Fräse ausrichten

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    • Fräse ausrichten

      Hallo,
      ich werde schon mal ein Thema erstellen, wie versuchen werde die Fräse auszurichten. Aber vorerst noch eine andere, auch wenn nicht neue, Erkenntnis.
      Da die Fräse (immer) noch auseinander geschraubt ist, habe ich heute Abend mal die Einbaulage der Linearlager auf der langen Achse (bei mir die x-Achse) überprüft. Und wer sagt es, sie waren falsch, bzw. ungeschickt eingebaut. Wie schon in einem anderen Fred gelesen gibt es eine Seite mit zwei Kugelreihen und die macht man am besten nach Oben für eine bessere Lastverteilung. Ich hatte damals den Einbau so gewählt, dass die Einstellschrauben nach Oben zeigen ;( , was natürlich schlecht war.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Wichtig sind die Kugelkäfige. Es kommt immer darauf an, wie der montiert ist. Wenn Du die Einstellschrauben auf der anderen Seite haben willst, kannst Du einfach die Kugelkäfige herausnehmen und andersrum wieder montieren. Ich habe noch Bilder vom einstellen der KUS Mutter und den einzelnen Achsen. Bin nur noch nicht zum hochladen gekommen...
    • Hallo,
      ich komme leider nur sehr langsam voran, aber so ist es nun mal. Am WE habe ich mal das Maschinenbett waagerecht ausgerichtet und die Spindel für die x-Achse etwas gepflegt, eingebaut und wieder ausgerichtet. Gerade die Spindel einrichten hat mich Stunden gekostet bis es einigermassen leicht und mit keinem messbaren Spiel läuft :S .
      Also beim Ausrichten der Spindel ist es wichtig, dass vor allem das Festlager zur Spindel ausgerichtet ist. Beim Loslager auch, aber da dort die Aufnahme aus Kunststoff ist, ist es nicht ganz so kritisch. Um ein Verkippen auszugleichen habe ich unter das Alugehäuse vom Kugellager entsprechend was untergelegt. Nach dem Tip von Andreas eignet sich da besonders Alufolie sehr gut, die man so oft faltet bis gut.



      Für das Ausrichten des Maschinenbetts bin ich vielleicht etwas zu "oversized" rangegangen. Erst einmal steht die Fräse auf einem Rahmen aus Aluprofilen mit höhenverstellbaren Füßen. Da ich schon beim Zusammenbau der Fräse damals den Abstand zwischen Oberkante des Betts und den Linearschienen versucht habe möglichst genau und auf beiden Seiten gleich einzustellen, war es möglich durch die Höhenverstellung die beiden Schienen relativ gut parallel hin zu bekommen. Mein massiver Holztisch ist bestimmt nicht eben, genauso wenig wie mein Fussboden und das Maschinenbett kann man relativ leicht dadurch verwinden. Durch die Höhenverstellung habe ich die Verwindung sogut wie eliminiert und beide Schienen laufen jetzt parallel. Der Wagen hat zwar Rollen, bleibt aber nach Möglichkeit dort stehen und sollte ich ihn verschieben müssen muss die Parallelität der Schienen wieder kontrolliert werden.
      Kontrolliert habe ich das auf beiden Seiten mit einer Maschinenwasserwaage (ich sag' ja, völlig überzogen für die Holzfräse :D ). Die Wasserwaage kommt mit Sicherheit aus China für den Preis den ich bezahlt habe, aber die Ablesung war gleich, auch wenn man sie um 180° drehte. Und da ich nur eine relative Messung brauche auch meiner Meinung nach in Ordnung.



      Jetzt muss ich noch die Endschalter neu einstellen und auch die anderen Achsen mal neu schmieren und dann geht es weiter mit justieren, wäre aber für Tips dankbar. Zuerst dachte ich dass ich die Schrauben für das Portal noch nicht fest anziehe, um es noch ein wenig kippen zu können falls notwendig, aber da war keine (sichtbare) Bewegung. Die Bohrungen für die Schrauben passen ziemlich genau. Also bleibt nur der Weg die Schienen zu verschieben und wo notwendig auch etwas unterlegen.

      Gruß,
      Albert
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • So,
      die letzen Tage ging es seeehr langsam voran. Ich habe mal die Schienen am Portal ausgerichtet.
      D.h. einmal wurde bei der untersten Schiene der Abstand zu den Schienen am Bett bestimmt und auf beiden Seiten versucht mit meinen einfachen Messmitteln so gut es ging gleich einzustellen. Ich habe leider nix so Feines wie Alois :D .

      Zuerst wurde auf beiden Seiten der Abstand zwischen der Opferplatte und der x-Schiene mit Hilfe eines Aluprofils bestimmt. Zum Glück waren die auf Anhieb gleich.



      Dann habe ich die unterste Schiene so eingestellt, dass sie auf beiden Seiten den gleichen Abstand zu meinem Profil hat. Da ich den Abstand nicht von unten messen konnte, habe ich mit der Maschinenwasserwaage und dem auf dem Bild gezeigten Aluteil etwas höher gebaut und von Oben gemessen. Das sieht zwar etwas improvisiert aus, aber ich habe mehrfach gemessen und immer den gleichen Wert rausbekommen, zumindest bis aufs Zehntel.




      Danach wurde bestimmt, ob die obere und die untere Schiene in einer Linie senkrecht zur Opferplatte liegen, was sie natürlich nicht waren. Die obere Schiene stand etwa 0.4mm vor der unteren. Kontrolliert habe ich das wieder mit Hilfe der Maschinenwasserwaage, die ich aber nur zur Erhöhung missbraucht hatte und einem darauf stehenden Haarwinkel. Leider habe ich kein Bild davon.
      Gelöst habe ich das Ganze dann so, dass ich unter die untere Schiene Alufolie in der ganzen Länge untergelegt hatte. Um das möglichst sauber und definiert hin zubekommen, wickelte ich die Folie erst um ein Stahllineal. Insgesamt habe ich 8 Streifen gemacht, die jeweils oben und unten zwischen die 5 Schrauben in der Schiene gelegt wurden.



      Bis ich die richtige Dicke mit 25 Lagen hatte, musste ich die Schienen insgesamt 3mal ausrichten. Ich sag' euch das hat mich mental schon zurück geworfen, aber egal, weiter geht es.

      Heute wollte ich die Spindel der y-Achse ausrichten und stellte fest, dass ich das beim ersten Mal wohl nicht so ganz gut gemacht hatte, bzw. so wie es ist auch nicht gut machen konnte. Die Spindel steht nämlich immer unter Spannung, egal wie ich auch versuche die Lagerhalter zu verschieben.
      Ich hänge mal ein Bild von der Seite des Loslagers an.



      Man sieht die Spindel steht nicht mittig zur Bohrung und zu den Anschraubpunkten des Lagerhalters; der Schlitten steht hier auf der Seite des Loslagers! Auf der Festlagerseite sieht es ähnlich aus. So groß können die Bohrungen in der Lageraufnahme gar nicht sein, um das auszugleichen. Auf der Festlagerseite müsste man den Lagerblock um ca. 1-2 mm verschieben, damit er zu den Bohrungen passt. Morgen werde ich deshalb am z-Wagen um 1.5mm mit Flugzeugsperrholz auffüttern und dann mal schauen ob es besser passt. Das Auffüttern verschiebt die Spindel in Richtung rechts auf dem Bild.

      Gruß,
      Albert
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.
    • Hi Albert !

      Das kennt jeder von uns glaubst du allen ernstes wir habe das beim ersten mal hinbekommen?

      Mit dem Unterfüttern der Spindel würde ich kein Holz nehmen hast da nichts härteres? das zerdrückt´s dir!
      Dann fängst wieder von vorne an.

      Was ich von der "Raschke" mitbekommen habe ist doch die Spindelmutter an der Z-Achs Platte ausgefräst. So wie das auf dem Bild aussieht müsstest du die Linear-wagen unterfüttern.
    • Hallo Bernie,

      ich habe heute unterfüttert und funktioniert wie eine Eins. Wahrscheinlich hat des das Sperrholz etwas eingedrückt, aber das macht nix, man konnte es sehr gut durch die Schrauben in den Lagerhaltern ausgleichen. Ausserdem hatte sich die Mutterhalterung vorher doch auch am Holz vom Z-Wagen abgestützt.
      Unterfüttern der Wägen hätte die Spindel noch weiter in die falsche Richtung gedrückt, das war so schon richtig.
      LG Albert
      Nur Fliegen ist schöner.