1 F4000 ersetzt habe:/

      Ich versuche heute Abend mal systematisch zu testen:
      Bewegungen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten von nur Z und Z mit anderen Achsen
      Mit und ohne Spindel (an/aus)
      Mit und ohne Werkzeugwechsel

      Was für elektrische Probleme meinst du? Zu wenig Strom? Mangelnde Schirmung?

      The post was edited 1 time, last by GuiHue ().

    • Ich denke dass es an irgendeinem Makro oder an einer Werkzeugtabelle hängt. Es scheint ja beim Werkzeugwechsel in einer bestimmten Konstellation zu passieren. Da hilft nichts als testen und korrelieren. Schau Dir auch Mal die Werkzeugtabelle an. Steht hier evtl ein weiterer Wert in der Tabelle? In der Industrie gibt es mehrere Spalten in der Korrekturtabelle. Vielleicht steht da ein Wert drinnen.
      Einfach Mal alle Möglichkeiten durch testen, also jede Möglichkeit an Werkzeugwechsel und Korrektur ausprobieren und danach auf eine feste Höhe fahren und kontrollieren.
    • New

      Brrr... ich habe jetzt zwei Abende im Keller immer wieder ein einfaches Testprogramm gefahren. Enthält diverse G0 (vorher G1 mit verschiedenen F). Fährt alle Achsen einzeln, fährt Raumdiagonalen, Fahrt mehrfach G0 Z rauf und runter. Wechsel anfangs ein Werkzeug ein, fährt den Zyklus, wechselst erneut ein. Am Ende habe ich gegen G54 Z0 geprüft und war im Bereich nicht sichtbarer Abweichungen (Spalt). Ich habe das dann wiederholt und bin ein Stück mit eingeschalteter Spindel verfahren. Ich habe das Programm an verschiedenen Punkten abgebrochen und ein G53G0Z0 ausgelöst, welches vorher gezickt hat.

      Sonstige Änderungen:
      -Das M6 Remap Makro ist seit 4 Monaten unverändert (endlich hat mein GIT mal geholfen;)).
      -Ich habe die Werkzeugtabelle einmal komplett gereinigt (alle Z Einträge entfernt).
      -Ich habe weiterhin den Werkzeuglängensensor ordentlich durchgerüttelt, da dieser mal einen Treffer abbekommen hatte (hing mit der defekten vers.by Platine zusammen).

      Ergebnis: Nichts. Ich bekomme diesen Fehler nicht wieder provoziert.


      Am Wochenende mal Späne machen und prüfen. Sowas macht mich kirre.
    • New

      Hallo Guido,
      in welchen Spalten der Werkzeugtabelle waren Eintragungen drinnen? Vielleicht da gezielt einen runden Wert eingeben und das ganze nochmals testen. Wenn Du rausfindest weshalb es sich verändert, kannst Du es evtl Mal gezielt für eine zweite Korrektur verwenden.
    https://www.daswetter.com/