Spannplatte -- Varianten -- Erfahrungen -- Tipps

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    • Spannplatte -- Varianten -- Erfahrungen -- Tipps

      Moin,

      Nach dem meine CNC 14 ein paar Wochen (leider noch provisorisch) im Keller steht und die erste Späne geflogen ist, wollte ich mal mit ernsthaftem Festspannen der Werkstück beschäftigen.
      Die ersten Schritte waren mit Gaffatape und Einhandspanner ;) .

      Zum Vokabular das ich verwende (ich lerne da aber gerne auch das richtige, wenn ihr mir debei helft):
      • Opferplatte: Das ist eine Platte die direkt unter dem Werkstück liegt und beim Durchfräsen des Materials auch mit angefräst wird.
        Ist also Verbrauchsmaterial.
      • Spannplatte: Ist das oberste Element, dass auf der Fräse verbleibt und mit dieser fest (z.B. durch Schrauben) verbunden ist.
        Darin/daran befinden sich Möglichkeiten das zu bearbeitende Rohmaterial (evtl. inkl. Opferplatte) so zu befestigen, dass wenn der Fräser rein fährt, es da bleibt wo es soll.
      Mir sind bisher folgende Varianten über den Weg gelaufen:

      ohne weitere Vorkehrungen an der Spannplatte:
      • Einhandzwinge (geht nur am Rand)
      • Klebeband/Doppelklebeband
      • Schrauben z.B. Spax durch Material in Spannplatte. Das beschädigt aber die Spannplatte und sie wird zur Opferplatte (durch die Schraublöcher)
      mit Vorkehrungen an der Spannplatte:
      • T-Nuten: in die Platte werden T-Nuten einfräst in die dann passende Nutensteine, oder Muttern oder Sechskantschrauben kommen.
        In einer Achse sehr flexibel (Nutenstein kann man beliebig verschieben). In zweiter Achse fixer Abstand der Nuten.
      • Einschlagmuttern: Bohrung in Platte mit Schaftdruchmesser der Einschlagmutter, evlt. unten an der Platte Ausfräsung mit Durchmesser der Platte der Einschlagmutter.
        In beide Achsen fixes Raster.
      • Einschraub-/Rampamuttern: Löcher in Platte, Einschraubmuttern von oben reinschrauben.
        In beide Achsen fixes Raster.
      • "Bankhakenlöcher": typischerweise 19 oder 20mm Löcher wie man sie auf Hobelbänken, Multifunktionstischen finden in die dann sowohl horizonal als auch vertikal spannende (für Portalfräsen das interessantere) Spannwerkzeuge gesteckt werden.
        In beide Achsen fixes Raster.
      Im Prinzip kann man auch mehrere Varianten kombinieren. Mehr als zwei macht aber vermutlich keinen Sinn, da sonst das Raster zu groß wird oder die Platte nur noch aus Löchern besteht.
      oder man macht eine der "Schraub/Lochvarianten" und baut sich noch für kleinere/kniffelig zu spannende Sachen ein aufsetzbares T-Nut-Brett.
      Vakuumtisch wäre auch noch eine Variante, die würde ich erst mal außen vor lassen.

      Was habt ihr gemacht?
      Was würdet ihr bei der nächsten Fräse machen?
      Was spricht für, was gegen die jeweilige Variante?

      Freu mich auf euer Feedback!

      Gruß
      Martin
    • Hallo Martin,

      ich nutze die MFT Lochung von Festool (96mm) 20er Bohrungen + Einschraubmuttern M6
      Dazu noch aus dem 3D Drucker ''Testool'' Werkstückspanner (liegt zum Download in der Filebase) für eine kleine Materialendschädigung Drucke ich diese auch aus und könnte Sie dir zusenden.
      Für mich ist damit alles abgedeckt um Holzplatten sauber Einspannen zu können.
      Die MFT Lochung kann genutzt werden um z.b. mit dem --Festool Spannelement MFT-SP-- Werkstücke zu Sichern... (Auch Alternativen zum selber Drucken/Fräsen sind vorhanden)

      Gruß
      Patrick
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    • Hallo,

      bei mir ist es ein Alu-Nutentisch mit aufgeklebten MDF "Opferstreifen":


      Hat sich gut bewährt - das einzige kleine Problemchen ist dass man bei Nutentischen halt einiges an Spannschrauben oder Stehbolzen unterschiedlicher Länge benötigt da die Schrauben nicht nach unten durch können bzw. zu lange Stehbolzen gerne mal im Weg sind.

      Bei Gewinderasterplatten ist das mit der Schraubenlänge unproblematischer - dafür hat man dort gelegentlich Ärger mit zugesetzten Gewinden - und es fällt und tropft natürlich auch alles durch wenn man die nicht benutzten Löcher nicht durch Madenschrauben verschließt (wäre mir zu zeitaufwändig). Dazu kommt dass man sich Gewinde in Alu mit der Zeit ruiniert wenn man zur Spezies "Grobschmied" gehört ;)

      Christian
    • Wie habt ihr eure Spannplatte hergestellt?
      Ich möchte eine Spannplatte mit einem "Lochraster" für Spannpratzen herstellen.
      Dafür sind mitlerweile Einschraubmuffen (M6, 22mm lang, Typ Rampa) eingetroffen.
      Die Spannplatte ist 22mm stark.
      Da ich Anfänger bin stellen sich mir nun ganz einfache Fragen:
      • Bohre ich die Löcher mit der Fräse mit einem kurzen Bohrer,
        oder nehme ich dafür einen Fräser? Wenn Fräser, welchen?
      Da die Einschraubmuffen kürzer sind als die Spannplatte stark ist, könnte ich theoretisch 6mm durchbohren und von einer Seite ein Sackloch/Tasche mit 8mm und 20mm Tiefe bohren/fräsen.
      Vermutlich wird dies bei nur 2mm Rest nicht klappen.
      • Wie würdet ihr das machen?
      Die Regelmäßigkeit der Löcher schreit ja danach diese zu Programmieren (OpenSCAD) anstelle das zusammenzuklickern (CAD-Teichenprogramm).
      • Gibt es hierfür irgendwo Anleitungen oder Beispiele?
        Hat sich erledigt. Erster Code ist geschrieben und Anleitungen sind gefunden.
      • Offensichtlich muss man in OpenSCAD ein 2D-Modell zeichnen um es als DXF (für Estlcam) exportieren zu können.
        Wenn ich nun die Löcher fräse ist alles klar: In Estlcam Ausschnit wählen und Löcher anklicken.
        Was jedoch wenn ich bohren möchte? Estlcam scheint dann Punkte zu benötigen.
        OpenSCAD kennt keine Punkte. Kreise mit Durchmesser = 0 existieren nicht mehr nach dem Rendern und fehlen somit auch im DXF-Export.
        Wie realisiert man das?

      Danke und Grüße,
      Sven

      The post was edited 1 time, last by TriCX: Erste Fragen selbst beantwortet. ().

    • Hallo Sven,

      in Estlcam gibt es "Bohren" da macht es überall wo man hinklickt Löcher im Werkzeugdurchmesser. Da braucht man keine Punkte, denke ich. Natürlich kann man den Cursor auch von einem vorgegebenen Kreis fangen lassen. Allerdings kenne ich OpenSCAD nicht.

      Grüße
      Jörg
      Der sich mit dem Schaltplan einer Taschenlampe auskennt. ;)
    • Hi,

      je nach größe der Platte kann fräsen schon länger dauern. Wenn es vom Durchmesser passt einfach einen Holzbohrer einspannen und die Löcher bohren. Damit gehts dann zügig "rein raus weiter" von Loch zu Loch...
      Die Einschraubmuttern nach "ganz unten" reindrehen, damit möglichst viel Material darüber ist um Zugkräfte aufzunehmen. Extra ansenken braucht man nicht, da die (Auf-)Spannplatte ja meist unter der Opferplatte ist...
      Gruß

      Andreas
    • Hallo Jörg und Andreas,

      in Estlcam ist mir natürlich die Bohren-Funktion begegnet.
      Ich könnte dort anhand des Rasters Löcher anlegen.
      Meine Spannplatte ist 670mmx1400mm groß.
      (Bei der Stärke der Platte habe ich mich im ersten Post vertan. Ist nur 18mm - CNC14 halt. :)
      Wenn ich 50mm Abstand wähle komme ich auf 13x28=364 Löcher.
      Da ich tippfaul bin, dachte ich mir, dass es auch eleganter gehen muss.
      Daher wollte ich die Spannplatte in OpenSCAD programmieren und per Estlcam lediglich den G-Code erzeugen.

      Das entpuppt sich aber als aufwendiger.
      In OpenSCAD gibt es keine Punkte, nur Kreise. Diese haben keinen gekennzeichneten Mittelpunkt,
      so dass Estlcams Bohrenfunktion dort kein Bohrloch setzen möchte.
      Man muss die Funktion Bohren->Bohrung->Kreismittelpunkt erzeugen bemühen.
      Das sind dann aber pro Bohrung 3 (!) Mausklicks. (13x28x3 = no way!)

      Für interessierte habe ich meinen OpenSCAD-Code angehängt.
      Vielleicht findet sich ja noch eine bessere Lösung.

      GIbt es nicht auch eine Python-Bibliothek zum automatisierten Erzeugen von G-Code?
      Files
    • Hallo,

      die Kachelfunktion funktioniert prima.
      Dem Namen nach hätte ich ähnliches auch von der Funktion "Objekte automatisch erzeugen" erwartet.
      Hier wurde jedoch der Kreis als geschlossene Kontur interpretiert, so dass Estlcam nicht bohren möchte.
      Der Kreis wird auch nicht als Kreis dargestellt, sondern als 13-Eck. Dies wird vermutlich an den Einstellungen in OpenSCAD liegen, vermute ich.

      Bleibt für mich die Frage, ob ich die Löcher besser ausfräse oder mit einem 8mm Bohrer bohre?
      Kann ich einen kurzen 8mm Metallbohrer in der Fräse betreiben?
      Muss ich wegen der Zentrierung einen Holzbohrer verwenden?
      Einen 8mm Fräser wolte ich mir dafür nicht extra zulegen.
    • Metallbohrer in Holz - geht (so, naja) - sollte noch scharf sein, sonst gibts Kaminfeuer-Duft ;). Um das zentrieren brauchst Du Dir hierbei keinen Kopf machen - die Maschine hält den Bohrer schon selbst ausreichend auf Kurs.

      Du kannst die Löcher sonst auch mit einem 6er oder 4er Fräser fräsen wenn Du einen solchen hast (Spirale). Am schnellsten und einfachsten gehts aber mit einem Holzbohrer.
      Gruß

      Andreas