Baubericht Fenja L1000 - RomeoFox

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    • Baubericht Fenja L1000 - RomeoFox

      Moin,

      nach langer Zeit und diversen eigenen Planungen für CNC Fräse Nr. 2 bin ich auf fraeserbruch.de gelandet und konnte an dem Fenja L1000 Bausatz nicht vorbeigehen.
      Das Lesen von den vielen (Bau)-Berichten hier hat mir sehr geholfen also mach ich da doch auch mal mit.

      Meine Anforderungen an die neue jenseits der Mechanik (die sind alle von der Fenja erfüllt :thumbsup: ) :
      - Linux CNC (funktioniert bei mir einwandfrei seit Jahren)
      - (endlich) einen geschlossenen Positionsregelkreis auf allen Achsen
      - Spindel mit Werkzeugwechsel
      - Das ganze auf einem verschiebbarem Tisch mit ausfahrbaren Rollen und aller dazugehürigen Dinge unter dem Tisch

      Die bisher geplante Lösung:
      - 3 x JMC CL Stepper (X->IHSS60-36-30, Y->IHSS60-36-30, Z -> IHSS573620), die 60er unbedingt von Sorotec, damit das Lochmass sicher stimmt, Betrieb mit 48V
      - AMB Fräsmotor 1050 FME-W SI 230V
      - MESA 7i76ED mit Asrock Q1900B-ITX Motherboard (oder ähnlich mit aktuellerer CPU)
      - Einhausung

      Im Moment offene Fragen/ noch zu entscheiden:
      - Ist die Bestückung der Achsen mit den Motoren so sinnvoll? Reicht z.B. für die Y-Achse auch derIHSS573620 oder andersherum, braucht die Z-Achse auch den IHSS60-36-30?)
      - Wirklich 48V? sollte lt. Datenblatt ja gehen, sind gut Netzteile zu finden, trotzdem wird 36V empfohlen
      - Besser die hier im Forum diskutierte Spindel nehmen? Werkzeugwechselspindel/ ATC Spindel Jianken JGL auf Fenja

      Da es die Aluminiumprofile und Frästeile zwischen den Jahren noch nicht zu mir geschafft haben, habe ich mit einem Frästisch angefangen. Bilder folgen...

      Zum Abschluss eine grundsätzliche Frage, darf man in diesem Forum auf Bezugsquellen verweisen? Das würde zumindest mir bei anderen Beiträgen mit super Lösungen sehr helfen.

      Soviel erstmal aus Hannover
      Robert

      The post was edited 2 times, last by RomeoFox: zu früh abgesendet ().

    • Hallo Robert,

      herzlich WIllkommen und viel Erfolg beim Bau.

      Zu den Motoren: Dies kann ich nicht final sagen. Ich würde auf Y aber nicht mit den kleinen Motoren anrücken. Auf der Z Achse mag das reichen (ich habe dort auch einen IHSS573620) und betreibe diesen mit einer ATC Spindel... [Wundert mich gerade glatt - dachte, ich hätte dort einen größeren Verbaut)

      48V: Ja. Gängige Praxis ist allerdings die 48V Netzteile an die untere Grenze zu stellen (45-46V) um etwas mehr "Luft" beim Bremsen zu haben. Ob das nötig ist, vermag ich nicht final zu beantworten. Mein Meanwell ist eh nur minimal verstellbar.

      Geschlossener Regelkreis:
      Jein - die CLosed Loops sind ein Anfang, ein Regelkreis, über den du Kontrolle hast, ist das aber nicht. Reicht allerdings und ist eine sehr gute Wahl.

      Spindel:
      Das von Dir verlinkte Thema wurde durch mich gestartet. Ich versuche einmal aus dem Kopf Vor- und Nachteile zu nennen. Andere können dies bestimmt ergänzen:

      Pro AMB
      -günstiger
      -leichter
      -Support via Sorotec/ in EU/DE

      Con AMB
      -Drehzahleinstellung nicht via Modbus, sondern nur 0-10V
      -weniger Leistung

      Pro Jianken JGL
      -Mit entsprechendem FU unter LinuxCNC per Modbus anzusteuern für flexible Drehzahlregelung mit Rückkopplung
      -Ruhig im Lauf, leise im Geräusch
      -Deutlich mehr Leistung (2,2 vs. 1,05kW)

      Con Jianken JGL
      -Teurer (FU, Bremswiderstand, deutlich höherer Pneumatikaufwand und mehr Kompressorleistung erforderlich)
      -benötigt Wasserkreislauf (mehr Technik, mehr Kosten, mehr in den Schleppketten)
      -schwerer (das ist aber eher ein Fakt, als ein Problem)
      -Import erforderlich (ist allerdings wirklich easy - "Wafer" bei Jianken ist sehr hilfsbereit und fähig).

      Allgemein gilt: Obacht vor den Folgekosten (Stichwort Werkzeughalter... ISO20 gibt es zumindest auch aus CN und das für kleines Geld bei guter Ware - bei der AMB kenne ich die Kompatibilität nicht, bei der JGL habe ich bisher verschiedene Lieferanten durch und keine Klagen).
    • Moin nochmal,

      hier nun kurz zum Tisch. Interessant ist vielleicht der Mechanismus zum Ausfahren der Räder.
      Es fehlen noch die Schubladen und der Schaltschrank, das Bedienpult sowie der Staubsauger.

      Die Anforderungen:
      - Stabil und Schwingungsdämpfend
      - Leicht ausfahrbare Räder mit Drehrad an fester Position
      - später elektrifizierbar

      Die Lösung (Holz -> Baumarkt):
      - Tischplatte 30mm Multiplex
      - Eckbeine 100x100 BSH
      - Quer- und Längsverbinder 100x60 KVH
      - Kurbelmechanismus 3D-gedruckt mit PETG, Hebel und Platten aus 2x15mm Multiplex verleimt, Gewindestange M10 (einfetten nicht vergessen)
      - 125mm Rollen, 200kg/Rolle: Lenkrolle 125 mm Polyurethan rot

      Funktioniert soweit einwandfrei, auch bei einseitiger Belastung mit zusätzlichen 150kg auf der Tischkante lassen sich die Räder gut auskurbeln.

      Hier gibts die .stl dazu (passen auch gepackt nicht in die 2MB Anhang): klick [~6 MB]
      - Kantenlänge 60mm x 60mm (bewegte Blöcke in der Mitte 59x59), die seitliche Führungsnut sollte 10mm hoch und 6-7mm tief (Bauteil hat 5mm) sein
      - Für den Mutternblock als auch das Handrad werden M10 Vierkantmuttern DIN 557 benötigt.
      - M10 Gewindestange ist bei mir 500mm lang
      - 2 x Schrägkugellager 7200-B-2RS-TN (www.kugellager-express.de) - Festlager an der Kurbel
      - 1 x Rillenkugellager 6000-ZZ(www.kugellager-express.de) - Loslager

      Viele Grüße
      Robert

      The post was edited 2 times, last by RomeoFox ().

    • Moin Guido,

      vielen Dank für deine Rückmeldung :thumbsup: .

      Kannst du noch was zur Auslegung von deiner Stromversorgung sagen? Du scheinst ja 2xIHSS60-36-30 und 1xIHSS573620 daran zu betreiben, genauso wie ich das auch geplant habe.
      Im Moment tendiere ich für die drei Motore (und in Zukunft eine 4. Achse) zu dieser hier: Meanwell PSPA-1000-48, 48V/21A (allerdings ohne Spannungstrimmer)
      So wie ich das Datenblatt verstehe, sind wohl bei einem HSS60 4,5A normal und bei 8A wird abgeschaltet.

      Bzgl. der Folgekosten durch die Werkzeughalter gebe ich dir absolut recht, frage mich da allerdings woran man die Kompatibilität bei den ISO20 Haltern festmacht. Zumal es da gefühlt auch diverse Enden oberhalb vom Steilkegel gibt. Falls es da einen Standard geben sollte oder du geeigente Kriterien für kompatible Halterungen hast, lass es mich bitte wissen. Dann ist meine Entscheidung zum Jianken JGL einfacher :D .

      Viele Dank und Gruß
      Robert
    • Hallo Robert,

      ich habe einen IHSS57 und 2 IHSV57 an der Fräse. Versorgt wird das alles mit einem Meanwell SDR-960-48 (20A), welches mir damals passend zugelaufen ist. Für die drei Motoren hat das bisher gereicht.

      ISO20 beschreibt nur den Kegel. Das kleine Aufnahmestück ist wohl die kritische Sache. Bisher hat das immer gepasst, eine exakte Spezifikation habe ich aber nicht. "Standard" scheint es bisher getan zu habne,.

      PS: Cooler Tisch!
    • Hallo Guido,

      nachdem ich mich gerade mit den Unterschieden IHSS vs. IHSV beschäftigt habe:
      Z-Achse mit IHSS, damit die nicht bei Stromausfall/-fehler von alleine runterläuft (wg. Haltemoment der Schrittmotors) und die IHSV auf den anderen beiden Achsen aufgrund der besseren Dynamik?

      Ich hatte die IHSV wegen der 0,57 NM verworfen, aber nicht dabei bedacht, dass man diesen Servomotor 5 Sekunden mit 300% = ~3xDrehmoment betreiben kann.
      Des Weiteren gibt es von EndCNC hier diverse Videos (klick) wo er das Potential zeigt und seine Fräse auf 24.000 mm/sec mit 4000mm/sec² beschleunigt bekommen hat.
      Des Weiteren parametrieren sich die ab V600 selber. Somit erscheint mir dein Konzept die Antwort zu sein.
      Allerdings benötigt man dafür eine deutlich potenteres Netzteil als 20A wenn man so hart rangehen möchte...

      Bist du mit dem Konzept zufrieden?

      Viele Grüße
      Robert

      The post was edited 1 time, last by RomeoFox ().

    • Hallo Robert,

      mich hatte ursprünglich 3 ihsv, jedoch spinnt einer davon. Um die Achse besser halten zu können, ist es ein ihss geworden.

      Die Drehmomentangabe bei den servos ist nicht mit denen der Stepper zu vergleichen. Ich meine, dass es sich um Haltemoment (Stepper) und Drehmoment zur Bewegung (Servo) handelt. Die 180W servos reichen, um die Fenja zu schubsen;). Ich habe v5xx - die v6 dürften angenehmer sein. Meine laufen allerdings gar nicht sooo schnell. Bei hohen Beschleunigungen habe ich immer das gefühlt die Fräse hüpft davon ;) muss allerdings noch einmal an das Tuning ran.

      Mit dem 20A hatte ich bisher keine Probleme.
    • So, erster FAI L :huh: :

      In Ermangelung der Aluminiumteile, gestern mit dem Steuerungsaufbau begonnen.

      Für Linuxcnc ein Gemini Lake Mainboard beschafft (Asrock J5005-ITX). Super Leistung, allerdings kein legacy Boot und somit für Linuxcnc unbrauchbar, da die benötigten Linuxe zu alt sind und kein UEFI unterstützen (und nur das können die Gemini-Lakes). Die Einstellmöglichkeit im Handbuch ist ein Druckfehler :cursing: -> zurück ins Amazonien...
    • Servus,

      lol, das stimmt so nich ganz, die benötigten Linuxe sind definitiv nicht so alt dass sie kein UEFI unterstützen sollten?
      LinxuCNC Uspace mit Debian 9 runterladen und im Bedarfsfall/optimalerweise auf 2.8 updaten -> perfekt?
      Sollte auch mit dem Mainboard funktionieren (wobei Leistung bei LinuxCNC tatsächlich nicht immer alles besser macht bzw nötig ist,
      auch wenn es bei Mesa Karten nicht wichtig ist haben wir z.B. alle Kerne bis auf einen in Grub deaktiviert weil das die Realtime Performance
      noch ein bisschen steigert...)

      Oder wo liegt dein Problem?

      Grüße
      Andre
    • Hallo,

      ja Debian 9 von dem Link wo du gepostet hast installieren, läuft super mit der Mesa Karte :)
      Und das updaten auf 2.8 war auch nicht das Problem, ging auch ziemlich problemlos.
      Dann natürlich noch alles im Bios abschalten was geht und isolcpus in Grub setzen, so dass nur ein Kern benutzt wird
      => Perfekt

      Wenn ich mich recht erinnere dann benutzen wir die 64 Bit Variante.

      Wir benutzen bei unserer Fenja dieses Board hier: (Hab nur mal den Shop entfernt aber wenn man es googelt findet man es...)
      ASRock-Q1900B-ITX-SoC-So-BGA-Dual-Channel-DDR3-Mini-ITX-Retail

      Grüße
      Andre
    • New

      Moin Andre,

      danke nochmal für den uspace Hinweis -> Es geht mit dem ASRock J5005-ITX :rolleyes:

      - Vanilla Debian 10 "Buster" installieren, ( Debian 9 erkennt den Chipsatz nicht und die Treiber nachzuinstallieren klappt nicht, da der neueste 9er-Kernel noch inkompatibel zum Gemini-Chipsatz-Treiber zu sein scheint)
      - RT-Kernel nachinstallieren

      Zu Sourcen hinzufügen:
      -> LinuxCnc 2.8
      -> Strech Main

      Diese Pakete installieren:
      libvte9 0.28.2-5
      python-vte_0.28.2-5
      libboost-python.1.62.0

      Abschließend: apt-get install linuxcnc-uspace :thumbsup:
    https://www.daswetter.com/