Fenja L1200 in Baden-Württemberg

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    • Fenja L1200 in Baden-Württemberg

      Hallo Zusammen,
      auch ich habe inzwischen begonnen meine Fenja zu bauen. Da es schon sehr schöne Baubericht gibt, möchte ich euch nicht mit Standardarbeiten langweilen.
      Gerne möchte ich aber über meine Modifikationen berichten, eventuell können diese dem einen oder anderen hilfreich sein.

      Wie schon geschrieben baue ich eine L1200 auf folgender Basis:
      - Untergestell aus 50x50 Vierkant-Stahlrohren (verschraubt)
      - Lineartechnik von Kamp & Kötter
      - Riemenumlenkung X-und Y-Achse
      - Steuerung LinuxCNC in Verbindung mit einer MESA7i76ed
      - Angepasster Gmoccapy Screen
      - Industrielles HMI
      - JMC 180W Servos
      - China RATTM 2,2KW Spindel & Hitachi WJ200
      - Wasserkühlung inkl. Überwachung des Durchfluss & Temperatur (-->Modbus/LinuxCNC/Gmoccapy)

      Nun aber zu den Bildern.

      Als erstes habe ich den Tisch aus 50x50x3 Vierkantrohren erstellt. Diesen habe ich aufgrund meiner Platzverhältnisse (der Tisch muss demontierbar sein) nicht verschweißt, sonder verschraubt. Als Besonderheit habe ich zwei wellenunterstützte Linearführungen angeschraubt. Hier wird der Galgen für die HMI-Befestigung angebracht. Vorteil ist, dass der Bedienrechner immer an die gewünschte Position gezogen werden kann und ich somit kein Handrad benötigt wird.



      Als nächstes habe ich mich der Überwachung der Wasserkühlung gewidmet. Ich möchte vermeiden dass ein gebrochener Schlauch die ganze Werkstatt unter Wasser setzt. Unter LinuxCNC können Modbus Komponenten recht einfach eingebunden werden. Also hab ich kurzerhand auf Basis eines Arduino UNO eine ein Modbus-Slave geschrieben. Dieser beinhaltet keine Überwachungslogik sondern gibt nur die Messwerte (Temperatur und Durchfluss für Vorlauf und Rücklauf) an den Steuerungsrechner weiter.


      Damit man die Werte auch im Blick hat, wurde Gmoccapy erweitert.


      Als nächstes wurden der Schaltschrank aufgebaut und in Betrieb genommen.


      Als letzte Tätigkeit habe ich mich der Optik des Gmoccapy-Screens angenommen. Da ich einen industrie-ähnlichen Look wollte, mussten ein paar Anpassungen durchgeführt werden. Grundsätzlich bin ich jetzt zufrieden:



      Aktuell bin ich beim mechanischen Aufbau der Fenja, der größtenteils nach Schema F ausgeführt wird.



      Gruß Tobias
    • Das sieht ziemlich gut aus.

      In Sachen GMOCCPAPY sei zusätzlich auf Probe_Basic auf Basis von QTPYVCP verwiesen.

      In Sachen Überwachung, Gmoccpay Anpassungen und Modbus Client würden mich weitere Informationen sehr interessieren. Richtig toll wäre natürlich ein OpenSource Release.

      Tolles Projekt!
    • Hallo Guido,
      da helfe ich gerne weiter. Was möchtest Du wissen?

      Anbei Sourcecode der HS-Sensoren und die verwendete Modbus Library. Die Überwachung werde ich später im CL realisieren.

      Ein kleiner Hinweis zu USB- Modbus Slaves. USB sollte eigentlich keine Schnittstelle sein über die man Prozessdaten sendet. Die Hoheit über den USB-Port obliegt dem Betriebsystem. Aus diesem Grund setze ich bei USB-Clients zusätzlich auf einen Watchdog. Bei den HS-Sensoren muss vom Modbus-Master ein diskrekreter Eingang getoggelt werden. Erst dann werden die Prozessdaten aktualisiert. Dieser Eingang wird auf einen Ausgang kopiert und dem Modbus-Master zur Verfügung gestellt. Dieser kann dann zusätzlich über LinuxCNC überwacht werden.

      Gruß Tobias
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    • Hallo Tobias,

      ein herzliches Willkommen bei uns.

      Wirklich Mega was du hier ablieferst!!! NEID :)

      Wenn du etwas mehr über dein Bedienpanel (unter dem TFT) zeigen/erzählen könntest würde mich sehr interessieren.

      Dein Tisch für die Fenja ist auch wirklich Klasse geworden, würde mir aber noch überlegen ob du nicht noch einen Ausschnitt in der Mitte vorsiehst mit Klappe oder zum schieben.
      Fetten der KUS... Manche legen auch Schläuche zum fetten. Bei meiner ist eine angetriebene Mutter da muss ich bis zu ihr hin. Nur als Denkanstoss.
    • Guten Morgen,
      das Bedienpanel wurde aus verschiedene Komponenten (Bedienelemente, TFT, Rechner usw.), welche in der Industrie eingesetzt werden zusammengestellt. Ich habe das Glück, dass ich Beruflich mit der Entwicklung solcher HMI Systeme zu tun habe.

      Der Rechner sitzt auf der Rückseite des Dispays und wird passiv gekühlt. Den Arduino benutze ich als Gateway zwischen Modbus und dem internen Bus des Bedienpanels.
      Diese Lösung ist eindeutig übertrieben für eine Hobbyfräse :)




      Vielen Dank für den Hinweis mit der Schmierung der KUS. Die Gewinde für die Schmiernippel-Verlängerung ist schon geschnitten.

      Das letzte Bild zeigt den aktuellen Stand. Dieses Wochenende möchte ich gerne die Mechanik ausrichten. Mal schauen wie oft och fluchen werden :)


      So langsam muss ich mir Gedanken über die Aufspannplatte machen. Was würdet ihr empfehlen? Eine MPX-Platte (wie Andreas auf seiner HP beschreibt) oder Aluminium-Nutenprofile ?

      Gruß Tobias

      PS: Unter der Decke versteckt sich meine noch manuelle Drehbank :)
    • Dongle wrote:

      Guten Morgen, ...


      ... So langsam muss ich mir Gedanken über die Aufspannplatte machen. Was würdet ihr empfehlen? Eine MPX-Platte (wie Andreas auf seiner HP beschreibt) oder Aluminium-Nutenprofile ?
      Wenn T-Nuten, dann als Komplette Platte. Das ist aber sehr teuer.
      Eine 15mm Feingefräste Guss-Aluminiumplatte wäre eine sehr gute alternative. Da kannst du dann von der Maschine ein Lochraster bohren lassen.
      Die Frage der Oferplatte ist gebunden an die Entscheidung ob mit oder ohne MMS gearbeitet wird. OSB ist ansich OK, aber bei Verwendung einer MMS wird das nicht lange Freude bereiten; an MDF braucht man garnicht denken.
      Soll die Opferplatte nur als Opfer dienen, oder will man da auch schnell mal was drauf Spaxen? Dann wäre Siebdruck meine Wahl.
      Ansonsten Alu, HPL oder POM falls man ach mal nen Vakuumtich oder Schraubstock benutz.
      Dann sollte man sich auch mal überlegen ob man wirklich immer eine Opferplatte benötiget bzw. ob man da wirklich immer rein fräsen muss. je nach dem wie man Spannt kann man das oft verhindern.
      Gru
      Daniel
      Idee -> QCAD-Pro -> Estlcam 11 -> PlanetCNC -> PFM2.5

      The post was edited 1 time, last by Bambusbjoern ().

    • Bambusbjoern wrote:

      Dongle wrote:

      Guten Morgen, ...


      ... So langsam muss ich mir Gedanken über die Aufspannplatte machen. Was würdet ihr empfehlen? Eine MPX-Platte (wie Andreas auf seiner HP beschreibt) oder Aluminium-Nutenprofile ?
      Dann sollte man sich auch mal überlegen ob man wirklich immer eine Opferplatte benötiget bzw. ob man da wirklich immer rein fräsen muss. je nach dem wie man Spannt kann man das oft verhindern.Gru
      Daniel
      Hierzu ergänzend:
      Eine Opferplatte nutze ich idR nur bei Plattenmaterial und vor allem bei Holzsachen. Sie wird mit zwei Passstiften zur Aluplatte ausgerichtet und kann so leicht entfernt werden.
    • Hallo Zusammen,
      vielen Dank für die Infos. Wahrscheinlich werde ich eine Kombination aus euren Vorschlägen wählen. Die Aufspannplatte wird aus 21mm Siebdruck erstellt und mit Einschraubmuttern versehen (wie Andreas auf seiner Homepage beschreibt). Doch auf einer Hälfte der Siebdruckplatte, lasse ich ein 18mm Aluminiumplatte (ca. 500x400) ein. Zum Schluss wird alles überfräst.

      Dadurch habe ich die Möglichkeit entweder mit einer Opferplatte zu arbeiten, oder direkt mit eine Schraubstock auf der Aluminiumplatte.

      Am Wochenende gings mit der Fenja weiter. Der mechanische Aufbau ist weiter voran geschritten. Die Maschine ist ausgerichtet und die Y&Z Kugelgewindespindeln sind eingebaut.

      Der Umbau der Y-Achse auf Riemenantrieb scheint zu funktionieren. Anbei Bilder des aktuellen Stand.


      Gruß Tobias
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      Hallo Zusammen,
      bei mir ging es ein wenig weiter. Die Mechanik ist nahezu komplettiert und die X-Riemenumlenkung passt zum Glück auch.



      Aktuell bin ich beim Kabel einziehen und verlegen... Wie schon Alois, habe ich auch ein Blech für die Leitungsführung an der Portalwange erstellt. Nur sieht meines nicht so professionell aus, aber es funktioniert!

      Anbei ein paar Bilder des aktuellen Standes.





      Gruß Tobias
    • New

      Freut mich wenn meine Ideen übernommen werden. Dann weiß ich dass sie nicht so schlecht sind. :thumbsup:
      Frage zum Blech. Hast Du es nach innen gekantet? Das nimmt Dir doch etwas Platz für die Auflageplatte weg. Ich habe meine so nah wie möglich an das Portal gelegt. Da bleiben nur ein paar Millimeter Platz bei mir. Dann kann schon Mal weniger Dreck und Späne zwischen die Wägen fallen und die Führungen sind ganz abgedeckt.
    https://www.daswetter.com/