Not-Aus/Not-Halt

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    • Not-Aus/Not-Halt

      Hallo Allerseits,

      da dies mein erster post in diesem Forum ist, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin Carsten 38 Jahre alt und komme aus Mittelfranken. Ich habe noch keine großen Erfahrung im CNC Bereich, bastel aber gern und habe mir auch schon eine 3d Drucker selber gebaut. Jetzt ist also eine CNC-Fräse dran. Ich plane gerade den Bau einer Biber 800, ähnlich wie die von Ruhrpott Andy. Ruhrpott Andy hat mir hierbei auch schon sehr viel weitergeholfen, auf diesem Wege auch noch mal vielen Dank dafür! Ich lese ja hier schon ein Weilchen mit und mir ist ausgefallenen, ihr habt hier alle einen sehr hilfsbereiten und freundlichen Umgang miteinander, das sieht man nicht alle Tage im Internet. Großes Kompliment an euch alle und dieses Forum!

      Da musst ich noch loswerden :) nun zu meinen Fragen.

      Ich plane gerade den Schaltschrank für die Fräse und möchte hier sowohl ein Not-Aus (komplette Anlage stromlos) und einen Not-Halt (Spindel stoppen, Endstufen der Servos auf Fehler und Signal an die Estlcam Steuerung) realisieren. Der Not-Aus soll durch einen den Not-Schalter ausgelöst werden und der Not-Halt durch das öffnen der Tür an der Umhausung. Noch kurz zu den Komponenten, ich will eine 2,2 kw wassergekühlte china Spindel, die Leadshine DM556 Endstufen und noch zwei Steckdosen für Absaugung und so weiter, schalten. Den Not-Aus und den Not-Halt wollte ich mit jeweils einem PNOZ X3 realisieren, da es die bei ebay für moderates Geld gebraucht zu kaufen gibt.

      Not-Aus:
      Für den Not-Aus wollte ich mit dem PNOZ L und N direkt hinter dem Hauptschalter trennen, damit die komplette Anlage stromlos ist. Das Problem ist nun aber, dass der PNOZ an den Ausgängen nur 5A verträgt und das zu wenig für die ganze Anlage ist. Auch wenn ich die Leistungsstromkreise (FU, 48V Netzteil für die Endstufen und die Steckdosen) einzeln über mehrere Ausgänge des PNOZ trenne, komme ich mit der Belastungsgrenze nicht hin. Ich könnte L und N ja aber auch über ein Relais trennen, dass der PNOZ dann schaltet. Aber umgehe ich dadurch nicht die ganzen Sicherheitsvorteile die der PNOZ bietet? Also gerade die redundante Auslegung und die Querschlusserkennung. Das externe Relais ist ja dann wieder ein Sicherheitsrisiko, man weiß nicht ob es im Ernstfall zuverlässig schaltet. Hab ich hier einen Denkfehler oder wie kann ich das am besten lösen?

      Not-Halt:
      Durch den Not-Halt soll gewährleistet werden, dass beim öffnen der Gehäusetür im Fräsbereich einigermaßen sicher hantiert werden kann. Hierfür will ich das Run Signal des FU unterbrechen, das Enable Signal der Endstufen auf high setzten und ein Signal an die Estlcam Steuerung schicken, damit der Fräsjob angehalten wird. Kann ich das so machen oder ist das zu unsicher? Und wenn ich dann die Gehäusetür wieder schließe, kann der Fräsjob dann da wieder Fortgesetzt werden, wo er unterbrochen wurde?

      Das sind so die Fragen die mich gerade um treiben, vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

      Vielen Dank schon mal!

      Viele Grüße
      Carsten
    • Hallo Carsten,

      Das Thema ist wichtig und als Hobbyist auch gar nicht so einfach umzusetzen. Ich habe mich für eine reduzierte Lösung entschieden.

      Nothalt:
      Ich weiß nicht, welche Möglichkeiten estlcam dort hat. Wenn du das Programm fortsetzen willst, ist sicherzustellen, dass die Schrittmotoren nickt vor der Steuerung aufhören zu arbeiten. Eine Möglichkeit wäre hier ein zeitverzögert reagierendes Relais.

      Ob es sicher genug ist: für Hobbyzwecke voraus schon.

      Not-Aus: alles Stromlos zu schalten kannst Du mit einem PNOZ auf keinen Fall (48v 15a für Stepper ist schon zu viel!). Du brauchst entspreche Schütze. Strom gesamt weg ist bisweilen auch doof (absinkende Achsen?; rc-network.de/forum/showthread…tkreis-wie-aufbauen/page3) Dieses pdf ist interessant:
      forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?t=15975

      Ich würde Antriebe und Spindel stromlos schalten (sofern IO - siehe Bremsen etc). Dies vorzugsweise aber über geregelten Stop eines FU und zeitversetztes Trennen der Leitungen zu Aktoren.
      Viele Grüße
      Guido
    • Willkommen im Forum Carsten!

      Für Hobby-Maschinen ist es eigentlich aussreichent nur einen normalen Notaustaster zu verbauen von zb. Eaton (vormals KlöcknerMöller). Du kannst aber natürlich mehrere davon in Reiheschalten. Zuerst kommen die S0-Taster/Schalter und dann die normalen Einschalter etc. Um die Anlage verpolungssicher anschließen zu können, empfehle ich die 3-poligen (blauen) CEEKON-Stecker. Dann ist L1 und N immer richtig herum angesteckt.

      Eine normale Steckdose ist in der Regel mit 16A abgesichert - mehr geht nicht! Solltest du also mehr Strom benötigen, musst du auf Drehstrom (L1,L2,L3,N,PE) umsteigen. Dann brauchst du aber auch eine andere Abschalteinrichtung (S0-Schalter). Eine "normale" Steckdose sollte aber ausreichen, da diese bei einer Absicherung mit 16A, 3600W zur Verfügung stellt. Deine Chinaspindel hat 2200W folglich bleibt für den Rest der Anlage noch 1400Watt.

      Generl gilt aber: Das Erstellen von Steuerungen mit einer Spannung von 230V bzw. das Arbeiten an solchen Steuerungen ist einem Fachmann/Elektriker vorbehalten. 230V = Lebensgefahr! Genaugenommen bedürfen solche Anlagen sogar der Abnahme durch einen Elektromeister.
      Viele Grüße aus Nieberbayern
      Stefan