Baubericht Fenja M1000 - Ghostrider -

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    • Baubericht Fenja M1000 - Ghostrider -

      Hallo,

      Nach intensivem Studium der diversen Bauberichte, Austausch mit Andreas von fraeserbruch.de sowie aktiver Ratsuche hier im Forum (Bausatzfräse Sorotec BasicLine oder Fenja ?) habe ich entschieden, ein "Upgrade" vorzunehmen und von Holz auf Alu zu wechseln:
      Ich baue mir eine Fenja M1000 und war auch bereits einkaufen:

      - Pakete 1 und 2 (Frästeile und Lagersatz) von fraeserbruch.de
      - Schraubensatz von Jochen
      - Lineartechnik von Kamp und Kötter
      - Aluprofile und Zubehör von SMT

      - JMC-Servos (ich hab bereits 3x 140 Watt von Sorotec hier rumliegen, mit denen ich ursprünglich meine Sperrholzfräse aufrüsten wollte)
      - Jede Menge elektrischer Kleinkram von Reichelt, Völkner etc. (Schaltschrank, Hutschiene, Verkabelungskanal, Schütze, Reihenklemmen usw.)

      Für die Fräse baue ich mir eine Steuerung mit LinuxCNC auf. Ein passender SFF-PC (Lenovo ThinkCentre M42) ist bereits vorhanden und wurde mit einer zusätzlichen Netzwerkkarte ausgerüstet.
      Die Anbindung an die Fräse erfolgt dann via Ethernet und einer MESA-Karte 7i96. Die wird zwar wohl noch nicht so häufig mit LinuxCNC eingesetzt, aber für meine Zwecke ist die ausreichend und ich bin zudem experimentierfreudig.
      Beschafft habe ich die Karte dank des Hinweises von Oliver (wptruck) über Lascar. Ging absolut problemlos,sehr schnell und zu einem guten Preis.
      Zu Beginn werde ich wohl noch meine Kress-Spindel einsetzen (mit einem passenden Adapter für die Z-Platte), ein Upgrade auf eine HF-Spindel ist aber vorgesehen.

      Aufgrund des doch recht hohen Gewichts der Fenja brauche ich allerdings zuerstmal einen neuen Tisch dafür. Er wird Fläche von 150 cm x 80 cm bekommen sowie eine Unterkonstruktion zur Aufnahme der Steuerung, des PCs sowie weitere Komponenten. Zudem wird er durch vier feststellbare Schwerlastrollen beweglich sein. Mit der Unterkonstruktion (140 cm x 70 cm) habe ich bereits begonnen

      Da kommt jetzt unten noch ein Brett rein (16mm OSB) und oben drauf die Tischplatte bestehen aus einer 18mm OSB sowie einer 18mm Siebdruckplatte.
      Parallel dazu habe ich bereits angefangen die Alu-Profile mit Sand zu befüllen und zu verschließen. Die Verschlussstopfen habe ich mir aus 4mm Sperrholz selbst gefräst (Danke an Andreas von fraeserbruch.de für die dafür nötige CAD-Datei).


      Gruß Andreas
    • Hallo Andreas,

      viel Erfolg beim Bau deiner Fräse.

      Ein paar Hinweise:
      -Mesa Karte: Videos von talla83 ansehen - er geht auch auf dein Modell ein. Ansonsten gerne hier fragen, die Karten sind in der Konfiguration unter linuxCNC gleich.
      -Tisch: ich würde den noch etwas aussteifen. So nimmt der Querbelastungen nicht gerne auf. Die Maße der Fräse und suchender Dynamik sind doch nicht ganz ohne:)
    • Hallo Guido,

      Danke für die Hinweise. Die Videos von Talla83 kenne ich, auf die bin ich über die Videos von Sebastian End gestoßen. Sind wirklich sehr lehrreich und werden bestimmt bei der Konfiguration helfen.
      Bezüglich des Tisches bzw. der Unterkonstruktion:
      Meinst Du wirklich, dass die Querbelastungen so groß sind ? Ich habe bisher eher das große Gewicht als die relevante Größe angesehen.
      Die oberen und unteren Rahmen sind miteinander und den Querstreben verschraubt und verleimt. Ebenso die Rahmen mit den Stützen.
      Was würdest Du mir denn zur Aussteifung raten ? Ich hätte noch einige Blechwinkel rumliegen.

      Gruß Andreas
    • Hallo Andreas!
      Mit dem Tisch hat Guido vollkommen Recht. Blechwinkel sind hier nicht das richtige Mittel. Eher Diagonalen in allen möglichen Ebenen.
      Ich habe einen Tisch zusammengeschweißt, auf dem kann ein Gabelstapler parken :D . Der steht auf Mascinenfüßen (für Drehbänke und solche Sachen). Dann habe ich den noch in Tischplattenhöhe in X und Y richtung mit der Wand verschraubt und trotzdem sind beim Fräsen mit der doch recht leichten CNC14 Momente spürbar, die aber weit davon entfernt sind das Ergebnis zu beeinflussen. Um den Tisch mobil zu halten Habe ich eine Ausklappbare Achse in der Mitte mit zwei Rädern und die Verschraubung an der Wand mit Knebelschrauben.
      Andere mauern sich einen Sockel um endlich in "Ruhe" fräsen zu können.

      Grüße Jörg
      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    • Hallo Andreas!

      Aus statischer Sich benötigst Du in jeder Ebene eine "Scheibe".
      in der xy-Ebene wird das Deine Grundplatte. in der xz- und yz-Ebene brauchts Du jeweils entweder 1 mal 2 diagonale oder eine Platte.
      Beim Bau von Gerüsten kann man die Lösung mit diagonalen gut sehen, bei Stahlbetonskeltettbauten stabilisieren sog. Wandscheiben.

      Gruß vom Bau-Ing. und Statik-Lehrer ;)

      Stefan
    • Moin,

      die anderen haben das schon ganz gut beschrieben.

      Querbelastungen:
      Der Tisch ist relativ massiv, jedoch wird es kritisch, wenn man bei einer hohen Toplast (deine Fräse:)) dort gehörig seitlich gegen rumpelt. Das kann durchaus zu einem vollständigen Kollaps führen (muss es natürlich nicht direkt). Es ist aber zumindest davon auszugehen, dass die ganze Konstruktion deutlich stärker schwingen wird. Beim Fräsen ist ein Abbremsen des Portals (entlang Y)oder auch des Z Achsenaufbaus (entlangX) nicht zu unterschätzen. Gerade beim Wirbelfräsen oder bei G0 Bewegungen merkt man deutlich, dass Kräfte im Spiel sind.

      Man möge sich an dieser Stelle an ein einfaches Regal aus Platten OHNE Rückwand erinnern. Wenn man das seitlich schiebt, dann spielt das Kartenhaus. Möglichkeiten: Rückwand, Diagonalen (für Kellerregale meist diese Stahlkreuze).

      Was also tun: Das was oben geschrieben wurde:).
      Mein Tisch steht mit einer langen Seite zur Wand. Dort habe ich eine 15mm OSB Platte flächig aufgebracht. Weiterhin ist mein Unterbau eher ein Schubladenschrank und enthielt auch vorher schmale Querverbindungen. Die Platte hat jedenfalls geholfen. Wenn dein Tisch breit genug ist, dann würde ich ein Kreuz oder eine Platte längs, mittig einziehen.
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    • Hallo,

      Ich danke euch für die Rückmeldung zum Tisch. Allerdings bin ich recht optimitisch, dass der Tisch bei Querbelastungen nicht gleich zusammenbricht. Die oberen und unteren Rahmenhölzer sind 80mm x 40mm stark, miteinander verschraubt und verleimt. Die Stützen sind 100mm x 100mm stark und mit den Rahmen ebenfalls verleimt und verschraubt (4x 90mm Senkkopfschrauben). Die Rollen sind für 100kg pro Rolle ausgelegt und die Bremse blockiert sowohl gegen Wegrollen als auch Verdrehen.

      Der Tisch ist mittlerweile soweit fertig:


      Bezüglich der Aussteifung habe ich aber noch euren Rat beherzigt und die linke Seite sowie einen Teil der Rückseite mit einer Platte versteift. Dass aber nicht aufgrund Zweifel an der Stabilität sondern um Schwingungen zu reduzieren.

      Eventuell kommt dann später noch eine Platte an die rechte Seite und eine weitere auf die Rückseite. Das mach ich aber erst wenn der Aufbau soweit fertig ist, dass ich weiß wo welche Leitungen lang laufen.

      Mittlerweile sind zudem auch die Aluprofile verfüllt und verschlossen. Ich habe die Stopfen mit Montagekleber eingeklebt, da ich den eh noch "auf Lager" hatte und mit der langen Tülle besser in die Öffnungen reingekommen bin (bei den langen Seitenprofilen müssen die Stopfen ja tiefer rein, damit die Kappen noch draufpassen).


      Im Unterzug und dem Portalbalken sind zudem auch schon die benötigten Gewinde geschnitten. Beim Portalbalken musste ich wie zu erwarten die Bohrungen noch vergrößeren (6,8mm), beim Unterzug hat es aber direkt gepasst (5mm).


      Als nächstes werde ich nun die Stirnseiten vorbereiten (entgraten etc.) und die Tischebene montieren (Linearschienen montieren und ausrichten etc.).

      Viele Grüße Andreas
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      Es geht weiter mit dem Aufbau.
      Nachdem der Tisch jetzt soweit steht, habe ich alle Kleinteile sortiert und mit Nummern aus der Teileliste von Andreas versehen, damit ich die jeweils benötigten Schrauben etc. einfach finde.
      Die Linearschienen habe ich an die Längsträger und das Portal montiert und ausgerichtet. Bei den Längsträgern bin ich laut meiner Messuhr bei +/- 0,01mm das sollte ausreichen.


      Die Basis (Längsträger und Stirnplatten) habe ich mal testweise zusammengesetzt. Da wird mir aber etwas mulmig bezüglich der späteren Ausrichtung mit Portal. Wenn ich die Schrauben jetzt nicht wenigstens etwas festziehe hängen die Längsträger ziemlich nach unten. Die Montage "auf dem Kopf" scheidet aus, da ich das Teil nach der Montage alleine nicht mehr gefahrlos umdrehen kann (Gewicht!). Auch muss ja neben der Ausrichtung auf gleicher Höhe sowie passender Breite (Portal) auch der Abstand der Stirnplatten zueinander passen, und das wohl auch recht genau, damit die Spindel passt ohne zu viel aber auch zu wenig Spiel im Loslager.
      Ich hab mich gefragt, ob es für die Montage nicht sinnvoller wäre, erstmal Stirnplatten und Längsträger auf Höhe und Länge (mit Spindel) auszurichten und soweit mal festzuschrauben. Anschließend montiert man das Portal mittig, dann fährt man zuerst zu einem Ende, löst dort nochmal die Verschraubung damit sich der korrekte Abstand der Längsträger einstellt. Anschließend macht man das am anderen Ende. Mit etwas Geschick sollte sich dadurch die sonstige Ausrichtung (Höhe, Abstand der Stirnplatten) nicht mehr ändern.
      Gibt es da einschlägige Erfahrungswerte ? Ich hab hier im Forum schon diverse Posts gefunden, aber so wirklich erhellend war da bisher noch nicht.

      Aktuell hat es mit der Ausrichtung aber noch keine Eile, da ich die eine Stirnseite nochmal demontieren muss um die Platte für den Umbau auf Riemenantrieb zu überarbeiten. Dazu fehlt mir wiederum noch die CAD-Zeichnung. Also werde ich mich wohl als nächstes dem Aufbau der Steuerung widmen.

      Gruß Andreas
    https://www.daswetter.com/