Fasen fräsen, aber wie ?

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    • Fasen fräsen, aber wie ?

      Moin zusammen

      ERGÄNZUNG: DER VON MIR IM FOLGENDEN BESCHRIEBENE SPITZENVERSATZ IST GENAU GENOMMEN EIN MITTENVERSATZ.

      das Thema Fase fräsen beschäftigt mich ja im Moment sehr :)

      Daher hab ich mich dem ganzen mal zeichnerisch angenommen, um mir mal klar zu werden welche Tiefe und welcher Spitzenversatz nötig ist um welche Fase zu erreichen.

      Vorhanden bei mir sind: Estlcam, Fasenfräser 90 Grad 6mm . Ich fräse NICHT aus dem Cad heraus sondern speichere meine Skizze als .dxf und öffne sie in Estlcam, dort generiere ich dann die z.B Taschen und zusätzlich die Fasen

      So, ich hab jetzt eine Werkstückkante an die eine FASENBREITE von 1 mm soll.
      Da kommen wir schon zur ersten Frage: Was wird mit Fasenbreite bezeichnet ? ( In Estlcam .. @Christian Knuell)
      Der Abstand von der Werkstückkante nach innen den der Fasenfräser erzeugt, oder die Breite der eigentlichen ( 45 Grad ) Fläche der erzeugten Fase ? Also quasi die Seite C in einem Dreieck ? ( Pythagoras )

      Dann hab ich mal grafisch dargestellt was bei welcher Einstellung passiert.

      1. Ausgangsstellung
      2. Spitzenversatz 1 mm
      3. Spitzenversatz 1 mm , Tiefe 1 mm = Ergebnis 0 Fase ( logisch )
      4. Spitzenversatz 0 mm , Tiefe 1 mm = Fasenfläche 1,4 mm ( gerundet )
      5. Spitzenversatz 0,5 , Tiefe 1 mm = Fasenfläche 0,7 ( gerundet )
      6. Spitzenversatz 2,5 mm , Tiefe 3 mm = gleiches Ergebnis wie bei 5,
      aber eine viel höhere Umdrehungs Geschwindigkeit am Fräser !
      (Unten an der Spitze dreht der Fräser ja langsamer als oben ) bei gleicher rpm/min

      Um jetzt auf eine "Fasenfläche" ich nenn die mal so bis für mich geklärt ist was die FASENBREITE ist, von 1 mm zu erreichen muss ich also rechnen.

      Wie ist jetzt die Praxis ?
      Stell ich maximal möglich tief, um dann mit entsprechend weitem Spitzenversatz meine Fase zu bekommen ?
      Vorteil: hohe Fräsergeschwindigkeit, gutes Schnittbild
      Nachteil: ich brauch auch den Platz für den Fräser um so einen Spitzenversatz zu erreichen ( in kleinen Taschen nicht immer möglich )

      Oder arbeite ich mit eher geringem Spitzenversatz und entsprechend geringer Tiefe
      Vorteil: Wenig Platz wird benötigt für den Fräser
      Nachteil: geringere Fräser Geschwindigkeit an der Schnittstelle.

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      Wenn ich in Estlcam meine Wunschfasenbreite eingebe ( sobald geklärt ist was damit genau gemeint ist, siehe oben ) berechnet das Programm ja bestimmt die nötige Tiefenzustellung von selbst, in Abhängigkeit von dem vorgegebenen Spitzenversatz in der Werkzeug Auswahl. Ich möchte halt aber auch gerne in der Theorie verstehen wie es abläuft und welches die beste Methode ist.

      Ich denke wenn man aus dem Cad heraus ans Cam übergibt sieht das ganze schon anders aus, da gebe ich ja dann schon in der Zeichnung /3d Modell genau vor wie ich es haben will. Aber so lange ich an einer 2d Skizze beim Fräsen eine Fase brauch ( wie in meinem Fall ) tauchen obige Fragen auf :thumbsup:

      Vielleicht können die Experten hier ja mal Licht ins Dunkel bringen, insbesondere Christian zum Thema FASENBREITE in Estlcam

      Freue mich jetzt schon auf eine rege Diskussion :rolleyes:

      Danke und einen schönen Sonntag
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      Gruss Andy

      Biber 800 - China 1,5 kw Luft/HY - Leadshine DM556 - Estlcam Board

      Cad: Fusion 360 Cam: Estlcam

      The post was edited 3 times, last by Ruhrpott Andy ().

    • Hallo Andy!

      Auch wenn du hier die Experten ansprichst, will ich trotzdem antworten, weil ich keine Probleme mit dem Thema habe. Beim Mittenversatz empfiehlt Estlcam im Erläuterungstext 1/4 des Fräserdurchmessers, der die senkrechte Kante bearbeitet hat. So hat man in den meisten Fällen Platz für den Senker/Fasenfräser UND eine erträgliche Schnittgeschwindigkeit. Wie genau "Fasenbreite" definiert ist kann ich jetzt auch nicht sagen, aber das kann man leicht ausprobieren, wenn man den Z-Wert bei einer Probe einmal beobachtet. Zusammen mit deinen Berechnungen kommst du dann drauf. Ich habe die wirkliche Fasenbreite noch nicht nachgemessen, bei mir gibt es nur Schön oder muß neu :)

      Gruß
      Jörg
      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    • Hy Jörg

      jeder der hilft ist ein Experte :D

      Danke, ja den Hilfstext hab ich gelesen, das ist ein guter Ansatz.
      Das mit dem Z-Wert beobachten ist ein super Tip ! Das werd ich mal machen.

      Morgen werd ich mal einige Tests mir verschiedenen Einstellungen machen ( Hab noch n paar Styrodur Platten dafür über ) dann schauen wir mal was bei raus kommt.

      Danke dir :thumbup:
      Gruss Andy

      Biber 800 - China 1,5 kw Luft/HY - Leadshine DM556 - Estlcam Board

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    • Hallo Andy!

      Und welches Maß wird nun mit "Fasenbreite" beschrieben? Der Weg des Fräsers in der Ebene (Bsp. 1mm) oder wirklich die Resultierende (Bsp. 1,4mm) ?

      Und gleich noch eine Frage zu der Schrift. Ist die aus Estlcam oder aus Fusion? Welche Schrift, welche Strategie, geht die schnell? Ich mache die Schrift, besonders wenn sie klein ist (4mm Höhe) mit Estlcam Carve innen. Die wird sehr schön, dauert aber ewig. Die Schriften haben alle zwei Linien, dazwischen die Fräserwege. Bei deiner Schrift sieht es aus, als hätte der Fräser nur einen Pfad. Das würde mir auch gefallen, weil es schneller geht.

      Grüße
      Jörg
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      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    • Ja, danke Willi. Aber das ist (noch) nichts für mich. Wenn ich Fusion als Cam verwende fehlt mir dann nicht Estlcam als Postprozessor? Ich glaube Andy verwendet, wie ich auch Fusion als Zeichenprogramm und Estlcam als CAM. Deshalb ist sein Ergebnis der Schrift so interessant für mich. Oder gibt es einen Weg vom Fusion CAM zum Estlcam Controller?

      Grüße
      Jörg
      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    • Joerg wrote:

      Hallo Andy!

      Und welches Maß wird nun mit "Fasenbreite" beschrieben? Der Weg des Fräsers in der Ebene

      Und gleich noch eine Frage zu der Schrift. Ist die aus Estlcam oder aus Fusion? Welche Schrift, welche Strategie, geht die schnell? Ich mache die Schrift, besonders wenn sie klein ist (4mm Höhe) mit Estlcam Carve innen. Die wird sehr schön, dauert aber ewig. Die Schriften haben alle zwei Linien, dazwischen die Fräserwege. Bei deiner Schrift sieht es aus, als hätte der Fräser nur einen Pfad. Das würde mir auch gefallen, weil es schneller geht.

      Grüße
      Jörg
      Hy
      also zur Fasenbreite: Ja genau, der in der Ebene. Ich hab bei den 6 mm Löchern zB 0,5 mm Mittenversatz eingestellt und 0,4 mm Fasenbreite. Diese 0,4 mm sind dann die Breite der Fase quasi in der horizontalen betrachtet.

      Exakt wie bei dir. Schrift aus Estlcam. Grösse 8. Carve innen. und ja... das dauert :-). Auch 2 Linien. Die Schriftart muss ich nochmal raussuchen
      Gruss Andy

      Biber 800 - China 1,5 kw Luft/HY - Leadshine DM556 - Estlcam Board

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    • Joerg wrote:

      Ja, danke Willi. Aber das ist (noch) nichts für mich. Wenn ich Fusion als Cam verwende fehlt mir dann nicht Estlcam als Postprozessor? Ich glaube Andy verwendet, wie ich auch Fusion als Zeichenprogramm und Estlcam als CAM. Deshalb ist sein Ergebnis der Schrift so interessant für mich. Oder gibt es einen Weg vom Fusion CAM zum Estlcam Controller?

      Grüße
      Jörg
      Ja ich nehme Fusion zum zeichnen und Estlcam als Cam. Ich weiss das es aber wohl auch einen Postprozessor dafür gibt. Frag mich aber nicht welchen und wie der eingestellt sein muss damit das funktioniert. Das ist noch Zukunft für mich. Ich kann dir ja mal die Estlcam Projekt Datei schicken dieses Frässtückes, dann kannste dir die Schrift ansehen
      Gruss Andy

      Biber 800 - China 1,5 kw Luft/HY - Leadshine DM556 - Estlcam Board

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    • Danke Andy!

      Ich habe ein Werkstück mit Schrift zigfach zu fräsen, deshalb meine Frage nach einer "schnellen" Schrift. Ich habe mir die Arbeit gemacht und eine Schrift als Zeichnungslayer in Estlcam erstellt und dann eine manuelle Gravur zwischen die Begrenzungslinien der Schriftzeichen gezogen. Durch die Frästiefe des 45° Gravurfräsers lässt sich dann die Strichstärke einstellen. Das beschleunigt den Fräsvorgang erheblich bei akzeptabler Qualität. Würde mir aber die Programmiererei gern beim nächsten Mal vereinfachen.

      Schönen Abend

      Jörg
      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    • Joerg wrote:

      Danke Andy!

      Ich habe ein Werkstück mit Schrift zigfach zu fräsen, deshalb meine Frage nach einer "schnellen" Schrift. Ich habe mir die Arbeit gemacht und eine Schrift als Zeichnungslayer in Estlcam erstellt und dann eine manuelle Gravur zwischen die Begrenzungslinien der Schriftzeichen gezogen. Durch die Frästiefe des 45° Gravurfräsers lässt sich dann die Strichstärke einstellen. Das beschleunigt den Fräsvorgang erheblich bei akzeptabler Qualität. Würde mir aber die Programmiererei gern beim nächsten Mal vereinfachen.

      Schönen Abend

      Jörg
      So Jörg

      ich hab mal ein wenig rumgetüftelt :)

      stimmt, Zeichnungslayer anlegen und dann Gravur zwischen den Linien ist definitv das schnellste.
      Zum Vergleich:

      1. Als Schrift fräsen , Carve innen, mit deinen Vorgaben und dem Wort RUHRPOTT ca 2:35 min ( alles laut Estlcam Vorschau )
      2. Selber Schriftzug, als Zeichnungslayer, Gravur zwischen den Linien , aber mit Gravurstichel 15 Grad, und der Schrift MV BOLI, nur noch 32 sek !

      Ich weiss, das erspart dir das programmieren der Schrift nicht, grade bei einem langen Text, aber grade wenn du zig Stück machen musst, dann setzt du das einmal und gut is.

      Versuch mal MV Boli, ich werd beides morgen mal in Holz testen und das Ergebnis sowie die Zeiten hier posten.
      MV BOLI
      Gruss Andy

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    • So das ist MV BOLI. Schrifthöhe 8, Carve innen, Gravurstichel 30 Grad, F1000 mm/min, 1.38 mm tief, 50mm breit.
      Fräszeit 28 sek. Video:



      Die 1,38 mm Tiefe schlägt Estlcam automatisch vor. Denke mal abhängig von der Schriftgröße und der Fräsart. Wenn man hier ein tieferes Maß wählt steigt die Bearbeitungszeit um ein vielfaches an, weil dann der Fräser oszillierend die Schrift erstellt, und nicht einfach die Spur abfährt, und das dauert ewig. Evtl könnte man da tricksen in dem man die 1,38 stehen lässt und einfach Z 0 tiefer setzt. Müsste man mal testen
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      Gruss Andy

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    • Ja, das hört sich recht flott an. Werde ich beim nächsten Mal auch probieren. Der jetzige Job ist nun schon so weit gediehen, dass ich ihn nicht mehr ändern will. 6 Stunden Fräszeit ohne Werkzeugwechsel für die Vorderseite, dann haargenau umspannen auf die Andere und noch einmal eine knappe Stunde. Das müssen Verrückte sein die so etwas freiwillig machen :D

      Schönen Abend
      Jörg
      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    • Joerg wrote:

      Das müssen Verrückte sein die so etwas freiwillig machen :D

      Schönen Abend
      Jörg
      Da sagste was :D . Heute noch n Herz für die Holde gemacht, hat sich sehr gefreut. :rolleyes: Wieder einen Abend im Keller erkauft :thumbsup: LOL
      So wir closen mal hier, wird sonst zu off topic.

      Ergebnis: Fasen fräsen ist cool, Schriften auch ^^

      Danke Euch
      Gruss Andy

      Biber 800 - China 1,5 kw Luft/HY - Leadshine DM556 - Estlcam Board

      Cad: Fusion 360 Cam: Estlcam
    • Aber das alles bedeutet, dass man die Schrift erst im Estlcam hinzufügt oder? Also man lässt die Schrift im CAD (Fusion) weg und fügt sie in Estlcam hinzu. Muss ich mich mal reinvertiefen, wie das in Estclam geht, die Schrift dann zu positionieren und auszurichten und das alles...

      Ist jedenfalls sehr interessant, wäre ich jetzt nicht draufgekommen. Danke für die Tipps!
      Viele Grüße,
      Jan
    • Titan-Jan wrote:

      Aber das alles bedeutet, dass man die Schrift erst im Estlcam hinzufügt oder? Also man lässt die Schrift im CAD (Fusion) weg und fügt sie in Estlcam hinzu. Muss ich mich mal reinvertiefen, wie das in Estclam geht, die Schrift dann zu positionieren und auszurichten und das alles...

      Ist jedenfalls sehr interessant, wäre ich jetzt nicht draufgekommen. Danke für die Tipps!
      Ja genau.
      Aber das ist nicht schwer. Einfach in estlcam auf ABC gehen, dann kannst du mittels des blauen Punktes das Textfeld positionieren. Danach geht ein Kontextmenü auf wo du den Text, grösse, Schriftart, Frässtil usw eingeben kannst. Die Hilfetexte die Christian integriert hat sind sehr gut als Hilfe dazu. Auch nach Erstellung des Textes kannst du das Textfeld immer neu positionieren.
      Hab gestern die von Christian vorgeschlagene Schrift "Estlcam Cad" probiert. Die funktioniert sehr gut und lässt sich auch toll fräsen
      Gruss Andy

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