Wie erdet ihr eure Fräsen?

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    • Im Idealfall ziehst du eine 10mm² Einzelader von der Fräse zur Potentialausgleichsschiene im Keller, werde ich zum mindest so machen. die schraubst du dann irgendwo mit passendem Kabelschuh direkt an die Fräse. zusätzlich dann von der Fräse zum Schaltschrank noch eine verbindung. damit ist dann die gesamte Fräse Geerdet. sollte sie auf einem Metallgestell stehen könnte man dieses auch noch mit verbinden.

      Ist natürlich je nach Standort der Fräse nicht ganz einfach.
      Gruß

      Christoph
    • Hallo,

      wichtig ist halt dass alle Metallteile durchgängig sicheren Kontakt zum Schutzleiter haben.
      Ganz besonders die bei denen Gefahr besteht dass sie bei einem durchgescheuerten oder abgequetschten Kabel Netzspannung abbekommen könnten.

      Was gerne übersehen wird: Führungsschienen und Kugelgewindetriebe sind durch den Ölfilm erstaunlich gute Isolatoren.
      Wer z.B. nur das Maschinenbett erdet hat unter Umständen ein nicht oder nur schlecht geerdetes Portal.
      Deswegen sollten Portal und Z-Achse ihre eigenen Erdungskabel spendiert bekommen.

      Erdungskabel alle auf einen gemeinsamen Punkt im Schaltschrank führen.
      Was man nicht tun sollte ist die Erdung über GND Anschlüsse der Steuerung laufen zu lassen - die können 1. nur relativ wenig Strom ableiten womit die Schutzfunktion verloren geht und 2. kann man sich damit Störungen einhandeln wenn man elektrostatisch aufgeladen die Maschine berührt.

      Christian
    • Danke für die Antworten.

      Ich nehme mal mit:
      • für jede bewegliche Achse ein Schleppketten-taugliches Kabel mit in die Schleppkette und im Schaltschrank auf PE legen.
      • das Bett zusätzlich ggf mit normalen Kabel in den Schrank auf PE führen
      • da das Bett aus mehreren Alu-Profilen besteht, diese jeweils verbinden z.B. mittels Nutenstein/Hammerkopfschraube und Erdungsscheibe durch die Eloxierung ins Alu rein
      • beim Tisch - bei mir Alu-Profilen - den ganzen Spaß wiederholen
      Hatte es befürchtet...

      Ich habe gelesen, das PE gleichgroß oder eine Nummer stärker als Leiter sein soll. Dann müssten z.B. für die beweglichen Achsen für PE zusätzliche Motorkabel reichen oder?

      VG
    • Hallo Björn,

      Die Frage ist doch, was willst Du mit der Erdung erreichen ?
      Ableitung statischer Elektrizität (wie z.B. beim Saugschlauch)? Da reicht ein "Klingeldraht" (hohe Spannungen aber niedrige Energie, daher kleine Ströme).

      Schutz vor gefährlichen Spannungen an der Fräse ? (also Schutzerdung)
      Dann sind zwei relevante Punkte wichtig:
      1) Welche Spannungen können im Fehlerfall auftreten und welche Ströme (soll heißen, wie ist die spannungführende Leitung abgesichert) ?
      2) Die Schleifenimpendanz, oder vereinfacht, der Gesamtwiederstand der Leitungen von der Sicherung zur Fehlerstelle und über den Schutzleiter zurück. Dieser "Widerstand" bestimmt den Kurzschlussstrom im Fehlerfall. Ein üblicher Leitungsschutzschalter (im Volksmund "Sicherung" genannt) mit B-Charakteristik muss bei 5 fachem Nennstrom immerhalb 0,1s auslösen. Bei den üblichen 16A Automaten in der Gebäudeelektrik sind das 80A, ergibt über den Daumen 2,8 Ohm für die gesamte Leitung.
      Da kann man jetzt weiter rechnen um die passenden Leitungsquerschnitte zu ermitteln, aber um es kurz zu machen:
      Bei der Überprüfung ortsveränderlicher, elektrischer Geräte gemäß VDE 0701-0702 gilt ein Grenzwert von < 0,3 Ohm für den Schutzleiter-Widerstand (bis 5m, +0,1 Ohm bis 12,5m). Das schafft man problemlos mit Querschnitten von 1,5 qmm.

      Ich würde einen gemeinsamen Erdungspunkt am Fräsenrahmen vorschlagen. An den führen dann die Leitungen vom Portal und der bew. Z-Platte. Von dort dann eine Leitung zum Schaltkasten (ggf. mit 2,5qmm, da die Leitung ab hier ja auch etwas steifer sein kann). Mehr Querschnitt als bei der Zuleitung zum Schaltschrank bringt, wie Christoph bereits angemerkt hat nichts.

      Ach ja, die eventuell im Forum vertretenen Elektrofachkräfte mögen mich jetzt bitte nicht gleich steinigen ,wenn ich das relativ einfach erläutert habe.

      Gruß Andreas
    • Ich selber mache alle Potentialausgleiche (nicht Erdungen ^^ ) peinlich genau von Anfang an.
      Schirme bei den Verschraubungen überall zwischen Gummi und Messing, PE-Leiter sowieso alle auf Erdklemmen (welche GUT mit Gehäuse usw verbunden sind).
      Bei einem Plasmaschneider handelst dir unbehebbare Probleme ein, wenn das nicht sauber gemacht ist.
      Bei Fräsen ist eine gute Schirmung vorallem im HF Teil sehr wichtig. Dh zwischen FU und Spindelmotor.
      Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen. Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.(Murphys Gesetz)
    • Hallo zusammen,

      ich habe ine HF-Spindel, die mit 230V läuft. Das 5 Meter lange Motorkabel hat 3 x 0,75qmm, sowie 1x 0,75 PE und eine Schirmung. Also ein 4G 0,75 CY.
      PE und Schirm habe ich auf Erde am FU gelegt.

      Zusätzlich möchte ich, falls das Kabel oder die Spindel defekt ist, die 230V sicher auf PE leiten. Dort greift dann ein FI-Schalter und ein Leitungsschutzschalter.

      Ich hatte jetzt geplant, in die Energiekatte eine Kabel für PE extra einzuelgen und damit jedes bewegte Teil (Portal, Z.Achse) anzuschließen. Ich würde dass dann, so, wie von spicer geschrieben, am Frästisch zusammen fürhen und von dort zum Schaltschrank.

      Da meine Fräse auf einem Alu-Gestell steht, würde ich dieses ebenfalls an demselben Punkt anschließen.

      Ich habe gelesen, dass bei kommerziellen Geräten jedes Teil mit einem eigenen Kabel auf PE gelegt werden muß. Das würde ich nicht machen.

      VG, Björn
    • Das ist auf jeden Fall eine gute Idee.
      Wir führen auf sämtliche beweglichen Achsen eine separate 16mm2 Erdung.

      Den LS (wir nehmen immer Motorschutzschalter, weil diese "super-träg" sind) würde ich vor dem FU einsetzen.
      Nicht im HF Bereich. Das ist sonst eine super starke Sendeantenne :D
      Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen. Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.(Murphys Gesetz)

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