USB-Camera an der CNC 14

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    • USB-Camera an der CNC 14

      Guten Abend an die Fräsgemeinde!

      Gibt es hier im Forum jemanden, der an seine CNC14 eine USB-Camera montiert hat?
      Ich brauch sie - bis jetzt - noch nicht unbedingt, aber EstlCam bietet die Möglichkeit und die Kamera war günstig zu bekommen und so will ich sie - zumindest testweise - mal anschließen.
      Habe aber nicht so recht eine Idee wie und weiß auch nicht, wie weit ich von der Fräsachse weg kann. schräg stellen kann ich die Kamera ja wohl nicht, sonst müsste ich die Kamera bzw. das Fadenkreuz ja bei jeder neuen Fräserlänge neu justieren.

      Gruß
      Stefan
    • Hallo,

      die Kamera kann beliebig weit vom Fräser weg, allerdings sind praktisch alle bezahlbaren Kameras für den Zweck nahezu unbrauchbar.
      Ich hatte die Funktion deswegen zeitweise auch schon aus Estlcam rausgeworfen, ein paar Leute wollten sie aber unbedingt wieder haben.

      Problem ist einfach dass die Sensoren fast immer etwas schräg im Gehäuse sitzen - und schlimmer noch: in der Regel nicht mal wirklich fest damit verbunden sind.
      Dadurch wandert der Mittelpunkt je nach Höhe über dem Werkstück zur Seite weg - bzw. verstellt sich durch Vibrationen mit der Zeit von ganz alleine.

      Gibt eigentlich nur 2 Optionen die beide nicht wirklich welche sind:
      • Industriekameras für optische Messsysteme (unbezahlbar - kosten schnell deutlich 4-stellige Beträge)
      • Kamera zerlegen, lumpiges Plastikgehäuse wegwerfen und den Sensor fest in ein stabiles und fein ausrichtbares Gehäuse kleben.
        Das Ganze muss staubdicht hinter einer Glasscheibe sitzen - sonst ist die Optik so oder so in kürzester Zeit ruiniert.
        Die Ausrichtung des Gehäuses muss penibelst erfolgen und kann Stunden kosten - ne Schraube dann etwas fester gedreht und es passt wieder nicht.
        Und am Ende bleiben immer noch die Vibrationen vom fräsen die zumindest auf die Mechanik von Autofokuskameras nicht gerade lebensverlängernd wirken dürften.
      Christian
    • Ich hatte bisher 3 Kameras. Die erste gab irgendwann den Geist auf. Der zweiten rutschte der Gummiring vor die Linse. Die dritte habe ich jetzt schon wieder über zwei Jahre.
      Das Problem mit dem einstellen haben wir hier schon ein paar mal besprochen. Die Linse kann gerne mal bis zu 15° Grad schräg stehen. Ist aber auch kein Problem. Man benötigt etwas Glück beim Kauf, dass die Linse fest mit dem Gehäuse verbunden ist und sich auch durch Vibrationen nicht verstellt. Die korrekte Position sollte zwischendurch immer mal wie kontrolliert werden. Grobjustage mit Spiegel unter die Kamera und die Linsen auf flucht einstellen. Dann ein feines Kreuz auf Nullpunkt gravieren und daran die Kamera fein einstellen. Auch in der Z Achse...
      Dann hat man auch gleich den Offsetwert zur Spindel.
      Mit der Kamera kann man ohne weiteres auf +-0.1 genau den Nullpunkt setzten. Für mich die erste Wahl...

      Ps.: Keine war bisher teurer als 20€. Die neueste kostete aber 35€ und ist mit Verstellring für den Fokus. Bin gespannt ob die wandert oder stabil bleibt.
    • Zur Befestigung der Kamera gab es ein Loch mit Klemmschraube neben der Fräsenhalterung.

      Die Kamera wollte ich, hatte ich...... und wieder abgebaut.
      Da verschiedene Programme und die Überlagerung des Fadenkreuzes aus Estlcam heraus nicht so richtig funktionieren wollten, hatte ich mir sogar ein Programm dafür geschrieben.
      Geil, jetzt kann ich den Nullpunkt am Monitor anfahren…...habe ich gedacht.
      Irgendwie lag ich immer einen halben Millimeter daneben.
      Um irgendwo das Werkstück anzufahren und den Nullpunkt fixieren um Konturen auszuschneiden, mag die Lösung OK sein.
      Meine Werkstücke sind aber auf Maß geschnitten. Irgendwo sollen Taschen, Löcher und/oder aber an einen der Ränder eine Kontur gefräst werden.
      Da lasst die Genauigkeit mit der Kamera und Nullpunkt anfahren zu wünschen übrig.
      Bei mir gib es einen Anschlag auf der Opferplatte. Nach jedem einschalten der Steuerung wird der Nullpunkt in der Ecke mit dem Fräser angefahren.
      Das Werkstück wird eingelegt und es passt.
      Gruß, Georg
    • Hallo Stefan,
      ich habe die Kamera an der Staubabsaugung befestigt und auch schon einmal an der Z Halteplatte, die Halterung sieht man noch rechts im Bild.
      An beiden Stellen funktioniert das anpeilen ganz gut, wie genau das ganz ist kann ich aber nicht sagen :rolleyes:
      Gruß
      Andreas

      In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders ??!!
    • Hallo Stefan,

      nur eine Bohrung ist nicht sehr gut. Die Kamera kann da nicht richtig fixiert werden.
      Unten der Link zu meiner Halterung. Ich habe immer zwei Klemmen für die Kamera gemacht. Diese halten die Kamera in der Drehung.
      Dann zwei Klötzchen, die im Winkel eingestellt werden können. Ist simpel aufgebaut und hergestellt und anschließend sicher einstellbar.
      Fixier an der Z-Platte auch noch das Kabel, wo aus der Kamera rausgeht. Oft ist da die Kamera auch etwas wackelig dadurch.
      Wenn man da dran kommt kann sie sich auch schon mal verstellen. So ist das eher weniger der Fall.

      Meine Kamerahalterung...
    • Hallo,

      Alois73 wrote:

      Fixier an der Z-Platte auch noch das Kabel, wo aus der Kamera rausgeht. Oft ist da die Kamera auch etwas wackelig dadurch.

      Wenn man da dran kommt kann sie sich auch schon mal verstellen. So ist das eher weniger der Fall.

      das ist ein wichtiger Tip - das Kabel muss möglichst nahe an der Kamera fest geklemmt sein.
      Das Kabel ist eine der Hauptquellen für schleichende Verstellung der Kamera.

      Hat mich gerade erst vor kurzem bei einem Experiment für einen Bestückungsautomaten an dem ein USB-Mikroskop die Bauteile auf dem Bestückungskopf im Blick behalten soll reichlich Nerven gekostet.
      Kurz gegen das Kabel kommen und schon ist alles wieder verstellt - und das obwohl in dem Fall nicht mal besondere Genauigkeit gefragt war und die Kamera selbst bombenfest in einem Aluklotz geklemmt war.

      Mal zur Verdeutlichung der Genauigkeitsanforderungen was die Ausrichtung betrifft:
      Wer bei einem Kameraabstand von 10cm zum Werkstück auf +-0,1mm genau sein will muss die Kamera in X und Y auf 0,06° genau ausrichten.
      Oder anders gesagt: auf eine 6000stel Umdrehung genau.
      Das ist schon sehr sportlich und vor allem auch ganz schnell wieder versehentlich verstellt.

      Und wer sagt: "mir reichen auch +-0,5mm" braucht streng genommen auch keine Kamera - so genau bekommt man den Fräser auch grob übers Auge ohne Hilfsmittel gepeilt.
      Traditionell über Kanten antasten mit dem Fräser erreicht man übrigens locker Genauigkeiten im Bereich weniger Hundertstel.
      Bei Metallen und mit gutem Gehör sogar unter einem hundertstel (viele tasten auf Sicht an - wenn es wirklich genau sein soll und man keine Marke am Werkstück habe möchte tastet man am besten mit laufendem Fräser nach Gehör an)


      Christian