Fräser zum 3D Fräsen

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    • Fräser zum 3D Fräsen

      Hallo,
      mit meiner Fenja(ZZ. noch mit einer Kress-Spindel) möchte ich mich an 3D-Projekte in Holz heranwagen.
      Mein Problem ist, welche Fräser ich dafür benötige.

      Zum Schruppen vielleicht ein 2-Schneider D=6 bis 8mm ?

      Zum Schlichten einen Radiusfräser. Wegen kleinerer Bearbeitungsradien wäre ein geringerer Durchmesser besser aber für eine ausreichende Bearbeitungstiefe muss wohl ein höherer Durchmesser gewählt werden. Wie ist ein sinnvolles Verhältnis zwischen Fräserlänge und Durchmesser ?
      Ich dachte an einen 6mm Radiusfräser mit einer Gesamtlänge von 70mm bis 100mm. Ist das noch stabil ?

      Irgendwann sollten auch so tolle Figuren, wie von Alois entstehen.

      Vielen Dank für Eure Erfahrungen.
      Gruß Frank
    • meiland wrote:

      Ich dachte an einen 6mm Radiusfräser mit einer Gesamtlänge von 70mm bis 100mm. Ist das noch stabil ?
      Ich habe gerade das Kreischen wieder im Ohr (von so einem Fräser). Es hat sich erbärmlich angehört und ich wundere mich, dass er die halbe Stunde überlebt hat. Er kam in Lindenholz zum Einsatz.

      Wenn's nicht anders geht, muß man da also durch, aber empfehlen kann man es nicht.
    • Hallo,
      die Reaktion auf meine Anfrage war nicht berauschend. War die Frage zu blöd oder gibts im Forum niemand mit Erfahrungen ? Egal.

      Ich meine VHM-Fräser für die Holzbearbeitung.
      Nach meinen Recherchen kann man 6 mm Fräser bis zur Gesamtlänge von 80 mm sinnvoll verwenden.
      Interessant wäre diese Zahl für 8 mm Fräser ?
      1/8" Fräser werden meist mit 35 bis 40 mm angeboten. Sind längere möglich ?

      Na mal sehen, ob mehr als einer antwortet kommt. Sonst war es wahrscheinlich das verkehrte Forum.

      Gruß Frank
    • Also ich habe sogar schon mit D6mm fräser mit einer Gesamtlänge von 100mm bis zu 85mm Ausspannlänge gefräst. Siehe die POM Abdeckungen für die Servos. Es geht viel, nur muss halt der Vorschub dann auch passen. Meist verwende ich D6*80 und D2*45 für normale 3D fräsungen. Da komme ich halt günstig ran. Vorschruppen meist mit einem einfachen Schaftfräser.
    • Hallo,

      sorry dass ich jetzt erst antworte.

      Frage 1: wie tief willst oder kannst Du ohne Kollision ins Holz eintauchen? Fräserlänge ist nicht alleine (dazu später mehr)

      Frage 2: wie viel Zeit willst Du investieren?

      Warum die Fragen: Die Fa. Firstattec (firstattec.de/) hat mir Spezial-Gravierfräser mit 35 mm Auskragung, 30 Grad Spitzenwinkel und 3 mm Schaft gemacht. Ergebnis in Plexiglas:


      Die Eule ist 3D von 4 Seiten aus einen 50 mm dicken Plexiglas-Block gemacht worden. Unten sieht man einen weiteren Versuch.

      Ein Bild von der Bearbeitung mit dem extra-Langen Gravierfräser:



      Geschruppt wurde vorher mit einem 70 mm langen 3mm 2-Schneider-VHM-Fräser, eigtl. für Stahl.

      Was Du beachten musst: Länge des Fräsers, plus Höhe des Rohbauteils und nicht vergessen(!) plus 5 mm (oder 2-3mm) Rückzug müssen irgendwie noch passen. Bei mir ist es plus die 25 mm vom Schraubstock ziemlich genau an der Grenze gewesen. Ich hatte noch 3 mm Spiel, danach schlug die Z-Achse oben an. Und ich bin auch bewusst 35 mm tief eingetaucht, weil sonst passte es an 2 Überhängen nicht. Und einmal habe ich auch mit der Überwurfmutter der Spannzange gefräst, bzw. die kam knapp ans Plexiglas (lies sich nicht ganz vermeiden).

      Das ganze geht auch in Holz, diesmal war es 50 mm starkes Amaranth oder Purple Heart:




      Die Frage ist wie ruhig läuft Deine Frässpindel und wie viel Zeit willst Du investieren? Das Plexiglas ging etwas schneller, aber es waren pro Seite jeweils 3-4 Stunden. Ahh, Software zum fräsen/CAM und die Steuerung war EstlCAM.

      Jeweils 24000 U/min, zum Schruppen 50% seitliche Zustellung und 1,5 mm Tiefe, zum Schlichten 50 µm pro Bahn, 2500 mm/min Verfahrgeschwindigkeit ( bei beiden Fräsern). Ja, das ging.

      Gruß Rainer
    • PiccoLas wrote:

      Das Plexiglas ging etwas schneller, aber es waren pro Seite jeweils 3-4 Stunden.
      Hallo
      der Radienfräser war zu stumpf für das PMMA. Man sieht hier leider überall das kleine Späne in den Ecken aufgescholzen sind.

      Ich habe von Holz so gar keine Ahnung, aber von PMMA. Ich verwende zum Schlichten diese Radienfräser von Sorotec. Mit MMKS erreiche ich eine nahezu polierte Oberfläche für geschätzte 10 Teile in der Größe der Eule . Danach ist der Fräser stumpf und die Oberfläche sieht so schlecht aus wie bei Dir.

      Die verlinkten Fräser haben hinter der Schneide einen verjüngten Hals. Dadurch kann es keinen seitlichen Kontakt geben wenn der Fräser tiefer fräst als die Schneidenlänge.
      Da ich beim Schlichten (zumindest in PMMA) nur wenige Zehntel wegnehme ist der Durchmesser egal. Der 3mm mit Gesamtlänge 100mm funktioniert gut. Wenn in der Zeichnung noch feinere Details sichtbar sein müssen fräse ich bis runter auf 0.8mm bis 1mm nach. Der Fräser geht dann aber nur in die Ecken und nicht tiefer rein. Damit das Ganze nicht ewig dauert verwende ich Begrenzungen um nur die nachzufräsenden Teile zu isolieren. Ein Zweischneider läuft zum Schlichten ruhiger als ein Einschneider.

      Beim Schlichten nimmt man immer nur so wenig ab das der Durchmesser auch bei langen Fräsern keine Rolle spielt.

      Das Angebot an guten, langen 3D Fräsern die für PMMA geeignet sind ist in letzter Zeit sehr klein geworden.
      Für die Sorotec Fräser habe ich vor einem Jahr noch unter 20 Euro bezahlt. Sollte jemand für solche Fräser eine günstigere Quelle haben wäre ich dankbar.


      grüße